Quelle: Mr. Stampfer

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invasive Neophyten

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Fitzchen, wir verstehen uns :-)

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
Zitat von Gsaelzbaer am 31. Juli 2022, 8:31 Uhr

Fitzchen, wir verstehen uns :-)

Du bist mein Lieblingsbärchen.

Und bei "unseren" neuen Sommern, sind mir Mitteleuropäer näher als China. Wir pflanzen mit aller Selbstverständlichkeit Lavendel zu Rosen, übersehen dabei aber zum Einen, Rosen lieben satten Boden, Lavendel so gar nicht und zum Anderen, ist Lavendel auch ein Mitteleuropäer.

Wir werden es noch erleben, das ganze Landschaften an der Trockenheit sterben, warum also nicht dem entgegen wirken, mit Pflanzen, die das vertragen. Wenn meine heißgeliebte Buche das nicht abkann, aber der Maulbeerbaum, dann pflanze ich eben den - und der kleine Vorteil, beim essen seiner Früchte muss ich nicht auf die Mengen achten, die ich esse.

SF kann ich nicht essen, Mönchspfeffer kann ich die Samen als Pfefferersatz nutzen, die Blüten als Tee.

Dorothee und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DorotheeGsaelzbaer

Ein großer Teil meiner Pufferzone ist auch Ertragszone, natürlich ist da auch noch eine Maulbeere, auch ne Aronia ist da.
Wir werden sicher mit dem Hortus-Konzept im Garten das ein oder andere länger bewahren können, als es draußen in der Natur existieren kann. Aber irgendwann wird das bei diesem rasantem Klimawandel auch uns treffen, dass wir Arten nicht mehr halten können.

Lena hat auf diesen Beitrag reagiert.
Lena

Ich denke, dass das Bewahren der Einheimischen momentan wichtiger denn je ist, man neue, klimataugliche Pflanzen aber durchaus in kleinen Mengen z.B. vorerst in der Ertragszone nicht unterschätzen sollte. Das Klima hat sich schon immer verändert und Flora und Fauna haben sich entsprechend angepasst. Würde dieser "hausgemachte" Klimawandel nicht so rasant schnell ablaufen, wäre das Problem deutlichst geringer.

Aber ich denke, es ist wichtig, der Natur die Zeit für die Umstellung zu ermöglichen, so gut wir können. Einige Vogelarten haben anscheinend angfangen die bundesweit befallenen Nadelbäume zu "ernten, an meiner Kapuzinerkresse in der Ertragszone tummeln sich dieses Jahr nicht nur die üblichen Generalisten, sondern vereinzelt sehe ich sehr kleine schwarze Wildbienen, die dort anfliegen.

Nicht jede nichtheimische Pflanze ist geeignet, die bei uns entstehenden Lücken zu schließen. Vielleicht gehört ja zu den (zukünftigen) Aufgaben eines Hortusianers auch, herauszufinden, welche heimischen Pflanzen sich anpassen können und welche Nichtheimischen sich sinnvoll in das Konzept einfügen lassen.

Simbienchen, tree12 und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12Dorothee

Ich will da nochmal den Blasenbaum  Koelreuteria paniculatea zur Diskussion stellen.

Wird ja sehr beworben als klimatauglicher Kleinbaum und Insektenweide im Sommer.

Seit ich ihn bei mir gepflanzt habe fange ich an an anderen Standorten zu sehen wie er sich aussät.  Man sieht ja nur was man kennt...

Das könnte auch der invasive Neophyt von morgen sein.

 

Moin,

das wäre nicht der einzige Kandidat der mit steigenden Temperaturen auf Wanderschaft geht. Solange nicht heimische Arten verkauft werden, ist potentiell damit zu rechnen das die ein oder andere auf Wanderschaft geht.

Jedes Mal, wenn ich aus meiner Haustür gehe, grüßen mich meine Moose und lösen ein Lächeln in meinem Herzen aus.

Als Beispiel die Liste für Sachsen-Anhalt. Gilt wohl auch für andere Bundesländer.

Schwarze Liste Sachsen-Anhalt

Jedes Mal, wenn ich aus meiner Haustür gehe, grüßen mich meine Moose und lösen ein Lächeln in meinem Herzen aus.

Wie schön, es wäre, wenn wir nicht nur Listen führten - sondern auch aktiv werden würden, als Land. Wenn man Baumärkten verbieten würde, solch Müll zu verkaufen, oder GaLaBauern es nahe bringen, das viele schicke Pflanzen nicht gut sondern sogar extrem schädlich sind, aber da werden ich wohl warten müssen, zum Jahre 3025

Oostfreesen Jung hat auf diesen Beitrag reagiert.
Oostfreesen Jung

Hellweg bewirbt den "CO2-Klimabaum": https://www.hellweg.de/bio-co2-klimabaum-kiri-baum-topf-oe-15-cm/357054 . Das ist eine Kreuzung aus zwei Blauglockenbäumen. Laut Wikipedia haben Paulownien auch das Zeug dazu, zu Problembäumen zu werden.

 

Zitat von Bounty am 2. August 2022, 8:16 Uhr

Hellweg bewirbt den "CO2-Klimabaum": https://www.hellweg.de/bio-co2-klimabaum-kiri-baum-topf-oe-15-cm/357054 . Das ist eine Kreuzung aus zwei Blauglockenbäumen. Laut Wikipedia haben Paulownien auch das Zeug dazu, zu Problembäumen zu werden.

 

Die gelten doch jetzt schon als ziemlich invasiv, soweit ich weiß. Einen anderen Vorteil haben sie jedoch, wegen ihres raschen Wachstums und brauchbaren Holzes werden sie auch bei uns in Plantagen angebaut. Besser solches Holz hier erzeugen, als die letzten Urwälder in Osteuropa roden.... Insektennahrung liefern sie auch und wenn sie blühen, sehen sie toll aus. Wenn sie nicht invasiv wären, wäre eigentlich alles gut....

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