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Obstbäume

Bei mir stehen ausschliesslich alte Obstbaumsorten, mit Liebe ausgesucht, denn sie müssen ja unseren unwirtlichen Sandboden aushalten können.

Roter Astrachan, Großer Booiken, Gelber Edelapfel, Seestermüher Zitronenapfel, mein Liebling, die Stine Lohmann,
ein Sämling aus der Nachbarschaft, ohne Namen.
Dann eine Apfelquitte, Mirabelle mit Namen (vergessen, ich komme da wieder drauf), zwei Birnen, noch ganz jung, eine gelbe Pflaume unbekannt und einen Zierapfel.

Ich hatte noch mal eine Zwetschge versucht, die ist aber den Wühlmäusen zum Opfer gefallen.
Die habe ich so zusammengestellt, das WENN es etwas zu ernten gibt, ab August sich das bis in den Dezember verteilt.

Hier noch näheres:
http://gartenphilosophie.org/blog-post/aepfel-im-garten-der-gartenphilosophin.html

In diesem Jahr gab es kaum Blüte und noch weniger Äpfel. das trockene letzte Jahr hat sich voll auf die diesjährige Ernte niedergeschlagen...

 

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Ich hab dieses Jahr auch noch ein paar Obstbäume gepflanzt.
Neu hinzu gekommen sind
Kirsche - Rottaler Sämling
Schönberger Zwetsche
Nancy Aprikose
Ungarische Beste  (Aprikose)
Mispel Nottingham

Hochgeladene Dateien:
  • Rottaler-Sämling.jpg
  • Schönberger-Zwetsche.jpg
  • Ungarns-Beste-Nancy.jpg
  • Mispel.jpg

Warum stehen denn die Bäume gar so nah der Mauer? Da ist ja später gar kein Platz zum Beschneiden und Ernten.

Das sind Buschbäume und ich hab die Aprikosen bewusst an die Mauer gesetzt, da sie bei mir im Bayerischen Wald ziemlich frostgefährdet sind. Dem Mandelbaum gefällt es dort auch, also habe ich die Hoffnung, dass es auch die Aprikosen schaffen.  Die Mauerkrone wird nächstes Jahr neu gestaltet. Die Bäume dürfen dann auch über die Mauer drüber wachsen. Evtl. mach ich auch eine Art Spalier.
Es hat aber auch praktische Gründe. Die Wiese gehört mir nur zur Hälfte, die andere Hälfte gehört meinem Vater. Ich kann also keine Bäume in die Mitte pflanzen, weil eine breite Durchfahrt für große landwirtschaftliche Maschinen bleiben muss. Diese wird zwar im Moment nicht genutzt, aber man weiß ja nicht, was die Zukunft bringt.

 

Aprikosen sind so ziemlich das schwierigste Obst, welches man in Deutschland anbauen kann. Selbst im Erwerbsanbau schafenn es die Profis selten, dass die Bäume 15 Jahre alt werden. Oft ist schon nach 5-7 Jahren Schluss und die das Schlagtreffen rafft die Pflanzen dahin. Meist nach der Blüte werden innerhalb weniger Tage ganze Astpartien welk und das Holz schwarz, die Bäume trifft sprichwörtlich der Schlag.

Die Krankheit selbst ist nach meinem Kenntnissstand komplex und noch nicht genau verstanden, aber die wesentliche Ursache ist, dass die Aprikose kontinentales Klima bevorzugt und mit den zappelnden Temperaturen im Frühjahr nicht klar kommt. Meist ist der Niederschlag auch zu hoch um diese Jahreszeit. An einer Hauswand kann es aber trotzdem klappen, weil die Hauswand die Temperaturextreme zwischen Tag und Nacht ausgleicht und auch das Spätfrostrisiko mindert. Im Folientunnel ist der Erwerbsanbau auch sehr gut möglich, es kostet aber recht viel und der Bauer muss ordentlich investieren.

An meiner Ostwand sind vier Bäume als UFO-Spalier, nicht einmal einzelne Ästchen sind in den letzten drei Jahren schwarz geworden. Dieses Jahr war der erste brauchbare Ertrag und es geht nichts über vollreif geerntete Aprikosen! Einen frei stehenden Aprikosenbaum habe ich auch versucht, er war vom Schlagtreffen tot nach zwei Jahren. War Zeitverschwendung.

Und noch ein Hinweis zur Blüte von Aprikosen: Sie blühen sehr früh und bieten dabei sehr reichlich Nektar. Eine bessere Bienenweide um diese Jahreszeit kann ein Garten kaum bieten.

Danke für diese ausführliche Erklärung. Wieder was gelernt. Vielleicht klappt es ja bei mir entlang der Mauer. Die Einfahrt daneben heizt sich auch auf und puffert. Bin ehrlich gesagt froh, dass ich die Pflanzen wurzelnackt günstig bekommen habe, dann tut ein Ausfall nicht so weh.

Mit wärmenden Rücken steht auch gern die Feige, die selbstfruchtenden Sorten liefern wertvolles Obst

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.
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