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Wasserstellen im Hortus

Zitat von Brunnladesch am 18. Juni 2019, 7:59 Uhr

Ich hab bei uns ja aus der alten Duschwanne (emaillierter Guss) einen Miniteich gemacht. Vogelbad, Wasserschneckenparadies, Insektentränke und vieles mehr. Ich mach später mal ein Foto.

Au ja gerne

Wer Pyramiden nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Horteln nicht unter zwei Jahren bestraft.

So, jetzt hab ich's endlich mal geschafft meine Fotos halbwegs zu sortieren.

Die Perspektive ist nicht ganz die gleiche, aber zumindest eine ähnliche.

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Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

unser Wasserspiel :)

Warum meine Bilder auf dem Kopf stehen oder zur Seite geneigt sind, keine Ahnung.

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Ich will mir ja auch ein paar Wasserstellen, bzw. Miniteiche zulegen. Ich sehe ja immer wieder Fotos von Mörtelkübeln und Eimern, Teichschalen und Trögen, in denen Wasserpflanzen wie Seerosen oder Tannenwedel gedeihen. Die Frage, die sich mir dabei immer stellt und die mich bisher davon abgehalten hat, sowas in meinen Hortus zu stellen, ist die Winterhärte der Gefässe und ihrer Bewohner.

Ich habe keine Lust, jährlich zweimal solche Gefässe rein und raus zu räumen, die Pflanzen frostsicher zu überwintern und suche daher nach Tipps, solche Kleingewässer ganzjährig draußen zu lassen. Ich habe hier zwei Zinkwannen, aber ich habe Angst, daß sie bei einer längeren Dauerfrostperiode einfach platzen. Wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Kleingewässern?

Hallo Martin,

ich hatte mich auch schon mit diesem Thema befasst, Mörtelkübel und Zinkwannen als Miniteiche ganzjährig in den Hortus zu integrieren.

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, die professionelle Art ist eine Viereckwanne, die groß und frost/winterfest ist. Aber diese war mir viel zu teuer. Dann hatte ich mal gegoogelt nach Mörtelkübel, die eingraben und mit Wasser befüllen und Pflanzen in Körben einsetzen. Da war das Material nicht stabil genug um dem Druck der Erde und Wasser standzuhalten, das Ergebnis war, der Kübel verbeult sich. Auch sind diese Mörtelkübel nicht tief genug gewesen, was wiederum bedeutet, dass das Wasser im Winter durchfriert und die Pflanzen vorher entnommen werden müssen, das Wasser abgelassen wird. Es gibt für Lebensmittel und Fleisch spezielle Kübel, die so stabil sind, dass sie den Druck von Wasser und Erde gut aushalten, aber auch hier ist die Tiefe ein Problem.

Zinkwannen, da hörte ich, dass diese gerne Giftstoffe ins Wasser abgeben. Zumindest findet man im Netz darüber einige Themen über das Für und Wider.

Am Besten und am natürlichsten ist immer noch großes Loch von Hand graben, Teichfolie rein, sauber arbeiten, damit die Teichfolie keine kleinen Löcher bekommt, tiefe Stelle integrieren und Pflanzen einsetzen. Von Fertigteichen bin ich persönlich nicht begeistert, kommt wiederum auf die Größe und Tiefe an und das Budget im Geldbeutel. So kleine Fertigteiche frieren bestimmt auch wieder im Winter ein.

Wie geschrieben, ich beschäftigte mich nur mit der Thematik, Erfahrungen konnte ich selbst nicht sammeln, da ich von dem Thema wieder ernüchternd abgekommen bin.

LG

Birgit

Die Tiefe ist nur wichtig, wenn man Fische einsetzen will, dann sind 80cm Tiefe das Mindeste. Meine 5 Pfützen sind nicht mal Knietief. Libellen sind da, Molche. Wasserschnecken und Kleinstlebewesen. Zum Trinken kommt Flugvolk, wohl auch Mäuse, Ratten und andere Kleinsäuger. Vögel kommen zum Baden und trinken.

Des weiteren hab ich glasierte Unterteller, für Bienen im Hortus stehen. Sogar ein halbe Holzfass, dieses schon gebraucht bekommen, im ersten Jahr hielt es das Wasser noch, nun nicht mehr.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Ich weiß nicht recht, die Tiefe ist auch wichtig, damit die eingesetzten Pflanzen im Winter nicht erfrieren. Kommt aber auch immer auf die Region an, unsere Winter z.B. sind schneereich und wir haben nicht selten Minusgrade um die 15-20 Grad. Sind aber nur wenige Tage in den Wintermonaten. Wir wohnen auf knapp 600 Meter Höhe. In milderen Regionen ist das Durchfrieren der Wurzeln nicht so das Problem sein. (?)

Ein Anbieter für Sumpfpflanzen (Seerosen) z.B. empfiehlt, die Pflanzkörbe vor dem Winter zu entnehmen, damit sie nicht erfrieren. Und genau dass ist dann Arbeit, die man will oder auch nicht.

Bei uns gibt es im Hof eine große alte Zinkwanne mit Seerose Steinen und Treibho,z.Sie wird von Wespen, Hornissen,  Libellen und Vögeln besucht und siehst dekorativ aus dazu...

Viele Grüße,  Susanne ?

 

Bislang habe ich die Pflanzen nicht ausgeräumt im Winter,  aber die Wanne zeitweise mit einer Platte abgedeckt.

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Mein Miniteich, eine kleine Teichschale mit Pflanzrand, ca. 1 m x 60 cm. Der Rand wurde mit Teicherde ausgefüllt und mit Schweizer Moosfarn (Selaginella helvetica) bepflanzt, so daß kein Teichrand mehr zu sehen ist. In die Mitte habe ich einen Ast gelegt, damit Tiere jederzeit die Möglichkeit haben den Teich zu verlassen. Trotzdem er so klein ist, ist es selbst in den letzten beiden Sommern nicht einmal passiert, daß das Wasser überhitzte. Der kleine Teich hat auch ständigen Regenzulauf über die Regenrinne vom Wintergarten. Was überläuft versickert vorm Teich im Kiesbett.

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Man geht nie zweimal durch den selben Garten.

Hallo zusammen , ich kann empfehlen einen richtigen Teich zu bauen. Verhältnis Volumen zu Oberfläche sollte mindestens 0,5m³ zu 1m² sein . Mindesttiefe 0,8m Mindestgrösse ca. 12m² mit Pflanzzonen. Dazu hab ich eine Zeichnung angehangen. Die meisten Wasserpflanzen , incl. Seerosen können einfrieren ohne Schaden zu nehmen. Aber durchgefrorene Wannen aus Metall und bestimmten Kunststoffen halten das nicht lange aus. Die ökologisch sinnvollste , aber auch teurere Folie ist EPDM Folie , die ist aus Gummi , ansonsten PVC . Die enthalten Weichmacher. Keine Fische einsetzen , sonst leidet die Wasserqualität , ausser man will Eisvögel ernähren. Die Wasseroberfläche sollte in Teilen beschattet sein , zB. durch Seerosen oder andere Wasserpflanzen, ansonsten steigt die wassertemperatur schnell auf über 22°. Das führt zu Sauerstoffverlust und zum Tod einiger Teichlebewesen. Bei einem richtig angelegten Teich gibt es keine Probleme mit ertrinkenden Tieren , da die Uferbereiche so gestaltet sind , dass Tiere rausklettern können. Das Substrat muss Nährstofflos sein.

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