Willkommen im Forum
Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Lektion 1.3: Hortus St. Elisabeth

Drei Jahre konnten wir schon Erfahrungen sammeln in der Ertragszone. Die alte Fläche lag einige Jahre brach. Die Erweiterung um zwei Drittel kam dieses Jahr hinzu. Außer zwei alten Johannisbeersträuchern haben wir alles neu gepflanzt. Es gibt hier das übliche Obst und Gemüse zu ernten und zwar in der Menge, dass es noch für die Nachbarn reicht. Was wir nicht selber haben, bekommen wir dann von ihnen als Gegengeschenk. Ohne jegliche Vorbildung fingen wir einfach an und erst vor einigen Wochen stellten wir fest, dass es Namen gibt für das was wir hier tun: Dauerhumus, Flächenkompost, Mischkultur, Permakultur, Ertragszone...

Es funktioniert prima.

Zuerst war uns wichtig, einen Apothekergarten anzulegen. Kamille, Pfefferminze, Nachtkerze usw breiteten sich rasant aus und lockten dann auch gleich ganz unterschiedliche Wildbienen an. Ein- und mehrjährige Kräuter gedeihen erstaunlich gut auf unserem Lehmboden, obwohl sie bei Regen oft absaufen. Sie stehen dicht am Haus, wo man auch während dem Kochen noch kurz schnell in Hausschuhen etwas pflücken kann und im Winter haben sie es dort wärmer.

Bis heute können wir uns nicht dazu entschließen unsere Beete einzufassen. Wir wollen flexibel bleiben. Wenn dann mitten auf dem Trampelpfad Ackersalat, Erbsen, Kamille oder auch Schöllkraut und Hirtentäschel wächst, dann wird das genau dort kultiviert und wir müssen uns eben einen anderen Weg bahnen. Tomaten wachsen wegen der Flächenkompostierung auch schon überall wild. Man muss sie gar nicht gießen, wie wir leider erst seit diesem Jahr wissen.

Ein Hochbeet aus Metall mit Frühbeetaufsatz gönnten wir uns (weil es 50 Prozent reduziert war). Darin ziehen wir im Frühjahr Pflanzen vor, damit nicht alles im Wohnzimmer steht und im Moment ist es unsere Salatbar. Auch überwintern gerade ca. 20 selbst gezogene, junge Thymian darin.

Bei den Obstsorten achteten wir darauf, dass alle schön nacheinander reif werden. Einen letzten Platz hätten wir noch frei für einen niedrigen Baum; wir warten noch auf eine zündende Idee. Vorhanden sind: Apfel, Birne, Aprikose, Nektarine, Reneklode, Kirsche.

Zum Gießen verwenden wir ausschließlich Regenwasser. In den vergangenen 50 Jahren ist die Zisterne nur ein Mal leer geworden, aber nicht in den beiden letzten trockenen Sommern. Selbst die vielen neuen zu gießenden Obstbäume und der riesige Gemüsegarten haben sie nicht leer gekriegt. Das ist schon sehr genial.

 

 

Hochgeladene Dateien:
  • DSC_0004.JPG
  • DSC_0002.JPG
  • DSC_0012.JPG
tree12 und Stefanie haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12Stefanie

Hallo , das hört sich ja klasse an . Zwei Tipps für kleinere Obstbäume hatte ich . 1. Mespilus germanica , schmeckt zwar furchtbar , aber ist tolles Wildobst und langhaftend.

2. Nashi , Apfelbirne . Die bleibt klein und hat sehr leckere , frühe Birnen artige Früchte.

 

Grüsse vom Frank

Marissa hat auf diesen Beitrag reagiert.
Marissa

Danke für die Tipps.

In der nächsten Lektion fiel mir auf, dass die Ertragszone nur der Gemüsegarten ist. Ich dachte an Ertrag und erwähnte die Obstbäume, dabei stehen die ja auch bei uns fast alle außen herum in der Pufferzone. Nur die zwei Hohen (Birne und Apfel) bekamen jeweils einen Platz in der Mitte, weil sich unser Haus wahnsinnig aufheizt im Sommer und wir uns nach mehr Schatten sehnen.

Ein kleinen Obstbaum, im Wuchs? Da kennt sich Frank gut aus.

Wenn es was seltenes sein darf, schlage ich den Speierling vor. Oder eine Zierquitte, a.) wächst sie langsam und b.) kann man ihre Früchte auch verarbeiten. Da gibt es auch eine stachellose Form "Cito", die herrlich gelb blüht.

Das schöne an den drei Zonen ist ja, das sie nicht strikt getrennt sein müssen, sondern ineinander übergehen. Markus hat seine Obstbäume auch sowohl in der Pufferzone, als auch in der Hotspotzone und an der Ertragszone. (Hortus Insektorum)

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 27. November 2019, 3:18 Uhr

Ein kleinen Obstbaum, im Wuchs? Da kennt sich Frank gut aus.

Wenn es was seltenes sein darf, schlage ich den Speierling vor. Oder eine Zierquitte, a.) wächst sie langsam und b.) kann man ihre Früchte auch verarbeiten. Da gibt es auch eine stachellose Form "Cito", die herrlich gelb blüht.

Das schöne an den drei Zonen ist ja, das sie nicht strikt getrennt sein müssen, sondern ineinander übergehen. Markus hat seine Obstbäume auch sowohl in der Pufferzone, als auch in der Hotspotzone und an der Ertragszone. (Hortus Insektorum)

Hier muß ich leider mal korrigierend eingreifen, sorry.... :-) Die von Dir genannten Zierquitte ist kein Baum, sondern ein stachelloser Strauch, höchstens 1,50 ,m hoch, dafür wächst sie ungLaublich in die Breite. Sie heißt "Cido", auch "Nordische Zitrone" genannt und blüht nicht gelb, sondern hellrot. Ihre Früchte werden im Baltikum als Zitronenersatz verwendet und duften ganz herrlich zitronig. Wenn man sich so eine Frucht in die Obstschale legt, hat man mehrere Wochen lang einen leichten Zitronenduft im Zimmer.

Ich habe die Cido seit vielen Jahren im Vorgarten, sie ist herrlich robust und benötigt kaum Pflege und versorgt viele Hummeln.

Marissa hat auf diesen Beitrag reagiert.
Marissa
Zitat von tree12 am 27. November 2019, 9:34 Uhr
Zitat von Malefiz am 27. November 2019, 3:18 Uhr

Ein kleinen Obstbaum, im Wuchs? Da kennt sich Frank gut aus.

Wenn es was seltenes sein darf, schlage ich den Speierling vor. Oder eine Zierquitte, a.) wächst sie langsam und b.) kann man ihre Früchte auch verarbeiten. Da gibt es auch eine stachellose Form "Cito", die herrlich gelb blüht.

Das schöne an den drei Zonen ist ja, das sie nicht strikt getrennt sein müssen, sondern ineinander übergehen. Markus hat seine Obstbäume auch sowohl in der Pufferzone, als auch in der Hotspotzone und an der Ertragszone. (Hortus Insektorum)

Hier muß ich leider mal korrigierend eingreifen, sorry.... :-) Die von Dir genannten Zierquitte ist kein Baum, sondern ein stachelloser Strauch, höchstens 1,50 ,m hoch, dafür wächst sie ungLaublich in die Breite. Sie heißt "Cido", auch "Nordische Zitrone" genannt und blüht nicht gelb, sondern hellrot. Ihre Früchte werden im Baltikum als Zitronenersatz verwendet und duften ganz herrlich zitronig. Wenn man sich so eine Frucht in die Obstschale legt, hat man mehrere Wochen lang einen leichten Zitronenduft im Zimmer.

Ich habe die Cido seit vielen Jahren im Vorgarten, sie ist herrlich robust und benötigt kaum Pflege und versorgt viele Hummeln.

ups - ja sorry, mir wurde sie als gelbblühend verkauft - ich hab mich auch schon gewundert, ob sie blühunwillig war, weil mir die Farbe fehlte. Aber zumindest bleibt sie klein.

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Cido -ich bin inspiriert!!!

Lena hat auf diesen Beitrag reagiert.
Lena

Cido war vorrätig in meinem Pflanzenmarkt um die Ecke. Und da sich eine Fahrt lohnen muss, kaufte ich noch Tulpenzwiebeln und eine Apfelrose. Auf dem Heimweg machte ich am Häckselplatz Halt und fand zwei Wurzeln, die ich gerade noch so in den Kofferraum wuchten konnte. Alles ist versaut und ich bin glücklich!

Der Platz für ein Obstbäumchen ist aber immer noch frei. Cido wird eine Hecke.

Zitat von Andraczi am 27. November 2019, 16:30 Uhr

Cido war vorrätig in meinem Pflanzenmarkt um die Ecke. Und da sich eine Fahrt lohnen muss, kaufte ich noch Tulpenzwiebeln und eine Apfelrose. Auf dem Heimweg machte ich am Häckselplatz Halt und fand zwei Wurzeln, die ich gerade noch so in den Kofferraum wuchten konnte. Alles ist versaut und ich bin glücklich!

Der Platz für ein Obstbäumchen ist aber immer noch frei. Cido wird eine Hecke.

Ich wirke sehr gerne inspirierend! :-) Aber plan genug Platz ein, die wächst ungLaublich in die Breite, hat schnell die Größe eines Wagenrades erreicht, sie braucht auch keinen Schnitt. Meine ging sofort in die Breite, hat sich dafür mit der Höhe Zeit genommen. Früchte hat sie leider bisher nicht so viele, weil es keine andere Zierquitte in der Nähe gibt.

Marissa hat auf diesen Beitrag reagiert.
Marissa

Ich hab mich vor dem Kauf rasch eingelesen. Es ist egal, ob Zierquitte oder Quitte. Eins davon sollte in der Nähe sein. Bei uns steht eine im Nachbargarten.

Wenn man sie als Hecke möchte, dann sind 50 bis 100 cm Abstand okay.

Menü schließen
Zur Werkzeugleiste springen