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Neue Studie bezüglich gravierender Abnahme unserer Pflanzendiversität

Zitat von Amarille am 12. Mai 2021, 21:49 Uhr
Zitat von Gsaelzbaer am 12. Mai 2021, 21:33 Uhr

Einige von euch sind ja Mitglieder im Naturgarten e.V.

Was hat man denn davon konkret? Außer dem Heft meine ich.

Du kannst dort aktiv mitarbeiten, eine Landesstelle ist in Heilbronn, du kannst dort am Fotowettbewerb mitmachen, du kannst dort dein Hortus vorstellen....siehe Naturgarten.org
Allein die Hefte, 1x im Quartal, sind jeden Euro wert. Ach den Jahresbeitrag kannste von der Steuer als Spende absetzen :-)

Was meinst du mit aktiv mitarbeiten, um was geht es da? Meine Frage ist, ist das dann ähnlich dem Nabu?

Der Rest ist jetzt nicht so interessant für mich....

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
Zitat von Gsaelzbaer am 12. Mai 2021, 22:04 Uhr
Zitat von Amarille am 12. Mai 2021, 21:49 Uhr
Zitat von Gsaelzbaer am 12. Mai 2021, 21:33 Uhr

Einige von euch sind ja Mitglieder im Naturgarten e.V.

Was hat man denn davon konkret? Außer dem Heft meine ich.

Du kannst dort aktiv mitarbeiten, eine Landesstelle ist in Heilbronn, du kannst dort am Fotowettbewerb mitmachen, du kannst dort dein Hortus vorstellen....siehe Naturgarten.org
Allein die Hefte, 1x im Quartal, sind jeden Euro wert. Ach den Jahresbeitrag kannste von der Steuer als Spende absetzen :-)

Was meinst du mit aktiv mitarbeiten, um was geht es da? Meine Frage ist, ist das dann ähnlich dem Nabu?

Der Rest ist jetzt nicht so interessant für mich....

Les dich halt mal selbst ein, es gibt auch Regionalgruppen. Über Newsletters kommen direkt Infos, auch wenn man Mitglieder zur Hilfe sucht, wie z.B. bei der Gartenschau vor 2 Jahren in HN. Dort waren sie ganz groß dabei, immer mit ehrenamtlichen Mitgliedern. Es werden auch oft Seminare angeboten, oft in der Nähe, da trifft man dann auch Gleichgesinnte. Seit Corona ist da natürlich nicht mehr viel passiert. Naturgarten eV mit dem Nabu zu vergleichen geht gar nicht, da würde der NABU ziemlich blass aussehen.

Gsaelzbaer hat auf diesen Beitrag reagiert.
Gsaelzbaer
Viele Gärtner haben eine Meise

Man hat auch Zugriff auf Kontaktdaten zu Mitgliedern, kann schauen, ob jemand in der Nähe wohnt und den bei Bedarf anschreiben, um sich kennenzulernen oder vielleicht den Garten anzuschauen. Und mit dem Beitritt stärkt man den Verein und seine Position wie das hier im Forum ja auch passiert. Ein Forum  mit 1600 Usern ist besser aufgestellt, als eines mit 50.

Zitat von Tillivilla am 12. Mai 2021, 21:04 Uhr

Umwelttrauer... irgendwie hat es was Tröstliches, dieses Gefühl nun endlich benennen zu können, das mich immer häufiger und in immer kürzeren Abständen befällt. Und das nicht nur bei Medienberichten zur Abnahme der Artenvielfalt.

Als begeisterte Läuferin komme ich viel im gesamten Stadtgebiet herum und erlebe leider so viel aus nächster Nähe mit, was hier an der Natur verbrochen wird. Mir scheint, für jede positive Aktion (mit der sich dann natürlich reichlich in den Lokal- und Sozialmedien gerühmt wird) passieren drei schreckliche, über die man so weit wie möglich den Mantel des Schweigens breiten möchte. Mittlerweile haben sich zwar Gruppierungen gebildet, die dem Treiben Einhalt gebieten möchten, aber hoffentlich ist es kein Kampf gegen Windmühlen. Ich möchte gar nicht im Detail darauf eingehen, was mir allein in den letzten Monaten alles hier untergekommen ist, denn das zieht mich nur wieder runter... zumindest eine Sache wurde (dank den Grünen) jetzt aber mittendrin gestoppt und bekommt ein gerichtliches Nachspiel, man darf ein wenig hoffen.

Durch das Hortus-Netzwerk bin ich aber mittlerweile so dafür sensibilisiert, welchen Unterschied Privatgärten machen können, dass mich Umwelttrauer auch in ganz anderen Situationen befällt - nämlich beim Blick in fremde Gärten. Dank dem Netzwerk und Stapeln von Büchern, die ich in weiterer Folge zum Thema naturnahes Gärtnern gelesen habe, und auch dank der Beobachtungen in meinem eigenen Hortus schmerzt der Anblick von Thujen, Kirschlorbeerhecken, Forsythien, Rollrasen und Vorgarten-Schotterwüsten mittlerweile nicht nur mein Auge, sondern auch mein Herz so sehr, dass ich im Vorbeilaufen manchmal wie verwundet aufheulen möchte. Klingt theatralisch, aber euch kann ich es ja verraten, ihr seid ja genauso drauf. :rotwerd:

Ich komme dann oft ins Philosophieren und vom Hundertsten ins Tausendste, und an besonders schlechten Tagen lande ich dann dabei, dass unser Planet in einer Milliarde Jahren sowieso einer Sternenexplosion zum Opfer fällt und im Prinzip alles für die Katz ist, was wir hier veranstalten.

Aber an den meisten Tagen geht's eh bald wieder. :-D

Das ist alles kein Stück theatralisch... Du hast es sooo treffend beschrieben, meine Liebe. Ich drehe mich genauso manchmal weg, wenn ich weiß, daß ich gleich an so einem vergewaltigten Garten vorbeikommen werde.... :-(   Für jeden so tollen neuen Baum sind davor 20 gefällt worden... von denen aber keiner mehr spricht.

Es tut sehr gut zu wissen, daß es hier so viele Menschen gibt, die so denken und empfinden und mitleiden wie man selbst. Wir alle bilden ein großes Netz und fangen einander auf.

Tillivilla, Dorothee und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
TillivillaDorotheeGsaelzbaerAmarille
Zitat von Gsaelzbaer am 12. Mai 2021, 21:10 Uhr

Eine Milliarde Jahre sagst du, naja, wenn es die Menschen vielleicht noch 2,3 Tausend Jahre gibt, so hat die Natur noch eine gute zeitlang ihre Ruhe und kann sich austoben

So lange gibst Du der Menschheit noch?! Du mußt ja wirklich als Kind in einen Kessel voll Optimismus gefallen sein (Oder, wenn man es genau nimmt: eigentlich ist ein so langes Fortbestehen der Menschheit anzunehmen Pessimismus )

»Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.« – Karl Foerster
Zitat von Dorfgärtner am 13. Mai 2021, 2:24 Uhr
Zitat von Gsaelzbaer am 12. Mai 2021, 21:10 Uhr

Eine Milliarde Jahre sagst du, naja, wenn es die Menschen vielleicht noch 2,3 Tausend Jahre gibt, so hat die Natur noch eine gute zeitlang ihre Ruhe und kann sich austoben

So lange gibst Du der Menschheit noch?! Du mußt ja wirklich als Kind in einen Kessel voll Optimismus gefallen sein (Oder, wenn man es genau nimmt: eigentlich ist ein so langes Fortbestehen der Menschheit anzunehmen Pessimismus )

Ich habe ja nicht gesagt WIE VIELE es von uns dezimierterweise dann noch gibt!

Dorfgärtner hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dorfgärtner
Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. (Victor Hugo)
Zitat von Malefiz am 29. März 2021, 7:58 Uhr

@flora

So etwas kommt durch mangelde Bildung. Jetzt sieht man während Corona noch deutlicher als vorher was für die Bildung unserer Kinder ausgegeben wird. Immer mehr bleibt bei den Eltern hängen, die Nachhilfe geben oder diese bezahlen.

 

Mein Vater konnte Raubvögel durch den Blick in den Himmel am Muster der Federn erkennen, kannte mehr Vögel als ich vermutlich gesehen. Ich habe das "Erkennen" nicht mehr erlernt. Was ich als Elternteil vom Schulstoff meines Sohnes mitlernte, im Verhältnis zwischen 42 (35) Wochen-Schulstunden, mit  genau 1x Heimat und Sachkunde Unterricht, wundert mich das nicht.

Selbst wenn Kinder einen Faible für ein Sachgebiet entwickeln, quasi mehr wissen, als der Lehrer, werden sie maßgeregelt. Natur kommt im Unterricht so gesehen nicht vor. Sogar im Kindergarten erlernen Sie nichts - so mein Empfinden und Erfahrung.

Um so wertvoller ist, wenn mir dann am Vorgarten Menschen begegnen, dessen Kinder durch den Vorgarten angeregt wurden, etwas wildes zu pflanzen - und mich dies wissen lassen. Dieses Welt vernetzen - in allen Ehren - aber was haben wir aktuell davon? Was werden unsere Kinder davon haben?

Es ist bestimmt schön, den Dschungel am Amazonas zu retten, dafür lassen Wir Rhein, Mosel und Elbe in engen Betten fließen; Es ist bestimmt lobenswert E-Autos zu fahren, doch ihre Produktion vergiftet Peru, für Silizium-Kristalle?! Oder der Bio-Zusatz in Benzin und Diesel, wo in Asien die letzten Urwälder fallen - um uns (mit, durch Schweröl betriebene, stinkenden Pötten geliefert) mit Palmöl zu versorgen.

Am Ende können wir nur retten, was vor unserer Haustüre liegt. Auf das Alles-drumherum haben wir null Einfluss. Und auch nur begrenzt Zeit. jeder für sich nur eine Lebensspanne. Machen wir das bestmögliche daraus.

Frei nach dem Motto: Global denken, lokal handeln.

 

Ich habe ja schon geschrieben, dass ich seit kurzem in der Ortsgruppe des NABU aktiv bin. Es scheint dort wohl üblich zu sein, dass im Frühjahr verschiedene Projekte geplant werden, die dann bis zum Jahresende umgesetzt werden sollen. Leider sind wir eine recht kleine Gruppe, zumindest die wirklich aktiven, nur die Frauen scheinen richtig engagiert zu sein und das Durchschnitalter ist auch schon höher. In Anbetracht dessen, werden nicht alle Projekte verwirklicht werden können, aber dann vielleicht im nächsten Jahr. Blöd ist auch, dass die ganze Komunikation schriftlich läuft, wegen Corona.

Umgesetzt wird ab nächster Woche, ein 30qm Gelände einer Firma in eine Blühwiese zu verwandeln.

Geplant ist, die hiesigen Besitzer von Pferdeweiden zu fragen, ob wir rings um die Weiden Blühstreifen anlegen können.

Dann folgt noch der Bau von Nistkästen für Vögel, die lieber im ruhigeren Teil des Waldstücks brüten. Es gibt hier wohl einen recht jungen Waldabschnitt, in dem es halt keine alten Bäume mit natürlichen Höhlen gibt.

Die Bauern sollen gefragt werden, ob wir Nisthilfen für die Rsuchschwalben in ihren Ställen anbringen können. Das Problem sind die riesigen modernen Offställe, die wohl keine Nistmöglichkeit bieten und zu dem auch extrem zugig sind. Ebenso wollen wir Pferdestallbesitzer fragen, ob wir dort etwas für die Rauchschwalben tun können.

Ich bringe jetzt noch die Gestaltung eines Igelgartens ins Geschhen mit ein. Was sich allerdings über einen langen Zeitraum erstrecken wird.

Mal schauen, was wir bis Ende des Jahres geschafft haben. Aber ich denke, es ist wie mit dem eigenen Garten, es braucht Zeit. Frei nach dem Motto:

Machen ist wie wollen, nur krasser.

:schaufel:

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