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Umrandungen, Begrenzungen, Einfassungen


Aus Anlass meines gerade im Entstehen begriffenen Waldbeets würde mich interessieren, was ihr so als Einfassung verwendet bzw. wie ihr die Begrenzungen eurer Beete gestaltet.

Dachziegel (gestapelt) scheinen ja sehr beliebt in der Ertragszone zu sein. Den Vorschlag, sie senkrecht einzugraben, habe ich auch irgendwo gelesen, darauf wäre ich selber nicht gekommen.

Für (erhöhte) Hotspots finde ich persönlich kleine Trockenmauern aus grob behauenen Steinen oft sehr ansprechend.

Unser Kalkmagerbeet haben wir ebenerdig mit alten Scheunenziegeln eingefasst, die wir in einem Splittbett verlegt haben (siehe Bild 1).

Mit unregelmäßigen Steinen (einfach lose nebeneinandergelegt) habe ich auch schon einmal experimentiert, die waren allerdings innerhalb eines Jahres fast komplett von Gras durch- und überwachsen.

Für unser Waldbeet in spe würde sich thematisch ja Totholz anbieten, aber da fehlt mir noch ein bisschen die konkrete Inspiration...

Wenn es nahezu unsichtbar sein soll, gibt es ja auch noch Rasenkanten (z.B. aus Cortenstahl).

Was habt ihr denn so für kreative Lösungen für die Umrandung eurer Blumenbeete, Hotspots usw.? Oder stecht ihr immer das Gras ab, das reinwächst? Ich bin gespannt. :-)

Auf Bild 2 seht ihr den noch nackigen Bereich (ohne Bepflanzung, ohne Laubschicht,  ohne Stein-/Totholz- oder sonstige Deko), über dessen Einfriedung ich mir gerade Gedanken mache. Aber die Frage wollte ich euch auch unabhängig davon schon einmal stellen. ;-)

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Lena und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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Wir haben teilweise "gerahmte" Beete, da kommen meist Steine und dickere Tothölzer in unregelmäßigem Wechsel hin. Aber Du hast recht, da muß man wohl ab und an jäten ;-)

Auch öfter vergrabe ich Rasenkantenbleche, sodaß sie quasi nicht zu sehen sind. Das dient als Wurzelsperre gegen Gras/Rasen und funktioniert sehr gut. Die kann man auch in geschwungene Formen biegen etc.

Tillivilla hat auf diesen Beitrag reagiert.
Tillivilla
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Ich benutze auch gerne Ziegelsteine, Dachziegel jediglicher Art und auch Natursteine zum Einfassen der Beete.

Damit die Beeteinfassungen nicht gleich wieder so stark von Gras überwachsen werden und man nicht so oft die Grasschere einsetzen muss, kann man gut rosettenartige Wildblumen davor pflanzen. Dazu bieten sich z.B. Gänseblümchen, Habichtskräuter oder Mageriten an, die verdrängen auch gut das Gras.

 

Andere Ideen aus Ziegeln, auch Beeteinfassungen findest du hier in diesem kürzlich neu eröffneten Thread:

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@dorfgaertner : Ja, mir ist die Idee mit versenkten Rasenkanten irgendwie auch ganz sympathisch. Allerdings hatte ich sowas noch nie in der Hand und kann mir das vom Handling her nicht so recht vorstellen, besonders wenn's geschwungen sein soll... aber wenn man zu zweit ist, geht's wahrscheinlich.

@simbienchen : Aah, das mit den rosettenartigen Wildblumen an den Stellen, wo die Steine zusammenstoßen, ist ja eine gute Idee! Das kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass das funktionieren könnte. *tüfteltüftel*

Im Sommer durfte ich übrigens einen sehr schönen Garten besuchen, wo bei einem Beet alte Ziegel (nicht Dachziegel) schräg eingegraben waren, sodass quasi ein "halbes" Fischgrätmuster entstand. Leider habe ich kein Foto, aber das Ergebnis sah ungefähr so aus, falls man sich das vorstellen kann:

///////////////// (nur etwas stärker geneigt, im 45-Grad-Winkel). Fand ich auch originell.

Simbienchen und Dorothee haben auf diesen Beitrag reagiert.
SimbienchenDorothee

Ich könnte eure Hilfe brauchen:

Im Vorgarten habe ich mein großes Magerbeet (oberes Bild, oben rechts) - wild und schön. Die Pflanzen wachsen wie irre und verrückt und jedes Jahr verschwinden meine Wege, weil die Pflanzen z.B. bei Sturm oder starkem Regen kippen. Ich bräuchte eine Idee für eine Umrandung, die im Sommer die Pflanzen quasi im Beet hält, die aber trotzdem so "leicht" wie möglich sein sollte. Im Vorgarten möchte ich nichts Massives wie z.B. einen hohen Flechtzaun oder sowas, zumal im Winter ja der Bewuchs im Beet sehr flach ist. Ich hab so überhaupt keine Idee

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Zitat von Yorela am 19. September 2021, 17:58 Uhr

Ich könnte eure Hilfe brauchen:

Im Vorgarten habe ich mein großes Magerbeet (oberes Bild, oben rechts) - wild und schön. Die Pflanzen wachsen wie irre und verrückt und jedes Jahr verschwinden meine Wege, weil die Pflanzen z.B. bei Sturm oder starkem Regen kippen. Ich bräuchte eine Idee für eine Umrandung, die im Sommer die Pflanzen quasi im Beet hält, die aber trotzdem so "leicht" wie möglich sein sollte. Im Vorgarten möchte ich nichts Massives wie z.B. einen hohen Flechtzaun oder sowas, zumal im Winter ja der Bewuchs im Beet sehr flach ist. Ich hab so überhaupt keine Idee

Wie hoch darfs denn werden? Es gibt jedenfalls diese Staketenzäune (bei manchen Anbietern) in nahezu allen Höhen, bis runter zu 30 oder 35 cm. Die finde ich auf jeden Fall immer schön und sie sind optisch zurückhaltend.
Wenn Du bastelaffin bist und reichlich Weidenruten zur Hand hast, könnte ich mir auch einen niedrigen (so 45-55cm) Zaun vorstellen, bei dem Du zwischen dickeren "Pfosten"-Weidenruten zwei horizontale Stränge (also 3-5 Weidenruten eingedreht/gebündelt) einknotest. Ein bißchen wie ein Holzzaun einer Weide, nur eben in klein:

(Q: https://www.rutjespferdeboxen .de/wp-content/uploads/2018/05/houten-doorsteek-omheining-ronde-liggers-ronde-palen-.jpg )

Yorela und Gsaelzbaer haben auf diesen Beitrag reagiert.
YorelaGsaelzbaer
»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster

Also ich hätte jetzt auch einen nur ca. 50-80 cm hohen Stacketenzaun wie der Dorfgärtner empfohlen. Die sind echt schnieke, so heimelig irgendwie. Die gibts sogar mit unterschiedlichen Abständen der einzelnen Staketen, also ein etwas dichterer Zaun oder eben luftiger. Und da macht sich eine Zaunrübe toll dran ;-)

Yorela hat auf diesen Beitrag reagiert.
Yorela
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)

Weiden hab ich leider keine, meine sind alle noch ganz klein. Aber so ein Staketenzaun "in selbstgemacht" hat was. Durch das Fällen von vier Bäumen letztes Jahr hab ich genug anderes Totholz hier rumliegen, vielleicht finde ich ja ein paar gerade gewachsene Äste, mit denen ich irgendetwas in der Art realisieren kann.

Danke euch Beiden, ihr habt mir sehr geholfen. :-)

Zitat von Yorela am 19. September 2021, 17:58 Uhr

Die Pflanzen wachsen wie irre und verrückt und jedes Jahr verschwinden meine Wege, weil die Pflanzen z.B. bei Sturm oder starkem Regen kippen. Ich bräuchte eine Idee für eine Umrandung, die im Sommer die Pflanzen quasi im Beet hält, die aber trotzdem so "leicht" wie möglich sein sollte.

Eigentlich gibt man hohen Stauden eine Stütze oder bindet sie an um das kippen zu vermeiden. Da braucht es doch nur einen Stecken und ein wenig Bindeband. Ich nehm da immer was grad da ist, gut gehen auch Zweige die man als Stütze in die Stauden steckt. Eine Umrandung ist dann nicht nötig und ohne sieht ein Beet auch schöner aus.

Yorela hat auf diesen Beitrag reagiert.
Yorela
Viele Gärtner haben eine Meise
Zitat von Amarille am 19. September 2021, 23:37 Uhr

Eigentlich gibt man hohen Stauden eine Stütze oder bindet sie an um das kippen zu vermeiden. Da braucht es doch nur einen Stecken und ein wenig Bindeband. Ich nehm da immer was grad da ist, gut gehen auch Zweige die man als Stütze in die Stauden steckt. Eine Umrandung ist dann nicht nötig und ohne sieht ein Beet auch schöner aus.

Ja, eigentlich schon, aber das ist eine absolute Wildwiese, da wächst alles kreuz und quer und nicht nur durcheinander, sondern auch inneinander. Ich bin mir nicht sicher, ob Anbinden in diesem Fall praktikabel ist, ich müsste wahrscheinlich spätestens alle vier Wochen alles prüfen und nachbessern.

Im Hauptgarten habe ich aber gerade ein Areal für eine "Area noctae" - also ein Beet speziell für Nachtfalter & Co - ausheben lassen, weil der Bagger wegen der Zisterne eh gerade vor Ort war. Dort soll alles strukturierter werden und die Stauden bekommen dann genau die von dir beschriebene Stütze. :-)

 

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