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Eine Mindestanbaufläche in jeden deutschen Garten - gut oder weniger gut? Eure Meinung

Annika, Dein Gedanke, daß diejenigen Personen unterstützt werden sollten, die ein Grundstück zur Anlage eines Naturgartens oder zur (giftfreien) Selbstversorgung suchen, gefällt mir sehr. Das wäre mal ein lobenswerter Ansatz!

Bei uns wurde vor kurzem in einem gerade fertiggestellten Neubaugebiet von einer engagierten Führungsperson des Bauamtes die Anlage von Schottergärten untersagt. Es gab einen riesigen Wirbel, weil diese unsäglichen Teile ja frisch angelegt waren. Leider habe ich dazu nichts mehr gelesen, ich schätze, daß die betroffenen Bauherren sich einen Anwalt genommen haben, um ihre tollen Steinwüsten nicht aufgeben zu müssen.

Wer anbauen MUSS wird es sich leicht machen wollen und sich dann sehr wahrscheinlich auch mit Unkrautvernichtern und anderen chemischen Keulen arbeiten, damit er vermeintlich weniger Arbeit damit hat. Zusätzlich zu den Pflasterfugen darf nämlich dann auch zwischen den Pflänzlein nichts stehen, was da nicht stehen soll.

Dazu muss ich anmerken, dass ich, wenn ich alles zusammenrechne, aktuell wahrscheinlich auch nur auf 30 Prozent käme, würde ich meine beiden alten Obstbäume mitrechnen. Ich hab es ehrlich gesagt noch nie ausgerechnet. Meine paar Hochbeete nehmen auf jeden Fall nicht allzu viel Platz ein.

Was uns zum nächsten Problem führt. Wie will man das denn ausrechnen? Mischkultur benötigt zum Beispiel weniger Platz als Monokultur. Für Permakultur gilt meines Erachtens das Gleiche.

Ein Verbot der geschotterten "Vorgärten" würde meiner Meinung nach mehr bringen. Würde man dann noch sämtliche Gifte nicht mehr in Bau- und Gartenmärkten an Privathaushalte ausgeben, wäre echt schon viel gewonnen. Dieser Verkauf gehört reglementiert, da diese Mittel nicht in die Hände von ahnungslosen Privatpersonen gehören. Ja, da würde schon ziemlich der Absatz einbrechen, aber für die Artenvielfalt wäre es ein großer Gewinn, wenn nur noch geschulte Anwender dies kaufen dürften. Meiner Meinung nach würde das sogar mehr bringen als ein komplettes Verbot. Das wäre dann Schritt 2.

Wo wir schon bei Gewinnen von Firmen sind: Dieses ganze Saatgutgeschäft mit inklusiver Kundentäuschung gehört natürlich auch weg. Bienenfreundliche, pollenlose Pflanzen? Da gehört mal ein geschützter Begriff eingeführt. Es gibt so viele sinnfreie Label - mir wäre nach einem anständigen, sinnvollen.

Kommen wir zurück zur Fläche: Es gehört gefördert. Meines Erachtens wäre dies ein wunderbares PROJEKT für das Klimapaket gewesen. Alles, was im eigenen Garten angebaut wird, muss nämlich nicht von irgendwoher hergekarrt werden. Ich würde zum Beispiel, hätte ich was zu sagen, eine Förderung für das Pflanzen EINES Obstbaumes im eigenen Garten machen. Dann noch die Förderung EINES Beerengehölzes. In Kooperation mit örtlichen Baumschulen natürlich.

Das wäre ein Projekt, von dem ich mir vorstellen könnte, das es etwas erreichen könnte. So als Schritt 1 zumindest.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Ich hatte die Tage eine Diskussion mit meinem Sohn, bezüglich Benzin.

 

muss nämlich nicht von irgendwoher hergekarrt werden.

Er fragte mich, was ich tanke und warum. Ich tanke kein E10, weil diese angeblich so Bio ist, das ich mich weigere, für die Vernichtung von Regenwäldern, die Verschiffung vom anderen Ende der Welt bis nach D. Auch nur einen Tropfen in mein Auto zu lassen.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 20. November 2019, 9:06 Uhr

Er fragte mich, was ich tanke und warum. Ich tanke kein E10, weil diese angeblich so Bio ist, das ich mich weigere, für die Vernichtung von Regenwäldern, die Verschiffung vom anderen Ende der Welt bis nach D. Auch nur einen Tropfen in mein Auto zu lassen.

Leider ist inzwischen überall dieses sogenannte Bio-Ethanol aus den Regenwäldern drin. In den anderen ist halt nur E5. Blöd, aber ganz anderes Thema.

Aber um zum Thema zurückzukehren: Was ich nicht im Laden holen muss und vor der Haustüre habe, spart natürlich auch etwas Treibstoff ein.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen
Zitat von tree12 am 20. November 2019, 8:38 Uhr

Annika, Dein Gedanke, daß diejenigen Personen unterstützt werden sollten, die ein Grundstück zur Anlage eines Naturgartens oder zur (giftfreien) Selbstversorgung suchen, gefällt mir sehr. Das wäre mal ein lobenswerter Ansatz!

Bei uns wurde vor kurzem in einem gerade fertiggestellten Neubaugebiet von einer engagierten Führungsperson des Bauamtes die Anlage von Schottergärten untersagt. Es gab einen riesigen Wirbel, weil diese unsäglichen Teile ja frisch angelegt waren. Leider habe ich dazu nichts mehr gelesen, ich schätze, daß die betroffenen Bauherren sich einen Anwalt genommen haben, um ihre tollen Steinwüsten nicht aufgeben zu müssen.

Huch, von wem und warum habe ich denn für meinen Beitrag hier einen negativen Daumen bekommen...?

Entweder geklickt oder der Ausdruck über die Verärgerung bzgl. des von dir dargestellten Inhaltes wie es mutmaßlich gelaufen ist. Das ist der Nachteil an den Daumen. Anstatt zu Antworten wird einfach geklickt.

Ich persönlich finde das auch eher traurig, weil damit natürlich der Artenvielfalt nicht geholfen wurde.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen
Zitat von tree12 am 21. November 2019, 9:30 Uhr
Zitat von tree12 am 20. November 2019, 8:38 Uhr

Annika, Dein Gedanke, daß diejenigen Personen unterstützt werden sollten, die ein Grundstück zur Anlage eines Naturgartens oder zur (giftfreien) Selbstversorgung suchen, gefällt mir sehr. Das wäre mal ein lobenswerter Ansatz!

Bei uns wurde vor kurzem in einem gerade fertiggestellten Neubaugebiet von einer engagierten Führungsperson des Bauamtes die Anlage von Schottergärten untersagt. Es gab einen riesigen Wirbel, weil diese unsäglichen Teile ja frisch angelegt waren. Leider habe ich dazu nichts mehr gelesen, ich schätze, daß die betroffenen Bauherren sich einen Anwalt genommen haben, um ihre tollen Steinwüsten nicht aufgeben zu müssen.

Huch, von wem und warum habe ich denn für meinen Beitrag hier einen negativen Daumen bekommen...?

Darauf kann ich dir leider auch keine Antwort geben, aber ich finde für den Inhalt deines Beitrags ist der negative Daumen eher unangebracht. Das war bestimmt ein Versehen...

Lass dich nicht beirren, Tree!

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Brunnladesch (Natascha) am 21. November 2019, 7:51 Uhr
Zitat von Malefiz am 20. November 2019, 9:06 Uhr

Er fragte mich, was ich tanke und warum. Ich tanke kein E10, weil diese angeblich so Bio ist, das ich mich weigere, für die Vernichtung von Regenwäldern, die Verschiffung vom anderen Ende der Welt bis nach D. Auch nur einen Tropfen in mein Auto zu lassen.

Leider ist inzwischen überall dieses sogenannte Bio-Ethanol aus den Regenwäldern drin. In den anderen ist halt nur E5. Blöd, aber ganz anderes Thema.

Aber um zum Thema zurückzukehren: Was ich nicht im Laden holen muss und vor der Haustüre habe, spart natürlich auch etwas Treibstoff ein.

Das Blöde an dem Ganzen ist, Regionalität ist gewünscht, im großen Stil wird, so scheint es, darauf aber gesch..., deswegen gibt's nur noch 0815 Obst und Gemüse zu kaufen, Walnüsse kommen aus Australien zu uns und so läuft das weiter. Nichts gegen weltweiten Handel, aber ich muss schon suchen, welche Produkte vor Ort produziert werden.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

vielleicht bezog sich der negativ Daumen auf->

 

daß die betroffenen Bauherren sich einen Anwalt genommen haben, um ihre tollen Steinwüsten nicht aufgeben zu müssen.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 22. November 2019, 8:13 Uhr

vielleicht bezog sich der negativ Daumen auf->

 

daß die betroffenen Bauherren sich einen Anwalt genommen haben, um ihre tollen Steinwüsten nicht aufgeben zu müssen.

Ok, da es jetzt schon zwei negative Daumen sind, muß es wohl so sein, wie Du sagst. Ist ja auch nicht so wichtig, und beirren lasse ich mich dadurch auch nicht. Ich kämpfe weiter.... :-) Im Moment könnte es passieren, daß es mir gelingt, die geplante Anpflanzung von viel Kirschlorbeer (durch einen Landschaftsarchitekten) in unserer Stadt zu verhindern.

Ich habe einen Artikel dazu gelesen und mich dann sofort an die ausführenden Stellen per Mail gewandt, erklärt, was es mit Kirschlorbeer auf sich hat, daß er eine ökologische Todsünde ist, daß er - mitten der Stadt! - vermutlich auch keine nächtliche Verdunstungskühle bringt wie heimische Laubbäume das tun. Und daß unsere Stadt ja auch schon den Klimanotstand ausgerufen hat und jeder seinen Beitrag leisten sollte.

Der Kirschlorbeer ist schon reserviert, sie erörtern aber durchaus Alternativen mit dem Architekten, die Entscheidung fällt erst im Januar. Sie wollen mich dann über das Ergebnis informieren. Für dieses Angebot habe ich mich gestern artig bedankt, doch gleichzeitig nochmals auf die Bedeutung von heimischen Bäumen für Vögel, Insekten und Klima hingewiesen. Wahrscheinlich verdrehen die da inzwischen schon die Augen... ;-)

Sollte es tatsächlich so kommen, daß auf den Kirschlorbeer verzichtet und auf eine von mir vorgeschlagene Baumart zurückgegriffen würde, wäre ich nicht nur froh und glücklich, sondern auch ein bißchen stolz auf mich.... Das wäre dann ein klares Zeichen, daß sogar eine einzelne engagierte Privatperson einiges erreichen kann.

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