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Lektion 1.3: Hortus St. Elisabeth

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Zitat von Andraczi am 26. November 2019, 22:19 Uhr

Danke für die Tipps.

In der nächsten Lektion fiel mir auf, dass die Ertragszone nur der Gemüsegarten ist. Ich dachte an Ertrag und erwähnte die Obstbäume, dabei stehen die ja auch bei uns fast alle außen herum in der Pufferzone. Nur die zwei Hohen (Birne und Apfel) bekamen jeweils einen Platz in der Mitte, weil sich unser Haus wahnsinnig aufheizt im Sommer und wir uns nach mehr Schatten sehnen.

Wir unterscheiden die Zonen ja in ihren Funktionen, wenn dann Obstbäume oder Obststräucher Teile der Pufferzone sind, dann bringen sie zwar auch Ertrag, sind aber dann " geografisch" der Pufferzone zugehörig. Das hast du richtig erfasst.

In der Ertragszone können aber auch Obstgehölze und Sträucher stehen, sie ist nicht nur auf den Anbau von Gemüse reduziert. Demnach würden eure beiden einzeln stehenden Obstbäume vom Standort eher der Ertragszone zugehörig sein.

Manchmal wird eine Ertragszone auch von Beerensträuchern eingefasst oder Himbeer- und Brombeerbeete darin angelegt.

Ihr habt eine wunderbare große Ertragszone und dass ihr sie nicht einfassen wollt, um flexibel zu bleiben, ist klasse.

Freut mich sehr zu lesen und zu sehen, dass ihr auch schon mit Flächenkompost arbeitet! Ich weiß nicht, ob ihr es schon gelesen habt, wir haben im Forum noch ein paar schöne passende Themen dazu :

https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/beete-auf-den-winter-vorbereiten/

https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/mulchwurst/

Toll auch, dass ihr eine Regenwasserzisterne zur Gartenbewässerung habt...

Wie sieht das mit Kompoststellen bei euch aus? Habt ihr schon einen Kompost angelegt?

 

 

 

 

 

 

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@simbienchen: Wir haben unsere Küchen- und Gartenabfälle anfangs auf einer Stelle im Gemüsebeet gesammelt, wo der Boden aus purem Lehm von Baumaßnahmen bestand um ihn zu verbessern. Von dort wanderte das Lehm-Grünzeug-Gemisch im Frühjahr gerne in diverse Pflanzlöcher. Dabei bemerkten wir, dass dieser Pseudo-Komposthaufen eigentlich eine Wurm-Farm ist.

Da wir keine Lust hatten, eine Kompostierung richtig zu betreiben (Einfassen, umsetzen, sieben, im Garten verteilen...), entstanden an verschiedenen abgeernteten Stellen solche Häufchen, die kaum auffielen zwischen dem übrigen Bewuchs. Das ist nicht nur hübscher anzusehen -denn seien wir mal ehrlich: ein Komposthaufen ist doch voll hässlich und stinkt- es spart auch viel Zeit und Kraft und wir bleiben in der Beetanlage immer noch schön flexibel.

Wir gingen dazu über, alle nicht benötigten Pflanzenbestandteile an Ort und Stelle liegen zu lassen und im Herbst holten wir uns Laub aus der Nachbarschaft zum Abdecken. Dann fingen wir an mit der Gründüngung. Auf Facebook stolperte ich über die Seite Dauerhumus-Flächenkompost-Permakultur und seitdem kreisen die Gedanken nur noch darum, woher noch mehr Mulchmaterial kommen könnte.

Man soll die Natur beobachten, heißt es in der Permakultur. Wo in der Natur gibt es Komposthaufen?

@marissa

Das ist ein ganz toller Ansatz, auf diese Art und Weise mit Kompost umzugehen. Finde ich toll! Ich selbst habe auch verschiedene Arten an Komposthaufen im Garten verteilt und ich finde gerade die offenen Kompoststellen, wo unsere "Wildtiere" / Vögel direkten Zugang zu haben, auch wichtig.

Meine Frage nach euren Kompoststellen war ja keine Bewertung oder Kritik, sondern Neugierde ....somit bin ich glücklich nachgefragt zu haben, denn eure Kompostverwirtschaftung finde ich sehr ökologisch!

In der Natur entstehen allerdings auch Haufen durch Windverwehungen oder durch scharrende Tiere. Die sind zwar vielleicht nicht immer sooo groß, wie die angelegten Komposthaufen, die wir Menschen anlegen, aber trotzdem sinnvoll. Denn das Microklima darin ist ja das Entscheidende...

Einen Einwand habe ich allerdings , Ich finde Kompost, der richtig angelegt wird, stinkt eigentlich nicht...ich fühlte mich noch nie von meinem Kompost geruchsbelästigt...

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@marissa , sehr schön deine "Komposthaufenwirtschaft" Dieser arbeitsintensive Kompostkult mit drei Haufen , umsetzen , sieben und allem was dazugehört war auch noch nie meins. Das Ergebnis der intensiv Kompostkultur kann sich zwar sehen lassen , aber letztendlich spart man "nur" Rottezeit. Denn ein nicht umgesetzter Kompost braucht länger , dafür braucht man aber auch nicht dran Arbeiten und die darin lebenden Tiere freut es. Auch die Sieberei dient "nur" der Optik. Wir haben insgesamt 5 Komposthaufen auf unserem Gelände , zugegeben das ist auch recht groß. Die Kompostwirtschaft läuft so ab , dass kurze Wege der wichtigste Faktor und die richtige Schichtung der zweitwichtigste Faktor sind. Umgesetzt werden die nur wenn Boden benötigt wird. Und das muss nicht von jedem Haufen jedes Jahr sein. Dazu wird dann der obere , nur angerottete Teil abgehoben und das darunter befindliche Material wird ungesiebt eingebaut. Ästchen und Halbverrottetes wird dann ggF. mit eingearbeitet. Aber wie Simbienchen schon sagte , Kompost riecht nicht , ausser die Schichtung stimmt nicht.

Ein Zitat aus dem Buch "Clever Gärtnern leicht gemacht -Selbstversorgung,  Permakultur" von Nikolay Kurdyumov:

"Seinen Nutzen in Ehren, aber Kompost ist nichts anderes als bereits verarbeitete organische Substanz. Von den Ausgangsmaterialien bleibt nur ein Viertel und somit bekommt der Boden auch nur ein Viertel des Kohlenstoffs und drei Viertel verpuffen in der Luft. Nur ein Fünftel der Gesamtenergie und der Nahrung wird den Mikroorganismen und Würmern zur Verfügung gestellt. Der größte Teil wurde bereits gegessen und verbraucht, leider nicht auf dem Beet, sondern auf dem Komposthaufen, ohne Nutzen für den Boden. Wir trennen den Prozess der Fruchtbarkeit vom Garten ab und lassen ihn nicht auf den Beeten ablaufen!"

Der Autor betreibt auch Flächenkompost. Nicht nur, weil er es aus mehreren Gründen (z.B. Mulchen gegen das Austrocknen der Erde) sinnvoll findet, sondern weil er, wie ich auch, immer die faulste Variante des Gärtnerns wählt. Clevere Gärtner sind faule Gärtner.

 

DAS finde ich gut !

Liebe @marissa

Würdest du das bitte auch im Forum selbst posten? Mach doch bitte dafür ein eigenes Kompost - Thema auf...das ist bestimmt auch für die anderen User interessant

Würde mich echt sehr freuen...!

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
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