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Mischkultur und ihre positiven Eigenschaften

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(Übernahme aus dem alten  Forum)

Monokultur - das Gegenteil von Mischkultur

Monokultur meint den Anbau einer einzigen Kulturpflanzenart über einen langen Zeitraum an gleicher Stelle. In der konventionellen Landwirtschaft sieht man kaum mehr Anderes. Futtermais, Raps oder die Standardgetreide wachsen so weit das Auge reicht. Im Großen wie im Kleinen laugen die Böden durch Monokultur aus. Nährstoffe müssen dann von außen in Form von Düngern zugeführt werden. Pflanzen nehmen aber nicht nur Nährstoffe aus dem Boden auf, sondern geben auch Stoffwechselprodukte an den Boden ab, die sich dort ungünstigerweise anreichern.
Krankheiten und Schädlinge haben auf Monokulturflächen leichtes Spiel. Der Boden wird müde und zwangsernährt und kaum ein Tier findet hier Lebensraum oder Nahrungsquellen.

Mischkultur 
Die Natur hat das Mischkulturprinzip erfunden. Über Jahrtausende haben sich hier Pflanzen zusammengefunden, die sich einen Standort teilen, einander gute Nachbarn sind und von einander profitieren. Auch Tiere sind in die ausgetüfftelten Mischkulturprozesse der Natur integriert. Am Beispiel der vielen oligolektischen, also auf eine Pflanzenart als Nahrung oder Lebensraum spezialisierten Insekten sehen wir derzeit, wie das Verschwinden heimischer Pflanzenvielfalt auch deren Verschwinden nach sich zieht. Die Pflanzen brauchen Bestäuber – die Bestäuber brauchen (ihre) Pflanzen.
Je abwechslungsreicher ich meine Ertragszone bepflanze, desto gesünder werden Boden und Pflanzen sein. Eine Kombination aus Gemüsen, Früchten, Blühpflanzen und Kräutern ist optimal.

Youtube – Schätze
kurz und knapp zu Mischkultur:

ausführlich und sehr bereichernd erklärt von Margarete Langerhorst:

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Zum Glück kommen wenigstens immer mehr Waldbesitzer vom früheren Fichtenacker ab und setzen auf naturnahen Mischwald. Die flächendeckende Plattmachung von Fichtenplantagen durch diverse Orkane hat wenigstens den Waldbesitzern gezeigt, daß Monokultur der falsche Weg ist.

Zitat von Martin Hahn am 21. Februar 2019, 21:07 Uhr

Zum Glück kommen wenigstens immer mehr Waldbesitzer vom früheren Fichtenacker ab und setzen auf naturnahen Mischwald. Die flächendeckende Plattmachung von Fichtenplantagen durch diverse Orkane hat wenigstens den Waldbesitzern gezeigt, daß Monokultur der falsche Weg ist.

Zwangsläufig. Die Trockenheit und der Borkenkäfer haben große Schäden angerichtet. Mein Vater will jetzt Lärchen setzen, was mir Bauchweh macht, aber dazwischen stehen einige Eichen, die wild aufgegangen sind. Ich versuche ihn dazu zu bewegen, auch Buchen dazwischen zu stellen.

Tatsächlich treibt mir der Gedanke um, dort einiges anzusiedeln, was etwas mehr Vielfalt reinbringt. - Mein Vater ist allerdings keiner, der seinen Wald ordentlich und sauber hält. Brombeeren gibt's da so einige, z.B.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Ihr wisst schon , dass dieses Thema die Mischkultur der Ertragszone meint ?

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Simbienchen am 1. März 2019, 8:13 Uhr

Ihr wisst schon , dass dieses Thema die Mischkultur der Ertragszone meint ?

Jaha, aaaaber, es ist ein Ertragswald. :P

Spaß bei Seite: Ich hab Zwiebeln zwischen den Erdbeeren und Gurken neben Kohl. Das geht so.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Zum Thema Mischkultur und Fruchtfolgen haben Sascha (YouTube-Kanal "Selfbio") und Marcel ein Video gemacht, dass alle Typen an Pflanzpartnerschaften vorstellt (gegenseitiger Schutz vor Krankheiten/Schädlingen, Nährstoffe, Wurzelsysteme etc.):

Interessant finde ich auch Indianer-Beet mit den "drei Schwestern": Mais als Starkzehrer und Tiefwurzler, an dem Bohnen als Stickstoffsammler hochwachsen können, unterpflanzt mit Kürbis (Starkzehrer + Flachwurzler), der den Boden beschattet. Hat das mal jemand von euch ausprobiert?

Zitat von Simbienchen am 1. März 2019, 8:13 Uhr

Ihr wisst schon , dass dieses Thema die Mischkultur der Ertragszone meint ?

auch der Wald ist eine Ertragszone wenn gleich ihn nicht jeder hat.

Was hat du gegen Lärchen, @brunnladesch ?

 

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

 

Zitatvon Malefiz am 23. November 2019, 4:10 Uhr
Zitat von Simbienchen am 1. März 2019, 8:13 Uhr

Ihr wisst schon , dass dieses Thema die Mischkultur der Ertragszone meint ?

auch der Wald ist eine Ertragszone wenn gleich ihn nicht jeder hat.

Was hat du gegen Lärchen, @brunnladesch ?

 

Dann bitte ausführlich über den Ertragswald berichten in einem eigenen Thread

Hier beziehen wir uns bitte nur auf die Mischkultur in der Ertragszone , wie es in einem Drei-Zonen-Garten gemeint ist, die zwar eine vielfältige Nutzgartenfläche ist, aber keinen Wald meint...

Edit: gerade gesehen, ist schon geschehen!

Lieben Dank @erebus

https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/ertragswald-baeume-klimawandel/#postid-7737

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Einfache Mischukultur nach Mischukulturabelle, bei der Gemüsearten, Kräuter und Blumen nach dem „ Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn“ - Prinzip kombiniert werden, ist ein guter Einstieg. Kniffeliger wird‘s, wenn zusätzlich im Fruchtwechsel und mit Vor- und  Nachkulturen angebaut wird. Wir probieren da seit ein paar Jahren rum, werden aber zunehmend wieder intuitiver. Mutig zu mischen - so dass viele Kräuter und Blühpflanzen wie Ringelblume, Malve, Kapuzinerkresse, Borretsch, Gewürztagetes  usw. ein Plätzchen haben, finde ich das Effektivste. Es ist eine wichtige Stütze beim biologischen Pflanzenschutz, schenkt den (Bestäuber)Insekten Nahrung unterstützt oft Wachstum und Geschmack des Gemüses, die Kräuter und Blüten sind ebenfalls essbar und es sieht klasse aus.

Die Drei Schwestern haben wir ausprobiert. Es klappt, war bei uns aber nicht der Burner. Alles war leicht mickerig.  Kann aber auch an der Trockenheit gelegen haben.

Im Moment planen wir für die nächste Saison die Mischkultur nach Wurzelform zu Pflanzen, um den Bodenraum optimal zu nutzen. Zusätzlich werden wir schauen, dass wir keine Pflanzen der selben Pflanzenfamilie nebeneinander stellen, weil sich das oft nicht verträgt.

Wir zeichnen Pläne, weil es doch recht unübersichtlich und vielschichtig zu planen ist und viele Pflanzen, wie Kohl,  erst nach 2-5 Jahren wieder an die selbe Stelle dürfen. Da hilft es, wenn nachgeschaut werden kann, was 2017 auf den Beeten los war.

@evelyn

Ich habe dieses Jahr eine Wurmfarm aus Knochensteinen in meine Ertragszone gebaut gehabt. Um sie zu beschatten und dass sie sich nicht so aufheizt, habe ich Mais und Bohnen um sie herum gepflanzt. Die Bohnen sind sowohl am Mais als auch an den Bohnenstangen hochgerankt, je nachdem was besser für sie erreichbar war.

Der Mais hat wunderbar von der Strahlungswärme der Knochensteine profitiert. Insgesamt war das ein wundervolles Projekt. Auch die Regenwürmer haben sich darin wunderbar vermehrt. Zwischen Mais und Bohnen wuchsen Ringelblumen...

Wenn dich dieses kleine Projekt interessiert, kannst du es dir in diesem Thread etwas ausführlicher ansehen...

https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/naturmodule-in-der-ertragszone/

 

Kürbisse hatte ich an anderen Stellen gepflanzt, wo sie sich ausbreiten konnten.

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
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