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Wassermanagement in der Ertragszone

Zitat von Malefiz am 25. September 2019, 4:01 Uhr

Schönes Projekt und dein Fass wirkt dicht, meine beiden Fässer wurden farblich verschandelt und haben seit Jahren keinen flüssigen Inhalt mehr gesehen, ich müsste sie wohl erstmal ein Jahr irgendwo versenken, das sie Feuchtigkeit aufnehmen um wieder dicht zu werden

Was machst Du dann derzeit mit den Fässern?

Zitat von Robert am 23. September 2019, 15:24 Uhr

@kais also ich habe ja 6 von den IBC 1000 Liter Tanks im Garten.

Zuerst habe ich das über so ein Auffangsystem gemacht, das kannst aber total vergessen, da läuft gefühlt vielleicht 1/5 des Wassers in den Tank, der Rest geht die Regenrinne runter. Hier hab ich inzwischen auch einfach einen 45 Grad Rohrstutzen ins Fass eingelassen und kann dann bei Regen die Klappe aufmachen und es läuft ins Fass. Als Ablauf dient noch das Auffangsystem.

Jetzt hab ich das so gelöst. Ableitrohr direkt an die Regenrinne und als Ablauf nen Gardenaschlauch. Funktioniert hervorragend.

Hier mal noch der Link zu meiner Seite, da siehst noch mehr Bilder

22. August 2019 – Die letzten IBC in neuem Gewand

Gruß Robert

 

 

@polarwelt, hallo Robert, weißt Du noch den Hersteller von dem Wasserfänger? Es sieht ja fast so aus, dass Du einen Wasserfänger und keinen Wasserdieb verwendet hast. Ursprünglich, bevor dann das Rohr kam, meine ich.

Bei mir stellt sich eine zusätzliche Herausforderung, ich habe eine in Deutschland nicht genormte Fallleitung. Quadratisch, 80x80 mm, verzinkt. Da scheint es auf dem deutschen Markt keinen passenden Fänger zu geben. Ich habe nur einen Hersteller in Deutschland gefunden, der Fänger für Rechteckrohre herstellt, allerdings nur bis 90x65 (D.h. Der Fänger presst sich nur zu ca. 60% von innen an die Wandungen, d.h. ich müsste wohl Deine 20% noch mal 0,6 nehmen). Habe sogar schon länger mit der Entwicklungsabteilung von Garantia (So heißt der Hersteller) telefoniert.

Also zweiter Schritt des Kleinprojekts derzeit etwas ausgebremst...

ich denke, in einer Galvanik Werkstatt kann man sich sowas von

Quadratisch, 80x80 mm,

auf Rund, regulär, normales Rohr, ein Verbindungsstück bauen lassen, oder du versuchst es selbst aus Holz. Hält zwar nicht ewig, aber zumindest hätte man dann eine Verbindung

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
Zitat von Malefiz am 28. September 2019, 9:00 Uhr

ich denke, in einer Galvanik Werkstatt kann man sich sowas von

Quadratisch, 80x80 mm,

auf Rund, regulär, normales Rohr, ein Verbindungsstück bauen lassen, oder du versuchst es selbst aus Holz. Hält zwar nicht ewig, aber zumindest hätte man dann eine Verbindung

Ich denke, Du meinst eine Regenwasserklappe...da gibt es schon etwas, auf die wollen wir aber erstmal versuchen zu verzichten und mit einem Regenfänger arbeiten.

Regenfänger, kleine Schwengelpumpe sind bestellt. Merle und ich haben heute das Fass positioniert. Wir werden noch drei Quadratlatten unter das Fass legen, damit die Luft unter dem Fass zirkulieren kann. Gepflanzt haben wir trotzdem schon 2xScharlachroter Feld-Thymian 'Coccineus', 1 x Teppich Schleierkraut, 1 x Weißblühender Günsel 'Alba' und ein paar Wurze (die mir eine entfernte Nachbarin aus eigener Zucht überlassen hat).

Unsere Regenwasserkalkulation (790Liter regnet es bei uns im Jahr pro m2). Die Tonne hat ein Einzugsbereich von abgerundet 30 m2. Macht 23700 Liter. Wir runden auf 20000 ab. Nach Robert fängt der Regenfänger (gefühlt) nur 20% ab. Das sind dann 4.000 Liter. Da unser Regenfänger eine Wandung nicht ganz abdeckt, ziehen wir nochmal 500 Liter ab. 3.500 Liter stünden uns damit zur Verfügung (Wenn Regen und Gießzyklus passen)... Immerhin...

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@kais Sieht super toll aus, das Weinfass als Regentonne.

Wie löst du den Ablauf? Es wird ja immer ein Rest Wasser unten im Fass stehen bleiben. Im Winter lasse ich immer meine IBC- Container ab, weil ich Angst vor Frostschäden habe. Oder entnehmt ihr das Wasser zum Gießen dann nur von oben?

Auf Dauer strebe ich auch noch eine Plastikfreie Wassersammelstelle anzulegen. Ich finde, da sind die Weinfässer eine tolle Alternative

Es gibt ja auch schon sehr schöne aufbereitete Weinfässer zu kaufen, sind aber leider oft vergriffen...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 29. September 2019, 8:03 Uhr

@kais Sieht super toll aus, das Weinfass als Regentonne.

Wie löst du den Ablauf? Es wird ja immer ein Rest Wasser unten im Fass stehen bleiben. Im Winter lasse ich immer meine IBC- Container ab, weil ich Angst vor Frostschäden habe. Oder entnehmt ihr das Wasser zum Gießen dann nur von oben?

Auf Dauer strebe ich auch noch eine Plastikfreie Wassersammelstelle anzulegen. Ich finde, da sind die Weinfässer eine tolle Alternative

Es gibt ja auch schon sehr schöne aufbereitete Weinfässer zu kaufen, sind aber leider oft vergriffen...

Hallo Simbienchen, wir haben uns zur Wasserentnahme eine kleine Schwengelpumpe bestellt, die ich oben am Deckel anbringe. D.h. Unsere Wasserentnahme wird somit von oben erfolgen. Der Plan für die Frosttage ist folgender: Am Regenfänger ist ein Drehschalter, an dem die Wasserzufuhr aus der Fallleitung abgestellt werden kann. Zudem würden wir darauf achten, dass dass Fass nicht komplett gefüllt ist. Wenn es einen Restbestand hat, ist das mit dem Frost kein Problem, sollte es komplett gefüllt sein, ist mehrtägiger Frost schon ein Gefahrenpotential. Bei Frost dehnt sich das Wasser um ca. 10% aus. Also bei 1/3 Füllung überhaupt kein Thema, da der Deckel oben ja auch nich ganz Luftdicht ist.

Die Langlebigkeit des Fasses ist für mich noch ein spannenden Thema. Da habe ich keine Ahnung, wie lange das Fass hält. Deshalb auch die Überlegung mit der Zirkulation unter dem Fass. Das Holz ist aus Eiche. Zudem überlegen wir noch, das Fass von außen mit einer Bio-Lasur zu streichen. Es gibt ja auch ganz tolle Behältnisse in ähnlicher Größenordnung schon mit Hahnanschluss und Begrünungsmöglichkeiten. Die sind aber alle aus Kunststoff und Kunststoff kommt für mich nicht in Frage.

Ich habe auch gesehen, dass schon komplett fertige Weinfässer als Sammelstelle angeboten werden. Die sind aber relativ teuer. Wenn man ein bisschen Spaß am Basteln hat...Unser Fass war recht günstig, dafür muss ich natürlich noch am Deckel arbeiten und Dengelpumpe anschließen. (Die gibt es aber bei fertigen Fässern nur ganz selten, die Arbeiten oft mit Wasserhähnen).

Ich fände super, wenn Du Dich für Holz entscheidest. So ein Fass sieht auch fast überall super aus.

Ich habe noch ein zweites erstanden, da überlegen wir noch, was wir damit machen. Hier hatte ja @danielagassner eine tolle Variante in ihrem Hortus.

ich hab zwei Tonnen, die werden wohl nie mehr Wasser halten, die sind zu lange ohne gewesen

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Weinfass als kleine Regentonne im Hortus Megabombus - Teil 3 - Einbau des Regenfängers

Vorab - wir haben es nicht vergessen: Wir legen schnell kleine Quadrathölzer unter das Fass, so dass die Luft noch ein wenig zirkulieren kann. Dann geht es los. Es werden nur wenige Teile benötigt. Schnell geht das Loch durch das verzinkte Quadratrohr. Etwas länger dauert die Bohrung durch das Eichenholz. Anschlüsse dran. Merle und ich testen dann den Fänger. Wir imitieren Regen mit dem Gartenschlauch, nässen die entsprechende Dachhälfte und sind wirklich über den Strahl zufrieden! Unsere Rechnung scheint aufzugehen.

Nun müssen wir im nächsten Schritt mal an den Deckel und die Schwngelpunpe gehen.. Mal sehen, wann wir dazu kommen...

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Weinfass als kleine Regentonne im Hortus Megabombus - Teil 4 - Einbau der Schwengelpumpe und Inbetriebnahme

Heute dann der letzte Schritt. Ihr seht hier die Pumpe, das Rohr (l=1,20m) und den Handgriff. Die letzten Teile, die einzubauen sind. Doch zunächst verstärke ich den Deckel. Dies mache ich mit dünnen Nadelholzbrettern. Anschließend bohre ich das Loch für die Schwengelpumpenleitung (40mm).

Rohr in Pumpe eingeschraubt und beides dann eingeführt. Die Pumpe wird noch am Deckel festgeschraubt ebenso wie der Eichenholzgriff.

Die Pumpe wird angefeuchtet und dann Wasser marsch! Ging schon, da sich in der letzten Woche über 50l angesammelt hatten.

Das Projekt ist beendet!

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