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Der Schimmelhof

So eine Freundin ist unbezahlbar! Wie gut, daß sie mit aufs Land gezogen ist und Ihr Euch so gut ergänzt und versteht.

Ich glaube Dir gerne, daß Du am Rande Deiner Kapazitäten angelangt bist. Machst Du denn dann wirklich einen rigorosen Aufnahmestopp, wenn all Deine Käfige und Volieren mit kranken und verletzten Vögeln besetzt sind oder knickst Du dann doch ein, wenn Dir der nächste traumatisierte Vogel gebracht wird? Ich glaube, die Gefahr, sich zu übernehmen, ist doch recht groß. Weil man eben immerzu helfen will und sich denkt "einer geht noch... oder auch zwei...oder drei..." (So wuchs auch die Schildkrötenstation meiner Nachbarin stetig an - von zunächst zwei Tieren aus schlechter Haltung ging es dann hoch bis auf zehn - und die bleiben ja dauerhaft und werden nicht wieder in die Freiheit entlassen wie echte Wildtiere.)

Im Nachbarkreis, sehr ländlich gelegen, haben wir auch eine Wildvogelstation. Mein Mann und ich waren da mal am Tag der offenen Tür. Es handelt sich dabei um das Privatgelände einer Frau, die von zu Hause aus arbeitet. Sie ist weder Tierärztin noch Biologin, sondern eine engagierte Privatperson, die sich immer mehr Wissen angeeignet hat. Inzwischen versorgt sie alles außer Greifvögeln.

Die Station wuchs und wuchs, dauernd wurde eine neue Voliere angebaut. Sie konnte es irgendwann nicht mehr alleine stemmen, sondern leitet die Station seit einiger Zeit zusammen mit dem BUND. Sie hat auch zahlreiche feste Ehrenamtliche, die die Vögel versorgen helfen. Durch Spenden an den BUND kommt auch viel mehr Geld rein.

Dann haben wir, ebenfalls im Nachbarkreis im ländlichen Raum, eine Wildtierstation, ebenfalls von Privatleuten aufgebaut. Während der Mann das Geld verdient, ist die Frau rund um die Uhr auf dem Hof mit der Betreuung von Füchsen, Igeln, Rehkitzen, Gänsen, Wieseln und Wildkatzen beschäftigt. Bei ihr war das Gegenteil der Fall: BUND oder NABU wollten mit an Bord, doch sie hat dankend abgelehnt. Sie finanziert sich durch viele Spenden von Freunden und Gleichgesinnten.

Wir waren dort einmal zu einem Infoabend. Besonders die Wildkatzen liegen ihr am Herzen, sie hat deutlich gemacht, wie streßanfällig diese Tiere sind. Wenn sie in ein solches Gehege rein muß, arbeitet sie fast im Dunkeln, schweigend und schnell, um die Tiere nicht zu beunruhigen. Sollte eine Naturschutzorganisation eingebunden sein, müßte sie Führungen von Schulklassen etc. zulassen, was sie vielen Tieren und besonders den Wildkatzen keinesfalls zumuten wird. Darum zieht sie es vor, ihr eigenes Ding zu machen. Bewundernswert. Diese Leute haben meine Hochachtung. Ich hoffe, der Mann als Versorger bleibt gesund und leistungsfähig, er muß ja auch die Rente für zwei verdienen.

Zu Hause bei uns haben mein Mann und ich schon drei Eichhörnchenpaare ausgewildert, zwei der Paare mußten zunächst noch eine Woche im Käfig ausharren, ehe wir sie freilassen durften. Das geschah in Zusammenarbeit mit einer Hörnchenstation. Die Dame betreut die verwaisten und kleinen Babys auch daheim auf ihrem kleinen Privatgelände und hat Zeiten, in denen sie kaum zum Schlafen kommt, weil sie rund um die Uhr füttern und versorgen muß. Ich hoffe, wir bekommen im nächsten Jahr wieder ein oder zwei Paare zum Auswildern. Sie nehmen unseren Garten nach dem Auswildern noch lange Zeit als Zentrum ihres Lebensraumes wahr und wir versorgen sie das ganze Jahr mit Futter und Wasser und Nistmaterial.

Da kann ich nur sagen, einfach toll. Würde ich gerne mehr davon sehen.
Schönen Gruß aus der Pfalz

@tree12 also, wenn ich am rande bin, dann mache ich Aufnahmestop.
Habe ich auch schon in der Vergangenheit gemacht.

Natürlich versuche ich, den Findern dann andere Stellen zu vermitteln, wo sie ihren Findling adäquat unterbringen können.

Zudem schaue ich zu, dass ich durch umfangreiche Beratung und ständige telefonische Verfügbarkeit so viele Finder wie irgend möglich zu motivieren, ihren Findling selbst zu päppeln.

Das hat viele Vorteile:

  • es entlastet die Stationen
  • die Finder können sich um ihren einen Pflegling viel indivudeller kümemrn, als eine Station, die zig Pfleglinge hat
  • und nach meinen Beobachtungen verändern Menschen, die einmal so einen kleinen Findling aufgepäppelt haben, ihren Blick auf die Natur nachhaltig - und damit auch ihr eigenes Handeln - oft gibt es auch Kinder in den Finderfamilien, die durch so eine Erfahrung einen ganz anderen Bezug zu Lebewesen aus der Natur entwickeln - und sie sind unsere Politiker von morgen - entscheiden also irgendwann darüber ob und in welchem Umfang Tier- und Naturschutz wichtig sind.  Und man schützt bekanntlich nur, was man liebt und man liebt nur, was man kennt ;)

Generell nehme ich nur Tiere auf, bei denen ich mir sicher bin, dass ich ihnen gerecht werden kann - wenn ich das nicht (auch auf längere Sicht) sehe, dann lehne ich ab - auch wenn es schwer fällt.

Aber ich tue dem Tier keinen Gefallen, wenn es bei mir vom regen in die Traufe kommt.

Würde ich so nicht denken - und auch handeln können - dann wäre das hier unmöglich, denn dann hätte ich hier mittlerweile zig Pferde, Hunde, kleine Heimtiere etc - ich wäre ein Tiermessi - und das möchte ich wirklich ekinem Tier antun.

Glücklicherweise habe ich sehr gute, ehrliche Freunde und Bekannte, die mir offen sagen würden, wenn ich den Blick aufs Ganze verlieren würde :)

Bzgl. Deiner Ausführungen zu den Wildtierstationen: ja, da gibt es ganz viele verschiedene Entwicklungen - und sie alle können absolute Erfolgsgeschihten oder absolute Flops werden.

Ich gLaube, es hängt immer an den Menschen, die da involviert sind.

Ich wurde auch schon gefragt, warum ich keinen Verein gründe.
Aber das ist nicht meine Intention.
1. will ich hier nicht zu einer riesigen Station anwachsen, wo eine Voliere neben der anderen das Gelände zupflastert und der Natur ihren Raum Stück für Stück nimmt
2. möchte ich meine Pfleglinge nicht eines Tages einfach "abwickeln" wie Nummern, weil ich es anders angesichts der Masse nicht mehr kann - ich möchte mir die Freiheit erhalten, zu sagen: "jedes Tier, was leben/kämpfen will, bekommt hier seine Chance solange es kämpft  - egal, wie hoffnungslos es erscheint" - das kann man sich immer weniger leisten, je größer eine Station wird: einerseits, weil man nicht mehr die Zeit hat, das Individuum so genau zu beobachten und zu betreuen, dass man noch mitbekommt, ob es noch will oder nicht und zum anderen, weil ab einem bestimmten Punkt einfach abgewogen wird: "lohnt" sich der zeitliche und finanzielle EInsatz für diesen hoffnungslosen Fall, wenn ich stattdessen 3, 4, 5, anderen mit dem Einsatz helfen kann.
und last not least würde ein Verein gleichzeitig Bürokratie (Zeiteinsatz) und finanziellen EInsatz bedeuten.
Also würde ein Teil der Spenden immer in Verwaltung fließen und ich denke, das ist nicht im Sinne der Spender.
Bei mir gibt es also keine Spendenbescheinigung und wer das hier unterstützen möchte, darf das gerne tun und sich hier vor Ort einfach selbst davon überzeugen, dass das Geld auch da landet, wofür es gedacht ist :)

@Reinhold :) Danke :)
Was möchtest Du denn gerne sehen?

Sag niemals "nie", denn es gibt nichts, was es nicht gibt.....

@andreamast :) speziell für Dich - ich las gerade in dem Holzbienenbeitrag, dass Du manchmal hier im Forum die Bäume (ausgenommen Obstbäume)  "stiefmütterlich" behandelt siehst ;)
Das kann ich zwar nicht beurteilen, da ich noch nicht lange genug hier bin, aber ich kann Dir sagen: ich teile Deine Liebe zu Bäumen - und ich habe hier wahre Prachtstücke mit dem Hof bereits übernommen - und noch viele weitere gepflanzt :)

Ich habe wundersame Dinge mit meinen Bäumen erlebt und sie sind mir "heilig" :)
ich erzähle mal ein paar Geschichten dazu:

 

Als ich den Hof übernahm, gab es an den Grabengrenzen eine Reihe „alter“, hoher Pappeln,
eine 4er Gruppe hoher Eschen, einen riesigen Ahorn im Garten, eine das alte Bauernhaus weit
überragende, dreistämmige Birke direkt neben der Hauswand, eine noch kleine Kastanie auf der
Weide vorm Haus, die den Übergang vom Moor zur Marsch bildet und eine Eichenallee, die auf
die Warft führt und verstreut an den Grundstücksrändern Erlen, Weiden, eine Linde, Lerche, Eberesche etc.

Ansonsten bestand das gesamte Grundstück aus dt. Weidelgras bis an die Hofplatte.

Das hat sich mittlerweile drastisch verändert – große Teile des Grundstücks und viele Parzellen
zwischen genutzten Flächen sind mittlerweile komplett „der Natur überlassen“ und es ist faszinierend,
zu sehen, wie rasend schnell, sich jedes Jahr alles verändert, neu entwickelt und zurück erobert wird.

Ich habe neben unzähligen heimischen Knickpflanzen wie Heckenrose, Feuerdorn, Weissdorn etc.
und vielen heimsichen Obstbäumen und Sträuchern auch noch Flatterulmen, Vogelkirsche, Felsenbirne etc. gepflanzt.
Außerdem auch noch ein paar Geschenke, die nicht heimisch sind, aber für die ich auch ein Plätzchen fand:
einen Gingko, Fichten, einen Mammutbaum und ein paar Sumpfzypressen.
Nach der Pflanzung habe ich sie dann der Natur überlassen.

Im ersten Jahr habe ich noch, weil man mir sagte, dass das so sein müsse, damit die kleinen Pflanzen
nicht ersticken, fast wöchentlich die Pflänzchen von Brennessel und Co mit der Sense befreit.

Aber einleuchten wollte es mir so gar nicht, dass das überhaupt nötig ist, weil ich mich fragte,
wie solche Pflanzen denn in der Natur ohne menschliches Freilegen sogar aus kleinen Samen
überleben, ohne zu ersticken.

Also entschied ich, die Senserei einzustellen – frei nach dem Motto: was hier her gehört, wird sich hier
durchsetzen, was hier nicht her gehört, wird eingehen“

Im nächsten Jahr hatte ich einen gigantischen Brennesselurwald – teilweise bis 2 Meter hoch – und von den
über tausend gesetzten Büschen und Bäumen war absolut nichts mehr zu sehen.

Mir wurde von allen Seiten prophezeit, dass ich das Geld und die Arbeit für all diese
Pflanzen „in den Sand gesetzt“ habe und es war alles andere als einfach, dieser Kritik von allen Seiten
immer stand zu halten, wenn man als Erklärung nichts anderes, als sein „Bauchgefühl“ vorweisen kann.

Aber oh Wunder, von den kleinen Pflänzchen kämpfen sich von Jahr zu Jahr mehr durch den Brennesselwald
ans Licht – und die, die da dann erscheinen, machen einen gesunden und kräftigen Eindruck.

Erst, als mir später das Buch von Wohlleben "das geheime Leben der Bäume" in die Hände fiel,
glaubte ich für dieses Phänomen eine Antwort gefunden zu haben:

Bie Brennessel haben für die Büsche und (mutterlosen) Bäumchen die Beschattungsaufgabe
übernommen, die sonst in einer intakten Vegetation bereits bestehende, ältere Büsche und Bäume übernommen hätten.
Außerdem verbergen sie die kleinen Pflänzchen vor hungrigen Mäulern – Reh und Co übersehen sie schlicht.

Die faszinierendste Geschichte habe ich dann hier erlebt:

Nachdem die Stürme Christian und Xaver hier mit Wucht gewütet haben, mir 3 der uralten,
ohnehin schon am Ende ihres Lebens angekommenen Pflaumen umwarfen (sie sind als Totholz liegen geblieben),
und vom Ahorn im Garten ein gigantischer Ast runter kam, der um haaresbreite mein Wohnzimmerfenster verfehlte,
(aus diesem Ast sind die Holzstücke entstanden, die das Moorbeet bei den oben beschriebenen Minis einrahmen)
hielt ich es für an der Zeit, einen Baumfachmann hinzuzuziehen, der prüft, ob die großen Bäume, die sich in
erreichbarer Nähe der Gebäude befinden, eines Pflegeschnitts bedürften, damit die Gebäude nicht in Gefahr
kommen.

Ich rief eine Fachfirma an. Nach Besichtigung bekam ich dann folgende Befunde:

der riesige Ahorn im Garten, der, wenn er in Richtung Haus stürzt definitiv auf dem Giebel landet, sollte seiner
weit zur Seite ausladenden Äste beraubt werden, um die Last von den Stämmen zu nehmen.

Die 3-stämmige Birke an der Hauswand sollte so auf der Hausseite eingekürzt werden, dass die Zweige nicht mehr
über das Dach reichten.

Und die 4 Eschen hätten (weil alle Eschen das haben und weil da ja ein toter Ast zu sehen war), wie alle
Eschen eine Pilzerkrankung, die sie gefährlich machen – man sähe es auch daran, dass eine ja nur eine halbe
Krone habe - deshalb müssten sie weg.

Das mit den Eschen wollte mir absolut nicht einleuchten.

Diese 4 Bäume stehen in einer Reihe nebeneinander an einem Graben – völlig ungeschützt und sie waren dem
Sturm in voller Breite ausgeliefert und haben diese Stürme locker überstanden – so ein Baum sollte krank sein?

Ich habe es abgelehnt, dass die Eschen angefasst werden – sie stehen immer noch und sie „helfen“ einander,
das erklärt vielleicht, warum die eine Esche ihre Krone nur nach aussen ausbildet und ihrer in der Mitte stehenden Nachbarin
Platz für die eigene Krone lässt……

Das Ausschneiden des Ahorns und der Birke widerstrebte mir irgendwie – aber andererseits konnte ich mir
auch nicht leisten, zu riskieren, dass der Baum eines Tages mein Haus erschlägt.

Also beauftragte ich das Unternehmen.
Bis in den späten Herbst hinein hat sich der Termin seitens des Unternehmens immer wieder aus
unterschiedlichen Gründen zerschlagen und ich erlebte mit den Bäumen
den nächsten stürmischen Winter, ohne, dass etwas geschah – aber ich hatte bei jedem Sturm panische Sorge
und schlaflose Nächte.

Im nächsten Frühjahr wandte ich mich dann an ein anderes Fachunternehmen.
Mit der Birke hatten sie nach Besichtigung dieselben Pläne.
Beim Ahorn wollten sie eine „Kronensicherung“ einbauen.
Auch diese Vorstellung: der Baum mit irgendwelchen Gurten und Stahlseilen
„eingeschnürt und vergewaltigt“ widerstrebte mir irgendwie, aber ich hatte Sorge
um mein Haus und es erschien mir immer noch besser, als den Baum zu beschneiden.

Dort, wo der Baum steht und die einzig mögliche Zufahrt dahin
ist  anmoorig und wenn es geregnet hat, ist der Boden für Fahrzeuge nicht tragfähig.
Wir vereinbarten also, dass die Firma in einer „Trockenzeit“ kommt,
damit sie mit dem Fahrzeug da hinfahren können.

3 Anläufe hat die Firma genommen, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen:
beim ersten Anlauf gerieten sie in einen unfallbedingten Stau, der sie stundenlang auf der Autobahn festhielt,
so dass wir den Termin verschieben mussten.

Beim 2. Anlauf platzte auf der Fahrt hierher ein Reifen.

Beim 3. Anlauf fing es ohne Vorankündigung einen Tag vor dem Termin so „wie aus Eimern“ an zu schütten,
dass am nächsten Tag alles schon so durchgeweicht war, dass die Firma unverrichteter
Dinge wieder abrücken musste.

Da weiterhin Regen angesagt war, verblieben wir so, dass wir auf den ersten Frost warten wollten und dann,
wenn der Boden durchgefroren ist, einen neuen Anlauf starten wollten.

Es wurde der mildeste Winter seit Jahren.
Mal leichte Fröste, aber nicht eine Periode, wo der Boden so durchfror, dass man an den Baum herangekommen wäre.

Da endlich ging mir ein Licht auf:
ich hatte das Gefühl, dass der Baum mir etwas sagen wollte
(auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich jetzt für verrückt haltet) und ich habe sage und schreibe knapp 2 Jahre
gebraucht, um ihn zu „hören“

Das Ende vom Lied ist: weder Ahorn, noch Birke wurden angerührt und werden es auch nicht werden.

Ich sage immer:
Mein Ahorn und ich haben einen Deal:
er beschützt mein Haus und ich beschütze ihn….also ein wenig, wie die Bäume mit ihren Pilzen.

Komischerweise hat er seither schon einiges bei schwersten Stürmen an Ästen und Zweigen abgeworfen – aber
immer in den alten Totholz-Pflaumengarten und nicht ein Ästlein auf den „Rasen“ vorm Haus, den er überschattet –
und das, obwohl der Pflaumengarten zu dem Baum eigentlich entgegen der gängigen Windrichtung liegt…..

....und die totgesagten Eschen stehen auch alle noch - ebenso die schiefe Pappel - bei einem Sturz umgeworfen wurde eine kerzengerade,
als gesund befundete Pappel vor zwei Jahren - sie hatte, wie ich herausfand viele, viele Jahre vor meinem Kauf des Hofes einen
Blitzschlag abbekommen - der Stamm war hohl ......und ihre Nachbarin, die schiefe Pappel hat sie so lange mitversorgt :)

Bäume sind mir heilig - sie geben uns Luft zum Atmen, halten das Wasser auf dem Land, beschatten den Boden, geben uns Nahrung
und bieten all den Lebensformen der Natur ein zu Hause - sie sind die sozialsten Wesen, die ich kenne - und sie wollen als Gegenleistung
eigentlich nichts - sie wollen nur  "in Ruhe gelassenwerden/unangetastet bleiben "

Hier sind ein paar Blicker auf die 3-stämmige Birke an der Hausecke und den Ahorn im Garten

Hochgeladene Dateien:
  • Haus-DSC00088.JPG
  • Birke-IMG_9318.JPG
  • Dämmerung-DSC03810.JPG
  • Unterm-Ahorn-DSC02899.JPG
  • Wi-Sonnenwende.jpg
Sag niemals "nie", denn es gibt nichts, was es nicht gibt.....

und hier die Kastanie, eine riesige Esche, in der auf unterschiedlichen Stockwerken gleichzeitig die Spatzenkolonie ihr "Gemeindehaus" hat, der Turmfalke brütet und ganz oben meine Rabenkrähe Krah mit seiner Partnerin Nachwuchs aufzieht, die Eschen, die seit man ihnen die Pilzkrankheit angedichtet hatte bereits zahlreiche, heftige Stürme überstanden haben, die EIchenallee, die zum Haus hoch führt und die schiefe Pappel zu deren Füßen die gefallene Freundin liegt, die einst den Blitzeinschlag hatte.

Hochgeladene Dateien:
  • Kastanienblüte-200515-IMG_2214.JPG
  • Wolken-IMG_6056.JPG
  • Sturm-IMG_0728.JPG
  • Hof-Allee-IMG_0417.JPG
  • Hof-DSC00717.JPG
Sag niemals "nie", denn es gibt nichts, was es nicht gibt.....

Kirstin, schon als Du anfingst, Deinen so wunderbaren Schimmelhof und seine Entstehung hier zu schildern, spürte ich ein inneres Band zu Dir.

Jetzt sitze ich hier, mit feuchten Augen und einer so berührten Seele. Ich schreibe Dir spätestens morgen eine PN. Danke für alles.

 

@schimmelhof Ja meine Kollegen Landschaftsgärtner die Bäume schneiden sind schon sehr speziell. Hier im Kölner Raum gibt es nur einen! den man auf Großgehölze loslassen kann. Alles was ich in den letzten Jahren zu Gesicht bekommen habe , würde ich als Sachbeschädigung werten. Die dauernd durchgeführte Kappung ist gar kein erlaubter Schnitt! Diese ganzen Baumschnitzer , die mit Seilklettertechnik und  ZTV Baumpflege werben gehören erst mal angelernt. Dabei haben die ja alle eine Ausbildung in Baumpflege. Deshalb mache ich Seminare zum Thema Gehölzschnitt.

Hier ein paar Stilblüten von diesen Kettensägen Junkies.

Ach ja , das Ulmentriebsterben ist tatsächlich ziemlich schlimm. Aber die Bäume sterben über Jahre , alte Veteranen sogar über Jahrzehnte. Und rumschnippeln an solchen Bäumen macht´s nur schlimmer.

Hochgeladene Dateien:
  • DSCN3416.JPG
  • DSCN0775.JPG
  • DSCN0772.JPG
  • DSCN0883.JPG

@ommertalhof solche Bilder treiben einem die Tränen in die Augen!
Meine Mutter hat einen wunderbaren, alten Apfelbaum im Garten, der jedes Jahr reichhaltig phantastische Äpfel getragen hat.
Das war schlagartig erstmal vorbei, als sie einen Landschaftsgärtner (Fachbetrieb!) beauftragte, einen fachgerechten Obstbaumschnitt zu machen....

Mich traf der Schlag, als ich zu meiner Mutter kam und aus dem Fenster schaute.....

Hochgeladene Dateien:
  • Apfelbaum-Mutti-DSC00195.JPG
  • Apfelbaum-Mutti-DSC00196.JPG
Sag niemals "nie", denn es gibt nichts, was es nicht gibt.....

Sah der Baum deiner Mutter vorher so aus?

Hochgeladene Dateien:
  • P1030840.JPG
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

@erebus nein - er war lange nicht so buschig zugewachsen  mit all diesen feinen Trieben.
Er hatte lediglich ein paar zu viele Triebe, die nach innen in die Krone wuchsen und diese vielen Triebe, die senkrecht nach oben wuchsen.
Insgesamt hatte der Baum einfach eine schöne,  Krone, die im Sommer gut belaubt war und zum Herbst wirklich voller kräftiger Äpfel sass.
Jedenfalls: seit dieser Schnitt erfolgt ist, war mit Obst nichts mehr.

 

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