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Wassermanagement in der Ertragszone

Man hört es wieder in den Medien...in einigen Orten wurde der Wassernotstand ausgerufen und die Bevölkerung wird aufgefordert, kein Trinkwasser für die Gartenbewässerung zu benutzen. Trinkwasser wird mehr und mehr zu einem wertvollen Gut, mit dem man sparsam umgehen muss.

Wir haben letztes Jahr angefangen unser Regenwassermanagement weiter auszubauen. Zwei IBC- Container und zwei Regentonnen sichern für uns über 2000 l Regenwasser und wir haben noch weitere Pläne...

Mulchwürste helfen deutlich gegen die Austrocknung des Bodens und auch im Haushalt kann "Abwasser" gesammelt werden, was im Garten verwendet werden kann...

So habe ich z. B. immer einen Eimer in der Küche stehen, worin ich Wasser sammle, welches normalerweise in den Abfluss fliesst. Wasser womit ich Obst und Gemüse aus dem Garten abwasche oder Nudelwasser, wandert in den Garten.

Punktuelles Gießen hilft sparen.

Wie handhabt ihr es in euren Gärten? Welche Ideen habt ihr, um Wasser zu sparen, zu sammeln und das Trinkwasserreservoir zu schonen.

Lasst uns an euren Ideen teilhaben...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ich fahre echt gut mit Schafwolle. Meine Regentonnen sind leider schon wieder überschaubar, was den Inhalt angeht. Das Wasch- und Nudelwasser sammle ich in der Tat auch schon wieder.

Außerdem gieße ich mit dem Wasser aus dem Planschbecken der Kinder, wenn es nicht mehr so schön ist. Dafür nehmen wir nämlich Leitungswasser und das ist dann ja eh schon im Garten. Ich bin auch ehrlich: Ich gieße mit dem Schlauch, wenn der eh schon wegen dem Planschbecken im Betrieb ist.

Ich habe Regenwasserkapazitäten in diversen Fässern mit zusammen etwa 2400 Litern. Das Brunnenwasser habe ich bisher nicht angetastet, weil ich das eigentlich fürs Haus geplant habe. Nur... derzeit wohnt in meinem Elternhaus niemand. Bei der letzten Brunnenuntersuchung hatte der Brunnen eine Schüttung von 300 Liter pro Stunde. Bei einer intensiven Bewässerung der Ertragszone ist das nichts. Meine Pumpe schafft das in zehn Minuten...

Jetzt hat sich wieder für nächsten Mittwoch jemand vom Grundwasserüberwachungsprogramm des Landes Baden-Württemberg angekündigt und gemeint, ich soll doch bis dahin täglich 50 Liter rauslassen, damit bei seiner Überprüfung der Austausch des kompletten Brunneninhalts nicht so lang dauert.

Ich warte jetzt mal ab, wieviel Grundwasser diesmal stündlich nachläuft und werde dann zukünftig meine Fässer bei Regenwasserknappheit etappenweise mit Brunnenwasser auffüllen. Ich muss nur aufpassen, daß die Pumpe im Keller nicht trockenläuft, deshalb die Fässer als Zwischenstation. Aber wenn ich sicherheitshalber pro Stunde 100 bis 150 Liter raushole, dürfte nichts passieren. Direkt auf die Pflanzen im Garten will ich das Grundwasser nicht loslassen, das ist etwas zu kalt.

Momentan sind meine Regenwasserreserven aber noch bei 1200 Litern. Sollte sich die Grundwasserschüttung von 300 Liter pro Stunde diesmal bestätigen, habe ich keine Probleme mehr. Ich muss nur dosiert entnehmen....

Ich habe eine Zisterne mit 6800 Litern, da hängt aber noch die Klospülung dran. Selbst die Menge ist knapp bemessen, weil meine Ertragszone recht groß ist und die Beerensträucher sehr dicht gepflanzt sind. Da kann die Konkurrenz im Wurzelraum nur mit zusätzlichen Wassergaben funktionieren.

Bei uns ist das Leitungswasser extrem kalkhaltig, das macht im WC Urinstein ohne Ende und im Garten kommen die meisten Pflanzen auch nicht damit klar. Ich würde die Zisterne heute größer machen, die ging uns dieses Jahr schon einmal komplett leer (für einen Tag) und letztes Jahr für Wochen.

Ich bin auch der Meinung, dass man sich für die Zukunft gar nicht genug vorsorgen kann, Regenwasser aufzufangen und Trinkwasser einsparen. Wir wollen auch  unsere alte Sickergrube aktivieren und als Regenwasserzisterne fùr den Garten umfunktionieren.

Einen Brunnen zu haben, ist natürlich auch eine Luxusquelle. Das wäre auch noch auf Dauer eine Überlegung wert. Ich muss mich mal erkundigen, wie das hier in Bayern gehandhabt wird...und wie das mit der Qualität des Grundwassers ist. Bin hier von konventioneller Landwirtschaft umgeben. Es wird gedüngt und gespritzt...

Markus Idee mit dem Kompost- Klo finde ich auch eine super Idee um Wasser zu sparen. Wenn man mal ausrechnet, wieviel  Liter man täglich die Spülung herunterspült. Mit jedem Spülgang um die 10 Liter....

Ich weiß nur nicht, wie man das in Häusern mit bestehenden Toiletten umsetzen soll. Aber für den Garten , als Garten- Klo finde ich das wirklich super...

In einer Fernsehsendung hatte ich gesehen, wie jemand eine Art Sonnensegel seiner Sitzecke so gespannt hatte, dass das Regenwasser in einer Tonne gesammelt werden konnte. Man muss nur die richtigen Ideen haben...

Bis dahin gezielt und dosiert gießen und den Boden in der Ertragszone gut mulchen, damit nicht so viel verdunstet...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

In der Regel bekommt man vielerorts gar keine Brunnenbohrgenehmigung mehr.

Wir haben dank einem Regenschauer am Wochenende wieder ordentlich Regenwasser auffangen können. Ich bin auch recht froh, eine Bepflanzung zu haben, die nicht besonders durstig ist.

Für mich beginnt Wassermanagement ehrlich gesagt schon bei der Gartenplanung.

Mulchen, Wasserspeicher in der Erde, Regentonnen usw. sind da auch ein Teil davon.

Mulchwürste drehe ich auch und momentan habe ich drei Wassertonnen, zusammen ca. 600l. Nächstes Jahr - wenn hier wieder etwas Ruhe eingekehrt ist - planen wir eine Betonzisterne mit Pi mal Auge um die 4000 Liter. Das müsste für die WC-Spülung und den Garten gut reichen, da meine Ertragszonen überschaubar ist und der Rest des Gartens größtenteils aus Hecken und Magerzonen bestehen wird. Zusätzlich plane ich noch kleine Schrägdächer um zwei kleine Teiche mit Regenwasser zu speisen. Im Haushalt sammel ich auch Nudelwasser & Co. sowie das Wasser, dass durch den Überlauf unserer Heizung anfällt (das ist aber nur sehr wenig).

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