Forum

Willkommen im Forum
Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Hortus- Adventskalender

Glühwein in weniger süß ;-)

04. Dezember

Adventskalender selber basteln (von Malefiz)

Sich gerade in der heutigen Zeit auf die Zeiten vor dem industriellen Schokoladenadventskalender besinnen, macht Freude und bringt in den dunklen Tage im November neben der Plätzchenbacksaison die Familie an den Tisch.

Aus verschiedenen Stoffen kann man mit Kindern, Nadel und Faden schöne verschieden große Taschen nähen, in denen man dann nette, überraschende und besondere Vorfreude verbreitende Dinge verstecken kann. An Jutebahnen angenäht oder geheftet, kann man die Anordnung der Taschen und Säckchen immer wieder jedes Jahr neu anordnen und so für Aufsehen sorgen.

Die Zahlen kann man natürlich auch aufnähen oder mit Glitzerstiften oder Glitzerklebern aufbringen.

 

Ferner besteht die Möglichkeit, den Adventskalender aus Walnüssen herzustellen, dies ist jedoch für Kinder nicht ganz einfach, auch wegen der Verletzungsgefahr beim Öffnen der Nüsse.
Der beste Punkt, diese so zu öffnen, das beide Hälften unbeschadet dies überstehen, ist an der hinteren Seite der Nuss mit dem Schlitzschraubenzieher hinein zu drücken und anhand der Hebelwirkung sich in beide Richtungen zur Spitze hinzuarbeiten. Das Nussinnere wird herausgeholt, die Nuss innen von Häuten befreit und mit sehr kleinen Dingen gefüllt.

Für einen Hortussianer empfiehlt sich auch Saatgut, wie beispielsweise Samen von Blumen oder Gemüsepflanzen , aber auch Gutscheine, Schmuckstücke wie Ringe, Ohrgeschmeide, Armkettchen. Und vieles Mehr.

Wenn die Nuss nun befüllt ist, sichert man den Inhalt entweder durch einen Klebepunkt oder umwickelt die Nuss mit Draht oder Geschenkband, damit sie zu bleibt und bringt noch eine Schlaufe zum Aufhängen an. Die Zahlen lassen sich aufmalen oder mit kleinen Schildchen an der Schlaufe befestigen.

Wünsche fröhliches Basteln

05. Dezember

Weihnachten in den Niederlanden (von Yorela)

Während sich die meisten Kinder auf den 24. oder 25. Dezember freuen, ist dieser Tag für niederländischen Kinder eher von geringer Bedeutung. Es gibt zwar ein festliches Essen und einen Kirchenbesuch, aber traditionell in der Regel keine Geschenke.

Vielmehr wird in den Niederlanden "Sinterklaas" - der Nikolaus - groß gefeiert. Der Schutzpatron der Seefahrer besucht am letzten Wochenende im November den Hafenstädten mit einem Schiff seinen Besuch ab. Bekleidet mit einem roten Bischofsmantel und der Bischofsmütze reitet er auf seinem weißen Pferd an Land, begleitet von seinem Knecht, dem "Zwarten Piet" (Knecht Ruprecht).  Der Zwarte Piet trägt den großen Sack und hat eine Rute für die Kinder dabei, die nicht brav waren.

 

Nach der Ankunft von Sinterklaas werden Stiefel geputzt, mit kleinen Wunschzetteln gefüllt und vor der Tür aufgestellt. Oft legen die Kinder noch etwas Heu, Karotten oder Äpfel für das Pferd von Sinterklaas dazu, manche stellen sogar einen Eimer Wasser bereit.

Abends am 5. Dezember, dem sog. „Pakjesavond“ (Paketabend), finden dann Familienfeste statt, bei denen alle Familienmitglieder beschenkt werden. Zu jedem Präsent gibt es einen zum Geschenk passenden, lustigen Reim, wie z.B. "Damit der Papa spülen kann, bekommt er einen Abspülschwamm".

 

Sobald Sinterklaas das Land am 6. Dezember wieder verlassen hat, wird der Weihnachtsbaum aufgestellt und die Weihnachtszeit wie bei uns auch mit Weihnachtsliedern, Pfeffernüssen, Weihnachtswünschen usw. gefeiert.

06. Dezember

Warum der Nikolaus jedes Jahr zu uns kommt (von Yorela)

Es waren einmal drei Kinder, die waren arm. Zusammen mit ihren Eltern lebten sie recht und schlecht in einem Häuschen in der großen Stadt Myra, in der Tuerkei. Als aber ihre Mutter gestorben war und danach der Vater so krank wurde, daß er im Bett bleiben mußte und nicht mehr arbeiten und Geld verdienen konnte, da hatten sie nichts mehr zu essen und nichts mehr, was sie draußen anziehen konnten. Dabei war es Winter und bitter kalt geworden.

"Lieber Gott, hilf uns!" beteten sie wie immer an einem Abend zusammen mit ihrem Vater, als sie hungrig zu Bett gingen.

Spät am Abend hörten sie aber ein seltsames Geräusch vor der Tür. Und als sie hinausliefen, stand vor der Tür ein riesiger Sack, prall gefüllt bis oben hin. Gemeinsam trugen sie den Sack hinein und öffneten ihn. Wie freuten sie sich, als sie in dem Sack Brot entdeckten. Dazu noch soviel Mehl, daß sie in der nächsten Zeit noch Brot daraus backen konnten. Da brauchten sie nicht mehr zu hungern. Sie aßen sich alle rundherum satt, und es reichte noch viele Tage lang.

"Wer hat uns das nur geschenkt?" fragten sie sich und wußten keine Antwort. So dankten sie Gott und schliefen in dieser Nacht satt und zufrieden ein.

Am nächsten Abend aber, als die Kinder gerade eingeschlafen waren, wurden sie wieder von einem Geräusch vor der Tür geweckt. Und als sie hinausliefen, stand vor der Tür wieder ein riesiger Sack, prall gefüllt bis oben hin. Als sie dann den Sack aber drinnen öffneten, fanden die Kinder Jacken und Pullover darin, Mützen und Hemden. Sie probierten die Kleidung an, und jeder fand etwas, was ihm paßte. Sogar für den Vater war etwas dabei. Da brauchte keiner mehr zu frieren.

"Wer hat uns das alles geschenkt?", fragten die Kinder. "Vielleicht der Bischof Nikolaus!" sagte ihr Vater leise. „Man erzählt sich soviel Gutes von ihm. Er hat schon vielen armen Leuten geholfen!" Die Kinder wußten, wer der Bischof Nikolaus war. Sie hatten ihn schon manchmal gesehen, wenn er durch die Stadt ging. Sie hätten aber niemals daran gedacht, daß dieser reich und prächtig gekleidete Bischof ihre Not kannte und ihnen helfen würde.

Am nächsten Abend nun nahmen sich die Kinder ganz fest vor, aufzupassen und nicht einzuschlafen. Vielleicht kam der Bischof Nikolaus ja noch einmal zu ihnen. Dann wollten sie zu ihm laufen und ihm für alles von Herzen danken, So versuchten nun die Kinder, wachzubleiben. Sie warteten so lange, bis ihnen am Ende doch die Augen zufielen. Da blieb der Vater allein noch wach. Als es aber immer später wurde, wurde er auch müde. Da hörte er plötzlich ein Geräusch vor der Tür. Gleich sprang der Vater aus dem Bett und lief so gut er konnte aus dem Haus heraus.

Als er auf die Straße kam, war niemand mehr zu sehen. Doch hörte der Vater jemand mit eiligen Schritten davongehen. Da lief er dem Fremden nach und sah ihn auch bald vor sich. Und wirklich, es war niemand anderes als der Bischof Nikolaus. "Bleibe stehen!" rief der Vater. Bitte bleibe stehen, Bischof Nikolaus, damit ich dir danken kann!" "Schon gut!" sagte der Bischof freundlich und gab dem Vater die Hand. „Jetzt sieh aber, daß du ganz schnell nach Hause kommst! Es ist bitterkalt, und du willst doch bald wieder gesund werden!" Er nickte dem Vater zu und ging schnell weiter.

Als der Vater aber zurückkam, da hatten seine Kinder bereits den dritten Sack vor der Tür entdeckt und hineingetragen Und als sie ihn öffneten, fanden sie Schuhe darin. Schuhe für alle, so daß keiner von ihnen mehr barfuß laufen mußte. Als sie die Schuhe aber anziehen wollten, wollten sie nicht passen. Und als sie hineinschauten, da fanden sich Äpfel und Spielzeug darin. Ja, wirklich Spielzeug! Wie freuten sich da die Kinder. Weil sie so arm waren, hatten sie noch nie Spielzeug geschenkt bekommen.

"Das war der Nikolaus!" erzählte ihnen ihr Vater. "Der Bischof Nikolaus!"

Später wurde der Vater wieder gesund und konnte seinen Kindern genug zu essen und zum Anziehen kaufen. Niemals aber haben alle vergessen, was damals geschah, als sie so arm waren. Und als sie älter wurden und heirateten, da erzählten sie es ihren Kindern. Und ihre Kinder erzählten es weiter, und es erfuhren immer mehr Leute davon, Längst war der Bischof Nikolaus gestorben. Aber die Geschichte von den Säcken und dem Spielzeug und den Äpfeln in den Schuhen, die wurde nie vergessen.

So kommt auch heute der Nikolaus mit seinem Sack zu uns. Und in dem Sack sind Plätzchen, Äpfel und Nüsse. Manchmal gibt es auch etwas zum Spielen. Und daß Du am Nikolausabend Deine Schuhe vor die Tür stellst, das hat auch etwas mit den Schuhen zu tun, die die Kinder damals im Sack fanden. Und vielleicht legt der Nikolaus auch heute abend etwas für Dich hinein.

(Autor: unbekannt)

 

Einen schönen Nikolaustag euch allen :-)

07. Dezember

Weihnachten

Noch einmal ein Weihnachtsfest,

Immer kleiner wird der Rest,

Aber nehm ich so die Summe,

Alles Grade, alles Krumme,

Alls Falsche, alles Rechte,

Alles Gute, alles Schlechte -

Rechnet sich aus all dem Braus

Doch einrichtig Leben heraus.

Und dies können ist das Beste

Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

(Theodor Fontane)

08. Dezember

Weihnachtsbaum - ja oder nein und wenn ja, welchen?

Ein echter Weihnachtsbaum hat seit einigen hundert Jahren Tradition und gehört vor allem für Familien mit Kindern zum Fest. Allein der Duft eines Naturbaums bringt Menschen die Erinnerung an ihre eigene Kindheit zurück. Ca. 25 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft, davon stammen ca. vier Millionen aus Dänemark.

Doch  immer mehr Menschen haben ethische Bedenken, denn die Ökobilanz des klassischen Baums ist alles andere als gut. Er wird überwiegend in Mono-Kulturen angebaut, so dass diese Flächen nicht für gesunde Mischwälder genutzt werden können. Meist werden die Bäume mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt, die schädlich für Boden und Grundwasser sind. Hinzu kommt, dass die meisten Weihnachtsbäume ein Wegwerfprodukt sind. Die Bäume werden entweder verbrannt oder an Tierparks und Zoos verteilt.

Etwas besser sieht die Ökobilanz bei Bio-Weihnachtsbäumen aus, die immerhin chemiefrei groß werden. Bäume, die bei der Durchforstung geschlagen wurden und so keine natürlichen Flächen belegt haben, sind noch umweltschonender, allerdings machen sie nur ca. zwei Prozent des Gesamtmarkts aus.

Die nachhaltigste Alternative ist der eigene Weihnachtsbaum im Topf, der jedes Jahr vom Garten ins Haus umzieht. Nicht nur, dass der Baum über viele Jahre genutzt werden kann, auch Transportwege fallen weg.

Plastikbäume sind keine gute Alternative, denn sie werden aus Erdöl hergestellt und dabei kommen zahlreiche Chemikalien zum Einsatz. Viele Plastikbäume werden nach wenigen Jahren unansehnlich, so dass sie weniger lang genutzt werden als ürsprünglich vielleicht geplant war. Das Argument, das mit jedem Kauf eines Kunststoffbaumes das Fällen einer echten Tanne verhindert, die sonst weiterhin das Klima verbessern könnte, ist nicht richtig. Weihnachtsbäume werden eigenes angepflanzt. Sinkt die Nachfrage, sinkt auch die Beforstung mit Tannenbäumen.

Fazit:

Ein Baum mit Ballen, der außerhalb der Weihnachtszeit im Garten sein Plätzchen findet, ist die umweltfreundlichste Variante. Wenn es ein geschlagener Baum sein soll, dann sollte er aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben, Baumschulen oder Gärtnereien stammen und ein BIO-Siegel vorweisen. Denn diese Bio-Bäume BIO-Bäume können nach dem Weihnachtsfest guten Gewissens kompostiert oder zu Wildfutter verarbeitet werden.

Mit etwas Fantasie kann man kann das Zimmer auch mit Zweigen ganz anderer Baumarten festlich schmücken oder sich mit etwas handwerklichem Geschick aus anderen Naturmaterialien selbst einen Baum bauen.

Das FSC-Siegel ist übrigens etwas für die Tonne.... :-( Die Machenschaften dieser Organisation wurden doch bereits aufgedeckt. Das Siegel ist völlig wertlos und sagt überhaupt nichts aus.

Besonders schlimm sind Produkte, auf denen draufsteht: "FSC-Mix" - da kann alles drin sein an Holz, auch aus Kahlschlägen in Naturschutzgebieten im Regenwald.

In meinen Augen gibt es nur zwei wirklich umweltfreundliche Alternativen zum herkömmlichen Weihnachtsbaum: Man gestaltet Weihnachten ganz ohne Baum oder man holt wilde Fichtensämlinge aus dem eigenen Garten ins Haus, die dort sowieso auf Dauer nicht wachsen dürften.

09. Dezember

 

Weihnachtsessen mit der Gartenphilosophin und Yorela

 

Stressfreies Weihnachtsessen - geht das? Ja, das geht, es gibt viele Rezepte, die leicht vorzubereiten sind und wenig Arbeit machen. Wir laden euch virtuell zu einem 3-Gänge-Menu ein, bei dem wir kaum in der Küche sind und stattdessen lieber die Zeit mit euch verbringen. Gegessen wird trotzdem und das sogar ganz lecker ;-)

 

Vorspeise: Flammkuchen

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 EL Öl
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 500 g Mehl
  • Zutaten zum Belegen (s.u.)

Aus Öl, Wasser, Salz und Mehl einen geschmeidigen Teig kneten und dünn ausgerollt auf zwei Backbleche verteilen, dann wahlweise belegen:

  • Traditionell: Schmand auf dem Teig verteilen, dann mit Zwiebeln und Speck belegen
  • Ziegenfrischkäse auf dem Teig verteilen, dann mit Apfelspalten und Walnüssen belegen
  • Ziegenfrischkäse auf dem Teig verteilen, dann mit Schinkenwürfeln, Tomaten und Frühlingszwiebeln belegen.

Die Möglichkeiten des Belegens sind unbegrenzt. Der Flammkuchen kann komplett vorbereitet und ungebacken eingefroren werden. Einfach gefroren in den Backofen bei 200°C und knusprig braun backen (ca. 15 Minuten).

 

Hauptspeise: Essen vom Blech

Das Geheimnis ist, dass alle Zutaten auf einem Backblech zusammen gegart werden. Hier ein Beispiel:

Kartoffeln in kleine Würfel und Möhren in Scheiben schneiden. Bratwurst in ca. 5cm lange Stücke zerteilen.  3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Thymian und Oregano vermengen und alle Zutaten gut vermischt auf ein Backblech verteilen. Bei 175°C ca. 30 Minuten im Ofen garen.

Das Ganze funtioniert auch mit folgenden Mischungen sehr gut:

  • Hähnchenteile (z.B. Flügel, Keulen), Kartoffeln, Möhren. Bei größeren Hähnchenteilen empfielt es sich, diese zuerst alleine auf dem Backblech garen zu lassen und die restlichen Zutaten später dazuzugeben.
  • Garnelen, Tomaten, Knoblauch, Dill, TK-Erbsen, Brotwürfel (die saugen die Flüssigkeit auf und werden trotzdem außen kross - total lecker!)

Nach Ende der Garzeit wird das Gericht auf einer großen Platte angerichtet und kann dann noch z.B. mit Rohkost, Salat oder kleinen Brotscheiben garniert werden. Auch hier wieder: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Backbleche können gut vorbereitet werden, lediglich abdecken und kühl stellen.

 

Nachspeise: Streifenpudding mit Spekulatius

Schokoladen- und Vanillepudding kochen und auskühlen lassen. Ein paar Spekulatius zerbröseln und alles schichtweise in Gläser füllen. Mit einem Spekulatius garnieren.

Den Pudding kann man schon einen Tag vorher kochen.  Der geschichtete Pudding kann rechtzeitig vorbereitet werden und im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten, lediglich der Spekulatius für die Garnierung sollte erst kurz vor dem Servieren in den Pudding gesteckt werden, damit er nicht durchweicht.

wünschen die Gartenphilosophin und Yorela :-)

10.12.

Licht im Dunkel

Es ist ein Licht
in den Stuben
am Himmel.

Es ist ein Licht
das Hoffnung birgt
Es ist ein Licht,
das Geborgenheit bringt.

Es ist ein Licht,
das Dunkelheit schneidet

Es ist das Licht,
das Dein Herz erreicht
und nur dort all das vollbringen kann

Hochgeladene Dateien:
  • Licht-im-Dunkel.jpg
Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Kommentare sind geschlossen.