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Lektion 1.4: Hortus Scalarum

Das ist jetzt alles andere als maßstabsgetreu und etliche Dinge werden nicht so bleiben, wie sie sind, z.B. soll an die "Geröll"-stelle ein Sitzplatz, eingefasst von einem Hochbeet, entstehen. Die Stellen, die als "Wildwuchs" bezeichnet werden, sollen auch noch im Sinne einer richtigen Hotspotzone mit einheimischen Pflanzen umgestaltet werden. Alles, was bisher als Hotspotzone ausgewiesen ist, ist auch längst nicht mager genug.

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  • 20191119_185726-Gartenskizze.jpg

@evelyn

Hallo Evy,

ich habe jetzt erst deinen Post hier gelesen!

Sorry, ich weiß gar nicht warum, aber der ist total untergegangen. Entschuldige bitte...

Einen tollen Plan hast du gemacht! Um überhaupt erstmal Ideen zu entwickeln ist der prima, nur zur echten Umsetzung sollte so ein Plan maßstabgetreu im Verhältnis 1:1000 ( 1cm = 1m ) sein.

Ich sehe, du hast auch die Grenze zum Nachbar eingezeichnet. Das ist wunderbar! Wichtig dabei ist, dass man an das Nachbarschaftsrecht denkt und bei Bepflanzung von Obstbäumen den Mindestabstand von 2 m einhält. Je nachdem welche Unterlage ( schwach, mittel- oder starkwachsend)  deine Obstbäume haben, können die schon mal eine recht große Krone bekommen und beim Nachbarn überhängen.

Wichtig wären noch die Himmelsrichtungen einzuzeichnen, damit man weiß, wo zukünftig Schattenbereiche entstehen werden, die wichtig z.B. für deine Planung von Hot- Spot- und Ertragszone sind. Denn diese zwei Zonen sollten so sonnig wie möglich angelegt werden.

Ach, jetzt sehe ich gerade oben rechts in der Ecke hast du sie angegeben! Super !

Die eingezeichneten Tannen und Gehölze wie Hasel, Walnuss, Holunder, Weide etc sind Altbestand und somit schon vorhanden ?

Du hast viele wilde Ecken und Flächen mit Wildwuchs eingeplant, das finde ich sehr gut...ich hoffe links hinter der Hecke ist es nicht zu schattig dafür.

Steinhaufen und Kräuterspirale (? oder Steinpyramide?) sind auch vorgesehen . Gut, wenn sie in der Hot- Spot-Zone eingeplant sind!

Komposter stehen gut im Schattenbereich zwischen den Gehölzen, gut platziert!

Die drei Bienenbeuten stehen sehr der Sonne ausgesetzt. Die Aktivität der Bienen hängt zwar im wesentlichen von der Sonne ab. Deshalb wird oftmals eine südöstliche oder südwestliche Richtung der Ausfluglöcher empfohlen. Vermeiden sollte man hingegen eine direkte Mittagsonne. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Bienen in Freiaufstellung gehalten werden. In heißen Sommern bekommen die Bienen durch das starke Aufheizen der Beuten Schwierigkeiten bei der Kühlung ihrer Behausung. Empfehlenswert sind deshalb Halbschattensituationen. Die Beuten am schützenden Gehölzrand oder die Nähe von Gebäuden aufstellen, gibt Schatten und Schutz vor starkem Wind.

Hat euer Grundstück Hanglage? Ich sehe da eine Stützmauer und einige Treppen...

Vielleicht ergibt sich da doch noch eine andere Aufstellung der Bienenvölker, vor allem viel weiter auseinander. In der Natur wohnen die Bienen auch nicht direkt nebeneinander. Man stellt die Beuten der Bienengesundheit zuliebe heutzutage so weit es geht auseinander, wenn es der Imker händeln kann...

Lieben Gruß,

Simone

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@simbienchen
Hallo Simone, danke für deine Antwort!
Der Plan zeigt den Ist-Zustand von November 2019. Mittlerweile hat sich ein bisschen was verändert und ich habe auch ein kostenloses Computerprogramm zum Gartenplanen gefunden, mit dem man Objekte leicht hin- und herschieben kann. Beim maßstabsgetreuen Zeichnen von Hand werde ich wahnsinnig, weil man Fehler nur umständlich korrigieren kann.
Bei den Obstgehölzen zum Nachbar hin handelt es sich um Säulenobst oder schlank wachsende/klein bleibende Büsche (z.B. Maibeere). Der rote Kringel in der nördlichsten Ecke, der ein Flieder war, wurde durch eine Kornelkirsche ersetzt. Hab auch die Nachbarin um Erlaubnis gefragt: Sie wolle Überhängendes selbst nutzen :)
Ja, die genannten Bäume sind schon länger im Garten als ich und entsprechend hoch. Der Kringel in der Mitte ist eine Kräuterspirale, genau :) Eine Steinpyramide ist aber auch geplant, ich weiß nur noch nicht wo.
Das Grundstück hat 7m Höhenunterschied auf 24m von Süd-Osten nach Nord-Westen. Deswegen auch die vielen Treppen und die Unterteilung in drei Ebenen. Das hat Vor- und Nachteile.
Für die Bienen auf der untersten Ebene ist es sicherlich vorteilhaft, dass sie so der Mittagssonne entgehen (die Mauer zur mittleren Ebene ist ca. 1,5m hoch) und am windgeschützten stehen wegen der Pufferzone. Mit den Bienen haben wir aber selbst nichts zu tun. Der Schiegervater bringt sie nur jedes Jahr nach der Obstbaumblüte, sieht paarmal nach ihnen und nimmt sie im Herbst wieder mit. Meistens sind es auch nur zwei Völker.
Von dem Problem mit der Bienengesundheit hab ich gestern erst wieder gehört. Ich habe unseren lokalen Imker gefragt, ob ich seine Drohnenbrut haben kann, um sie an die Vögel zu verfüttern, wenn er sie nicht braucht. Wenn aber ein Imker in der Nähe ist, könnten sich seine Bienen dort Krankheiten holen, weil die Waben auch Honig enthalten, den die Bienen sammeln würden. Doof, der Imker wohnt 10 Gehminuten von uns entfernt :(

Viele Grüße von Evy

Hallo Evy,

Klasse das mit dem Computerprogramm zur Gartenplanung! Magst das mal hier verlinken für andere Gartenanfänger/ User ? ( liebguck)

Prima gelöst die Nachbarschaftsgrenze mit Säulenobst und kleinbleibenden Büschen zu bepflanzen! Auch eure Absprache, dass die Nachbarin überhängendes selbst nutzen möchte. Das ist vorbildlich und wenn das alle so planen und regeln würden, könnte man sich gegenseitig mit frischem Obst versorgen ! Klasse !!

Jetzt erklärt sich auch einiges meiner Gedanken, wenn ihr derartige Höhenunterschiede habt. Jetzt verstehe ich die Unterteilungen...

Für die Bienenvölker passt es dann auch. Toll, dass ihr euch somit auch ein bisschen mit dem Bien anfreunden könnt, wenn der Schwiegerpa sie bei euch zwischendeponiert.

Ja, das ist zwar lieb gedacht von dir, sich die Drohnenbrut vom Nachbarsimker für die Vögel zu holen, aber da muss ich ihm recht geben. Da können in der Tat Krankheiten übertragen werden und deshalb sollte man das dringstens unterlassen...

Insgesamt hast du einen ganz interessanten Garten, mit den Ebenen wirkt das bestimmt lebendig und gemütlich. Würde mich sehr über ein paar Fotos in Natura samt Veränderungen freuen ...

Lieben Gruß,

Simone

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@simbienchen

Hi Simone,

das Programm ist der Garden Planner von smallblueprinter (https://www.netzwelt.de/download/24502-garden-planner.html), allerdings ist das Menü auf Englisch. Es soll wohl auch eine Version geben, in der die Objekte zumindest auf Deutsch sind, aber das Menü ist immer noch Englisch. Man kann die Objekte aber auch umbenennen, Größe etc. einstellen und sich eine Inventarliste ausdrucken. Ich habe es für einen Teil der untersten Ebene genutzt, um zo sehen, wo welches Gehölz wachsen soll, so dass man trotzdem noch bequem an den Bienen vorbeigehen kann. Ich kann Distanzen/Größen etc. manchmal schlecht einschätzen, wenn ich davor stehe. Da hat mir das Programm geholfen. Die Hühner sind erst mal noch eine Wunschvorstellung :)

Mit den Nachbarn funktioniert es super. Wir tauschen Stauden und werden mit Tomaten und Gurken beschenkt. Die Nachbarn haben anstelle einer Pufferzone ein Gewächshaus, das wir wiederum nicht haben. Das ist der Nachteil an der Terrassierung. Unbezahlbar ist jedoch die Aussicht von der obersten Ebene über die anderen Ebenen und die Pufferzone hinweg (die darf ja wegen der Stromleitung nicht höher als 6m sein) auf die Felder Richtung Sonnenuntergang! Davon muss ich mal noch ein Foto machen. Im Anhang ist ein Bild von einem Teil der mittleren Ebene vom Wohnhaus aus gesehen. Das andere Bild zeigt die unterste Ebene mit Pufferzone letzten Sommer. Bin gespannt, wie die Ringelung der Essigbäume und Flieder funktioniert und wie die neuen Gehölze anwachsen.

Der Imker meinte, dass er die Drohnenbrut an kalten Tagen raushängt, wenn keine Bienen unterwegs sind. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Muss ich mich noch mal schlau machen. Vielleicht kann man die Brut in der Tiefkühltruhe zwischenparken und dann im Winter den Vögeln anbieten?

Grüße von Evy

Hochgeladene Dateien:
  • Wildobsthecke.jpg
  • 20190908_mittlere-Ebene-von-oben.jpg
  • 20190913_Pufferzone-im-Sommer.jpg

Hallo Evy,

vielen lieben Dank für die kurze Vorstellung des Gartenplaners.

Ich finde der kann sich durchaus sehen lassen...und wer fit in Englisch ist, dem wird es kaum Mühe mit der Anwendung machen.

Toll auch die Fotos von deinem Garten. Gefällt mir sehr gut!

Die Idee, die Drohnen im Winter zu verfüttern ist eine gute Idee! Die kannst du durchaus einfrieren, damit du sie im Winter anbieten kannst. Die Reste vom Wachs danach vergraben, unter den Kompost geben oder anders entsorgen, dann könnte es gehen. Die Vögel picken das ja meist am selben Tag weg, sodass man die Reste noch gut aufsammeln kann.

(Zur Erklärung für Nichtimker, damit das keine Diskussionen auslöst... Drohnenbrut zu entnehmen ist eine gängige Prophylaxe im Kampf gegen die Varroa. )

Geringelt habe ich selbst noch nie, bin auch gespannt wie es bei dir klappt!

Auf das Sonnenuntergangsfoto freue ich mich jetzt schon...:-)

Lieben Gruß...

 

 

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ach, ich habe vergessen zu erwähnen, dass man das Programm kostenlos 2 Wochen testen kann. Danach poppt ein Fensterchen auf, das einem zum Kaufen überreden will. Wer das nicht möchte, kann aber mit ein paar Klicks das Fenster umgehen und das Programm kostenlos weiternutzen.

Fotos zu o.g. Themen folgen :)

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