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Robinie. Weg oder lassen?!?

Zu hüüülf

Wir entfernen grade in unserem neuen Garten (800m2, sehr wildromantisch, nur bislang nie naturnah bewirtschaftet worden) die Hecken (Thuja und Kirschlorbeer) und ein paar weitere nicht einheimische Gewächse (Forsythie, Bambus etc), hierzu hatte ich bereits eine Frage gestellt :D.

Nur bei einem Baum bin ich mir nicht sicher: einer etwa 6m hohen Robinie (Robinia pseudoacacia). Nutzen für die Insektenwelt: nicht erwähnenswert (klar "Bienenweide" - aber dort werden ja nur Honigbienen satt...), die Vögel mögen den Baum aber gern und fliegen ihn sehr viel an, da seine dichte schön gewachsene Krone ihnen Schutz bietet. Sie schlafen dort nie - Schalfplatz sind Vogelkirsche und Birne. Ersatz soll ein Feldahorn werden, dessen Krone ähnlich schön und dicht wird, aber einheimischen Tieren Nahrung bietet und nicht nur hübsch aussieht. Nun höre ich aber von allen Seiten, dass man einen so schönen Baum wie die Robinie nicht wegnehmen solle, auch in einer anderen Gruppe ist das ganz klar die vorherrschende Meinung. Er gefällt mir natürlich auch, daher fällt mir die Entscheidung total schwer…

was meint ihr dazu??

Die Hecke wird übrigens durch Wildsträucher und Wildrosen ersetzt, zusätzlich kommen jetzt im Herbst eine Eberesche (als Baum) und diverse Beerensträucher so wie ein Süßkirschen-Halbstamm dazu. Weiteres (zB ein Magerbeet, Sumpfbeet und diverse andere Elemente) kommt spätestens im nächsten Frühjahr - und irgendwann kommt dann der Vorgarten noch dran :D

Es fehlen den Vögeln also erst einmal Verstecke - es bleiben im Garten aber etliche efeuberankte Totholzstämme, zT höher als 3m, eine riesige Vogelkirsche, eine hohe alte Birne und eine Hemlock-Tanne als gern genutztes Versteck für die Vögel (in allen dreien rankt natürlich ebenfalls Efeu). etliche kleinere heimische Sträucher bleiben ebenfalls - Verstecke sind also auch gegeben, bis die neuen Pflanzen gewachsen sind..

Dennoch ist das natürlich ein massiver Eingriff. Heute und morgen kommen nun die Hecken weg - aber selbst unsere Helfer wollen nicht an die Robinie gehen.

Was meint ihr: soll sie bleiben?

Danke für eure Meinungen!

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Ich würde auf mein Herz hören - wenn ich dran hänge, würde sie bleiben dürfen. Wenn meine Gedanken eher in Richtung "unnützes/häßliches/unpassendes Gewächs" gingen, würde ich sie durch etwas Heimisches ersetzen und ihr Holz aufgestapelt als Totholz im Garten belassen.

Zitat von tree12 am 17. Oktober 2019, 11:54 Uhr

Ich würde auf mein Herz hören - wenn ich dran hänge, würde sie bleiben dürfen. Wenn meine Gedanken eher in Richtung "unnützes/häßliches/unpassendes Gewächs" gingen, würde ich sie durch etwas Heimisches ersetzen und ihr Holz aufgestapelt als Totholz im Garten belassen.

das ist ganz klar letzteres :) nur wegen der Vögel überlege ich noch.

Die Scheinakazie ist auch weitläufig, eine Zugezogene. Für die Vögel, wurde ich mir Häuschen besorgen, noch und nöcher. Was den Vögeln auch fehlt, sind Nistplätze

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Die Blüte ist echt schön bei den Robinien, aber es gibt eben auch genug Nachteile....  Angefangen mit nicht heimisch....
Bei Robinien würde ich auch immer mit bedenken, wie gerne und einfach die sich vermehren. Die Samen bleiben bis zu 30 Jahre keimfähig...

Die sind zäh und gar nicht so leicht, los zu werden und kommen überall vor. Trotz hübscher Blüten würde ich sie nicht im Garten haben wollen.

Aber es muss letztendlich jeder für sich entscheiden.

Sollte Totholz draus entstehen und falls ihr Hunde habt: Das ist kein geeignetes Stöckchen-Holz. Die Rinde ist für die Vierbeiner giftig!!

Dieser Planet hat das Potenzial ein Paradies zu sein!
Zitat von Annika am 17. Oktober 2019, 14:08 Uhr

Die Blüte ist echt schön bei den Robinien, aber es gibt eben auch genug Nachteile....  Angefangen mit nicht heimisch....
Bei Robinien würde ich auch immer mit bedenken, wie gerne und einfach die sich vermehren. Die Samen bleiben bis zu 30 Jahre keimfähig...

Die sind zäh und gar nicht so leicht, los zu werden und kommen überall vor. Trotz hübscher Blüten würde ich sie nicht im Garten haben wollen.

Aber es muss letztendlich jeder für sich entscheiden.

Sollte Totholz draus entstehen und falls ihr Hunde habt: Das ist kein geeignetes Stöckchen-Holz. Die Rinde ist für die Vierbeiner giftig!!

Liebe Annika,

damit hast du mir grad das Argument schlechthin geliefert, vielen Dank!

Ich hatte total vernachlässigt, dass wir uns binnen der nächsten zwei Jahre einen Hund anschaffen wollen - die Robinie muss da tatsächlich weg, auch wenn ich sie beim Kleinkind nicht wegen der Giftigkeit entfernt hätte.

Kommt weg.

Danke!!

Hallo, ich würde sie auch absägen. Zum einen wegen der vielen bedornten Totholzäste und wegen der Sämlinge. Das Holz ist allerdings erste Sahne für Zaunpfosten . Als Totholz ist sie ehr ungeeignet. Davon will keiner was fressen. Die Robinia pseudoacacia ist etwa Mitte 19Jh. aus Nordamerika eingeschleppt worden

Zitat von Frank Schroeder am 17. Oktober 2019, 18:20 Uhr

Hallo, ich würde sie auch absägen. Zum einen wegen der vielen bedornten Totholzäste und wegen der Sämlinge. Das Holz ist allerdings erste Sahne für Zaunpfosten . Als Totholz ist sie ehr ungeeignet. Davon will keiner was fressen. Die Robinia pseudoacacia ist etwa Mitte 19Jh. aus Nordamerika eingeschleppt worden

Weil sie als Straßenbäume relativ unempfindlich sind

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Frank hat schon recht mit der Eignung als Zaunpfosten. Das Holz ist ziemlich witterungsbeständig. Aber auch da habe ich schon einmal erlebt wie unfassbar zäh diese Robinien sind:

Abgesägt, null Wurzel, zum größten Teil die Rinde abgeschabt und die Dinger sind wieder ausgetrieben, nachdem sie als Pfosten gesetzt wurden....

Dieser Planet hat das Potenzial ein Paradies zu sein!

Sämlinge würde ich auf jeden Fall nicht zulassen, aber nen großen Baum fällen is ja jetzt auch nicht immer so einfach.

Baumschutzverordnungen können da auch ganz schön "lästig" werden.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

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