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Teich/Sumpfgebiet in der Ertragszone Kräuterbeet?

Hallo ihr Lieben,

ich bastel gerade an meiner Ertragszone Kräuterbeet (da ich Kräuter liebe und auch einen Bereich ausschließlich für Kamille gedacht ist, ist es alles in allem etwa 20 x 5m groß). Gedacht/angefangen zu bauen, habe ich es mir folgendermaßen:

Im vorderen niedrigsten Bereich lasse ich eine alte Teichschale von ca 150l ein. Hier stellt sich schon die erste Frage: Sollte ich diese zum Großteil mit Erde befüllen um hier  Minze/ Schnittlauch und Co wachsen zu lassen? Oder sollte ich besser einen Wasserbereich für die Insekten und Co lassen und mich auf den Randbereich beschränken, diesen zu bepflanzen? Theoretisch würde mir der Rand denke ich reichen. Wir werden woanders im Hortus zwar noch einen deutlich größeren Teich, auch ohne Fische bauen, dieser wird jedoch mit einer etwa 40cm hohen Trockenmauer umbaut und in diesen werden über die Sommermonate unsere 3 Wasserschildkröten leben.  Also wäre es vermutlich sinnvoller eine Wasserzone komplett den Insekten zu lassen oder?

Frage 2: Von Der Teichschale aus würde mit Pflanzsteinen (diese etwas mit Natursteinen umgeben) eine Kräuterspirale halbrund um den Teich in die Höhe wachsen, ist dies überhaupt sinnvoll? so würde eine Sonnenfalle um den Teich entstehen, wäre dies ungünstig oder egal? Von der Optik würde ich es sehr schön finden, wenn es allerdings für das Biotop Teich ungünstig wäre, würde ich die Spirale woanders im Kräuterbett aufbauen.

 

Was meint ihr?

 

Viele Grüße Jenny

Wenn du eine Teichschale mir Erde füllst, wird es ja ein Sumpfbeet. Ob das Schnittlauch gefällt? Ich wage es zu bezweifeln. Ich habe mit Teichschalen keine Erfahrung, sorry

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Schnittlauch kann mit nassen Füßen gut umgehen, ist ihm lieber als zu trocken. Mir würde auf Anhieb noch Brunnenkresse einfallen, die mag es ja richtig nass.

Ich würde nicht die ganze Schale bepflanzen, sondern Lücken lassen, also kleine Freiräume für die Insekten. Die Idee mit der Kräuterspiratle als Sonnenfalle kann ich mir rein optisch gut vorstellen, ich frag mich aber, ob dadurch nicht in den heißen Sommermonaten eine vermehrte Verdunstung stattfindet und die Teichschale mehr Wasser verliert als sie sollte. Immer nachgießen ist ja irgendwie suboptimal. Ich weiß ja nicht, ob das rein baulich funktioniert, aber was wäre, wenn du die Kräuterspirale so anlegst, dass sie während der größten Hitze am nachmittag Schatten auf die Teichschale werfen würde? Dann hättest du trotzdem genug Licht für die Kräuter und obendrein eine Art Verdunstungsschutz für die Schale. Käme sicher auch den ein oder anderen Kräutern zugute, denn wer nasse Füße mag, ist oft auch nichts gegen ein wenig Sonnenschutz bei extremen Temperaturen.

Die Feuchtzone einer Kräuterspirale wird in der Regel mit Pflanzen wie Brunnenkresse (Vitaminbombe) und Wasserminze bepflanzt. Schnittlauch und andere Lauchpflanzen mögen da doch etwas trocknere Füße.

Gute Nachbarn für die Feuchtzone (quasi anschließend) sind Melisse, Bärlauch, Petersilie, Dill und Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen.

Ob man so ein Kräuterbeet jetzt als Spirale anlegt, ist dabei eigentlich unerheblich. Die Idee der Kräuterspirale ist ja unter anderem, dass sie Platz einspart und verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen unter einen Hut bringt.

Ich persönlich empfinde die Zusammenfassung auf dieser Seite ganz gut: https://utopia.de/ratgeber/kraeuterspirale-bauen-und-bepflanzen-darauf-musst-du-achten/

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Schnittlauch liebt es feucht! Bei uns steht er im Sumpfgraben vom Teich und fühlt sich dort äußerst wohl! Es weiß nur kaum jemand, daß Schnittlauch solche Standort mag.

Vielen Lieben Dank für eure Antworten! Viele Ideen uns inspiration. Ich werde auf jeden Fall vieles davon um und vor allem einsetzen :)  Im Frühjahr wenn es dann soweit fertig ist, werdet ihr natürlich auch das Endergebnis sehen :)

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