Die Verzahnung der Zonen

Wenn ihr euren Garten im Sinne des Drei-Zonen-Konzeptes umbauen wollt, ist es hilfreich, sich mit diesen Zonen auseinanderzusetzen. Da kommt schnell die Frage auf, ob diese Zonen voneinander getrennt sein sollten. Nein! Sollten sie nicht, denn die Lebendigkeit in Ihrem Garten braucht keine langen Wege, sie benötigt kurze Wege und Fluglinien.

Ihr selbst benötigt vielleicht auch aus gesundheitlichen Gründen eher kurze Wege.
Oder euer Garten ist von Hause aus eher klein, ihr müsst eine Vernetzung schaffen.

© Daniel Jakumeit

Wozu braucht es eine Vernetzung?

Wenn ihr in eurem Garten arbeitet, dann benötigen ihr in bestimmten Bereichen, wie z.B. der Ertragszone viele Nährstoffe. Da in einem Hortus auf künstliche Dünger verzichtet wird, tragen wir den Wiesenschnitt in Form von Mulchwürsten aus der Magerzone in die Ertragszone. Dort dient sie vielen Zwecken:
Sie mulcht den Boden und hält dort die Feuchtigkeit besser und unterdrückt aufkeimendes Kraut.
Schnecken kann man bestens absammeln, indem man die Würste immer mal wieder anhebt und Schnecken absammelt.

Habt ihr zuviel Grasschnitt, können ihr es auch unter die Hecken der Pufferzone legen. Dort entfaltet es ebenfalls seine düngende Wirkung und schützt den Boden. Eine Vielfalt an Leben findet sein Auskommen rund um diese Zonen, einfach, indem man hier abmagert und dort Nährstoffe einbringt. Dieser Kreislauf, den wir dadurch im Garten erreichen lässt ihn an allen Zonen lebendig und vielfältig werden, denn schön blühende Pflanzen in der Ertragszone ziehen bestäubende Insekten an, die dadurch für gute Erträge sorgen.

Gleichzeitig könnt ihr auch durch die Integration bestimmter Naturmodule magere Bereiche schaffen, die bestäubenden Insekten als Unterschlupf dient und gleichzeitig ihre Ertragszone strukturiert.
Totholz als Umrandung wäre z.B. ein sehr nützliches Element.

Ideen hierzu findet ihr in Daniel Jakumeits – Mini Tipps oder umgesetzte Beispiele unserer Hortusianer in der Kategorie Selber machen.

 


Autor:
Ulrike Lohmann
Garten der Gartenphilosophin

Urheberrechte der Bilder und Texte liegen, soweit nicht anders angegeben, bei Ulrike Lohmann. Verwendung nur nach vorheriger Genehmigung. Redaktionelle Überarbeitung durch Robert Bauer.

Schreibe einen Kommentar