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"Was blüht gerade" im Juni – Trachtfließband

Zitat von Yorela am 27. Juni 2020, 16:39 Uhr

Kannst gerne die Samen sammeln, die sind im Handel fast garnicht zu bekommen. Dabei ist die Pflanze unheimlich insektenfreundlich.

Mach ich...

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Bei mir blühen aktuell Mohn, Lavendel, Ysop, Salbei, Muskatellersalbei, Gilbweiderich, Pfennigkraut, Natternkopf, Moschusmalve, Wilde Malve, Ochsenzunge, Färberkamille, (nicht näher identifizierte) Kamille, Karthäusernelke, Grasnelke, Habichtkraut, Sedum album und acre, Delosperma, Sempervivum (und davon echt viele), meine Lykkefund (noch so ein bisschen), Roter Klee, Weißer Klee, Akelei, Glockenblume (weiß gerade nicht welche), Witwenblume, Kleiner Wiesenkopf... echt vieles.

Deswegen kann ich die Liste nicht vervollständigen.

Ersatzweise einfach ein paar Fotos, die ich gerade auf dem Rechner habe (außer Mohn)

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Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Katzenminze, blauer Lein, Blauweiderich, Ochsenzunge, Lavendel, Purpur-Leinkraut, Bergbohnenkraut, Taglilien, Wollziest, Wiesenflockenblume, Gilbweiderich, Brom- und Himbeere, Spornblume, Dost, Acker-Gänsedistel, Königskerzen u.v.m.

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Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

z.Zt. blüht sehr viel bei mir. Manchmal verliere ich schon den Überblick. Hier mal fünf die mir ins Auge stachen.

B1: Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) wächst am Bachlauf, liebt feuchte Stellen.

B2: Sumpf-Ziest (Stachys palustris) auch ein Vertreter der feuchte Stellen liebt.

B3: Echte Betonie (Betonica officinalis), auch Heil-Ziest genannt,gedeiht prächtig auf Magerfläche.

B4: Echte Labkraut (Galium Verum) auch auf Magerfläche.

B5: Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata) Es gibt ja viele Glockenblumen.Diese ist bei mir erstmalig aufgetaucht.

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Ich habe mal schnell geschaut, was in meinem kleinen Vorgarten jetzt Ende Juni/Anfang Juli so blüht, der rückwärtige Garten kommt extra. Irgendwann war mir aufgefallen, daß die Blütenpracht nach der Obstbaumblüte irgendwie dürftig war und nicht genug Insektennahrung bot. Seit einigen Jahren rüste ich kontinuierlich auf, mit großem Erfolg. Im Moment habe ich hinten und vorne ein wahres Hummelparadies, dazu Schwebfliegen ohne Ende, wieder ein paar mehr Schmetterlinge, viele kleine Wildbienen,  Faltenwespen, Marienkäfer und ihre Larven, Braunwurzmönchsraupen.

An Gehölzen blüht im Vorgarten gerade nichts Heimisches, aber ein Strauch sticht völlig hervor, da ist Hummelgebrumm bis spätabends: Leptodermis oblonga, es gibt dafür keine deutsche Bezeichnung. Des weiteren blüht eine Deutzie, ein "Liebesperlenstrauch" (Hummelmagnet), Fingersträucher in Gelb und Rosa, ein Hibiscus in Blau (Blue Bird) und eine alte halbgefüllte Rose. Und eine Diervilla splendens - unkompliziert und auch für Hummeln.

In Töpfen blühen im Moment: Lavendel, Echter Gamander, Gelbe Skabiose, Färberkamille, Ysop, Hauswurz, Rundblättrige Glockenblume (der Hit bei allen Fluginsekten), Ausdauerndes Sandglöckchen, Veronica longifolia Blue Martje, weiße Katzenminze, Indianernessel, überwinterter Schopflavendel in der Nachblüte, eine kleine Campanula in der Sorte Bavaria Blue, Berglauch.

Ein großer, geretteter Zitronenbaum blüht auch.

Verteilt im Vorgarten im Beet und unter den Sträuchern blühen jetzt Nesselblättrige Glockenblume, Rapunzelglockenblume, Natternkopf (hat sich selbst in Ritzen ausgesät), Sedum Weihenstephaner Gold, wilde Nachtkerzen, Ziest Hummelo, Himalaya-Storchschnabel, ein weiterer in Rosa, Feldthymian (ja, sogar bei mir im Lehm, ich freue mich), Jungfer im Grünen.

Es ist nicht alles heimisch, aber mit Liebe ausgewählt und ich habe immer drauf geachtet, daß die Pflanzen Insekten Nahrung bieten. Einige der Pflanzen habe ich auch aus Gartencentern vor dem Wegwerfen gerettet.

Die alte Rose darf bleiben, weil sie eben alt ist und weil gelegentlich Raupen in den Blüten sind. Sie scheint außerdem auch etwas Nektar zu produzieren, weil hin und wieder mal eine Hummel arg beschäftigt damit erscheint.

Dafür, daß der Vorgarten so klein ist und vor dem Hauskauf nichts als langweilige Beetrosen und Rasen enthielt, hat er sich in den vergangenen elf Jahren prächtig entwickelt. Mehr Pflanzen kriege ich beim besten Willen nicht unter... :-)

 

 

Hallo@andreamast

Was für eine Fülle :-). Ich habe u.a. gelesen, dass du im Topf die Rundblättrige Glockenblume hast. Ich habe im März 2 dieser Pflanzen ins Magerbeet gesetzt. Sie sind überhaupt nicht gewachsen, nur eine hat einen Blütenstängel entwickelt. Jetzt habe ich eine versuchsweise in einen Topf umgepflanzt. Welche Ansprüche hat sie? Wie pflegst du sie?

Überhaupt habe ich das Gefühl, dass ein Großteil der Pflanzen die ich dieses Jahr erst gepflanzt habe, früh und nur kurz geblüht haben. :roll:

Danke für Dein Lob, ich freue mich drüber! :-)

Ich habe das Wildpflanzen-Topfbuch von Reinhard Witt, welches mich total begeistert, daraus konnte ich viel lernen für die Haltung der Wildstauden im Topf.... Ganz so mager wie im Beet brauchen es die meisten dann doch nicht, weil der Erdraum ja eh so begrenzt ist im Topf. Ein Fehler, den ich früher gemacht habe: ich habe nicht bedacht, daß auch was enthalten sein muß, was das Gieß/Regenwasser halten kann, also doch etwas mehr Humus, gute Pflanzerde, Lehm aus dem Garten...Wenn man fast nur Sand oder Schotter im Topf hat, rinnt das Wasser einfach weg.

Die Campanula rotundifolia habe ich auch dieses Jahr neu gekauft, hätte ich einen Platz im sonnigen Beet frei, hätte ich sie lieber dorthin gesetzt. Aber Sonnenplätze sind Mangelware bei meinem Baum- und Strauchbestand und außerdem habe ich Lehmboden. Im Topf hat sie unten eine Drainage aus Lavamulch und dann habe ich irgendwas gemixt aus Sand, Pflanzerde und ein bißchen Kies und ganz wenig Hornspäne für später. Der Topf ist aus Ton. Ich versuche, mich beim Gießen zu bremsen. Denn nach jedem Tag mit Sonneneinstrahlung hat man die Befürchtung, daß Pflanzen im Topf vertrocknen könnten....

Witt schreibt, daß die heimischen Stauden robuster sind als man glaubt und daß man in den meisten Fällen erst gießt, wenn sie beginnen, die Flügel hängen zu lassen. Trotzdem kostet es mich manchmal Überwindung, die Gießkanne nicht nach vorne zu holen... :-) Ich gieße mit Regenwasser, sonst mache ich nichts weiter mit der zarten Pflanze. Im Beet soll sie sich ja auch ausbreiten. Vielleicht tut Deine also erstmal unterirdisch was, während meine ja nicht kann.

Das tolle Buch habe ich auch. Mit dem Erde-Sand-Kies-Gemisch habe ich meine Töpfe auch bestückt und z.T. auch eine Schicht Lavanulch. Mir geht es genauso wie dir, dass ich ständig gießen möchte. Bis auf den Oregano brauchte bei mir bisher keine Pflanze den Kopf hängen lassen, müsste wohl etwas mehr Mut haben abzuwarten was passiert. Ich glaube, ich habe auch den Fehler gemacht, dass ich zu viele verschieden Pflanzen ins Beet gepflanzt habe. Vielleicht hätte ich mich auf ein paar wenige Sorten, dann aber davon mehrere, beschränken sollen. Aber mir viel die Auswahl so schwer, und das geht mir immer noch so. ;-)

Ich nehme aber auch lieber verschiedene Pflanzen als viele Stauden einer Sorte, einfach aus Platzgründen. Denn die Wünsche sind vielfältig, der Platz ist aber begrenzt. Un wo ich wirklich mal zwei Pflanzen nehme, wie bei der Europ. Trollblume für hinten, da habe ich immer das Problem, daß eine der beiden sich viel besser entwickelt als die andere. Und zwar egal, ob ich sie nebeneinander ins Beet setze oder an zwei verschiedene Standorte.... das nervt mich irgendwie.

Dieser Thread bezieht sich ja auf den Monat Juni und da heute der letzte Tag im Monat ist, will ich noch schnell niederschreiben, was mir an blühenden Pflanzen im rückwärtigen Garten gerade so einfällt. Auch hier habe ich die vergangenen Jahre immerzu aufgerüstet, damit auch nach der Obstbaumblüte noch genug Insektennahrung zur Verfügung steht.

In Töpfen blühen gerade Strauchbasilikum, Tomaten, Mädchenauge, Färberscharte, Zitronenbäumchen, Apfelsinenbäumchen, Chilis, Kapuzinerkresse.

Die große Vogelbeere hat eine kleine Nachblüte (die Rosenkäfer haben es gleich mitbekommen).

Am Teich und in Beeten und irgendwo an Rändern und rund um die Eidechsenburg blüht es auch ganz kräftig: Reste von Fingerhüten, wilde Nachtkerzen, Johanniskraut, zwei Rote Zaunrüben (eine gekauft, eine hat sich ausgesät), Walderdbeeren, Pfennigkraut, Prachtnelke, Braunwurz, Rainfarn, Wiesenstorchschnabel, Waldwitwenblume, Patagonisches Eisenkraut, Currykraut, Fettwiesenmargerite, Süßholztragant, Klebriger Salbei, Mutterkraut, Gelber und Weißer Lerchensporn, Taubnesseln, Mazedonische Witwenblume, Ackerglockenblume, Duftsteinerich, Campanula poscharskyana und glomerata und latifolia und lactiflora, Wildes Stiefmütterchen, Veronica longifolia, Sternmoos, Nachtviole, Mondviole, Berglauch Millenium, Zierlauch Kobold, Orangerotes Habichtskraut (in einer großen Schale), Wiesenwitwenblume, Ästige Graslilie, Borretsch, Muskatellersalbei, Zitronenthymian, Polsterthymian, Lavendel, Färberkamille, Kleiner Odermennig,  Moschusmalve, Wilde Malve, Rosenmalve, Thüringer Strauchpappel, Sterndolde, Ringelblumen, Mauerzimbelkraut, Wasserdost, Wirbeldost (zugewandert), Phacelia, Rote und Weiße Lichtnelke, Hornklee, Weißklee, Seerosen, Echter Baldrian,  Gewöhnliches Leinkraut, einjähriger Lein, Wilde Möhre, Hainsalbei, Trollblume, Mannstreu, Wegwarte, Sedum Red Carpet, Sumpfziest...

Dafür, daß mein Garten nicht so riesig ist und viel Platz von Bäumen und Sträuchern besetzt ist, habe ich an Stauden doch einiges angesammelt in den letzten Jahren. Und etliches kommt ja erst noch zur Blüte... Ich bin zufrieden mit meinen Anstrengungen, aber es tun sich doch immer wieder Pflanzenwünsche auf. Aber das kennt Ihr ja von Euch selbst.... :-)

Das war jetzt reine Gedächtnisleistung, sicher habe ich noch ein paar vergessen. Ich habe von vielen Pflanzen die Wildform, weil ich immer mehr eintauche in das faszinierende Zusammenspiel von Wildstauden und Insekten. Außerdem finde ich meist die Wildform viel ansprechender als etwas Aufgeblasenes und Künstliches.

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