Willkommen im Forum
Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

1.1 Was mal Hortus Gemini werden soll

12

Hey!

So, dann erzähle ich mal was von uns und unserem Garten. Wobei Gärten eher passt, weil die Flächen ums Haus verteilt sind. Als wir das Haus übernommen haben, wuchs hier Gras, Flieder, eine Haselstrauch, ein Buchsbaum und ein Wacholder, sowie ein Thujabaum. Dazu noch verwildetes Blühzeug. Ich hatte damals (2009) noch wenig Bezug zum Thema und das einzige, was sofort gemacht wurde, war die Fällung des Thuja, weil ich die Dinger schon immer potthässlich fand.

Nun sind wir ein gutes Stück weiter. Der Garten hat einige Funktionen bekommen: Nutzgarten, Heustück, Streuobstwiese, Spielecke, Blühflächen. Spätestens, nachdem wir die ehemals verpachtete Fläche selber nutzen, haben wir ziemlich viel Platz.

Jetzt aber endlich zum Thema Pufferzone! Am Haus stehen 200 Jahre alte Buchen, die vielen Vögeln Lebensraum bieten. Ebenfalls von Anfang an da, war das "Pflaumenwäldchen". Die Pflaumenbäume stehen so dicht, dass sie eher Sträucher blieben und einen dichten Wall zum nächsten Feld darstellen. Am Ende steht eine alte Weide und wilde Kirschen. Im Unterholz wachsen Narzissen und Bärlauch. Nach den Infos hier werde ich mich um Schattenblüher bemühen. Hat jemand gute Ideen? (Nordseite mit Hang herab nach Norden, also echt ziemlich dunkel)

Neu hinzu kam die "Alles-nichts-oder?" Hecke. An der Hauptstraße gelegen sollte sie in erster Linie Sicht- und Windschutz sein. Inzwischen liefert sie auch Schatten fürs Hühnergehege. Die Hecke hat mich keinen Cent gekostet, aber doch viel Arbeit. Ableger, Samen, Wildwuchs (der da wo er auftauchte leider nicht bleiben konnte) wurden dort gepflanzt. Die unterschiedliche Breite ergibt sich aus den verschiedenen Arten (wovon die ein oder andere vielleicht nicht DER Burner ist, aber ich mag halt auch typische alte Eifler Pflanzen). Ich versuche, alle Sorten zusammen zu bekommen: Flieder, Buche, Ahorn, Haselnuss, Esche, Eiche, Weißdorn, Pflaume, Kirsche, Holunder. Bislang habe ich das Gras immer mehrfach im Jahr weg gerupft, weil die Pflanzen teilweise noch relativ klein sind. Nach den Infos hier, plane ich eine Abtragung der Grasnarbe, Mulchen und das Stecken von Frühblühern.

Um eins unserer Felder ist eine alte Hecke, die wir mit der zuständigen Behörde für Flubereinigung vor dem Verschwinden bewahrt haben: Der Landwirt, der das Stück vorher bewirtschaftet hat, wollte sie los werden. Wir haben uns dafür eingesetzt, das Stück zu bekommen (durch Flächentausch) und jetzt ist die Hecke ein eingetragenes Landschaftselement! Dort wachsen Äpfel, Buchen und ja, was eigentlich noch alles? Ich inspiziere nochmal genau und berichte dann!

Zwischen Heustück und Blühflächen haben wir einen Asthaufen (inzwischen allerdings ziemlich zugewachsen), Grüngutablage der letzten Jahre und einen Steinhaufen, auf dem man mit etwas Glück Eidechsen beobachten kann.

Die Pufferzonen sind etwas verteilt, weil wir keine Gesamteinfriedung ums Grundstück haben. Das wird nämlich von einem Weg und einem Feldweg geteilt.

Insgesamt bemühe ich mich um heimische Arten, aufgrund des Platzes dürfen bei mir aber auch Arten wie Hortensien, Sommerflieder, eine Forsythie und Kartoffelrosen wachsen. Sie machen nur einen Bruchteil aus und haben für mich eine emotionale Bedeutung, weil sie mich an gartenbegeisterte, aber schon verstorbene Verwandte erinnern. Eine Lebensinsel der anderen Art ;)

Fotos liefere ich in den kommenden Tagen nach

Hochgeladene Dateien:
  • 20200710_113307.jpg
  • 20200710_105821.jpg
  • 20200710_105941.jpg
  • 20200710_110022.jpg

Hallo Verena @gemini85 , das hört sich ja schon mal klasse an. Und wenn ich mir die Auflistung der Flächen durchlese , stelle ich mir doch die Frage . wie groß ist das denn alles?

Zur Frage was im Schatten wächst. Da geht Lungenkraut , Helleborus foetidus , Helleborus orientalis , Corydalis cava und solida , Asarum europaeum , Cardamine bulbifera , Knautia sylvatica , Aruncus dioicus , Leberblümchen , Buschwindröschen , Scharbockskraut.und noch einiges mehr. Die meisten der aufgelisteten Pflanzen wachsen und blühen bevor die Bäume das Laub bekommen.

LG vom Frank

Hallo!

Also, das Ganze besteht aus drei Teilen: Hauspazelle mit Streuobstwiese knapp 1600m2 (2), der eigentliche Garten mit Holzschuppen und Gewächshaus 900m2 (3), die Blühflächen und das Heustück 17000m2 (9). Also ja, alles etwas größer dimensioniert 😊

Buschwindröschen und Scharbockskraut hatte ich auch schon mal im Kopf. Die anderen schau ich mir mal an. Hast du zufällig eine gute Bezugsquelle?

Hochgeladene Dateien:
  • 20200708_202721.jpg

Ui , da hast du ja Potenzial  Wenn du in der Nähe von Köln wohnst , kannst du die Stauden bei mir beziehen.

Nähe ist vielleicht übertrieben. Aber es ist nicht aus der Welt. Vielleicht darf ich ja mal deinen Hortus dann besuchen und das mit den Pflanzen verbinden?

Das können wir gerne machen. Schreib mir mal auf wieviel m² du bepflanzen möchtest , und ich brauche dazu ein , zwei Fotos von den Gegebenheiten . Möglichst großräumige Fotos wo man viel drauf sehen kann.

Da bin ich aber auch auf Bilder gespannt, so viel schön Potential

Wahnsinn

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

So, ich hab mal ein paar Fotos ergänzt. Als erstes die Alles-nichts-oder Hecke. Man sieht gut, dass sie von einer Seite schon schön zu macht, aber auch noch kleine Pflanzen dazwischen sind. Ich habe vor 4 Jahren angefangen, sie zu setzen. Natürlich brauchen die einzelnen Arten unterschiedlich lange zum wachsen und es macht natürlich auch einen Unterschied, ob ich gepflanzt oder gesät habe. Aber ich bin frohen Mutes, dass sie bald überall dicht ist!

Dann die wunderschönen alten Buchen (ich muss zugeben, die haben mich quasi damals zum Hauskauf genötigt! :D )

Und das Pflaumenwäldchen. Das war auch schon Bestand.

Es wachsen aktuell auch noch einige Meter Buchenhecke und Kartoffelrosenhecke.

 

Ich finde ein komplett eingefriedetes Grundstück total toll, viele eurer Gärten wirken dadurch so heimelig und ein bisschen verwunschen :) Auf der anderen Seite finde ich auch das offene toll, um uns herum ist ja freies Land, nur zu einer Seite haben wir Nachbarn (durch die Streuobstwiese, die eigentlich ein weiteres Baugrundstück wäre, weiter entfernt)

Der Puffer sollte ja als Abgrenzung zu äußeren Umwelteinflüssen dienen. Da Markus Gastl seinen ersten Hortus ja auch in dörflicher Gemeinschaft angelegt hat, seine Nachbarn auch mehr der Frömmigkeit zu Einheitsallerlei frönen.

Wenn du dir den freien Blick ins Gärtle oder ins Land gewähren willst, dann mach das. Ein Puffer muss nicht irre hoch, ewig breit sein. Und ich finde auch, das man die Leut nur zum Umdenken anregen kann, wenn man Ihnen die Möglichkeit gibt, auch zu sehen. Mit wachem Blick.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Hallo und herzlich

Junge, Junge - Da hast du aber mal ordentlich Flächenpotenzial, da bekommt der @frank ja fast Lieferprobleme

Da bin ich auch mal gespannt auf weitere Bilder und die Entwicklung

 

12
Menü schließen
Zur Werkzeugleiste springen