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Komposthaufen

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Zitat von Malefiz am 18. Januar 2021, 17:48 Uhr

Mir ging es nicht um das Füllgut, sondern um die Behältnisse, eure Erfahrungen dazu, zufrieden oder nicht.

Ich habe unterschiedliche Kompoststellen im Hortus. Angefangen von offenen Komposthaufen, Kompoststellen im Keyhole-Beete oder Wurmfarm bis hin zu geschlossen Thermokompostern.

Die offen zugänglichen Kompoststellen werden gerne und oft von Vögeln, Igeln, Ringelnattern etc. besucht. Sie sind insgesamt lebendiger als die geschlossenen Systeme und nutzen somit mehr unseren Wildtieren und Insekten. Dort können sich auch noch in Ruhe über den Winter alles was als Ei, Puppe, Larve oder Raupe an Blättern, im Laub oder Stängeln befand, entwickeln.

Die Thermokomposter benutzt man, weil man die Temperaturen für sich nutzen möchte. Durch die Heißrotte werden Samen steril und ich gebe dort meinen Hühnermist hinein, damit sich nicht unerwünschte Krankheiten oder Parasiten im Garten vermehren können, die bei Temperaturen bis zu 70° abgetötet werden. Mir sind schon zwei Thermokomposter beim Umzug kaputt gegangen, diese blöden Plastikdinger sind nicht so stabil.

Aber ansonsten funktionieren sie gut.

Die Wurmfarm aus Knochensteinen in der Ertragszone muss ich im Sommer immer gießen und durch die richtige Beflanzung beschatten, sie trocknet sonst zu sehr aus.

Evy und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
EvyGsaelzbaer
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 18. Januar 2021, 19:50 Uhr

Hier gibt es auch Informationen zum Komposthaufen

 

 

@morgi

Danke, das hilft mir weiter. Dann lass ich meinen Haufen einfach, wie er ist und dachte für die Zukunft ein klein wenig mehr auf die Schichtung.

Simbienchen und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenGsaelzbaer

Darf ich vorstellen (von links nach rechtd): Elfriede, Alfred und Cedric-Friedhelm, Rufname Bob.

Elfriede war ein Schnäppchen und wird für WalnussLaub benutzt (seit 2 Jahren). Sie braucht die Ziegel ringsrum, weil sie sonst wegfliegt. Ob die Thermowirkung da noch funktioniert... wahrscheinlich nicht. Die untere Klappe ist auf, damit Tiere dort Unterschlupf suchen können.

Alfred ist aus einfachen Restholzlatten zusammengesteckt. Sehr einfach selbst zu bauen. Das Holz ist unbehandelt und Alfred wird im Aptil 4 Jahre alt. Zum Umsetzen kann man einfach nach und nach die oberen Latten runternehmen, am Boden wieder zusammenstecken und den unumgesetzten Inhalt reinschaufeln.

Bob ist aus alten Pflaster- und Ziegelsteinen gebaut und hat auch ein herausnehmbares Türchen. Der Bau ist noch einfacher, aber der Standort sollte dann schon endgültig sein, sonst muss man schleppen. Das Umsetzen ist durch das Türchen noch einfacher, aber man braucht einen zweiten Kompost. Vom Alfred braucht man theoretisch nur einen, wenn man nicht so viel Garten- und Küchenabfall.

Mit Geruch habe ich keine Probleme, eher mit der Trockenheit im Sommer. Da muss ich gießen. Ich werde aber die Jungs neu bauen, weil sie mit ca. 60cm Innendurchmesser zu klein sind. Dann kann sich auch die Feuchtigkeit besser halten.

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tree12 und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12Dorothee

Hallo Gisa,   Interessantes Thema. Kompost ist super!

Also ich mach´s ähnlich wie Evy. Das heißt, ich schwöre  auf drei Komposthaufen. Namen habe ich noch nicht vergeben, ich hab sie aber stattdessen nummeriert. Auf Bild 1 der rechte: das ist die Nummer 1. Das ist der aktuelle, also immer der vom aktuellen Jahr. Der linke, das ist der vom Vorjahr – Nummer 2. Dann habe ich noch einen dritten Komposter (Bild 2), der Thermokomposter – das ist dann die Nummer 3. Den Plastekasten lieb ich nun gar nicht, aber ich wollte nun mal unbedingt drei und ein dritter passte, da wo die andern beiden sind, nicht mehr hin. Außerdem sollte der Thermo weggeworfen werden und da hab ich kurzerhand zugegriffen und ihn bei mir gewissermaßen erst mal „zwischengelagert“. Wie gesagt, ich mag das Plasteteil im Prinzip nicht – aber hier ist der richtig  gute, über zwei Jahre gereifte „Edelkompost“ drin. So sieht´s  aktuell von oben aus, (Bild 3),  unten hat man dann schwarze, satte, gehaltvolle Erde. Die wird jetzt im Frühjahr überall untergegraben (außer natürlich auf den Magerflächen – logo ). Dann ist er leer – folglich kommt der Inhalt von Nr.2  da rein – dann ist Nr. 2 leer - Platz also für das Material von Nummer 1 - und Schwups ist Nr. 1 ist wieder einsatzbereit für das laufende Jahr. Somit ist alles noch mal schön durchlüftet und fluffig. Was es in Nr. 2 schwer hatte, zu verrotten, wird zurückgestuft und muss noch mal „nachsitzen“, d.h. wandert wieder in Nummer 1. War das jetzt nachvollziehbar? Ist eigentlich ganz simpel. Also wie gesagt, ich schwöre auf das Prinzip der drei Komposter. Bei mir hat´s sich´s  jedenfalls bestens bewährt. Und im laufenden Jahr zwischen die frischen Schichten immer mal ein, zwei Schaufeln Reifekompost….das ist dann wie ein Turbo und kurbelt die Verrottung noch mal gehörig an. Und auch mal ne kleine Prise Hornspäne, so als „Leckerli“.

Ach ja, das Prinzip des Austrocknens im Sommer kennt ja jeder. Darum hab ich´s einfach überdacht. Besser wäre es natürlich, wenn da ein großer Baum ein wenig Schatten spenden würde – aber da steht halt keiner. Die Kleintiere fühlen sich offenbar dort auch ganz wohl – hab mitunter auch schon mal eine kleine Maus aufgeschreckt.

Ein letztes noch – Gisa, Du sagst, Du hast vor allem Grasschnitt, das ging mir am Anfang auch so, als da noch nicht allzu viele Pflanzen waren. Nur Gras – das gibt aber keinen Kompost, man braucht die Mischung von Stickstoff und Kohlenstoff. In einem Kompostratgeber hab ich gelesen, man solle das Gras mit Papier (bzw. Pappe) mischen. So ca. 2/1. Also zwei Teile Gras, ein Teil Papier. Das kann auch bedrucktes sein – nur nicht farbig! So habe ich das Gras immer gemischt mit alten Kartons (ohne Klebanteile!), Klopapierrollen etc. Ich hab sogar mit Wonne meine alte Kaderakte kompostiert. Hat einen super Kompost ergeben.

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tree12, Evy und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12EvyDorotheeGsaelzbaer

Also das Schichten von, das unterheben von bestehenden Kompost, das Füttern mit Hornmehl - mir alles bekannt. Das leidige umschichten des Materials alle 2 Monate.

Die Idee mit den Kartonagen finde ich gut, aber es gab mal eine Diskussion bezüglich der Inhaltsstoffe des Materials. Andererseits leben da viele Baby-Regenwürmer gern drin.

Hier stellt sich das Ganze so dar, das ich keinen Schatten habe, der Großteil nur Grasschnitt ist, in den "Bretterverschlag" von außen gerne was einwächst, Zaunwinde als Bsp. die hab ich zu Hauf im Garten (da sind oft Federgeistchen) deswegen darf das Zeug auch wachsen. Oder dieses eine tolle Gras, was mir nicht einfällt, welches so dolle Horste bildet.

Das Drei-Kompostersystem gefällt mir, aber müsste dazu Platz haben - finden.

 

Eure Bilder sind toll

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

@erebus

Vielleicht wäre dann einfach ein Heubeet oder Heuhaufen eine Alternative für dich ?

Das darf auch ruhig sonnig stehen. Es wäre nur gut, wenn du den Grasschnitt vorher noch etwas trocknen lässt, bevor du es aufeinander schichtest...

Da entfällt das Umschichten, du überlässt es einfach sich selbst und kannst dann irgendwann den entstandenen Humus unten drunter ernten, indem du das Heu/ Gras an die Seite schiebst.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Oder in diesem Haufen einfach leben lassen wer mag! Ich mach das seit letztem Jahr auf meiner Obstwiese so, da bin ich selbst gespannt. Vor allem ob ich überhaupt etwas davon mitbekomme ;-)

Malefiz und tree12 haben auf diesen Beitrag reagiert.
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