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stecklinge

Der Gärtner meines Bruders, schneidet einen Zweig ab, ich steh gerade zufällig dort und frage - ob man davon einen Steckling machen kann. Schaut mich der Gärtner entgeistert an und sagt:

Dafür braucht man eine fachliche Ausbildung und jahrelange Übung. Ein einfaches Ja  oder Nein hätte mir gereicht

 

es war ein Zweig einer japanischen Zierahorn-Art

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Wie bescheuert ist der denn? Ich hab zwar keine Ahnung von japanischen Zierahörnern, aber Stecklingsvermehrung funktioniert immer gleich, auch wenn die einzelnen Arten unterschiedlich gut anwachsen: Stecklinge schneiden, Blattmasse reduzieren, damit nicht mehr Wasser verdunstet, als durch das untere Ende des Stecklings aufgenommen werden kann, Steckling abdecken (z.B. durch Glas oder Folie), damit die Luft um die Stecklinge möglichst 100% Luftfeuchtigkeit hat (verhindert übermäßige Verdunstung, ganz wichtig!) und dann gleichmäßig feucht halten, bis sich Wurzeln gebildet haben. Je nach Art kann unterschiedliches Stecklingssubstrat erforderlich sein. Aber eine spezielle Ausbildung oder jahrelange Übung ist Schwachsinn. Ich bin ausgebildeter Gärtner und habe jahrzehntelang Stecklinge der unterschiedlichsten Arten geschnitten. Mit ein bisschen artenbezogener Information kann jeder Amateur Stecklinge vermehren.

Da steckt bestimmt folgende Überlegung dahinter.

Wenn das so einfach ist, dann könnte sich ja Jeder selbst Pflanzen aus Stecklingen ziehen. Schließlich musste der Gärtner dafür eine dreijährige Ausbildung machen. Und außerdem würden die Leute nichts mehr kaufen.

Bei dem kauf ich eh nichts, der hat sich schon disqualifiziert, als ich gefragt habe, ob er ein bienenfreundliches Grab anlegen kann

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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