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Alternative zu Rindenmulch

Huhu,

Ich hab ja ein sehr kleines Gartenstückchen (8qm).

Als ich eingezogen bin, war das komplett mit Rindenmulch bedeckt. Ich hab letztes Jahr nach und  nach einzelne Plätze davon befreit, die Erde aufgelockert und sowohl ein- als auch mehrjährige Pflanzen dort gesetzt. So würde ich das eigentlich auch nächstes Jahr wieder machen.

Hab hier jetzt mehrfach gelesen, das Rindenmulch nicht empfohlen wird, weil nicht gut fürs Microklima. Über den Winter gab es viel Laub und Kompost für den Boden.

Was kann man denn als Alternative nehmen?

Würdet ihr die freie Fläche mit Bodendecker bepflanzen und dann ggf. raus reißen, wenn doch was anderes dort hin soll? Wenn ja, welche Bodendecker (feucht/schattig) - Moos?

Reine Mulchfläche mit Gras finde ich optisch nicht ansprechend. Es sollte außerdem irgendwie Trittfest sein, man muss sich da ja auch bewegen.

Bei euren tollen Riesen-Gärten ist das irgendwie eine absurde Frage. Ich hoffe die Problematik kommt trotzdem rüber

Hallo @ edina , gegen Rindenmulch hab ich kaum was auszusetzen. Das einzige was der macht , ist dem Boden Stickstoff zu entziehen , und ggf. den Boden auch etwas an zu säuern. Abhilfe schaffen kannst du durch eine Stickstoffdüngung und Kalk. Oder einfach Pflanzen setzen , die mit Rindenmulch klar kommen.

feucht, schattig - Rindenmulch, einheimische Heidelbeere. Jamjam

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich mulche zwar selber auch, aber nur direkt an den Pflanzen. Im Idealfall Laub/Grasgemisch, das mit dem Rasenmäher zerkleinert wurde. Falls da größere Flächen sind, finde ich Rindenmulch eine Verschwendung von Fläche. Ich bepflanze lieber mit Bodendeckern wie Zimbelkraut, Polsterphlox, Günsel, Taubnesseln, Waldmeister, einjährige Pionierpflanzen... Das dürfen auch wuchernde Kandidaten sein, die nehmen einem vereinzeltes Reintreten oder Übermulchen nicht übel. Und wenn es nicht anders geht, kommen einzelne Trittsteine rein.

Ich kann Rindenmulch und nackte Erde nicht sehen, ich wurde katholisch erzogen Das ist aber nur meine Meinung, das kann jeder sehen wie er möchte.

Geeigneter Bodendecker für feuchte Schattenflächen dürfte Günsel sein.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Hallooo,

wenn Rindenmulch, dann nur gedämpfter, erhitzter. Meine Erfahrungen sind leider nicht so gut bei Rindenmulch, den vom Recycling-Hof ist leider voller Plastikteile und stinkt. Und Rindenmulch mag auch nicht jede Pflanze, wie oben schon geschrieben wurde, er übersäuert den Boden.

Als Alternative zum Rindenmulch gibt es noch Miscanthus Häcksel und Hackschnitzel. Pieksen tut das aber auch beim Drübergehen.

Bodendecker, der gerne feuchte aber auch sonnige Böden mag ist Ehrenpreis, siedelt sich meist von alleine an und blüht mit klitzekleinen Blüten in blau, ist immergrün, d.h. also auch im Winter hübsches Grün, auch unterm Schnee. Hat sich bei mir im Hortus von alleine breit gemacht, verträgt allerdings aber keine Hitzeperioden im Sommer und geht dann ein bzw. verschwindet. Im Frühjahr ist der Ehrenpreis aber wieder da und zwar noch üppiger als im Vorjahr.

Ich bin wegen meiner Hunde im Hortus auf Lavamulch umgestiegen, der großzügig auf die Beete geschüttet ist. Was zwar nicht so hortan ist aber für mich zweckmäßig.

 

LG Birgit

 

Birgit, was genau ist denn an Lavamulch auszusetzen, hat er ökologische Nachteile? Ich verwende den gerne in Pflanzlöchern zum Auflockern meines schweren Lehmbodens oder auch in Blumentöpfen unten als Drainageschicht (auch wegen der Gewichtsreduzierung, Kies z. B. kann in einem großen Topf ja ganz schön schwer werden).

Der Lavamulch im Gartencenter/Baumarkt ist nur leider ganz oft restlos ausverkauft.

Ich mulche meine Beete mit einem Gemisch aus Holz, Gras- und Laubhäcksel aus dem eigenen Garten. Das bleibt schön locker, so dass keine Gras-Modder-Patschestellen entstehen, unter denen alles erstickt, die weicheren Bestandteile zersetzen sich zügiger und liefern dabei den Stickstoff, den die Bakterien bei der Holzzersetzung brauchen. Nährstoffe werden also nur langsam zugeführt, stammen vorher schon von den Flächen und ich finde, dieses Gemisch sieht auch noch recht gut aus.

Zusätzlich habe ich festgestellt, dass "meine" Schnecken da viel lieber dran fressen als an meinen Pflanzen, so dass wir und da nicht so oft ins Gehege kommen.

Habe ich größere Flächen, bei deren Nutzung ich mir noch nicht sicher bin oder für deren "Bearbeitung" ich erst später Zeit habe, lagere ich darauf gerne dicke Holzteile in "wilder Struktur". Sie sehen schick aus, bieten Unterschlupf, schützen den Boden vor Erosion und sind leicht "umzusiedeln", wenn dann doch an der besagten Stelle etwas passieren soll...

 

 

Danke für eure Tips!

Lavatuff eher nicht, ich habe viel Lau und das bekommt man da wohl schlecht wieder raus. Wobei ich überlegt habe Steine/Lava in den Kräutergarten zu packen, die könnten die Wärme brauchen.

 

Zu den Bodendeckern: Habt ihr Erfahrungen damit, wie schnell wann die wieder weg bekommt, wenn man doch was hin Pflanzen will?

Learning by doing

oder so. Einfach probieren :-)

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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