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Superbeete und andere außergewöhnliche Beetformen

Ich habe mich beim Ausbau meiner Ertragszone für die Nutzung von Tonziegel/ Dachpfannen entschieden.

Nachdem ich im letzten Jahr ganz viele davon horteln konnte, habe ich vor ein paar Tagen angefangen, der Ertragszone mehr Struktur einzuhauchen.

Ich habe mich für Dachpfannen entschieden, weil ich sie als Frau gut händeln und verarbeiten kann. Ich kann sie gut tragen und schichten und brauche keine fremde Hilfe dafür, zumal ich meinen Garten alleine bewirtschafte und selten die Hilfe eines Mannes habe. ( Mein Mann mag keine Gartenarbeit und hilft nur, wenn es Arbeiten gibt, die ich absolut nicht bewerkstelligt bekomme ).

Ich mag die Pfannen im Garten einsetzen, weil ich auch keine festen Strukturen im Garten möchte ( ich weiß ja nicht,wie das Grundstück später mal genutzt wird, nach meinem Ableben) , zumal ich vielleicht auch nochmal selbst andere Ideen bekomme und etwas verändern möchte. Das ist mit den Pfannen jederzeit möglich.

Ton ist ein Material, was hier im Boden in Bayern von Natur aus besteht, somit ist es auch kein fremdes Material, was ich benutze und es ist auf Dauer sogar vergänglich.

Das Microklima, welches durch den Bau von Beeten und Umrandungen aus Dachpfannen entsteht, wirkt sich positiv auf den Wachstum der Pflanzen aus. Zum einen speichern die Tonziegel Wärme, welche sie in der Nacht abgeben und gleichzeitig speichern sie Feuchtigkeit, die ebenfalls wieder an die Umgebung abgegeben wird.

In die Zwischenräume kann man Erde geben und sie zusätzlich mit Sedum zur Südseite bepflanzen. Die Zwischenräume werden von vielen Insekten als Lebensraum genutzt. Asseln und Tausendfüßler kann man dort beobachten. Bei mir sitzen sogar die Vögel und Eidechsen in den leeren Zwischenräumen um zu jagen.

In die Erde gesteckte Biberschwanzpfannen lassen sich gut als Beetumrandungen oder zur Anlegung von Wegen nutzen.

So genutzt, werden alte Dachpfannen wunderbar recycelt und schonen das Portemonnaie, denn sie werden oft bei Ebay-Kleinanzeigen kostenlos angeboten.

Weitere Fotos werden noch folgen...

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Kai, tree12 und Evy haben auf diesen Beitrag reagiert.
Kaitree12Evy
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Das sieht toll aus, Simone.

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen

Das finde ich auch, sehr schön harmonisch und schön anzusehen.

Wir hier in der Gegend  haben kaum mehr historische Ziegel, das ist schade!

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!
Zitat von Robert am 28. August 2019, 12:38 Uhr

Hallo Zusammen,

hat jemand von Euch schon ein Vulkanbeet gebaut und hat hierzu eventuell Tipps oder Bilder?

Danke Gruß Robert

Beim Stöbern bin ich auf die Frage von Robert  gestoßen. Ich selber habe keine Erfahrung damit, habe aber zur Zufall vor ein paar Tagen diese Seite beim NABU gefunden: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/elemente/26033.html. Hier wird es als Kraterbeet bezeichnet. Bei mir würde der Platz im Garten wahrscheinlich nicht reichen. Es sollte mindestens 2m Durchmesser haben.

 

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Zitat von Gartenphilosophin am 30. Januar 2020, 11:57 Uhr

Das finde ich auch, sehr schön harmonisch und schön anzusehen.

Wir hier in der Gegend  haben kaum mehr historische Ziegel, das ist schade!

Dann kommst mal nach Bayern und holst dir welche...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 29. April 2020, 18:12 Uhr
Zitat von Gartenphilosophin am 30. Januar 2020, 11:57 Uhr

Das finde ich auch, sehr schön harmonisch und schön anzusehen.

Wir hier in der Gegend  haben kaum mehr historische Ziegel, das ist schade!

Dann kommst mal nach Bayern und holst dir welche...


Guter Tipp!
Wenn es wieder gut ist, zu reisen, denke ich darüber nach!

LG

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!
Zitat von Dorothee am 29. April 2020, 14:53 Uhr
Zitat von Robert am 28. August 2019, 12:38 Uhr

Hallo Zusammen,

hat jemand von Euch schon ein Vulkanbeet gebaut und hat hierzu eventuell Tipps oder Bilder?

Danke Gruß Robert

Beim Stöbern bin ich auf die Frage von Robert  gestoßen. Ich selber habe keine Erfahrung damit, habe aber zur Zufall vor ein paar Tagen diese Seite beim NABU gefunden: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/elemente/26033.html. Hier wird es als Kraterbeet bezeichnet. Bei mir würde der Platz im Garten wahrscheinlich nicht reichen. Es sollte mindestens 2m Durchmesser haben.

 

Ein Vulkan ist ein Kegelbeet. Ein Krater geht in die Tiefe. *Duck+weg*

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Unsere neuen Kistenbeete...

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Tillivilla und Stefanie haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaStefanie

Auch eine schöne Idee...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Wenn Besucher in unseren Garten kommen, fallen zwei Beete der Ertragszone besonders auf: die Kräuterschnecke und die Erdbeer-Pyramide.

Die Kräuterschnecke war mein erstes Projekt hier im Hortus (siehe Profilbild, 2017 begonnen) und hat mich viele Monate zur Fertigstellung gekostet. Sie hat einen Durchmesser von 2m und eine Höhe von 80-100cm. Gebaut wurde sie aus alten unregelmäßigen Granitpflastersteinen auf einem 20cm tiefen Fundament aus Splitt und alten Backsteinen, die unsichtbar unter der Erdoberfläche und im Inneren verbaut wurden. Es hat sich herausgestellt, dass Form und Größe der Granitsteine nicht unbedingt für das Projekt geeignet sind. Ist ne ziemlich wackelige Angelegenheit und würde ich nicht weiterempfehlen. Die Schnecke hat ein ca. 60cm tiefes Wasserloch, das nach Süden ausgerichtet ist, und windet sich entgegen des Uhrzeigersinns nach oben. Dabei wird das Substrat von unten, wo es humos ist, nach oben hin immer sandiger, magerer und kalkhaltiger. Ganz im Inneren ist auch Bauschutt eingefüllt, damit die Mitte schön trocken bleibt. Für das Wasserloch wurde Teichfolie verlegt. Das war der schwierigste Teil, hätte ich ohne Hilfe nie hinbekommen. Hinter dem Mauerteil direkt über dem Wasser ist ein Vlies versteckt, das verhindern soll, dass Substrat durch die Fugen ins Wasser rieselt. Tatsächlich hat es auch verhindert, dass der Frost im Winter diesen Teil der Mauer zerstört. Die Steine selbst wurden im Stil einer Trockenmauer leicht nach innen geneigt aufeinander geschichtet. Kreuzfugen ließen sich bei der Steinform und -größe nicht vermeiden. Über den ersten Winter (2018-19) habe ich die Schnecke noch nicht bepflanzt, damit sich das Substrat erst einmal setzen konnte. Dabei sind durch den Frost auf der Rückseite der Schnecke ein paar Steine rausgepurzelt. Daher haben wir sie im zweiten Winter mit Brettern und Spanngurten gesichert. Vielleicht hält sie sich irgendwann auch mal allein, wenn die Pflanzen sie gut genug durchwurzelt haben.

Nun zur Bepflanzung. Es sollten nur Kräuter in die Schnecke, die mehrjährig und winterhart sind. Von unten nach oben wohnen jetzt folgende Pflanzen dort:

  • Seekanne im Wasser, damit niemand ertrinkt (zusätzlich ist auch ein „Rettungsboot" und ein Holz zum Rausklettern da)
  • Großblütige Bergminze
  • zwei Sorten Schnittlauch
  • Pimpinelle
  • Mutterkraut
  • Herzgespann
  • eine unbekannte Sorte Minze
  • Weinraute
  • Bergbohnenkraut
  • Quendel
  • Kaskadenthymian
  • Ysop
  • Rosmarin
  • zusätzlich sind noch Wildtulpen dazwischen versteckt :)

Klassiker wie Salbei, Lavendel, Zitronenmelisse, Beifuß, Johanniskraut, Baldrian und Oregano wachsen schon an anderen Stellen im Hortus.

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