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Trees schattiger Waldgarten mit Teich

Svenni marschiert anscheinend mehrmals täglich aus und ein. Mein Mann hat ihn jetzt auch wieder gesehen, wie er im Käfig seine Saltos schlug. Als ich etwas später nach ihm schauen wollte, war er nicht mehr da, aber ich entdeckte ihn in einer Astgabel hoch oben im Kirschbaum, dösend.

Ich gLaube, die viele Bewegung sind sie ja noch nicht richtig gewöhnt, ihre Muskeln müssen sich noch anpassen. Dazu all die vielen Eindrücke, die verarbeitet werden wollen... das schlaucht natürlich.

Nils war heute nicht zu sehen. Aber das ist eigentlich immer so, daß einer von beiden häuslicher ist, während der andere die Gegend unsicher macht.

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PrimulaverisDorothee

Ganz tolle Geschichte Andrea!

Wäre dahingehend nicht auch mal ein Pressetermin fällig?

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PrimulaverisDorotheeKataFux
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Oh nein, die eigentliche Arbeit leisten die Leute vom Eichhörnchen-Notruf, wenn sie Fliegenmaden aus Jungtieren herausoperieren, sich die Nächte mit Füttern um die Ohren schlagen, jederzeit für das Tierheim telefonisch erreichbar sind und selber zu  nichts anderem mehr kommen vor lauter Fundtieren...

Mein Job ist viel leichter und angenehmer und ich mache es ja auch nicht dauernd.

(Außerdem wären nicht alle Nachbarn so glücklich, wenn sie es wüßten, denke ich... es hat sich schon mal jemand beschwert, daß sein Walnußbaum ständig komplett abgeräumt würde von den Eichhörnchen und er selber keine einzige Nuß ab bekäme....)

Wie ich schon mal schrieb, haben Hörnchen nicht die Fangemeinde wie die Igel. Igel sind ja putzig und sie fressen die ganze Nacht nur Schnecken und sonstige "Schädlinge" - das denken die meisten Leute. Hörnchen räubern Nußbäume, brechen Knospen ab, fressen ständig arme Vogelküken oder Vogeleier und eigentlich sind das ja fast alle eh schon "Grauhörnchen" (die mag man noch weniger)....

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Ich hätte gedacht, das Eichhörnchen größere oder genau so große Sympathieträger sind wie Igel, weil sie so flauschig und putzig sind. Man kann sie am Tag sehen und ihre Sprungkünste sind ja schon sehr beeindruckend. Also ich finde sie zumindest niedlich. (Igel mag ich aber übrigens auch).

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Zitat von Kirsten am 23. Juni 2021, 23:10 Uhr

Ich hätte gedacht, das Eichhörnchen größere oder genau so große Sympathieträger sind wie Igel, weil sie so flauschig und putzig sind. Man kann sie am Tag sehen und ihre Sprungkünste sind ja schon sehr beeindruckend. Also ich finde sie zumindest niedlich. (Igel mag ich aber übrigens auch).

Natürlich sind die Hörnchen putzig und niedlich und flink und haben ihre kleine Fangemeinde. Aber das mangelnde Wissen um die Tiere und ihre Bedürfnisse ist leicht erschreckend.

Beim 6. Bio-Balkon-Kongreß war es auch wieder (für mich) zum Haareraufen: als Interviewpartner stand eine wunderbare Berliner Hörnchenretterin zur Verfügung, die hatte keinen Vortrag vorbereitet (dafür haben Leute an der Basis, die rund um die Uhr Tiere abholen, füttern oder ärztlich versorgen, einfach keine Zeit), erzählte aber aus dem Stegreif unheimlich viel zu dem Thema. Man merkte ihr an, daß sie noch hätte Stunden weiterreden können. Sie erklärte auch ganz explizit, daß es Deutschland bislang keine Grauhörnchen gibt, weil die Alpen dazwischen liegen und deswegen zum Glück noch keine zugewandert sind. Das Farbspektrum des heimischen Hörnchens kann von grau über fuchsrot bis hin zu pechschwarz liegen.

Und was passierte, als nach diesem fabelhaften und informativen Interview Kommentare von Usern geschrieben werden konnten...?? Eine Frau (aus Deutschland) meinte, bei ihr im Landkreis XY sprängen aber jede Menge Grauhörnchen herum...

Die Entwicklung im Garten ist ganz wunderbar... Gestern habe ich mich gefreut, weil ich dachte, der Salbei in Teichnähe hätte eine Blüte produziert. Aber die Knospen mitten im Salbei stammen von einer Breitblättrigen Stendelwurz, ein ganz neuer Standort neben der Teichbank... Ich habe die heimische Orchidee bereits seit mehreren Jahren am Totholzhaufen unterhalb der Eidechsenburg.

Ein anderer Standort paßte wohl nicht mehr wegen Trockenheit und Lichtmangel (mitten in der wilden und waldigen Ecke), dort war sie bereits letztes Jahr wieder verschwunden. Die Breitblättrige Stendelwurz braucht einen Pilz, welcher auch Waldbäume versorgt. Frau Aufderheide meinte einmmal, die Stendelwurz ist ein Kompliment an den Naturgärtner... :-)

Um 22 Uhr war ich sehr aufmerksam im Garten unterwegs und da im Forum viel von Junikäfern berichtet worden war, fielen mir Käfer auf, die im Trupp um unsere Baumwipfel herumschwirrten... und ich erinnerte mich an die Flugmanöver einer Fledermaus vom Vorabend, die sich regelrecht in die Baumkronen gestürzt hatte. Das werden dann wohl auch die Junikäfer sein...*freu*

Und später, als es dunkel war, sah ich vereinzelt Glühwürmchen im Garten fliegen... ich war sooo dankbar und froh.... sie orientieren sich teilweise an Strukturen, an meinem "Waldrand" und am Beerenbeet, wo sie entlang flogen. Nun kann ich also vermelden, daß wir nicht nur den Großen Leuchtkäfer, sondern auch den Kleinen Leuchtkäfer im Garten haben.

Svenni schläft neuerdings im oberen Kasten im Kirschbaum, dort guckte er mich um 22 Uhr verschlafen an und fragte sich offenbar, was der Mensch mitten in der Nacht im Garten treibt. Zum Futtern und Ausruhen begibt er sich weiterhin immer wieder in den Käfig. Es ist so schön, daß er schon die ganze Woche den Garten als seinen Lebensmittelpunkt betrachtet. Und wie er manchmal ganz leise durchs Gesträuch tappert... besonders er, der anfangs so laut war und soviel schimpfte... ;-)

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Svenni war heute an den Vogelfutterstellen und hat Sonnenblumenkerne gefuttert und als ich draußen war, sah ich ihn über mir im Kirschbaum klettern. Er war jetzt wirklich eine ganze Woche im Garten, er ist ein Vorzeigehörnchen! Ich rechne damit, daß er im Laufe der kommenden Woche seinen Radius ausdehnen wird und immer seltener zu sehen ist. Von Nils gibt es keine Neuigkeiten, ich hoffe, er hat die Woche überlebt.

Gestern fiel mir auf, daß unser wilder Walnußbaum die allerersten Nüsse trägt! Ich gLaube, es war 2013, da gruben wir ihn bei einer Nachbarin aus deren Garten zwischen Fichtenwurzeln aus und seine Pflahlwurzel brach dabei auch ab. Er war da 1,60 m hoch und hat sich zu einem sehr schönen Baum gemausert.

Die alte Dame ist jetzt verstorben und ihr Haus wurde von den Kindern meistbietend verschachert... als erstes haben die neuen Eigentümer den riesigen Garten völlig platt gemacht... :-(   Ohne zu gucken, was da so wächst, ob etwas vielleicht besser verschont werden sollte, ob es botanische Schätze gibt.... Als die direkte Nachbarin die Neuen darauf ansprach, reagierten sie völlig überzogen und sauer und würdigen die junge Frau nun keines Blickes mehr. Fängt ja gut an...

Bei uns wächst wenigstens der Walnußbaum der alten Dame, den ihr mal ein Hörnchen gepflanzt hatte. Nun schenkt er den aktuellen Hörnchen, die in den Garten kommen, wiederum ein paar Nüsse. So schließt sich der Kreis und die Erinnerung an diese feine Frau bleibt hier lebendig.

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SimbienchenPrimulaverisTillivillaKirstenDorotheeGsaelzbaerKataFuxAmarilleDorfgärtner

Schöne Geschichte, halt ihn in Ehren!

tree12 hat auf diesen Beitrag reagiert.
tree12
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Erinnert mich ein wenig an das berühmte Gedicht mit dem Birnbaum von Theodor Fontane:

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Ich wollt´s  schon hochladen, aber wer mag, kann´s ja auch problemlos Googlen.  Dort ein Birnbaum - bei Dir ein Walnussbaum.  Schöne und wertvolle Erinnerung.

tree12 und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
tree12Dorothee

Heute war ein grauer und kalter Tag, mehr Herbst als Sommer und meine Hörnchen sind wieder häuslicher. Mein Mann sah heute vormittag eindeutig Nils, das hellere Hörnchen, wie er unaufgeregt und leise durch die Bäume im Garten kletterte. Als mein Mann dann doch einmal zu nahe kam, wich das Hörnchen aus... und lief über die Seerosenblätter quer über den Teich. Er war wohl sehr verdutzt, weil das kein fester Untergrund war und er sicher nasse Pfoten bekam... :-)

Am Nachmittag konnte ich auch beide Hörnchen gleichzeitig vom Wohnzimmerfenster aus erspähen, Nils futterte irgendwas am Weinstock und Svenni bevorzugte die Sonnenblumenkerne am Futterspender der Vögel. Wie schön, daß es Nils gut geht und er nicht irgendwo unter die Räder gekommen ist.

Im Käfig hatte sich auch einer am Futter bedient. Die beiden sind echt klasse, wie sie immer so auf leisen Sohlen herumschleichen. Sie wirken so entspannt, sind vorsichtig, aber nicht ängstlich und fühlen sich nach wie im Garten wie in einem großen Gehege, das ihnen Schutz bietet.

Simbienchen, Tillivilla und 7 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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