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Magerfläche nördlich vom Haus - wie bepflanzen/gestalten?

Hallo Ihr Lieben,

in meinem Post über Trockenmauern kam der Hinweis von Andrea und der Gartenphilosophin, daß Hummeln es (inzwischen) auch gerne schattiger haben...da fiel mir wieder mein nördlicher Hotspot ein.

Also, als der Keller im Hang war, musste ja das Gerüst drumrum gestellt werden, deswegen haben sie Bauschotter zwischen Haus und Straße gekippt, und  verdichtet. Einige Gräben  für den Hausanschluß haben dann auch etwas lehmigen Unterboden (1m und tiefer) hochgeholt, und das ist da jetzt unregelmäßig verteilt. Den Spitzhackentest hat die Fläche bestanden, und oben links liegt auch noch einiges an grobkörnigem Sand, der vom Estrich über ist.

Generell sind die Sommer bei uns (Weinbau im Maintal) trocken und heiß, aber da die Straße genau nördlich vom Haus läuft, habe ich einen hellen Magerstandort mit Schlagschatten vom Haus, ca. 4 * 15 m, mittendrin der Hauseingang und dann auch noch die Wärmepumpe.

So, jetzt zurück zu den Hummeln und ihrem Schatten - mögen Hummeln überhaupt verdichteten Kies mit etwas Lehmbodenresten? Oder grabe ich lieber Löcher und fülle sie mit Estrichsand, ist das Hummelgerechter?

Der Estrichsand liegt momentan oben links in der Ecke und wird den Hang runter zum Garten getreten. Irgendwann werde ich ihn wohl mal mehr zu einem Haufen schaufeln, oder halt in Hummellöcher verteilen oder hinten im Garten zum entlehmen verwenden. Oder irgendwas ist schneller und besiedelt den Haufen...

Habt Ihr Ideen, was man da so pflanzen könnte?

Oben links könnte ich mir moderaten Puffer/Sichtschutz vorstellen, aber was wächst da noch? Ginster oder Sanddorn fällt mir ein, Ginster vermutlich eher niedrig, Sanddorn zu hoch?

Leider ist am Ende eines Baus sowenig Geld über, deswegen hatte ich gedacht, ich säe dieses Jahr nur was, oder setze erst mal eine Reihe Tagetes, um es bunt zu bekommen und um das Baustellenfeeling abzuschütteln und weil ich da endlos Samen habe. Irgendwie prickt es mich auch, die Hortus-Willkommenssamen dort zu säen, so als Statement, aber da sagte Simbienchen,  sonnig wär besser.

Aber ich habe das Gefühl es fehlt an Struktur.. deswegen: wenn es Eure Ecke wäre, wovon würdet ihr so träumen??

Ich bin gespannt auf Eure Ideen...passend zum Hortus Somnium, dem Luftschloßgarten für Hirngespinste und Tagträumer.

(edit: abgespeckt)

Sollten sich im Norden nun keine Hummeln einfinden, kann der Untergrund von Bienen genutzt werden. Die Samen von simbienchen kannst du auch an der Westseite zum Haus hinwerfen ;).

Und wie sagt Markus: Einfach anfangen, wir lernen ja auch aus Fehlern.

Hast du dir schon mal den Hortus von Heidi Terpoorten angesehen? Deren Hauseingang liegt auch nördlich mit Einfahrt und Garage.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich hab eben geschaut. Ihre FB Seite und utube... wahnsinnig schön haben sie es. Der Fokus ist ganz klar auf ihrer Gartenseite, die Nordseite hab ich jetzt nicht direkt gesehen..  bleibt wohl nur, Termine 2020 abzuwarten und besuchen :-D

Ist eh ne traumhafte Ecke, wo sie wohnen

Ich habe mir zu Weihnachten ein tolles Buch von Reinhard Witt gekauft, ich gLaube, da sind auch Tipps für solche Stellen im Garten, ich gucke nachher mal für Dich rein.... :-)

Hast du mal ein Foto von dem Bereich...?

Ich habe meinen nördlichen gelegenen Spritschutzstreifen auch mit Totholz und kleinen Steinpyramide bestückt. Gepflanzt habe ich verschiedene Helleborus, Ilex, Heilziest, Salomonsiegel und Moose...

Ob die Hummeln in Bauschotter mit etwas lehmigen Unterboden zurecht kommen, weiß ich leider nicht. In der Natur besiedeln sie ja gerne Wühlmausgänge...da bin ich leider überfragt.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ja, ein Photo wäre klasse.

Wahrscheinlich würde ich die Fläche mit in  der Hauptsache erdnistenden Wildbienen reservieren. Da gehören Hummeln auch dazu, die lieben aber die Besiedelung von alten Mäuselöcher. Mit Estrichsand würde ich da nicht herangehen wollen.
In meiner Besezbaren Kräuterspirale haben sich viele verschiedene Grabwespen getummelt.
Mir ist nicht klar, wieviel Abstand zum Haus vorhanden ist. Da kann man wenig Pflanztipps geben. Auch ist die Frage interessant, wieviel Sonne trotzdem dazu kommt. Unser Garten hat in der Hauptsache auch eher eine Nordausrichtung, hat aber genug Sonne, da wir wenig Nachbarschaft haben.

Grabwespen überwintern hier auch unter dem Putzplatz der Pferde, da wo rgelmässig ein Trecker drüber fährt, etc. Das stört die nicht. Im Moment ist alles von unten aufgelöchert.

Zeig mal ein Bild!

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Hallo @judith , alle erdnistenden Insekten haben ja nur winzige Mandibeln und kleine Beinchen mit denen sie arbeiten können, dh. so einen 8mm Kiesel aus dem Estrichsand können die gar nicht bewegen. Was die brauchen ist sandiger Lehm oder ungewaschener Sand , bei dem die jedes einzelne Korn lösen und wegschaffen können. Den Estrichsand kannst du irgendwo zum Abmagern , oder besser noch zum Betonieren nutzen.

Zitat von Frank Schroeder am 23. Februar 2020, 11:06 Uhr

Hallo @judith , alle erdnistenden Insekten haben ja nur winzige Mandibeln und kleine Beinchen mit denen sie arbeiten können, dh. so einen 8mm Kiesel aus dem Estrichsand können die gar nicht bewegen. Was die brauchen ist sandiger Lehm oder ungewaschener Sand , bei dem die jedes einzelne Korn lösen und wegschaffen können. Den Estrichsand kannst du irgendwo zum Abmagern , oder besser noch zum Betonieren nutzen.

Im letzten Jahr konnte ich die gemeine Sandwespe beobachten. Beeindruckend, was die an großen Steinen wegfliegen konnte. Der war wirklich wenig zu schwer.

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Hallo,

hier sind die Fotos. Es ist halt noch ganz viel Baustelle, auch wenn der Container inzwischen vom Sandhaufen runter ist... Der Graben um die Hausecke ist inzwischen leider auch etwas vom Sand nivelliert. Vielleicht erkennt man genug vom Material.

Ich war entsetzt, was sie mir da in den Vorgarten gekippt haben, bis ich dann von Euch die Bemühungen zum Abmagern mitbekommen habe. Dann dachte ich, es könnte vielleicht nicht so schlimm sein. Aber jetzt ist der Sand der falsche, und größere Erdarbeiten sind erstmal nicht drin.

Bin grad wieder ziemlich verzweifelt, weil da irgendwas schönes Nützliches hinsoll... und daher für jede Inspiration dankbar.
Würde es vielleicht helfen, den Sand gesiebt in Löcher zu packen? Wie breit und tief müsste so ein Loch sein - und welche Körnung darf Sand maximal haben, damit er zum Nisten taugt?

Hochgeladene Dateien:
  • Hausecke1.jpg
  • Hausecke2.jpg
  • Hausecke3.jpg

Der Sand ist der richtige, für die Aufgabe, die er erledigen soll, das Haus, die Kellerwände vor eindringender Feuchtigkeit schützen.

Außerdem siedeln sich da auch Lebewesen an. Für erdnistende Bienen findest du ne andere Ecke oder baust auf dem Untergrund auf. Zumal bei Baustellen man oft noch nicht die Vorstellungskraft hat, was daraus wird

Da kann dir unter Umständen @yorela gute Tipps geben, die hat auch um ihr Häuschen herum einen Graben gehabt, letztes Jahr. Lass Dich nicht entmutigen, das wird schon

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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