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Pufferzone in Kübeln

Ich habe jetzt vier verschiedene Weidearten in Kübeln vor dem Haus. Gestern ist noch eine kleine Krüppelhaselnuss dazu gekommen. Sieht gut aus und spendet im Frühjahr viel zusätzliche Nahrung für unsere Insekten.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Wenn alles klappt, bekomme ich demnächst zwei gebrauchte Barriquefässer, die ich mir zu großen Pflanzgefäßen für den Balkon umbauen möchte (Drainagelöcher bohren, mit Teichfolie auskleiden, wetterfest streichen). Nur weiß ich noch nicht, was ich reinpflanzen möchte! Der Balkon ist annähernd südseitig und wird sehr heiß, allerdings gibt es links und rechts Sichtschutzwände - wenn ich die Fässer dort in die Ecken stelle, hätten sie also jeweils nur einen halben Tag pralle Sonne (eines vormittags, eines nachmittags).

Eine Möglichkeit wären Kletterpflanzen an einem Spalier, wobei ich mir da noch nicht sicher bin, welche sich an dem Standort auf Dauer wohlfühlen würden. Geißblatt und Clematis vitalba wären eine Überlegung, aber die wuchern vielleicht allzu sehr ... und laut meinen Internetrecherchen sind die auch nur sehr bedingt für den Standort geeignet ... ich habe aber Beispiele gesehen, wo Weinreben in solche Fässer gepflanzt wurden, da sah natürlich besonders schön und stimmig aus.

Eine andere Idee wären typische Pufferzonensträucher. So ein Fass hat ja 225 Liter, da müsste das eigentlich auch auf längere Sicht ohne Umtopfen klappen. Weiden haben wir nicht im Garten, also wäre evtl. der Balkon eine Option... allerdings bin ich auch aufgrund meiner Allergie skeptisch. Außerdem möchte ich eigentlich nicht übermäßig viel gießen, und die brauchen es doch feucht.

Noch hoffe ich auf die ultimative Erleuchtung - wenn jemand eine gute Idee hat, bitte nur her damit! :-)

 

Also , als Pufferzone - Sträucher fùr deine Fässer könnte ich mir fùr einen sonnigen Standort, Sanddorn vorstellen. Die mögen sandige, trockene und sonnige Plätze. Du brauchst aber dann weibliche und männliche, wenn du Früchte haben möchtest. Mittlerweile gibt es aber schon Züchtungen, wo männliche und weibliche Blüten zugegen sind. Die silbrigen Blätter des Sanddorns sind auch sehr hübsch anzusehen...der verträgt auch gut einen Rückschnitt, wenn er zu groß wird.

Weißdorn hält auch viel aus. Sehr robust und ein super Insektenmagnet.

Mandelbäumchen lieben auch die Sonne. Jetzt weiß ich aber gerade nicht, ob die schon heimisch sind

Die Idee mit dem Wein ist doch super ! Weinreben lieben auch die Sonne und kommen auch gut in Fässern klar. Den kannst du auch immer schön zurückschneiden, wenn er dir zu groß wird.  Der Wein ist in solchen Fässern ein absoluter Hingucker !   Wenn du da schon einen älteren , knorrigen Weinstock reinpflanzt, hast du eine Augenweide ...

Dann gibt's zur Unterpflanzung noch tolle Sedum Arten, die auch runterhängen, die die pralle Sonne vertragen und mit wenig Wasser auskommen...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Aaah, das mit dem Sanddorn ist ja eine tolle Idee!! Den hatte ich ursprünglich auch für den Garten im Sinn, aber dort nicht mehr untergebracht, bzw. kann er dort ja auch sehr lästig werden aufgrund der Ausläufer... das Problem wäre im Kübel schon mal gelöst. :-)

Die Bilder mit knorrigen Weinreben in alten Fässern kenne ich auch, die sehen wirklich großartig aus... aber für die Weinrebe hätte ich theoretisch auch noch einen anderen Platz im Garten, für den Sanddorn nicht, von daher liegt der momentan vorne. ;-) Werde ich mir auf alle Fälle merken, danke!

PS: Weißdorn hab ich schon im Garten! :-)

ich würde Perlite unter mischen, die speichern gut wasser

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Guter Tipp. Von Perlit hab ich in der Anleitung fürs Alpinum zu ersten Mal gelesen

Update: leider sieht es mit der Weinfass-Bezugsquelle, die ich in Aussicht hatte, nun doch schlecht aus. 😕

Aber mir ging die Idee mit dem Sanddorn nicht mehr aus dem Kopf, darum habe ich mir nun trotzdem eine selbstbefruchtende Sorte bestellt (Friesdorfer Orange) und einfach einen großen Terracotta-Topf dafür gekauft! 🙂 Der kommt aber auf die Terrasse (statt wie ursprünglich angedacht auf den Balkon).

Nun lese ich in einem Artikel über die Kübelhaltung von Wildsträuchern gerade:

"Regelmäßiges Umtopfen ist leider unumgänglich, besonders in den ersten Jahren. Das nächstgrößere Gefäß sollte nur geringfügig größer sein als der durchwurzelte Teil aus dem alten Topf. Bei einem zu großen Gefäß würden sich die Wurzeln sofort schnell ausbreiten. Das geht dann zulasten der oberen Pflanzenanteile. Im Extremfall kann es dabei sogar zum Absterben der Pflanze kommen.

Wenn der Baum die gewünschte Größe erreicht hat, bekommt er kein größeres Gefäß mehr. Dann werden gegebenenfalls einige Wurzeln beschnitten und vor allem wird frische Erde eingefüllt. Diese Aktion sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden."

Hmm, ein regelmäßiges Umtopfen hatte ich eigentlich nicht im Sinn. 🤨 Mein Topf hat einen Durchmesser von 55 cm und eine Tiefe von 47 cm. Damit dachte ich erst mal eine Zeitlang durchzukommen, und falls ich doch irgendwann noch an ein Weinfass käme, könnte ich den Strauch (ein Mal!) ja immer noch umsetzen.

Was meint ihr dazu? Auch wenn man die Kübelhaltung sicher nicht 1:1 mit dem Freiland vergleichen kann, denke ich mir, dort würden sich die Wurzeln ja auch gleich weiter ausbreiten, ohne dass die Pflanze deswegen Schaden nimmt... habt ihr Erfahrungen damit?

Habe seit dem letzten Jahr einen Weißdorn im Topf, noch geht es problemlos. Sie brauchen nur eine andere Wasserversorgung und Nährstoffe als im Freiland. Durch deine Topfgröße ist er zumindest einige Zeit vor dem Umtopfen sicher, denke ich

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Danke für deine Erfahrungen! Wie groß ist denn der Topf von deinem Weißdorn?

Ich lese gerade das Wildpflanzen-Topfbuch von Reinhard Witt, und der schreibt ja auch, dass selbst die genügsamsten und trockenheitsliebendsten Pflanzen im Topf mehr Wasser und Nährstoffe brauchen. Mal schauen - ich hoffe, ich finde bei beidem das richtige Maß...

Topfgröße müsste ich messen. Aber immerhin steht er da jetzt seit einem Jahr drin. Die Erde ist ja anfangs mit Nährstoffen versetzt. Das Buch von Witt hab ich auch

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