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Lektion 1.3 Ertragszone im Kleingarten

Hallo,

hier nun zur Ertragszone: Nachdem der Garten vor unserer Übernahme einige Zeit brach lag, haben wir aus Unwissenheit und weil die Zeit zum Anbau "drängte" natürlich auch einige Fehler gemacht. Erstmal schön umgegraben, weil "man das eben immer so gemacht hat", wie uns andere an ihren Erfahrung teilhaben ließen. Schön blöd, jetzt wird nur noch rigolt, gemulcht, Mehr-Felderwirtschaft mit Mischkultur kombiniert. Ganz schön viel Denksport! :-) Wir versuchen uns im zweiten Jahr an Kartoffeln, Möhren waren letztes Jahr super, von denen wird jetzt Saatgut gewonnen, Kohlrabi auch (tolle Blüten für Bestäuber!), Radieschen und Salate, das Gewächshaus teilen sich Tomaten, Paprika, Chili und Basilikum. Auf dem neu angelegten Hügelbeet explodiert gerade alles mögliche, Rosen-, Blumen-, Wirsingkohl, Erdbeeren, Sellerie, Paprika, Gurken und Zucchini. Ich bin gespannt, wie Mais, Bohnen und Kürbis im Indianerbeet werden. Am Haus rankt Wein, an Gerüsten Brombeeren, Him- und Johannisbeeren am Zaun. Mal sehen, was Heidelbeeren am Fichtenstamm und Aronia so abwerfen. Zuckererbse aus der Aktion Agrar (samenfeste Sorten zur Saatgutverteilung) blühen am öden Maschendraht. Ein Hochbeet soll im Jahresverlauf mit Schnittgut befüllt werden. Gedüngt wird mit Kompost, Jauchen und für Tomaten und Gurken Schafwollpellets als Langzeitgabe. Leider mangelt es immer an Mulch, da muss schon der Giersch herhalten, er wächst ja üppig nach!

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Hallo Sina,

Danke schön für die tollen Fotos von eurem Kleinod...

Ihr habt da ganz viel Ertragszone geschaffen ! Das finde ich ganz toll, ich bin auch ein Ertragszonen- Fan ...

Dass man am Anfang " Anfängerfehler" macht, ist doch ganz normal, die hat jeder von uns gemacht und ganz freisprechen von erneuten Fehlern kann sich ja auch keiner...sind noch keine perfekten Gärtner oder Hortusianer vom Himmel gefallen ;-)

Ich muss mal " doof" fragen, was heißt "rigolt" ? ... Den Begriff kenne ich noch nicht, kommt der aus der Permakultur?

Bin begeistert, was bei euch alles in der Ertragszone wächst ! Es sieht auf den Fotos recht schattig aus, aber die Lichtverhältnisse scheinen ja durchaus auszureichen...

Insgesamt sieht alles sehr schön eingewachsen und grün aus bei euch und in der Kleingartenanlage aus.

Der Totholzstapel auf dem zweiten Foto, links neben den Beeten, ist das eine Anlage zur Benjeshecke oder sind das Stangen, die ihr noch als Rankhilfen in euren Beeten benötigt ?

Toll, dass ihr auch ein Indianerbeet habt, das wollte ich auch mal ausprobieren. Bin sehr gespannt über eure Berichte ! :-)

Klasse, dass ihr euch auch direkt an die eigene Saatgutgewinnung heranmacht, gerade auch die Blüten der Gemüse sind wertvoll für die Insekten...

Ihr habt eine schöne Vielfalt in eurer Ertragszone, dass gefällt mir auch sehr gut...sowohl an Gemüsesorten, als auch an Beetformen!

Hört sich alles gut an...

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Danke für die lieben Worte... das schlechte Gewissen, auch Schaden gemacht zu haben oder vielleicht trotz aller guten Absichten auch zu machen, ist omnipräsent. Daher belese ich mich viel, manches lernt man jedoch nur aus eigenen Erfahrungen... um so toller ist das Hortus-Netzwerk, wenn auch immer die eigenen Licht-, Wasser- und Bodenverhältnissen zu berücksichtigen sind.

Zu deiner Frage: Der Totholzhaufen sollte ursprünglich das Brennholzlager sein aus den vielen Fichtenästen, die uns für die Entsorgung zu schade waren. Es befindet sich vor der Liguster-/Wilder Wein/Brombeerhecke zum Nachbarn und dort raschelt es regelmäßig. Wegen der Dürreverhältnisse wird der Feuerprobe auch sehr selten, wenige Male im Jahr bedient, also bleibt es ein langfristiger Lebensraum. Dort sammle ich auch Staudenstängel, die ich im Frühjahr erst geschnitten bzw abgesammelt habe und die erst später auf den Kompost wandern sowie Forsythienzweige für Flechtwerke. Aber dafür muss erstmal Zeit und genug Material vorhanden sein.

Rigolen ist auch als Holländern bekannt, gelesen das erste Mal in Doris Kampas "Biogärten gestalten (...)". Man soll ja Boden nicht umgraben, um die Mikroorganismen nicht zu zerstören, aber wenn man verdichtete Böden lockern will, kann man eben rigolen. Man gräbt, wird aber die Bodenschichten nicht um, sondern nur wieder in derselben Schichtung hinein.

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/hollaendern-rigolen-7416

Jetzt klappt es auch mit Link... ich sehe jedoch, hier wird der Unterboten umgeworfen. Im Buch wird die Schicht nur lose wieder eingeworfen, ggf. in der benachbarten Reihe.

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