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Hortus- Adventskalender

Eine schöne Adventszeit wünsche ich Euch!

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Schönes Gedicht :-)

Auch dir eine schöne und besinnliche Adventszeit!

Zitat von Yorela am 10. Dezember 2019, 10:07 Uhr

Schönes Gedicht :-)

Auch dir eine schöne und besinnliche Adventszeit!

Danke!
Es kam mir gestern so durch den Kopf und wollte aufgeschrieben werden...

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

11. Dezember

10 Datensätze für die Pflanzendatenbank vom Pflanzen-Datenbank-Team (Robert, Gartenphilosophin und Yorela)

Heute haben wir für euch 10 neue Datensätze für die Pflanzendatenbank. Diesmal geht es um Zwerg-Gehölze:

  • Kriechende Bibernellrose (Rosa piminellifolia 'Reptens')
  • Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)
  • Zwergbirke (Betula nana)
  • Spießweide (Salix hastata)
  • Roter Geißklee (Cytisus purpureus)
  • Weißer Geißklee (Cytisus purpureus 'Alba')
  • Ginster (Genista germanica)
  • Rosmarinseidelbast (Daphne cneorum)
  • Krähenbeere (Empetrum nigrum)
  • Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)

Während die Kriechende Bibernellrose und die Stinkende Nieswurz sich in einem humosen Boden wohl fühlen, sind die anderen Gehölze für die Magerzonen geeignet. So kann man schöne, dauerhafte Akzente zu den üblichen Stauden bzw. ein- und zweijährigen Pflanzungen setzen.

Ginster, Rosmarinseidelbast, Krähenbeere und Rauschbeere sind auch für saure Böden geeignet und können gut in Heidegärten integriert werden.

Finden kann man diese und viele weitere Pflanzen ganz bequem über die integrierte Suchfunktion hier: Pflanzen-Datenbank

 

Fleißig fleißig...

Viiiiiielen lieben Dank, liebes Team...

Euch allen weiter eine schöne Adventszeit...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Dir auch, "Bienchen"

12. Dezember

Früchtebrot (von Yorela)

Früchtebrot wird meist aus einem süßen, eher weichem Teig gebacken und ist durch die Zugabe von Honig und süßen Trockenfrüchten dann noch süßer und erinnert von der Konsistenz her eher einem Hefezopf. Meist ist Orangeat und Zitronat enthalten - zwei Zutaten, an denen sich die Gemüter scheiden. Hier habe ich für euch eine Alternative:

 

Rezept:

  • 400g Mehl
  • 430ml Wasser
  • 2 TL Salz
  • ½ Würfel Hefe
  • 2 EL Essig
  • 1 TL Pottasche (alternativ Backpulver)
  • 1 EL Kakao
  • ca. 250g getrocknete Früchte (Datteln, Kirschen, Erdbeeren, Pflaumen, Cranberries, Feigen, kandierter Ingwer, Äpfel ...)
  • Schale von 1 Orange
  • Schale von 1 Zitrone
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 100g Walnüsse
  • 1 EL Honig

Alle Zutaten verrühren bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Der Teig sollte sehr klebrig sein und eher an einen zu dick geratenen Waffelteig erinnern.

Teig zugedeckt ca. 12 zu 16 Stunden ruhen lassen.  Eine Kastenform mit einem schmalen Streifen Backpapier auslegen und Teig vorsichtig in die Backform geben (nicht versuchen, den Teig zu kneten, dazu ist er zu klebrig!). Teig nochmals ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, dann die Backform abdecken (Alufolie oder Deckel) und das Brot bei 200°C Ober- und Unterhitze ca. 35 Minuten backen. Danach nochmals 20 Minuten ohne Abdeckung bei ca. 175°C bis zur gewünschten Bräune weiterbacken.

Das Brot ist - im Gegensatz zu vielen Früchtebroten - nicht sonderlich süß. Es entspricht eher einem milden, leicht süßlichem hellen Sauerteigbrot. Neben Butter und süßen Aufstrichen funktioniert auch ein Belag mit verschiedenen Käsesorten.

Natürlich kann man auch hier der Fantasie wieder freien Lauf lassen, Gewürze wie Zimt, Pfeffer oder Kardamon machen das Brot weihnachtlicher. Und natürlich kann man auch Orangeat und Zitronat verwenden oder die Walnüsse durch andere Nussarten oder Mandeln ersetzen.

Anmerkung: Das Brot auf dem Bild sieht etwas trocken aus, das liegt daran, dass es noch gefroren war, als ich es fotografiert habe. Der Teig ergibt ein schönes saftiges Brot. Man sieht auch, dass das Brot bei mir sehr klein ist. Ich habe den Teig in ein Backblech mit sechs kleinen Kastenförmchen gegeben und Mini-Brote gebacken, die ich dann teilweise in Geschenketeller eingebunden habe (nicht alle meine Bekannten sind Plätzchen-Fans ;-) ). Die restlichen Brote habe ich eingefroren und sie werden in der Adventszeit nach und nach als kleiner Frühstücksleckerbissen aufgetaut.

Hört sich sehr lecker an

Schönes Rezept !

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

13. Dezember

Der glückliche Vogel

Der glückliche kleine Vogel Zizibä saß in einem kahlen Fliederbusch und fror. Zizibä war ein kleiner Vogel. Er hatte sein Federkleid dick aufgeplustert, weil's dann ein wenig wärmer war.

Da saß er wie ein dicker runder Ball, und keiner ahnte, wie dünn sein Körper drunter aussah. Zizibä hatte die Augen zu. Er mochte schon gar nicht mehr hinsehen, wie die Schneeflocken endlos vom Himmel herunterfielen und alles zudeckten. Alle Futterplätze waren zugeschneit. Ach, und Hunger tat so weh. Zwei Freunde von Zizibä waren schon gestorben.

Stellt euch mal vor, ihr müsstet in einem kahlen Strauch sitzen, ganz allein im Schnee, und hättet nichts zu essen. Kein Frühstück, kein Mittagessen - und abends müsstet ihr hungrig einschlafen, ganz allein draußen im leeren Fliederbusch, wo's dunkel ist und kalt. Das wäre doch schlimm. Zizibä musste das alles erleiden. Er saß da und rührte sich nicht. Nur manchmal schüttelte er den Schnee aus den Federn. Wieder ging ein hungriger Tag zu Ende.

Zizibä wollte einschlafen. Er hörte plötzlich ein liebliches Geklingel. Dann wurde es hell und warm, und Zizibä dachte: Oh, das ist gewiss der Frühling. Aber es war der Weihnachtsengel. Er kam daher mit einem Schlitten voller Weihnachtspakete.

Er sang vergnügt. "Morgen, Kinder, wird's was geben..." und leuchtete mit seinem Laternchen den Weg. Da entdeckte er auch unseren Zizibä. "Guten Abend", sagte der Engel, "warum bist du so traurig?" - "Ich hab' so Hunger", piepste Zizibä und machte vor Kummer wieder die Augen zu. - "Du armer Kleiner", sagte der Engel, "ich habe auch nichts zu essen dabei. Woher kriegen wir nur was für dich?" Aber das war's ja, was Zizibä auch nicht wusste. Doch dann hatte der Engel eine himmlische Idee. "Warte", sagte er, "ich werde dir helfen. Bis morgen ist alles gut. Schlaf nur ganz ruhig."

Aber Zizibä war schon eingeschlafen und merkte gar nicht, wie der Engel weiter zog und im nächsten Haus verschwand. Im nächsten Haus wohnte Franzel. Das war ein netter, kleiner Bub. Jetzt lag er im Bett und schlief und träumte von Weihnachten. Der Engel schwebte leise herzu, wie eben Engel schweben, und beugte sich über ihn. Leise, leise flüsterte er ihm etwas ins Ohr, und was Engel sprechen, das geht gleich ins Herz. Der Franzel verstand auch sofort, um was sich's handelt, obwohl er fest schlief.

Als er am nächsten Morgen wach wurde, rieb er sich die Augen und guckte zum Fenster hinaus. "Ei, so viel Schnee", rief er, sprang aus dem Bett, riss das Fenster auf und fuhr mit beiden Händen in den Schnee. Dann machte er einen Schneeball und warf ihn aus Übermut hoch in die Luft. Plötzlich hielt er inne. Wie war das doch heute Nacht? Hatte er nicht irgendetwas versprochen? Richtig, da fiel's ihm ein. Er sollte dem Zizibä Futter besorgen.

Der Franzel fegte den Schnee vom Fensterbrett und rannte zur Mutter in die Küche. "Guten Morgen, ich will den Zizibä füttern, ich brauch' Kuchen und Wurst!" rief er. - "Das ist aber nett, dass du daran denkst", sagte die Mutter, "aber Kuchen und Wurst taugen nicht als Futter. Der Kuchen weicht auf, und die Wurst ist viel zu salzig. Da wird der arme Zizibä statt an Hunger an Bauchschmerzen sterben."

Die Mutter ging und holte eine Tüte Sonnenblumenkerne. "Die sind viel besser", sagte sie. Der Franzel streute die Kerne aufs Fensterbrett und rief: "Guten Appetit, Zizibä!" Dann musste er sausen, um noch rechtzeitig zur Schule zu kommen.

Als die Schule aus war, kam er auf dem Nachhauseweg beim Samenhändler Korn vorbei. Der Franzel ging in den Laden und sagte: "Ich hätte gern Futter für die Vögel im Garten." Er legte sein ganzes Taschengeld auf den Tisch. Dafür bekam er eine große Tüte voll Samen und Meisenringe. Nun rannte er nach Hause zu seinem Fensterbrett. Aber - o weh - da war alles zugeschneit.

Doch die Körner waren verschwunden. Die hatte Zizibä noch rechtzeitig entdeckt. Er hatte seine Vettern und Kusinen herbeigeholt, und sie hatten sich einen guten Tag gemacht, während der Franzel in der Schule war. Es darf nicht wieder alles zuschneien, dachte der Franzel, und als sein Vater am Nachmittag heimkam, machten sie sich gleich daran und zimmerten ein wunderschönes Futterhaus. Das hängten sie vor dem Fenster auf.

Am nächsten Tag sprach sich's bei der ganzen Vogelgesellschaft herum, dass es beim Franzel etwas Gutes zu essen gab. Das war eine große Freude, denn kein Vogel brauchte mehr vor Hunger zu sterben, und abends, wenn der Engel vorbeikam, sah er nur satte und zufriedene Vögel friedlich schlummern.

Dafür legte er dem Franzel noch ein Extra-Geschenk unter den Weihnachtsbaum, und es wurde ein wunderschönes Fest.

(Gebrüder Grimm)

Eine wundervolle Geschichte, die werde ich auf jeden Fall meiner Enkelin vorlesen. Dankeschön

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