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Rückblick auf das Hortus- Jahr 2019

Das Jahr geht langsam dem Ende zu und wieder haben wir ein Hortusjahr hinter uns gelegt...

Hoffentlich für jeden von euch ein erfolgreiches und erlebnisreiches Gartenjahr mit schönen Aha- Erlebnissen und Begebenheiten...

Der eine hat vielleicht gerade erst begonnen seinen Hortus zu erschaffen und der andere ist vielleicht schon ein " alter Hase" und schon länger auf dem Weg dorthin...

Es wäre schön, wenn ihr uns ein bisschen von eurem Jahr und euren Erfahrungen, Beobachtungen, Gedanken und Erfolgen erzählt...

Was hat sich verändert in eurem Hortus ?

Welches waren eure schönsten Momente in diesem Jahr?

Welche eure schönsten Errungenschaften für euren Hortus?

Welche neuen Bewohner konntet ihr dieses Jahr freudig entdecken...?

Hat sich auch in euch etwas verändert ?

 

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Hallo zusammen , wir sind jetzt fast ein Jahr dabei und das Thema Hortus hat in unseren Garten , der eh schon komplett auf Naturschutz ausgerichtet ist , eingeschlagen wie eine Bombe. Wir wohnen zwar auf dem Land ,aber durch die Industrielle Land- und Forstwirtschaft wird unser Umfeld immer Arten ärmer. Deshalb haben wir unseren Garten hortal aufgepimpt.

Gebaut haben wir eine Stumpery , das ist ein aus Wurzeln bestehender Totholzhaufen mit Farnen und Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und allem was in feuchtem , modrigen Holz leben will.

Dann haben wir endlich die Dachbegrünung unseres Schafsunterstandes fertiggestellt.

Ausserdem haben wir noch eine Toranlage aus historischen Klinkern mit Insektenhotel und Nistkasten gebaut.

Und , morgen wird wohl unsere erste Pyramide fertig.

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Frank!!!!!

Das ist eine supretolle Idee mit der Toranlage! Darf ich die abkupfern?
Dann kann ich als Eingangspforte zu meinem Wagen für Lebensfragen eine deutlich haltbarere Lösung schaffen als einen Rosenbogen aus Eichenholz!
Eine tolle Idee...
In dem alten Bauschutt, den ich als Unterlage für die Besetzbare Kräuterspirale geschenkt bekommen hatte, waren auch viele Lehmziegel.
Die habe ich bisher nicht verbaut, weil mir nicht so recht einfiel, wie und mit was ich sie schützen will.

Nun habe ich eine gute Idee, sie zu integrieren!

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Hallo @gartenphilosophin , du kannst das gerne nachbauen . Bei Fragen wende dich gerne an mich . Was ich auf jeden Fall beim nächsten Tor anders machen würde sind die Balkenabmessung , nämlich 12x12 statt 8x8 und die Zwischenräume 25cm , das ist Reichsklinkerformat. Gebaut habe ich daran über 150Std

Zitat von Frank Schroeder am 14. November 2019, 17:35 Uhr

Hallo @gartenphilosophin , du kannst das gerne nachbauen . Bei Fragen wende dich gerne an mich . Was ich auf jeden Fall beim nächsten Tor anders machen würde sind die Balkenabmessung , nämlich 12x12 statt 8x8 und die Zwischenräume 25cm , das ist Reichsklinkerformat. Gebaut habe ich daran über 150Std

Gerne, danke.
Heute habe ich beim Autofahren über die Bauart nachgedacht. Was ist in den Zwischenräumen?
Lehm ja nicht, oder? Der hält ja keinen Regen aus. Mörtel?

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Hi , unten drunter ist ein armiertes Betonfundament , daran sind die 4 Hölzer mit Stahlankern befestigt. Dazwischen werden die Ziegelsteine mit Fertigmörtel gemauert. Zuletzt wird die Säule mit Beton ausgegossen. Vorher muss man allerdings an die Hohlräume für Insekten denken. Mit Lehm könnte die Ziegel ggf. auch gemauert werden. Dazu müssten die Hölzer aber untereinander verbunden sein.

Wir haben ja dieses Jahr unseren Teich angelegt, den ich vorgestellt habe.

Viele neue Tiere sind mir dieses Jahr noch nicht aufgefallen. Nur ein paar Libellen mehr als letzes Jahr, die sich das Ganze natürlich neugierig angesehen haben.

Erfreut habe ich jüngst festgestellt, dass wir wieder mehr Amseln und Meisen bei uns im Garten haben, dafür aber weniger Haussperlinge. Ein Hausrotschwanzpärchen hat bei uns im Scheunendach genistet. Zumindest nehme ich das an, weil ich sie immer wieder an der gleichen Stelle an der Dachrinne und bei uns im Garten beim Jagen beobachtet habe.

Meine Wildblumen sind ein wenig mehr geworden. Bei mir im Garten haben sich Knautia arvensis (Wiesenwitwenblume) und Cichorium intybus (Wegwarte) auf der Wiese etabliert. Ebenso Leucanthemum vulgare (Wiesenmagerite). Das freut mich sehr. Der Klee und die Gänseblümchen sind weniger geworden. Das spricht sehr für eine Veränderung des Bodens. Das Abmagern über das Wegbringen des Mähgutes inklusive natürlich auch sonstiger fehlender Düngung und Bewässerung hat die Struktur der Wiese nachhaltig verändert.

Ich habe beobachtet, dass heimische Wildstauden und Wildblumen mit der Veränderung der Sommer (langanhaltende Trockenheit) recht gut zurecht kommen. Sie bilden ihre Blüten nacheinander und nicht alle gleichzeitig. Vereinzelt blühen sie möglicherweise etwas kürzer, dafür aber eben dennoch durchgehend.

Meine neue Insektennisthilfe, die ich bei Etsy gekauft habe, war innerhalb weniger Wochen ausgebucht. Auch die kleinen Bohrlöcher wurden gefüllt. Die rote Mauerbiene ist bei mir im Hortus sehr häufig vertreten. Dies liegt sicher auch am Scheuendach (Strangfalzziegel). Sie sind die Hauptbestäuber meiner beiden Obstbäume (Apfel und Zwetschge) im Hortus. Außerdem konnte ich rund um den Apfelbaum Andrena cineraria (Aschgraue Erdbiene) beim Suchen unter dem Gras beobachten. Ich vermute daher, dass sie da nisten.

Was ich Ende September gemacht habe, war dass ich rund 1000 Blumenzwiebeln in der Erde versenkt habe, damit ich nächstes Jahr ganz viele Frühblüher habe. Da werde ich euch dann wohl mit Fotos nerven.

Die bleibe ich euch heute schuldig. Ich bin aktuell leider sehr eingespannt, was Arbeit und Familie betrifft.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Viel neu angelegt habe ich dieses Jahr nicht, aber die Projekte der beiden Vorjahre sind gereift.

- Die Blumenzwiebelwiese unter dem Apfelbaum fängt an Gestalt anzunehmen - die vielen Winterlinge der Nachbarin wurden noch dazugepflanzt. Aber um richtig gut zu werden muss ich noch 2 Jahre Geduld haben.

- Die Blumenwiesen sind nicht mehr so Möhre-lastig wie letztes Jahr und gleichen eher einer Hochstaudenflur. Letztes jahr waren da fast nur Schwebfliegen, dieses Jahr war mehr Vielfalt.

- Das Einjährigen-Beet hatte ich wegen zu großer Höhe dummerweise schon im Juni gehäckelt statt zurückgeschnitten, das waren die falschen 50%. Bei der Nachbarin sah dieselbe Mischung viel besser aus mit Zurückschneiden. Bei mir ist das sehr lückig geblieben.

- Die Aprikosenbäume sind mächtig gewachsen und waren eine gigantische Bienenweide Anfang April, das konnte man meterweise hören. Der erste größere Ertrag war auch da - lecker!

- Der Sumpfgraben braucht noch ein wenig und ist mir noch zu lückig, aber 2018 ist in den Lücken fast nichts gekeimt bzw. vertrocknet. 2019 hat es mächtig ausgesamt, 2020 ist er hoffentlich eingewachsen.

- Gemüse war wie immer gut, da kann ich mich nicht beschweren. Der Gefrierschrank ist prall gefüllt, es wird bis zum Spargel reichen. Steinobst war trotz leichtem Spätfrost richtig gut, Kernobst bescheiden. Es ist jetzt schon fast alle - 2018 hatte ich sicher zwei Zentner mehr. Das hat alles geblüht bei a..kaltem Wetter und wurde nicht bestäubt. Das Wetter war den ganzen Mai über nicht der Hit, April war besser. Egal, jedes Jahr ist anders.

- Highlight waren aber über Monate die Distelfinken an Sonnenblume und wilder Karde, außerdem haben die Meisen erfolgreich gebrütet. 2017 hatte ich einen gespenstisch stillen Garten mit nur wenigen Tieren nach der Neuanlage, es wird aber von Jahr zu Jahr vielfältiger. Für die Vögel brauche ich noch mehr Verstecke vor den Katzen und mehr Nistkästen, beim natürlichen Futter bin ich schon weiter. Die Verstecke sind gepflanzt aber noch zu klein (Rosa arvensis auf dem Carportdach und Weißdorn in der Wiese). Geduld ist halt nicht meine Stärke, die geht mir geht immer zu langsam :-)

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