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Hortus Lagom

Oh-oh, ich habe schon kräftig Sämlinge rausgerissen, muss ich ja wohl oder übel, und dieses Jahr wollte ich ENDLICH weise werden und es tun, solange sie noch weich sind. Aber ich kann demnächst mal suchen gehen.

Ein Schild habe ich, aber nicht angebracht. Weil: Ausgerechnet am Eingang zum Garten steht die ganze Altlasten-Sündenbatterie, und das wirkt ja dann komisch. Aber wir arbeiten dran :-) .

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EvyKataFuxAmarille

Heutige Morgeninspektion... ich bette die Bilder nicht in den Text ein (oder umgekehrt), beides als Block ist mir einfacher.

1. So sieht die liebe Zitronenverbene aus, nachdem sie den Winter wie gewohnt gut im Gewölbekeller überstanden hat, ihren etwas burschikosen Frühlingsschnitt verpasst bekommen hat, liebevoll jede Nacht ins Haus und am Tag wieder hinausgetragen wurde... und dann in einer Frostnacht kürzlich eben doch vergessen. Das war auch die Todesnacht der seit Februar gehätschelten Kapuzinerkresse, mit der ich endlich mal rechtzeitig starten wollte... Aber ich traue ihr zu, dass sie sich berappelt. Also, die Verbene.

2. Ein paar Maiglöckchen haben meine brutale Grabeaktion überlebt . Hier haben sie sich erwartungsvoll (und etwas unscharf) am Rand der Mauer ordentlich aufgereiht. Nur wird es dort nun nicht mehr so "waldig" sein, mal sehen, ob es ihnen weiter gefällt.

3. Mal sehen auch, ob die im Spätherbst gesetzte Rose "Lykkefund" die Balkonstütze erobern wird oder gleich das ganze Haus... bisher sieht sie ja aber sehr harmlos aus. Hoffentlich nicht ZU harmlos und schwach .

4. Noch liegt der Käferkeller (oder der To-whom-it-may-concern-Keller) in der Frühlingssonne. Im Sommer ist es dort eher schattig mit etwas Morgensonne.

5. Der Geißbart "blüht" schon .

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  • PXL_20210421_100219725.MP_Verbene_klein.jpg
  • PXL_20210421_090924145_Maigloeckchen.jpg
  • PXL_20210421_090712185_Lykkefund.jpg
  • PXL_20210421_090627465.MP_Kaeferkeller.jpg
  • PXL_20210421_090336097_Geissbart.jpg
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Simbienchentree12EvyDorotheeGsaelzbaerAmarilleDorfgärtner

6. Ich gLaube, es wird ein prachtvolles Akelei-Jahr werden! Sie sind selbst zwischen dem allestötenden Efeu, das die Schattenbereiche ungefragt sich zu eigen macht, wenn man nicht mahnend seine Ärmchen stutzt, zu finden. Und auch sonst überall. Ich mag sehr, wie die Akeleien so frei durch den Garten wandern .

7. Im Schattenreich wohnt der Rhabarber. Er wohnte schon lang vor uns hier im Gestrüpp, bis wir ihn eines Tages fanden in jener Zeit, als wir unseren Garten unter der Forsythie ausgruben .

8. Auch die "konventionellen" Frühblüher sind hübsch - die glänzende rote Seide der Tulpenblüten faszniert mich immer. Sie haben Blütenstaub, aber ob der irgendjemandem hier "nützt" - keine Ahnung, nie gesehen.

9. Ein Neuankömmling, vorher nie gesehen. Ein... Steinsame? Was... "macht" der so ?

10. @erebus Ha, du siehst, ich bin lernfähig: Hier "gehortelte" Ziegel. Ich habe ja versprochen, den Eidechsen hier etwas zu bauen, und ich möchte mit einem Mäuerchen eine Stufe in den Hang bauen. Sooo viele Ziegel sind es nicht, mal sehen.

 

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  • PXL_20210421_090151041_Akelei.jpg
  • PXL_20210421_090103760.MP_Rhabarber.jpg
  • PXL_20210421_085820671_Konventionelle.jpg
  • PXL_20210421_084954419_Steinsame.jpg
  • PXL_20210421_084856776_Ziegel.jpg
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Simbienchentree12EvyKirstenDorotheeGsaelzbaerAmarilleDorfgärtner

11. Die Wildkirsche blüht. Hört ihr es :-) ? Sie hat es dieses Jahr nicht ganz leicht und startet ein bisschen verhalten (bis gestern war nachts immer noch Frost, also ist das sehr klug von ihr, nicht blindlings einfach loszulegen wie manche gezüchtete Kollegin ;-) ). Der Nistkasten am Baumhaus, wiewohl ein toller Luxuskasten, war letztes Jahr (als er neu war), nie bewohnt. Jetzt haben ihn Kohlmeisen entdeckt. Davor die Fläche soll "Wiese" werden (wird sie auch), die gelben Tupfen sind diese hochbeinigen, hübschen Tulpen, ich weiß nicht, wie sie heißen.

12. Hier unsere einzigen wenigen Quadratmeter "gepflegten Rasens", auf dem wir sitzen können. Na toll ! Seit Borretsch vorletztes Jahr dort hineingewachsen ist ("ach, lass ihn, er ist doch so hübsch!") und durch seine abgefrorenen Matscheblätter kahle Stellen geschaffen hat, gibt es für die "üblichen Verdächtigen" kein Halten mehr - ich denke aber, dass ich ihnen das auf Dauer nicht durchgehen lasse. Sie haben hier genug Orte für ihr Treiben.

13. Hier sieht man die traurigen Reste des massakrierte Thujengestrüpps. Ausgerechnet der Eingangsbereich zu unserem "Hortus" gleicht leider eher einer schäbigen Schutthalde. Man wird begrüßt von Brennnesseln, Metallschrott, halbverrottetem Bauholz und, bis vor kurzem, einem Thujenstrauch, jetzt einem Thujengerippe. Vielleicht nicht die allerbeste Hortus-Werbung .

14. Und nun kommen wir zum Abschied der Mahonie. Sie macht es einem WIRKLICH schwer, sie zu verdammen.

15. Letzter Blick auf die bereits auf ein Drittel zusammengestutzte Mahonie. Sobald das Geblühe ein bisschen nachlässt, ist Schluss. Tschüss.

Hochgeladene Dateien:
  • PXL_20210421_085539888_Kirschbaum.jpg
  • PXL_20210421_085248151_Rasen.jpg
  • PXL_20210421_085741517_Eingangsbereich.jpg
  • PXL_20210421_084525044.MP_Hummel.jpg
  • PXL_20210421_084418686_Mahonie.jpg
Simbienchen, tree12 und 6 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Simbienchentree12EvyKirstenDorotheeGsaelzbaerAmarilleDorfgärtner

Oh du hast Strangfalzziegel gehortelt... Neid
Ich finde euren Eingangsbereich gar nicht so schlimm. Ein bisschen aufmotzen geht ja immer. Das wird schon.

Der Abschuss von der Mahonie wird bestimmt leichter, wenn du dir vor Augen führst, wie invasiv sie ist. Ich habe hier schon ganze Gebüsche davon gesehen. Mir persönlich gefällt sie eh nicht so gut. Die Blüten ja, sonst nix. Ich hab mich vielleicht  auch zu oft an den Blättern gepikst.

Simbienchen und Primulaveris haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenPrimulaveris

Strangfalzziegel... sensationell. Die sind ja superschwer zu bekommen und in manchen Gegenden gar nicht... Die werden übrigens für Wildbienennisthilfen empfohlen! :-) Als heb welche auf.

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Gsaelzbaer

Aloha,

auch  auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen – ich hab mal die Mahonie recherchiert und festgestellt, daß die seit 1841 in Europa in Kultur ist. Berichte über ernsthafte/konkrete Probleme konnte ich nicht finden. Wenn das wirklich ein invasiver Neophyt sein soll, dann läßt sich die Pflanze aber ziemlich Zeit damit, invasiv zu sein. Gleichzeitig beobachte ich eine große Insektenvielfalt an den Blüten, auch viele Wildbienen. Und schließlich wird sie beim BfN in der geringsten Gefährdungsstufe geführt. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, daß eine Pflanze, die in knapp 200 Jahren noch nicht zum Problem geworden ist, auch nicht mehr zu einem wird ;-)

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Du machst dich nicht unbeliebt. Und ich mir die Entscheidung nicht leicht.

In meiner kurzen Lebensspanne sehe ich schon, dass sie sich ausbreitet (also, von Wohngebieten aus in den Wald hinein), aber das mag einfach daran liegen, dass sie seit den1970ern viel häufiger kultiviert wird als die 100 Jahre davor, schätze ich, und persönliche Beobachtung im eigenen "Habitat" ist natürlich keine sehr wissenschaftliche Kategorie.

Naja, ich rotte sie ja nicht aus. Ich bin sicher, ich werde genügend Nachkommen im Gebüsch finden. Und ja, es fühlt sich schlecht an, ein älteres Lebewesen zu töten. Deshalb gucken deine Wühlmäuse ja nicht hin und nagen von unten 😉.

Neulich wünschte ich den Kohlrabipflänzchen viel Glück, als ich sie draußen einpflanzte. Dann fiel mir ein, dass sie in diesem Fall von uns gegessen werden... Es ist nicht fair...

 

 

 

Evy hat auf diesen Beitrag reagiert.
Evy
Zitat von Dorfgärtner am 22. April 2021, 2:05 Uhr

Aloha,

auch  auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen – ich hab mal die Mahonie recherchiert und festgestellt, daß die seit 1841 in Europa in Kultur ist. Berichte über ernsthafte/konkrete Probleme konnte ich nicht finden. Wenn das wirklich ein invasiver Neophyt sein soll, dann läßt sich die Pflanze aber ziemlich Zeit damit, invasiv zu sein. Gleichzeitig beobachte ich eine große Insektenvielfalt an den Blüten, auch viele Wildbienen. Und schließlich wird sie beim BfN in der geringsten Gefährdungsstufe geführt. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, daß eine Pflanze, die in knapp 200 Jahren noch nicht zum Problem geworden ist, auch nicht mehr zu einem wird ;-)

Guter Einwand, zudem das man aus Mahonie Früchten auch Marmelade machen kann. Und wir sind, hoffe ich, doch erfahren genug, Wurzelsprosse nicht in jede Richtung wachsen zu lassen, sondern darauf zu achten, das sich die Invasivität in Grenzen hält.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Wenn die Vögel die Beeren fressen und die Kerne ausscheiden, kann sich die Mahonie ausbreiten wie der blöde Kirschlorbeer auch. Und wer erntet schon akribisch jede Beere, weil er Marmelade kochen möchte....? Ich glaube, das tun nur die allerwenigsten, weil sie gar nicht wissen, daß die Beeren für Marmelade taugen.

Und ich finde sie auch schön und ich müßte mit mir kämpfen, ein prächtiges Exemplar zu killen.

Amarille hat auf diesen Beitrag reagiert.
Amarille
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