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Obst und Wildobst - fast ohne Zuckerzusatz

Ich habe gerade den letzten Schwung meiner Quitten verarbeitet. Also, meiner... der Baum wächst schräg gegenüber auf einem verlassenen Grundstück, wird aber bestimmt durch irgendeinen Ableger/Steckling o.ä.  im Hortus Somnium einziehen. Allein der Geruch der unverarbeiteten Quitten in der Küche war genial

Ich schneid das Kerngehäuse und schlechte Stellen weg, koche sie weich

  • mit Wildapfel und Zimt, püriert und eingekocht: sehr fruchtig, allerdings habe ich das Kerngehäuse vom Wildapfel mit drin
  • mit Orangensaft und Nelken, püriert und eingekocht: sehr lecker, allerdings habe ich Depp Wasser dazugekippt, weil es im Mixer Hohlräume am Messer gab. Insofern lecker, aber etwas wässrig. Demnächst also mit mehr O-Saft oder anderem Geschmackswasser verdünnen
  • mit Orangensaft und Nelken, durch die Flotte Lotte gedreht und eingekocht: mega!
  • Von einem Schwung Weißdorn und Wildapfel die Reste nach dem Pürieren nochmal mit Wasser aufgekocht und dann das Wasser/Fruchtfleischreste durch ein Sieg gedrückt. Den klaren Teil in eine Flasche als Saft eingekocht, den musigen Teil als Flüssigkeit für die restlichen Quitten genommen, diesmal mit kleinen Fallobstäpfeln, püriert und als Mus eingekocht. Auch herrlich fruchtig.

und nein, ich nehme keinen zusätzlichen Zucker, dafür werden die fertigen Gläser gut eingekocht.

Schlehen - dieses Jahr erstmalig gesammelt. Hier gab es im Netz zwei Verarbeitungsvorschläge:

  • Schlehen in einen Topf, mit kochendem Wasser übergießen, stehenlassen. Täglich das aromatisierte Wasser von den Schlehen trennen, erneut aufkochen, und wieder auf die Beeren kippen, um weiter die Aromen zu extrahieren. Das ganze 4-x mal, je nach Intensität. Danach das aromatisierte Wasser weiterverarbeiten.
    Ich bin bei Tag 4, das Wasser ist schon ziemlich aromatisch, aber ich mach das noch ein paar Tage weiter.
  • Schlehen kochen, weichdrücken, durch die Flotte Lotte drehen und das Mus verwenden. Weil Schlehen echt alles zusammenziehen, habe ich Datteln im kochenden Wasser weichen lassen, püriert und dazugegeben. Also quasi natürlichen Zucker. Wobei ich gestehe, hier nochmal ein Päckchen Vanillezucker pro Teil dazugepackt zu haben
    Hier hatte ich einmal ziemlich klare Flüssigkeit, den ich 3:1 Gel-Fix (Pektin) eingekocht habe. Wurde nicht sehr fest, aber lecker
    Der zweite Teil war eher das Fruchtfleisch, den ich mit doppelter Menge Agar-Agar eingekocht habe. Der war jetzt nicht megafest, aber auch nicht flüssig.

Weißdorn und Wildäpfel. Hier habe ich zum Kochen das aromatisierte Wasser aus den Schlehen-Rückständen der FlottenLotte genommen. Also Rückstände nochmal mit Wasser aufkochen und dann ausdrücken, Weißdorn und Wildäpfle rein, kochen, wieder Flotte Lotte und das Mus in Gläser. Das ist echt der mega-Hammer, hier kommen die Schlehen noch gut durch, es schmeckt nicht süß, aber mega fruchtig.

Ach ja, die Kerne von Schlehe und auch die von Weißdorn kann man wie ein Kirschkernkissen verwenden. Nach dem zweimal kochen und pürieren ist es einfach, sie zu waschen und zu trocknen.

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