Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Insektenschonendes Mähen (im Hausgarten)

VorherigeSeite 3 von 4Nächste

Zu dem Empfinden von Ordnung und Gärten: Letzte Woche war ein Artikel über meine Gartenführung in der Zeitung (ein wahres Loblied auf mich und meinen Garten sowie auch Inhaltliches zum naturnahen Gärtnern). Diesen Artikel hat eine Bekannte meiner Schwiegermutter gelesen und mit ihr darüber gesprochen. Also so in die Richtung, dass das ja schon alles wichtig sei, aber sie sich gar nicht vorstellen kann, wie so ein Garten aussehe. Ob das dann nur chaotisch wäre. Sie sagte dann, dass das mit Ordnung und Unordnung ja immer im Auge des Betrachters läge, aber dass es halt auch etwas Wildwuchs gäbe, aber auch viele schöne Blumen. Die Frau darauf,  Blumen wäre gut und es müsse ja schon auch etwas aufgeräumt sein, denn Ordnung muss sein. Als sie dann hörte, dass ich z.B. viele Akeleien habe, beendete sie das Gespräch mit: Oh je, so en schlimmes Zeuch. Des samt sich doch iwwerall aus.

Iwweral! Sauzeugs

Astrid hat auf diesen Beitrag reagiert.
Astrid
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Ich höre ähnliches auch aus Gesprächen immer wieder heraus. Gerade auch bei Tauschbörsen kann man das gut beobachten. Die Leute haben Angst davor, dass sie sich Pflanzen in die Gärten holen, die sich entweder zu stark ausbreiten , Ausläufer bilden oder sich zu stark durch Selbstaussaat vermehren. Pflanzen mit tiefem Wurzelwerk sind auch nicht willkommen, die kann man schlecht ausgraben. Dann gibt es noch Pflanzen, die magisch Blattläuse anziehen, die sind auch nicht erwünscht.

Darum werden auch ungern heimische Wildpflanzen genommen.

Es scheint eine Form von Angst vor Kontrollverlust zu sein, die auch mit in solche Entscheidungen mit einfließt. Wenn man das Gefühl hat, man bekommt seinen Garten nicht mehr "unter Kontrolle".

Die Angst davor, die Gartenarbeit nicht mehr zu schaffen und sie einem über den Kopf wächst. Es muss alles in kürzester Zeit " fertig" sein im Garten, man möchte den Garten ja auch genießen und nicht nur darin arbeiten.

Bei mir hat es viele Jahre Warten bedeutet, bis sich die Akeleien endlich selbst ausgesät haben und Fuß gefasst haben. Dieses Jahr kann ich mich endlich mal über üppige Akelei- Blütenpracht in verschiedenen Farben freuen.

Hochgeladene Dateien:
  • IMG_20220530_124905_copy_750x1000.jpg
Tillivilla, Gsaelzbaer und Astrid haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaGsaelzbaerAstrid
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

War bei mir den Akeleien auch so. Erst als ich 2020 aufgehört habe den Boden zu bearbeiten und erst mal geschaut habe, was aus den Keimlingen wächst, hat sich die Akelei im Garten ausgebreitet.

Davor gab es halt immer die typische Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung und der Boden wurde umgegraben, wieder "unkrautfrei" und glatt gemacht.

Hochgeladene Dateien:
  • 20220428_204159.jpg
Kirsten, Gsaelzbaer und Astrid haben auf diesen Beitrag reagiert.
KirstenGsaelzbaerAstrid
Und wärend die Welt ruft ... Du kannst nicht alle retten! Flüstert die Hoffnung ... Und wenn es nur einer ist... Versuch' es! Sylvia Raßloff

Das mit dem Kontrollverlust ist ein guter Punkt, Simone, das trifft sicher ganz oft zu.

Aber Akeleien nicht zu mögen, darauf muss man erst einmal kommen! Das finde ich schon echt extrem und ist mir bisher ehrlich gesagt noch nicht untergekommen.

Simbienchen, Dorothee und Ann haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenDorotheeAnn

Also meine Mutter hat früher auch immer viele rausgemacht, weil sie meinte, es wären zu viele… sie hat sie sogar VOR der Blüte entfernt  Nach mehreren Jahren auf sie einreden, hat sie es dieses Jahr gelassen … aber mal sehen, was nach der Blüte passiert. So ganz trau ich der Sache noch nicht…

Ohje ich habe über meinen Garten komplett die Kontrolle verloren. 😁

Simbienchen und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenDorothee
Jedes Mal, wenn ich aus meiner Haustür gehe, grüßen mich meine Moose und lösen ein Lächeln in meinem Herzen aus.

Über Kontrolle habe ich mir eigentliche nie Gedanken gemacht, von daher weiß ich auch nicht wirklich ob ich sie verloren habe. Keine Ahnung. Muss mal die Nachbarn schräg gegenüber mit dem Rasenmähroboter fragen ... :-)

Simbienchen und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenDorothee

Um Kontrolle verlieren zu können müsste es ja vorher einen Plan mit einem Ziel gegeben haben...bei mir ändern sich meist schon die Pläne, so ergibt sich das Ziel meist von selbst. Wie könnte ich da die Kontrolle verlieren

Simbienchen, Dorothee und Astrid haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenDorotheeAstrid
Viele Gärtner haben eine Meise

Ich sehe schon: Naturgärtner können die Kontrolle gar nicht verlieren, sie wollten und hatte sie nie :-)

Simbienchen, Tillivilla und 6 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenTillivillaKirstenDorotheeGsaelzbaerMichaelAstrid
VorherigeSeite 3 von 4Nächste
Zur Werkzeugleiste springen