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Mein Vogelhäuschen (Nistraum)

Mach ich gerne, bin froh, dass die Idee nicht nur "gut gemeint" ist. Und gerade ist mir eingefallen, dass ich auch noch eine Art mobile Schutzwand aus Reisig-Geflecht oder so bauen muss. Nächstes Jahr kommt der Bagger nochmal und hebt dort in der Nähe das Loch für die Zisterne aus. Dauert zwar nicht allzu lange, aber ist vielleicht nicht ganz so erschreckend für einen potentiellen Bewohner, zumal die Zisterne ja auch irgendwie mit schwerem Gerät in das Loch rein muss.

Jetzt muss ich mal nach dem Nistkasten-Saubermachen mein Jammern einstellen: In den zwei Kästen waren drei Nester mit Vogelfedern drin. In dem Kasten, der "nur" einmal bebrütet wurde, war noch ein Wespennest oben im Deckel drin. Da war es für eine zweite Brut wohl zu unruhig. Die Jungvögel müssen extrem ruhig gewesen sein, ich hab von den Bruten nichts davon mitbekommen - weder groß gesehen noch überhaupt gehört.

Jetzt stellt sich nur die Frage, von wem die kaputten Vogeleier auf der Terrasse waren. Ich hätte die fotografieren müssen. Mein Bruder hat behauptet, bei ihm UNTER der Photovoltaikanlage hätten mehrfach Tauben versucht zu brüten. Da sei aber immer das Nest abgestürzt auf den glatten Dachziegeln. Das macht zwar keinen Sinn, weil es da viel zu heiß für die Eier an sonnigen Sommertagen wird, aber rein ballistisch wäre das bei mir auch möglich.

Mein Bruder sagt auch, das bei seinen Solarpanelen, Tauben zu brüten versuchen, er hat einen Plastik-Falken aufgehängt

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Hier mein Resümee der diesjährigen Nistkastenbelegung.

Alle Schwelger u.Großraum Nistkästen aus Holz (Bild2) waren belegt.Kleine Kästen aus vergangenen Zeiten nicht.(Bild 1)Diese habe ich entfernt u.durch kürzlich gelieferte Schwelger mit oval u.Rundloch 32mm ersetzt.Zwei davon sind mit Metallbügel,welche über Obstbaumästen gehakt werden.Dabei ist das aufhängen recht einfach.Hatte erst Bedenken,da diese ja frei schweben u.bei Wind wackeln.Aber das macht wohl nichts da ein bereits vorhandener auch belegt war.

Neu hinzu gekommen ist eine Nisthöhle f.Baumläufer.(Bild 3)Diese ist hinten offen (Bild 4) u.somit liegt der Nistraum direkt an der groben Rinde einer Schwarzerle.(Bild 5)Bin gespannt ob sie angenommen wird.Berichte nächstes Jahr ob es geklappt hat.

Hochgeladene Dateien:
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So einen Baumläuferkasten von Schwegler habe ich auch, nur leider keinen wirklich passenden Baum mit rauher Rinde dazu. Kiefer oder Eiche wären am besten. Meiner hängt in der alten Kirsche, deren Rinde auch rauh, aber vielleicht nicht rauh genug ist. Besiedelung gab es noch keine, wir haben jedoch besonders im Winter kleinere Trupps von Baumläufern an den Futterstellen und in den Obstbäumen. Sie fressen hier gerne Fettfutter.

Da aber der alte FFH-Bruchwald (15 ha) in Sichtweite ist, haben die Baumläufer vermutlich natürliche Nisträume dort im Wald.

Wir haben bislang einen Meisenkasten an der Birke,  der gut angenommen wird,  er ist vom NaBu.

Würde gerne weitere aufhängen. Wie viel Abstand sollte man denn einhalten? Die Vögel haben ja auch Reviere und sollen sich nicht gegenseitig stressen  - oder ?

 

Zitat von Sanne am 30. November 2019, 10:15 Uhr

Wir haben bislang einen Meisenkasten an der Birke,  der gut angenommen wird,  er ist vom NaBu.

Würde gerne weitere aufhängen. Wie viel Abstand sollte man denn einhalten? Die Vögel haben ja auch Reviere und sollen sich nicht gegenseitig stressen  - oder ?

 

 

NABU-Produkte sind nicht immer empfehlenswert... Wo es vom Gewicht her möglich ist, bitte Holzbetonnistkästen aufhängen, die wiegen je nach Ausführung über 5 kg. Wie schon öfter geschrieben haben sie nur Vorteile: sie sind eine Anschaffung fürs Leben, also nachhaltig, haben ein tolles Innenklima (wird immer wichtiger in den heißen Sommern), sie sind spechtsicher (können von Buntspechten also nicht aufgehackt werden), sind gut zu reinigen, sind an die Bedürfnisse der einzelnen Vogelarten angepaßt, sind groß genug (Kästen aus Holz sind oft "niedlich" klein und ungeeignet). Manche Ausführungen sind räubersicher gegen den Zugriff von Mardern und Elstern.

Schau bitte mal auf die Seite von Schwegler und spare nicht am falschen Ende. Holznistkästen verwittern mit der Zeit, fallen auseinander, sind schlecht zu reinigen und müssen bald ersetzt werden. Und oft sind sie einfach viel zu klein!!!

Leider schreibst Du nicht, für welche Meisenarten die Kästen sein sollen.

Prof. Berthold empfiehlt für einen Garten mit Anbringungsmöglichkeiten locker ein Dutzend Nistkästen. Die Entfernung der Kästen zueinander ist nicht so ausschlaggebend, wichtig ist, daß die Einfluglöcher so liegen, daß sich die Flugbahnen  der Vögel nicht kreuzen. Jedes Brutpaar braucht ein bißchen Privatsphäre. Deswegen auch nicht in der Nähe der Futterstellen aufhängen: das erzeugt Streß, diese Kästen werden nicht angenommen. Meisenkästen - ich spreche aus eigener Erfahrung - können auch nach Norden ausgerichtet sein und an versteckten Stellen sogar in Augenhöhe angebracht werden.

Wichtig ist, daß die Bedingungen für die Vögel im Garten stimmen: viel Blattmasse (für Raupen und Blattläuse), viel Gebüsch zum Verstecken, Trink- und Bademöglichkeiten, verschiedene Futterplätze (Futterhaus, Futtersäule, Bodenfütterung), Laub, Bäume als Ansitzwarten, Reisighaufen für Zaunkönig, Rotkehlchen und Heckenbraunelle, überall die Insektenvielfalt fördern.

Ich hab bei Schwegler auch einige Nistkästen erstanden, aber wie du schon sagst: Sie sind durch ihr enormes Gewicht nicht überall zu gebrauchen. Das geht nur mit ordentlichen Bäumen oder Hauswänden (wobei einem das Haus ja dann auch erstmal gehören muss ...).

Daher habe ich jetzt alle Nistkästen genau fotografiert und ausgemessen. Den Winter über werde ich mir Baupläne zusammenbasteln um dann einiges aus Holz nachzubauen. Dadurch bleiben die Sicherungen gegen Marder & Co. sowie die Maße erhalten, aber das Gewicht minimiert sich. Das mit dem Innenklima und den immer heißer werdenden Sommern hab ich bislang noch nicht bedacht, also werde ich auch über den Standort und ggf. Schutz vor praller Mittagssonne nachdenken.

Zitat von Yorela am 10. Dezember 2019, 15:35 Uhr

Ich hab bei Schwegler auch einige Nistkästen erstanden, aber wie du schon sagst: Sie sind durch ihr enormes Gewicht nicht überall zu gebrauchen. Das geht nur mit ordentlichen Bäumen oder Hauswänden (wobei einem das Haus ja dann auch erstmal gehören muss ...).

Daher habe ich jetzt alle Nistkästen genau fotografiert und ausgemessen. Den Winter über werde ich mir Baupläne zusammenbasteln um dann einiges aus Holz nachzubauen. Dadurch bleiben die Sicherungen gegen Marder & Co. sowie die Maße erhalten, aber das Gewicht minimiert sich. Das mit dem Innenklima und den immer heißer werdenden Sommern hab ich bislang noch nicht bedacht, also werde ich auch über den Standort und ggf. Schutz vor praller Mittagssonne nachdenken.

Mit etwas Geschick, kann man die Stirnseite mit dem Einflugsloch selbst aus Holzbeton machen

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Dann wird es aber wieder schwer. Ich habe z.B. einen "selbstgebastelten" Fahrradschuppen, der für Nistkästen wie gamacht ist, dessen Wände aber nicht allzuviel Gewicht vertragen.

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