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Tremonia Primus

Die adulten sind Standort treu, erdulden aber in ihrem Territorium keine Nebenbuhler, heißt für die jüngeren, sie müssen sich ein frisches unbesetztes Habitat erobern.

Somit, wenn, wo in deiner Umgebung, Bärchen, gibt es welche .. dann wäre die Chance, sie finden Dich - ja nicht gerade klein.

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer
Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Jetzt brauche ich eure Hilfe. Ich möchte in dem neu gestalteten Gartenbereich zwei Sträucher/Bäume pflanzen.
Eine Kornelkirsche und eine Weide. Die Weide möchte ich als Kopfbaum schneiden (in ca. 2 m Höhe). Bei der Kornelkirsche gibt es anscheinend keine so große Auswahl bei den Anbietern. Hier bestimmt wohl nur die Größe den Preis. Oder gibt es doch etwas zu beachten?
Bei der Weide habe ich aber eine große Auswahl an Sorten und bin unsicher. Welche Weidenart bietet sich hier am besten an, um sie als Kopfbaum zu erziehen. Natürlich soll auch ein großer Nutzen für die Insekten relevant sein.
Der Pflanzort für beide Exemplare ist überwiegend sonnig mit "normalem" Gartenboden.

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Hast Du genug Bodenfeuchte für eine Weide? Es gibt übrigens auch klein bleibende heimische Weiden, die Du dann nicht oder kaum beschneiden müßtest.

 

Ich bin keine Weidenexpertin, aber die meisten Weiden mögen feuchte Füße. Ich weiß nur von der Sal-Weide, dass sie als Pioniergehölz auch mit trockeneren Standorten gut zurecht kommt. Sie ist extrem wertvoll für eine Vielzahl von Tieren und lässt sich angeblich auch schneiden. Persönlich bin ich kein Fan davon, außer, ich baue gezielt die Ruten an, weil ich sie nutzen will. Aber das ist ja Einstellungs- und Geschmackssache :-) .

Die relativ heimische Kornelkirsche heißt Cornus mas, sonst wüsste ich nicht, was zu beachten ist. Bei den Weiden musst du dich zwischen männlichen und weiblichen entscheiden.

Die Salweide gedeiht bei mir im Lehmboden bestens, ist locker 10 m hoch geworden. Ich habe eine weibliche Weide mit grünen Kätzchen, die nur Nektar produziert, aber keine Pollen. Sie ist aber insgesamt weniger schnittverträglich als andere Weidenarten.

Die Purpurweide ist die Weide, die mit den meisten Standorten zurecht kommt, auch mit eher sandigen und trockenen.

Bei der Kornelkirsche könnte man höchstens überlegen, eine Zuchtform mit größeren und schmackhafteren Früchten zu wählen, falls man diese ernten und verbrauchen möchte.

 

Was mir gerade noch einfällt: von der Salweide leben ungefähr 100 Schmetterlinge bzw. deren Raupen. Außerdem blüht sie für die frühen Hummelköniginnen - wenn man im Frühjahr druntersteht, hört man nichts als Dauergebrummsel.... :-)

Dorothee und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeGsaelzbaer
Zitat von tree12 am 22. April 2021, 23:36 Uhr

Was mir gerade noch einfällt: von der Salweide leben ungefähr 100 Schmetterlinge bzw. deren Raupen. Außerdem blüht sie für die frühen Hummelköniginnen - wenn man im Frühjahr druntersteht, hört man nichts als Dauergebrummsel.... :-)

Diese Quelle benennt 117 Schmetterlinge -> FloraWeb: Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Vielen Dank für die Informationen!

Jetzt bin ich mir sicher. Es wird eine männliche Salweide (Salix caprea 'Mas').
Sie kommt mit dem "normalen", in der Tiefe lehmigen Boden gut klar.
Die Salweide war auch mein erster Gedanke, allerdings hat mich irritiert, dass diese als Strauch angeboten wird.
Inzwischen habe ich aber eine gute Anleitung gefunden, die Salweide als Kopfbaum zu schneiden.

Bei der Kornelkirsche werde ich wohl die Standardform nehmen.
Die auf Ertrag getrimmten Formen sind in der Regel um einiges teuer und auch oft nicht lieferbar.

Als Kopfweiden verwendet man in der Regel Silberweide oder Korbweide. Die Salweide kann radikalen Schnitt sehr übelnehmen und eingehen. Es ist nicht Sinn und Zweck, eine Salweide ständig einzukürzen, die Schmetterlinge legen ihre Eier ja an den Blättern ab.

Wie ich bereits schrieb, vertragen Salweiden Schnittmaßnahmen schlechter als viele andere Weiden. Ich habe das übrigens selbst ausprobiert mit einer Salweide, die an falscher Stelle empor gewachsen war. Sie war schon einige Jahre alt und nach zweimal radikal einkürzen, war sie tot.

Das ist eine Salweide, oder? Andrea?

 

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Amarille hat auf diesen Beitrag reagiert.
Amarille
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