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invasive Neophyten

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Hier ein Link zu einem Handbuch von Naturgarten e.V.

Handbuch invasiver Neophyten

 

Dieser Planet hat das Potenzial ein Paradies zu sein!

Ich mache gerade im Garten meine Erfahrungen mit Winterportulak / Tellerkraut. Ich habe ihn aussamen lassen, das ist als fauler Gärtner super weil ich so arbeitsfrei im Frühjahr Unmengen Salat bekomme. Der kommt aber jetzt dummerweise im Rasen, in den Blumenbeeten überall. Das war nicht mutig, sondern übermütig. Er ist zwar leicht zu jäten aber seeeeeeeeeeeeehhhhhhhhr zahlreich. Das mache ich so kein zweites Mal :-( - potentiell invasiv ist keine Übertreibung.

Und kanadische Goldrute und indisches Springkraut sind eine Plage entlang der Bahngleise auf meinem Weg zur Arbeit, die wachsen da hektarweise und haben ab dem Hochsommer alles andere überwuchert. Und der Sachalinknöterich ist auf besten Weg, den anderen beiden Gesellschaft zu leisten. Der überwuchert schon ab April alles andere. Ich befürchte fast, dass der letztes Jahr ausgesamt hat, eigentlich vermehrt der sich nur vegetativ mit menschlicher Hilfe. Aber jetzt kommt der speziell am klimatisch begünstigten Bodensee überall. Springkraut kann man wenigstens ausreißen, bei metertiefen Rizomen vom Knöterich lacht der selbst über Glyphosat auf den Blättern.

Ich kann hier in der Region besonders gut Kanadische Goldrute und Gartenlupinen beim Wuchern beobachten. Fürchterlich.

Seidenpflanze habe ich im Garten und ich dachte, ich hätte alles ausgegraben und immer wieder ging welche rundherum aus verbliebenen Wurzelstücken auf. Ich hoffe, die kommt nach dem Regen jetzt (ENDLICH REGEN!) nicht wieder zum Vorschein. Hoffentlich ist sie jetzt endgültig hinüber. Ich hab sie vor zwei Jahren ausgegraben.

Flieder habe ich nur noch den Gemeinen Flieder als Anpflanzung der Gemeinde an der Grundstücksgrenze. Der darf sich bei mir nicht aussamen.

Robinie ist bei uns im Ort teilweise schon nervig. Vor allem, weil sie nahe am Friedhof stehen und ich neben Ahorn auch immer Robinien auf dem Grab finde. *augenroll* Schneebeere wuchert am Spielplatz im Dorf.

 

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Winterportulak finde ich harmlos. Völlig kontrollierbar. Ob er im Rasen kommen würde, weiß ich nicht. Ich habe keinen Rasen und will keinen, weil das eine unökologische Monokultur ist.

Goldrute zeigt sich hier zwar, aber weniger invasiv. Eine Pflanze hab ich auch im Garten, die darf auch bleiben, wird aber rechtzeitig vor der Samenreife abgeschnitten.

Springkraut hat sich am Fluss ausgebreitet, ebenso der Knöterich, aber beide stagnieren seit Jahren, sind nicht so invasiv, wie befürchtet. Und Topinambur, eigentlich auch als invasiv geltend, war vor einigen Jahrzehnten am Fluss vertreten, ist dort aber verschwunden, und die Topis, die mein Vater vor Jahren am Bahndamm gepflanzt hat kümmern auch seit Jahren.

In meinem Garten will ich den Ranunkelstrauch loswerden und den Pfeifenstrauch, mit denen habe ich Probleme, dazu diesen widerlichen rotblättrigen Sauerklee.

Giersch, Ackerwinde, Brennnesseln und Ackerschachtelhalm nerven zwar auch, gehören aber nicht zu den invasiven Neophyten...

 

Zitat von Martin am 26. April 2019, 21:31 Uhr

Giersch, Ackerwinde, Brennnesseln und Ackerschachtelhalm nerven zwar auch, gehören aber nicht zu den invasiven Neophyten...

 

Können sie ja nicht. Sind ja keine Neophyten. Eher "Unkraut".

Mich nervt zum Beispiel Ahorn ziemlich.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Die Goldrute finde ich auch OK. Wir haben Sie in einem Bereich, wo sie sich ihren Weg langsam aus dem Beet raus in die offene Fläche sucht. Wucherung hält sich in Grenzen. Unsere Honig- und Wildbienen sind oft auf der Goldrute. Deshalb darf sie auch bleiben...

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Rund um Nürnberg. Bei Lauf zum Beispiel in Industriegebieten wächst die Kanadische Goldrute jetzt dort, wo man früher eher Mohn und dergleichen auf Baugrundstücken etc., die (noch) nicht vergeben sind. Dort bilden sie durchaus fast schon die gesamte Vegetation über die gesamte Fläche, wenn das Grundstück über Jahre nicht genutzt wird - und verwildert von dort natürlich auch noch weiter.

Wie invasiv sich eine Pflanze verhält, muss man also auch immer regional durch Beobachtung beurteilen. Nur weil eine Pflanze, welche als invasiver Neophyt auf dieser Liste geführt wird, in der eigenen Region (noch) kein Problem darstellt, darf man diese Thematik nicht zu sehr verharmlosen.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Die Goldrute gibt es auch als einheimische und "ungefährliche" Version (Solidago virgaurea), ich würde die kanadische durch die heimische ersetzen. Die Insekten haben weiter die gewohnte Nahrung und man hat eine potentielle Gefahr beseitigt.

Bei mir hat sich die Silber-Goldnessel (Galeobdolon argentatum) eingenistet. Invasiv ist fast schon untertrieben . Innerhalb von zwei Jahren hat sie einen Großteil des West-Hangs in Besitz genommen und nun breitet sie sich an der Nordseite des Hauses aus. Die Bedingungen könnten nicht unterschiedlicher sein, stört das "Mistkraut" aber garnicht. Ich bin echt froh, dass dieses Jahr noch der Bagger kommt, der u.a. genau diese Flächen bearbeiten wird. Dann hab ich ein relativ sauberes Areal und kann Restbestände frühzeitig bekämpfen. Da die Pflanze gut von Insekten angeflogen wird, hab ich als "Ersatz" heimische Nesselarten eingeplant.

Danke für den Hinweis, habe gerade 10 Stück der echten Goldrute online bestellt und werde die ersten austauschen. Berichte dann über meine Erfahrugen.

Klein aber fein (?)

Die echte Goldrute ist angekommen.

 

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