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Hühnerstall / Hühnerhaltung

Mich hatten diese Beschreibungen auch sehr irritiert. Selbst bei alten Landwirten, bei denen die Hühner ja teilweise nur mitlaufen, wird zumindest jeden Tag frisch gefüttert und abends geguckt, ob alle im Stall sind.

Im Moment sind wir eh noch Anteilseigner bei einer Hühner-Aktie beim Demeterhof im Dorf. Da bekommen wir im November erstmal die Bruderhähne und die Hennen dürfen glaube ich bis nächstes Jahr August/September leben. Die Rasse dort ist Coffee and Cream aus der ökologischen Tierzucht.

Hybrid-Hühner mag ich selbst nicht so gerne haben. Am Anfang wären wir vermutlich dann mit der Eiermenge überfordert und soweit ich weiß, geht die hohe Legeleistung doch teilweise auch mit einer kürzeren Lebenserwartung einher oder? Für uns hatte ich überlegt eine kleinere Rasse zu nehmen, die aber trotzdem nicht zu wilde Flugmanöver macht (damit man mit mobilen Zäunen und Wechselauslauf planen kann) und robust ist. Bei der Recherche blieben dann Zwerg-Wyandotten übrig. Grundsätzlich finde ich aber auch (Zwerg-)Lachshühner sehr schön und die Beschreibung drollig. Mal sehen..-

Habt ihr Erfahrungen zu Katzen und Zwerghühnern? Ich weiß, dass die Zwerghühner meiner Reitlehrerin eher die Katzen verjagt haben als andersrum, weiß aber nicht, ob man sich darauf verlassen kann :D

 

Meine Mutter hatte immer Hühner und Katzen am Stall. Das war gar kein Problem, die Katzen hielten sich immer von den Hühnern fern...

Meine Freundin hat auch Katzen und Zwerghühner, die vertragen sich auch.

Denke die Hühner wissen sich zu verteidigen. Wenn ein Hahn dabei ist, wird der auch auf seine Hennen aufpassen...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 20. September 2020, 22:40 Uhr

Meine Mutter hatte immer Hühner und Katzen am Stall. Das war gar kein Problem, die Katzen hielten sich immer von den Hühnern fern...

Meine Freundin hat auch Katzen und Zwerghühner, die vertragen sich auch.

Denke die Hühner wissen sich zu verteidigen. Wenn ein Hahn dabei ist, wird der auch auf seine Hennen aufpassen...

Wenn sich so eine Hühnerschar einmal um eine Katze versammelt hat oder auch um den Hund, dann ist die Sache schnell geklärt...
Hunde und Katzen wissen schnell, dass sie da besser die Krallen und Fänge von weg halten sollten.

Zumindest mein alter Podenco selig hat im Auslauf nie gejagt, auch unsere Galga jetzt ignoriert sie gefliessentlich.
Der Hahn stolziert in seiner ganzen Pracht herum, sie verdrückt sich an das andere Ende des Auslaufs.

Läuft ...

Viele Grüße von der Gartenphilosophin. Übrigens: Jeder kann etwas tun!

Halte selbst Barnevelder und vertrete die Ansicht: Wiese kaputt = zuviel Hühner auf zuwenig Fläche.

Meine Katze ist 19 Jahre alt und blind. Die Hühnis kennen sie schon und tun ihr nichts. Die Nachbarskatze Gackern sie gemeinschaftlich aus dem Gebüsch.

Das mit dem Hühner mieten. Naja. Ich denke zwar nicht, dass die nur Hybriden haben, aber diese Umzieherei. Weiß nicht. Hühner sind ja eigentlich halb nomadisch. Aber dann werden sie nicht rumgefahren sondern erkunden ihre Gegend selbst.

Es ist wohl ein bisschen wie mit Zoos - sie helfen die Tiere den Menschen näher zu bringen. Aber artgerecht..

Und ja 😊 die haben bei mir schon sehr viel Platz. Schön finde ich, dass genau das der Punkt ist, den jeder Nachbar, Passant und Spaziergänger auf Anhieb total toll findet.

Die Menschen wollen glückliche Tiere. Ich glaube, es macht sie selbst glücklich..

Oh-und Nachtrag:

Ich halte diese Legehybriden genauso wie die Masthähnchen für eine Qualzucht. Habe selbst 3, eine schon etwas älter, 2-3 Jahre vielleicht? Sie legt immer noch fast jeden Tag ein Ei und hatte einen abartigen Calciummangel. Anfangs als ich sie hatte, war jedes Ei schalendeformiert oder hatte erst gar keine Schale. Nach fast 7(!) Wochen Calciumsubstitution (Tabletten) fingen die Eier an, normal auszusehen. Die Schale ist aber immer noch etwas rauh und dünner, als die der anderen.

In Massen gehalten bekommen diese armen Tiere zum Teil so eine Osteoporose, dass sie sich die Knochen brechen, wenn sie von den Stangen hüpfen. In Bodenhaltung unterstelle ich ein generelles Calcium - Homöostase Problem, aber jeden Tag zwischen 2 und 4 Gramm Calcium für ein Ei abdrücken... Wahnsinn..

Qualzucht.

Hühner ja- nein, diese Frage beschäftigt mich jetzt schon zwei Jahre. Bislang konnte ich die Entscheidung immer rausschieben, weil es noch soviel durch den (Wieder)Aufbau vom Hortus zu tun gab. Nun hab ich versucht, mich schlau zu machen und folgende Lösung gefällt unserer Familie am besten:

Wir werden unseren Hühnerstall selbst bauen, also genauer gesagt aus Ytonsteinen mauern. Die isolieren quasi automatisch und ordentlich verputzt hab ich wenig Probleme mit Ritzen, der Stall ist außerdem leicht zu reinigen. Auch das Stallzubehör werde ich weitestgehend holzfrei halten (so sehr ich Holz mag, den Hühnern ist Kunststoff sicherlich lieber als Milben). Das doppelte Klebeband ist sicher sehr effektiv, mich stört daran nur, dass man es oft erneuern muss. Das widerspricht unserer Familien-Philosophie in Bezug auf Abfallvermeidung. Ich werde es wohl erstmal mit Kalkanstrich und Muschelkalk versuchen, da ich aber wie ein Blinder von der Farbe rede, halte ich mir die Klebeband-Option natürlich noch offen .

Nächstes Frühjar soll es mit dem Bau losgehen, so dass spätestens zum Sommer die ersten zwei Zwerghühner einziehen können. In den beiden Folgejahren sollen dann noch jeweils 2 dazukommen, so dass es letztendlich 6 Zwerge sind. Dadurch, dass wir nicht alle auf einmal zu uns holen, haben wir zum einen einen lägeren Zeitraum, in dem wir Eier haben (die Hühner dürfen bei uns alt werden und werden nicht geschlachtet, wenn die Legeleistung nachlässt) und zum zweiten brauchen wir die Zeit um das Außengehege der Hühnerzahl anzupassen. Im Oktober fällen wir im zukünftigen Hühnerreich unsere drei Serbischen Fichten und pflanzen dafür eine hohe gemischte Hecke sowie eine Steinweichsel. Vereinzelt soll noch das ein oder andere Kleingehölz dazukommen. Zuerst wird das Außengehege nur ca. 35m² groß sein, da sich ein Teil des geplanten Areals erstmal zu einer Kräuterwiese entwickeln soll.

Auf eine oder mehrere Hühnerrassen haben wir uns nicht festgelegt - ich muss auch erstmal schauen, was hier in der Region so zu bekommen ist. Schön wären ruhige Arten, so dass wir unterschiedliche Rassen vergesellschaften können. Allerdings hab ich keine Ahnung, ob das so einfach möglich ist.

Warum rettest Du nicht ein paar arme Käfighühner von der Initiative "Rettet das Huhn"? Ich habe einen kleinen Bericht gesehen von einem Projekt auf einem Schulhof, die armen Hühner kamen zum Teil fast ohne Federn dort an. Auf sie warteten maßgestrickte Pullover für die erste Zeit, bis die Federn nachgewachsen waren.

Die Kinder hatten eine ganz besondere Beziehung zu den ehemals geschundenen Hennen und diese blühten auf, legten Eier, ließen sich streicheln und waren äußerst dankbar und zufrieden. Der Bericht wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben... :-)

@Yorela: Das klingt doch super! Ja ein gemauerter Stall - das ist toll. Braucht man dafür bei Euch eine Baugenehmigung?

Bezüglich der Rassen: Von der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) gibt es eine Rote Liste, an der ich mich entlang gehangelt hatte, um die für mich richtige Rasse zu finden.

Grundsätzlich sind "normal" große Hühner allerdings wohl insgesamt ruhiger, fliegen nicht so viel wie die verzwergten.

 

@tree12: Es gibt auch eine umfangreichere Reportage: "Vom Glück, ein Huhn zu retten" Ich habe selbst drei Brownies, die einer kommerziellen Haltung entstammen und liebe die Mäuschen. Meine Kampfglucke Rot-Marie ist eine davon. Bin selbst der Sache gegenüber gespalten. Emotional würde ich sie am liebsten alle retten, dieses System ist entsetzlich. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass die Pflege durchaus erstmal anspruchsvoller sein kann, auch die Fütterung.

Ich selbst halte 3 Barnevelderinnen und einen Barnevelder Hahn, sowie die 3 "Brownies". Ich find es wichtig, auch Rassen zu halten. Ich möchte, daß die Leute auch sehen, dass es andere Hühner, als die der Lohmann GmbH gibt. Viele denken, Hühner sehen eben so aus: Braun oder Weiß. Bei mir haben sie erstmal gestaunt, dass es auch schwarze gibt und die Brownies wurden automatisch für eine Rasse gehalten.

Perspektivisch werde ich aber immer 2 bis 3 Plätzchen für gerettete Hühner haben. Ich kann gar nicht anders..

Nachtrag @yorela

Du bist ja nicht an Deinen Ort gebunden. Ich hab meine Barnevelderinnen bei einer Rassegeflügelzucht bestellt. Sie wurden über Nacht zu mir gefahren, kamen gut an, waren anfangs ein bisschen verschreckt wegen den Alten, haben sich aber gut und zügig eingelebt.

Vor Ort - sei es bei einem "Züchter" oder vor allem vom Wagen - werden einem auch Hybriden als angebliche Rassehühner angeboten. Bekannt darunter: Sperber oder Blausperber, Königsberger, Bovans, Sussex (für mich schwer von den Rasse - Sussex zu unterscheiden), Grünleger und sicher noch mehr.

Hier vertrete ich den Standpunkt: Lieber ein paar weniger Eier - dafür gesunde, langlebige Hühner, die länger legen.

Zitat von tree12 am 29. September 2020, 16:01 Uhr

Warum rettest Du nicht ein paar arme Käfighühner von der Initiative "Rettet das Huhn"? Ich habe einen kleinen Bericht gesehen von einem Projekt auf einem Schulhof, die armen Hühner kamen zum Teil fast ohne Federn dort an. Auf sie warteten maßgestrickte Pullover für die erste Zeit, bis die Federn nachgewachsen waren.

Die Kinder hatten eine ganz besondere Beziehung zu den ehemals geschundenen Hennen und diese blühten auf, legten Eier, ließen sich streicheln und waren äußerst dankbar und zufrieden. Der Bericht wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben... :-)

Genau das hatte ich ursprünglich eigentlich vor. Ich hab mich dann aber mit zwei Bekannten unterhalten, die selbst Hühner haben. Sie haben mir beide vorerst davon abgeraten. Diese armen Tiere sollten besser von Menschen mit Hühnererfahrung aufgenommen werden, da sie auf Grund ihrer Vorgeschichte - im Gegensatz zu robusteren Rassen - Anfängerfehler schnell mit dem Leben bezahlen können. Meist leiden die Tiere unter diversen Mangelerscheinungen, die man über speziellere Fütterung und Pflege auch in den Griff bekommt und bei der Haltung soll man wohl auch das eine oder andere beachten. Ich bin ja im Moment schon froh, wenn ich (übertriebenermaßen) Futter von Einstreu unterscheiden kann. Die Idee ist aber keineswegs verworfen, nur verschoben.

@adelhydi: Stimmt! Das mit der Baugenehmigung muss ich noch klären - hab ich irgendwann mal auf meiner To-Do-Liste gehabt und trotzdem wieder vergessen. Was die Bezugsquelle für meine potentiellen zukünftigen Mitbewohnerinnen betrifft, wollte ich meine beiden Bekannten mal fragen. Die eine hat einige verschiedene Rassen und neuerdings auch 4 Puten. Vielleicht kann sie mir ja auch weiterhelfen, welche Rassen sich gut vergesellschaften lassen. Das meine ich auch mit "ruhigem" Temperament. Ob sie viel Bewegungsdrang haben oder auch flattern/fliegen, ist nicht so entscheidend. Wir haben viele Greifvögel hier, der Außenbereich muss auch nach oben hin "dicht" sein. Ich hätte da gern eine Höhe von 1,80 bis 2m, damit ich mich dort auch gut bewegen kann.

 

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