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Aus Kings Garden wird Hortus Regius, der Garten der Könige.

So, dann möchte ich uns und unseren Garten mal vorstellen. Ich denke, es wird eine längere Geschichte, aber ich habe irgendwie das Bedürfnis, sie euch komplett zu erzählen und hoffe, sie findet den ein oder anderen Leser.

Als ich vor ein paar Wochen die Idee des 3-Zonen-Gartens und damit auch das Hortus-Netzwerk im Internet entdeckte, hatte ich sofort das Gefühl, das ist es!... genau so willst du im Garten weitermachen! Zu diesem Zeitpunkt war ich irgendwie mit meiner Gartenplanung ins Stocken geraten und wusste nicht genau, was aus dem Rest unseres Gartens werden sollte. So naturnah wie möglich sollte er sein und möglichst vielen Tieren einen Lebensraum bieten. Außerdem eine Oase für uns Menschen und ich wollte beginnen, endlich etwas mehr Gemüse oder Obst anzubauen. Meinem Mann liege ich seitdem ständig mit neuen Hortus-Ideen in den Ohren, die ich so schnell wie möglich mit ihm in die Tat umsetzen möchte. Ich glaube, das Wort "Hortus" und den Namen "Markus Gastl" kann er schon jetzt nicht mehr hören. Aber er macht mit, obwohl er durchaus noch nicht von allen meinen Ideen überzeugt ist.

Aber ich sollte besser mit unserer Geschichte ganz von vorne anfangen:

Wir, das sind Volker, mein Mann, 52 Jahre und ich, Christiane, 50 Jahre. Die Familie wird komplettiert durch 2 mittlerweile erwachsene Töchter, unseren Hund Lajos und unsere 3 Kater Milow, Pippo und Gwin.

Wir heißen mit Nachnamen König und nennen uns gerne gemeinsam "die 4 Könige". Ein Freund nannte unserer Garten noch zu Zeiten, als er noch eine komplette Baustelle war "Kings garden" und da war der Name "Hortus Regius" eigentlich sofort klar.

Wir leben in Essen Rüttenscheid. Mitten im schönen Ruhrpott.

Im Jahr 2000 wagten wir den Schritt, ein Haus zu kaufen. Es war das Nachbarhaus meiner Schwiegereltern. Schon als Kind hatte Volker davon geträumt, später einmal in das Haus der alten Nachbarin einziehen zu können. Ansonsten gibt es eigentlich keine Nachbarn. Das Doppelhaus liegt frei. Vorne grenzt an das Grundstück ein Fußballplatz und nach hinten ein kombinierter Rad- und Fußweg und der Grugapark. Sein Traum wurde war. Die alte Dame verstarb und die Erben hatten kein Interesse, selber einzuziehen. So kauften wir 2000 ein stark renovierungsbedürftiges Haus mit einem großen, zugewucherten Garten. Unsere finanziellen Mittel waren echt begrenzt. Wir wussten, der Großteil der Renovierungsarbeiten musste in Eigenarbeit geleistet werden und das bedeutete kleine Schritte machen.

Dachten wir beim Kauf noch, es würde ca. 3 Monate dauern, bis wir einziehen können, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Das Haus war so marode, dass es 2 Jahre dauerte, bis wir endlich einziehen konnten und da war es alles andere als fertig.

Es sollte weitere 8 Jahre dauern bis das Haus komplett fertig war. Die letzte Gabione um verschieden Hänge abzufangen, war gesetzt und alle Wege, die rund ums Haus entstehen sollten, waren fertig gepflastert. Der Garten besteht aus 3 Ebenen. Auch ein Grund, weshalb wir viel mit Schubkarre von Hand erledigen mussten, anstatt mit Großgeräten zu arbeiten. Nun konnten wir endlich mit den schönen Dingen beginnen: Natursteinmauern setzen und pflanzen, pflanzen, pflanzen.

Aber seht selbst:

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Oben seht ihr Bilder aus dem Jahr 2010, wo wir endlich so richtig im Garten loslegen konnten.

2012 sah der Garten schon wesentlich ansehnlicher aus:

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Mittlerweile sieht dieser Teil des Gartens so aus:

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Unsere allererste selbstgebaute Trockenmauer ist also deutlich nach hinten abgesackt. Wir lassen sie aber trotzdem so stehen. Das Grün quillt aus ihren Fugen und wir mögen sie so wie sie ist. Rund um die Terrasse sind deutlich mehr Stauden dazu gekommen. Ich achte schon lange auf bienenfreundliche Pflanzen, aber das diese auch möglichst heimischer Herkunft sein sollten, davon habe ich erst hier bei euch gelesen.

 

Es führt ein Weg seitlich am Haus vorbei auf die Terrasse. Dieser hat sich von 2010 bis 2019 so verändert:

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Vor dem Haus, neben dem Hauseingang gibt es nur ein schmales Hangstück, in das wir eine Treppe bauen mussten, um in den Garten zu kommen und seitlich noch ein Schubkarrenweg bleiben musste. Wir bauten einen kleinen Steingarten mit in den Hang. Auch dieser veränderte sich im Laufe der Jahre ordentlich.

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Wenn ihr euch bis hierhin durch meine Vorstellung gekämpft habt, denkt ihr euch sicherlich "Netter Garten, aber was hat das alles mit einem Hortus zu tun?" Genau, soweit ist der gemütliche Teil des Gartens nun fertig. Wir haben immer schon versucht, auf insektenfreundliche Pflanzen zu achten, haben nebenbei ein paar Tomaten und Gurken in Töpfen gezogen und verwenden kein Gift im Garten. Wahrscheinlich bedingt durch die vielen verbauten Steine und das Totholz im Garten, haben wir schon jetzt viele Kröten, Tigerschnegel und Hummeln.

Die Geschichte des "Hortus Regius" beginnt genau jetzt. Wir haben nämlich noch einen Gartenteil. Sozusagen unseren Baustellengarten. Dort wurden in all den Jahren die Materialien gelagert, die man eben gerade so nicht brauchte. Und ihr könnte mir glauben, da sammelt sich in 19 Jahren eine Menge Zeug!

Auch die Veränderung dieses Gartenteils möchte ich euch zeigen. Die Natur hat sich diesen Teil des Garten sowieso schon teilweise wieder zurück geholt.

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Wir haben bereits angefangen, ein Schlüsselloch-Hochbeet zu bauen und konnten dafür eine Menge Dachziegel horteln. Bilder zeige ich aber lieber noch nicht, denn ich hoffe, diesen Werdegang kann ich irgendwann mal in der Rubrik Selber machen zeigen. Parallel wird unsere Pyramide entstehen. Sie soll eine Kombination aus einer Krötenburg/Krötenkeller mit einem davor liegenden (unserem ersten!!!) Hotspot-Beet werden. Die Wege dazwischen möchten wir mit Schotter füllen, in den wir vielleicht noch sowas wie Thymian pflanzen. Die Wege sollen also in Richtung Schotterrasen gehen, aber da sind bei uns noch viele Anfängerfragen offen. Als Pufferzone haben wir schon eine Wildrosenhecke, die uns vom Fußballplatz abschirmt. Diese Hecke möchte ich noch ergänzen mit Kornelkirsche... Eine Stumpery ist fest in Planung in einem sehr schattigen Teil des Gartens und seit 20 Jahren wünsche ich mir schon eine Kräuterspirale... Wenn dann noch Platz ist, noch mehr Hotspot oder eine Blumenwiese, damit wir auch was zum mähen haben, um Mulchwürste für das Hochbeet zu haben. Nächstes Jahr wollen wir auf jeden Fall einen Sensenkurs machen und und und....  Ihr seht, wir sind voller Tatendrang und hoffen auf einen regen Austausch mit euch.

So, jetzt aber in die Hände geklatscht und weiter gemacht!   Tschüüüüß

Zum Schluss noch ein Bild, von der Fläche, die wir am Samstag für Schlüssellochbeet und Krötenburg vorbereitet haben

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  • 73-2019-Schlüsselloch-Hochbeet.JPG

Wenn ich das gewusst hätte, ich war im Juni in der Ecke. Und @yorela hatte ja Baustelle ums Haus. Was für ein zauberhafter netter Garten. Da hätte ich mich bestimmt, wie Zuhause gefühlt. Ich muss wohl nochmal in die Richtung fahren, aber besser dann Mai/Juni statt jetzt, wo der Sommer langsam Richtung Winter schnauft.

Was sagen den Volker´s Eltern zu eurem Refugium?

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich freue mich auf jeden Fall über Besuch im Garten. Endlich mal Gleichgesinnte! Wir wohnen ja direkt am Grugapark und da ist 2x im Jahr Pflanzenraritäten-Markt. Es kommen Pflanzen-Händler aus ganz Deutschland. In Kombination mit so einem Markttermin lohnt sich ein Besuch bei uns noch mehr!

Meine Schwiegereltern sind zum Glück ganz entspannte Nachbarn. Ihr Garten ist zwar ganz anders als unserer und manche Idee finden sie meistens erst einmal komisch, aber am Ende gefällt es ihnen eigentlich immer. Das Schlüssellochbeet z.b finden sie noch absurd...und dann noch mit Dachziegeln... Bin gespannt, was sie sagen, wenn es fertig ist.

Christiane, Euer Garten ist einfach ein Traum!! Daß Ihr soviel Platz habt, um einen Teil des Garten zu "opfern" für Baumaterialien, klingt echt super. Eure Ideen sind spitze, Euer Tatendrang sowieso.....:-)

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