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Laub verwenden

Auf unserem frei zugänglichen Gemeindehäckselplatz wird im Herbst eine flache Mulde für Laub aufgestellt. Aus dieser befüllte ich meinen größten Gartensack. Das Laub war schon etwas matschig und ließ sich stürzen wie ein Pudding. Rundherum legte ich nadeliges Grün und Hagebuttenzweige.

Den ganzen Herbst über sammle ich Laub auf dem Kirchengelände gegenüber und decke damit die Ertragszone ab. Zwischen den abgestorbenen Tomaten kann man das trockene Laub gut aufschichten.

Gerade in der Schmuddeljahreszeit ersetzt das bunte Laub die Blüten und ich finde es so hübscher als die vielgelobte schwarze Erde der sauber umgegrabenen Gärten. Der Anblick macht doch eher depressiv.

Laub ist so wertvoll; ich verstehe nicht, warum er allerorten nur als lästiger Müll empfunden wird.

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Sieht richtig festlich aus, dein Laubhaufen

Schöne Idee...

Ich finde, man lebt auch viel mehr mit den Jahreszeiten, wenn man das bunte Laub im Garten belässt...

Es deckt den Boden wie eine schützende Decke ab und wenn morgens der Frost drüberliegt, ist es richtig schön winterlich...

Ich habe vorhin unter den Laubblättern ganz viele kleine Tigerschnegel entdeckt, habe sie ganz schnell wieder schön warm zugedeckt...

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Laub ist schön.

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Der Farbenrausch ist einfach nur himmlisch!! Herbst kann soooo schön sein. Ich liebe das Laub, auch den Geruch, feucht oder trocken oder klatschnaß - Laub ist immer toll.

Und es gibt Leute, vorwiegend ältere Menschen, die stehen mit Folien, Tüchern und Besen parat, um das Laub schon von den Bäumen herunterzuholen, bevor es richtig gefallen ist, um es schnellstmöglich wegzubringen..... :-(   Der Garten soll ja klinisch rein bleiben, da stören Blätter nur.

Oder noch schlimmer: Es werden immergrüne Gehölze gepflanzt wie Kirschlorbeer

Die Leute wissen gar nicht, was sie verpassen. Laub ist super

Ich bin jetzt wieder jeden Abend unterwegs mit Laubsack und Rechen. Der Hausmeister der Kirche gegenüber weiß jetzt sogar schon, welche Laubsorten ich bevorzuge (Ahorn und Obstbäume) und macht morgens ordentliche Haufen für mich unter den Bäumen. Zum Dank reche ich abends dann nochmal alles ordentlich durch. Seit die Kirche beschlossen hat, ihre Wiese nur noch ein Mal im Jahr zu mähen, ist es mir auch ein Herzensanliegen alles herauszurechen, damit sie schön mager bleibt. Wie in den vergangenen Jahren kippe ich das ganze Laub über die absterbenden Gemüsepflanzen wie z.B. Tomaten, Chili, Mais und Kürbis. Da lässt es sich wunderbar hoch aufschichten und fixieren und bleibt auch bei starkem Wind an Ort und Stelle. Nächstes Jahr pflanze ich einfach wieder mitten hinein.

@marissa

Marissa, knickst du die Tomatenpflanzen dann einfach um oder ziehst du sie samt Wurzel heraus, um sie dann mit Laub zu bedecken?

Ich wollte dieses Jahr auch einfach alles unter einer Mulchdecke aus Laub und Grassilage liegen lassen. Habe aber sonst in den letzten Jahren immer die Tomatenpflanzen vorher weggeräumt.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ich binde alles los und nehme die Rankhilfen raus -fertig.

Ich finde es ganz wichtig, dass die Wurzeln im Boden bleiben und dort verrotten bzw den dafür spezialisierten Lebewesen als Nahrung dienen. So entstehen dann Gänge, durch die die Erde atmet. In ihnen entsteht Kondenswasser und die Wurzeln der neuen Pflanzen folgen diesen Gängen. Daher versuche ich auch, möglichst nie in ein Beet zu treten.

Bei Kürbis, Tomaten und Chili knicke ich auch deshalb nichts ab, weil noch etliche unreife Früchte dranhängen. In den vergangenen Jahren gab es dann immer wieder mal auch noch im November leckere Überraschungen. Man weiß ja nie wie das Wetter sich entwickelt. Die Tomaten sind noch nicht erfroren, obwohl es angeblich schon mehrmals unter 5 Grad ging.

Letztendlich fällt das Laub durch die Pflanzen hindurch, wärmt ihnen jetzt noch ein Weile die Füße und wird später von ihnen bedeckt, wenn der Frost sie dahingerafft hat. So fliegt auch bei Sturm nichts weg.

Ich habe gestern Ahornlaub am Vereinsheim zusammengefegt und in den Garten gebracht. Es freut die anderen und da wir im Garten eigentlich selber zu wenig haben, ist das eine perfekte Sache.

Ein Nachbar kam sogar in den Garten und hat mir erzählt, dass er am Vorabend beim WDR gesehen hat, wie gut Laub für den Garten ist. Er war -glaube ich- ziemlich überrascht, dass das wirklich jemand macht.

Es waren bisher 7 Schubkarren voll und ich denke 3 werden es noch. Ich packe damit unsere Neuanpflanzungen und meine Exoten ein. Im Frühjahr wird das mit dem Rasenmäher kleingemacht und auf den Beeten verteilt. Einfacher gehts nicht und man hat Bewegung an der frischen Luft...

Zitat von Mel am 21. Oktober 2020, 9:55 Uhr

Im Frühjahr wird das mit dem Rasenmäher kleingemacht und auf den Beeten verteilt. Einfacher gehts nicht und man hat Bewegung an der frischen Luft...

Beim Naturmodul "Laubhaufen" geht es um eine Dauereinrichtung für Insekten oder kleine Säugetiere. Ich habe die Themen auch etwas vermischt, als ich erwähnte, dass ich das Laub zwischen die absterbenden Tomaten usw kippe. Das ist eher Flächenkompost, wenn auch ein ziemlich hoher und er bleibt auch an den meisten Stellen dauerhaft unberührt. Meinen klassischen Laubhaufen unter der Eberesche erhöhe ich jetzt natürlich auch noch einmal.

Den Rasenmäher würde ich nicht zum Zerkleinern nehmen. Da könnte es etliche Bewohner erwischen.

Flächenkompost zerkleinere ich nie, aber das ist ein ganz anderes Thema...

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