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Noch nen Schrebergarten...

Ja vielen Dank euch Dreien... besonders viel Spaß macht es, darüber zu sprechen oder zu schreiben, wenn das Gegenüber es auch zu schätzen weiß !

Diese Köttelbecke hier bei uns gehört auch der Emschergenossenschaft und soll angeblich auch noch renaturiert werden, mal sehen.

Den Weidenkorb hab ich mittlerweile  wieder leergeräumt , das ewige Gießen nervte dann doch . Darin waren Malven, Glockenblumen und Flockenblumen. Alle vorschriftsgemäß auf der Wildwiese ausgesetzt.   Die Karre muss ich jetzt mal langsam reinholen, denn dauerhaft Regen tut ihr bestimmt nicht gut. Ich weiß zwar noch nicht, wohin mit ihr, weil der Platz dann doch beschränkt ist aber ich konnte den Vorbesitzer sie doch nicht entsorgen lassen...

Also ich hab in der letzten Zeit von einigen Naturgärten in Schrebergartenanlagen gehört, so mehrere in Köln, in Hamburg ist einer besonders emsig, in München, in Herne und hier in Bochum weiß ich von dreien inkl. meinem. Mag sein, dass jetzt nicht jeder so wild ist wie vielleicht meiner aber in der Verbandszeitschrift wird das naturnahe Gärtnern ja angepriesen, nur ist dieses Denken noch nicht ganz an der Basis angekommen; wobei das natürlich vom Verband auch etwas anders gemeint ist; aber so hätte niemand eine wirkliche Handhabe, gegen meinen Garten vorzugehen. Es mag bei den einzelnen Vorständen Ausnahmen geben, die versuchen, knallhart dagegen vorzugehen aber die werden über kurz oder lang den Kürzeren ziehen.

Ganz aktuell von heute hab ich ein paar Fotos geschossen, unsere Bienen haben sich auf den Astern getummelt, teilweise sogar trotz Schauer. Dann hab ich noch einen Pastinaken, der eigentlich noch gar nicht blühen dürfte und rechts daneben möchte es wohl noch einer versuchen...

Hochgeladene Dateien:
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München ist da ein bisschen arg Bluna, meine Freundin arbeitet als Tippse beim Vorstand aller Schrebers zu München, weit über 8000 Gärten und dazu kommt noch, der OB von München, der Mitspracherecht hat, manche Gesetze von anno 1812 sind - da kannste schon ausflippen, was man alles nicht darf. Oder der Vorpächter hat dies und das gebaut, gesetzt und dann bekommst du den Garten und musst auf deine Kosten das alles abreissen lassen.
Statt der Vorgänger wird heran gezogen, das macht dann wenig Spaß. Die haben dann Ortstermine mit Meterstab und Maßband, dann wird alles haarklein... ist mir zu bürokratisch und zu wenig naturverbunden.

Ich ziehe mir doch kein Gemüse, wenn der Nachbar mit allerlei Gift umher eiert.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Der Nachbar sollte das auch tunlichst lassen, denn das ist u.A. mit naturnahem Gärtnern gemeint: Kein Gift ! Da kann er sogar für belangt werden. Bei uns muss der Vorgänger die Bausünden etc. entfernen oder der Preis wird gesenkt. Merkwürdige Regeln bei euch...  und was hat der OB damit zu tun ?? Es gab dieses Jahr einen Fall, da hat der Vorstand einen Kleingärtner rausekeln wollen von wegen Brennnesseln gehören nicht zum Gesamteindruck der Anlage    usw. Das kam sogar im BR und auf den öffentlichen Druck hin ist erst mal Ruhe...

der OB ist der oberste Stadtherr, sprich der Überdödel über den Vorständen. Wie ganz genau er Einfluß übt,  frag ich sie bei Gelegenheit

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

ja gut, bei uns war das wohl mal bis in die 90er Jahre so. Dann hat das Grünflächenamt die Verantwortung abgegeben, die Kleingärtner mussten daraufhin die Außenanlagen selbst pflegen (aber weiterhin dafür zahlen) und es wurde der Stadtverband gegründet; der hat nichts mit der Kommune zu tun sondern ist der Dachverband aller Anlagen. Dadurch können wir machen, "was wir wollen" solange die kleingärtnerische Nutzung erkennbar ist (gesetzlich vorgeschrieben).

Ich möchte nun kurz das Jahr 2014 in meiner Gartenhistorie anreißen...Der Wegebau wurde fertiggestellt, die Beete füllten sich langsam (wenn ich sehe, wie karg das war  und nach dem Winter auch immer wieder ist...)verschiedene Ecken wurden gestaltet und wieder geändert...und sehen heute schon wieder anders aus. Ich lasse mal Bilder sprechen und geb ggf. einen Untertitel.

  so frei sind die Fugen nicht mehr und ich kann gar nicht glauben, dass das Beet so groß ist...

   erste Vegetation auf der Wildwiese

   die Benjeshecke wächst, der Garten ist im Vorfrühling noch recht kahl

   so hab ich den kleinen Teich schon ewig nicht mehr gesehen, das Mädesüß lässt kaum noch Blicke zu 

   im Mai sieht alles schon ganz anders aus

   der Weg zum Kompost noch ohne den Staketenzaun

  im Dezember stand dann der neue Zaun, der natürlich ganz schnell viele Feinde hatte aber zum Glück auch viele Befürworter; der Thymian am Wegrand existiert leider nicht mehr.

  und so ging wieder ein Jahr zu Ende.

 

Hallo Oliver, ganz toll! Die Fotos gefallen mir sehr gut. Da fühlt man sich direkt wohl. Kai

Hut ab!

besonders viel Spaß macht es, darüber zu sprechen oder zu schreiben, wenn das Gegenüber es auch zu schätzen weiß !

 

um es mit den Worten von Michael Kallis (fb) zu sagen, das ist wie heim kommen, man ist sofort wie in einer Familie. Jeder versteht jeden und wird nicht dumm angesehen.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Oliver, ich weiß nicht ob du das schon gesehen hattest:

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@oliver

Wie geht es Dir in Deinem Hortus? Du hattest so schöne Fotos eingestellt. Möchtest Du noch mal ein paar aktuelle zeigen? Das würde mich sehr freuen...

LG

Kai

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