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invasive Neophyten

Colakraut - Artemisia camphorata  - ist auch bekannt unter dem Namen Eberraute. Ich hatte es mal in der Kräuterspirale. Fand Verwendung in Salaten, Tees, Quark. Sie trieb im nächsten Jahr wieder aus und war dann galle-bitter..... ist ja eigentlich gesund....... aber war dann doch nicht mehr so meins..... hat also andern Kräutern Platz gemacht.

Willst du wertvolle Dinge sehen, so brauchst du nur dorthin zu blicken, wohin die Menge nicht sieht. (Laotse)

So, Cotoneaster ist weg, dafür jetzt dort umgepflanzter Kaukasus-Gamander und Edeldisteln. Zwei, drei Meter weiter kommt nun der hier heimische Cotoneaster integerrimus. Der hat laut Trachtfliessband.de einen sehr guten Nektarwert (4) und einen guten Pollenwert (3).

Trotzdem hatte ich ein bißchen Mitleid mit dem anderen Cotoneaster...

Simbienchen, tree12 und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12PrimulaverisDorotheeGsaelzbaer
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Cola- und Currykraut hab ich letzte Woche aus dem Kräutergarten entsorgt. Nach 4 Jahren waren das keine schönen Büsche mehr, geblüht hat noch nie einer von beiden, für Insekten waren beide auch wenig interessant und in der Küche konnte ich nie eine bereichernde Verwendung finden. Ich werd jetzt erstmal abwarten bis schöneres Wetter ist, dann das "Hochbeet" neu auffüllen, die Eibe schneiden und die Geranium ausputzen und den Coto´ abschneiden und warten was mir so über den Weg läuft. Danke für Eure Vorschläge, die sind jetzt in meinem Kopf....der Weg ist das Ziel

Könnte sein ich hab sogar den heimischen Cotoneaster, der wächst seit fast 30 Jahren, ohne Beachtung, hinterm Haus. Müsst ich glatt mal schauen .

Dorothee hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dorothee
Viele Gärtner haben eine Meise

Was ich beim Currykraut so cool finde, ist der würzige Duft. Es ist auch ziemlich winterhart, wenn es schön durchlässig steht. Und die Blüten sind für die Insekten sehr anziehend.

Kann ich nur zustimmen, was Andrea zum Currykraut sagte

Ich habe es auch im Garten und gerade noch ein paar Fotos vom letzten Jahr gefunden. (Leider sind sie etwas verpixelt)

Die Insekten mögen das Currykraut...

 

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Kai, tree12 und 4 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 19. März 2021, 18:20 Uhr

Was ich beim Currykraut so cool finde, ist der würzige Duft. Es ist auch ziemlich winterhart, wenn es schön durchlässig steht. Und die Blüten sind für die Insekten sehr anziehend.

Kann ich nur zustimmen, was Andrea zum Currykraut sagte

Ich habe es auch im Garten und gerade noch ein paar Fotos vom letzten Jahr gefunden. (Leider sind sie etwas verpixelt)

Die Insekten mögen das Currykraut...

 

so hat meiner noch nie ausgesehen, geschweige denn geblüht. Deiner gefällt mir gut :-)

Simbienchen hat auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchen
Viele Gärtner haben eine Meise
Zitat von Dorothee am 19. März 2021, 6:22 Uhr

Mit der Katzenminze habe ich auch nie so richtig Glück, auch wenn sie sich gut versamt, ist sie eher kümmerlich.

Ich habe mir letztes Jahr auch einen hängenden Rosmarien gekauft. Ich gLaube, der ist noch frostempfindlicher als der aufrechte.

Ich habe einen hängenden Rosmarin in der Kräuterschnecke, aber er wächst aufrecht und hat die -20°C bei uns gut überstanden. Ist jetzt noch nicht ganz 2 Jahre alt. ?

Dorothee und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeGsaelzbaer

Anbei habe ich ein 25-minütiges Radiofeature vom DLF Kultur, das sich mit Neophyten in Deutschland befaßt. Erst war ich ganz angetan, daß es das überhaupt gibt, finde den Beitrag aber insgesamt durchwachsen. Ich weiß nicht, ob es meine eigene Haltung zu dem Thema ist, aber ich habe das Gefühl, daß der Beitrag sich eher auf die Seite der Neophyten-Relativierer stellt. Nicht zuletzt durch den Larifari-Schluß. Außerdem nimmt die Frage der Insektenabhängigkeit gerade mal vlt. 2 Minuten ganz am Ende ein.
Bedenkenswert finde ich allerdings, daß unter den "Relativierern" u.a. der namhafte Botaniker Dietmar Brandes ist, und auch jemand vom NABU...

Krass finde ich, wie verhärtet die Fronten erscheinen: seitens der "Relativierer" wird die Rassismus-Keule ausgepackt, von den "Mahnern" der Corona-Leugner-und-Impfgegner–Vergleich. Das ist dann natürlich keine konstruktive Debatte, und wenn man dem Feature einen Vorwurf machen kann, dann hauptsächlich, daß die Autorin die beiden Positionen nicht ausreichend miteinander ins Gespräch gebracht hat.

Naja, bevor mein Beitrag auch 25 Minuten Lesezeit braucht... ;-)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/pflanzen-aus-anderen-regionen-wie-neophyten-unsere-flora.976.de.html?dram:article_id=502743

Dorothee und Zooni haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeZooni
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Liebe Leute, heute wende ich mich mit einer Gewissensfrage an euch. Eine unserer gaaanz wenigen exotischen Pflanzen (ich gLaube sogar die einzige, die keine Ertragspflanze ist :? ) ist der Wilde Wein. Vor einiger Zeit bin ich ziemlich erschrocken, als ich mitbekommen habe, dass er in der Facebookgruppe zum Teil als nicht hortustauglich weil invasiver Neophyt gilt. :shock: Bei schneller Recherche gLaubte ich dann aber herausgefunden zu haben, dass das nicht für meine Art (Parthenocissus quinquefolia) gilt, und war wieder etwas erleichtert.

Nun bilde ich mir aber seit einiger Zeit ein, dem Wilden Wein (bloß welcher Art?) doch des öfteren in der freien Natur zu begegnen, und das lässt mir keine Ruhe. Einerseits würde ich ihn ungern meucheln, weil er ganz wunderbar an den Zaun passt (darum habe ich ihn ja nach reiflicher Überlegung seinerzeit dorthin gesetzt, obwohl nicht heimisch), und mit der Herbstfärbung hält nicht viel mit. Aber ob ich mit einem invasiven Neophyten im Hortus auf Dauer glücklich werden könnte, wage ich zu bezweifeln. :-(

Weiß hier vielleicht jemand Näheres dazu?

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Lena hat auf diesen Beitrag reagiert.
Lena

Waaas? Wilder Wein soll invasiv sein?? Das hab ich, ehrlich gesagt, noch nie gelesen oder gehört. Er wird doch ganz oft (unter anderem auch von Reinhard Witt) als Fassadenbegrünung empfohlen.

Ich kann jetzt nur von meinen eigenen Beobachtungen ausgehen und nichts wissenschaftlich Fundiertes beitragen. Wir haben jedenfalls seit bestimmt 35 Jahren (oder auch länger) wilden Wein am Haus bzw. der Scheune wachsen und auch meine Eltern hatten ihn an die 30 Jahre am Haus. Ich konnte noch nie feststellen, dass er sich irgendwie versamt oder über Wurzelausläufer verbreitet hätte. Wir haben einmal wahrscheinlich dieselbe Sorte wie du und dann noch eine andere und beide bleiben brav auf ihrem Platz. Auch in der freien Natur ist er mir zumindest noch nicht begegnet.

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer

Also die invasive Art heißt offenbar Parthenocissus inserta. Hier habe ich Näheres dazu gefunden:

https://umweltberatung-luzern.ch/themen/natur-garten/pflanzen-pilze/neophyten-exotische-problempflanzen/gewohnliche

Beschwichtigt hat mich nun der Satz:

"Die Gewöhnlich Jungfernrebe wird gerne mit Fünffingrigen Jungfernrebe (Parthenocissus quinquefolia) verwechselt."

Das interpretiere ich im Kontext zum einen so, dass P. quinquefolia harmlos ist, und zum anderen, dass das, was mir "draußen" begegnet, P. inserta ist.

Ich finde es schon etwas beklemmend - wir haben hier in der Stadt ein Stück sehr urig und verwildert wirkenden Auwald, und dort klettert Wilder Wein (wie auch die heimische Waldrebe) in den Baumriesen bis schwindelerregende Höhen...

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