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Hortus St. Elisabeth

Das ist spannend! Wir haben ja alle so unsere Erfahrungen mit Nachbarn, Verwandten, Bekannten und deshalb ist es immer interessant zu erfahren, wie das Umfeld so reagiert.

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Marissa

Heute bin ich mal wieder mit der Schere herumgekrabbelt. Ich kann mich nie so richtig entscheiden, ob ich jetzt Wildkräutern oder Wildsträuchern den Vorrang geben soll. Jetzt taten mir jedenfalls die halb erstickten, erwürgten, erdrückten und an den Wurzeln bedrängten Jungsträucher leid genug, dass ich mich mal auf die Suche nach ihnen machte. Gesehen habe ich sie schon lange nicht mehr, denn es herrscht ja Riesenwuchs bei den Stauden dieses Jahr.

Nach etwa drei Stunden hatte ich 4 Sträucher sorgfältig freigelegt. Es musste ja mit jedem Kräutlein erst ewig diskutiert werden, ob es bleiben oder sich versamen darf oder in welcher Höhe es zurückgeschnitten werden möchte.

Den Sträuchern geht es den Umständen entsprechend gut. Mit mir als Gärtnerin braucht es halt schon einen starken Überlebenswillen. "Nur die Harten...!" Aber die meisten von ihnen besitzen Dornen und haben sich auf ihre Weise für die mangelnde Pflege gerächt.

Zwischendurch entdeckte ich mehrere Neuzugänge und das ist für mich wie Weihnachten, Ostern und Ausgleich für alle verpassten Feste seit es Corona gibt zusammen.

Bild 1: Ja, wo sind sie denn, die Sträucher???
Bild 2: Bitte sei eine Wilde Karde! Es muss sich gelohnt haben, dass ich mir beim Spaziergang die Finger zerstochen habe beim Samen sammeln!
Bild 3: Der Odermennig hat ganz unentdeckt geblüht in der grünen Hölle.
Bild 4: Odermennig-Blätter - insgesamt schwache Ausbeute bis jetzt, wenn man bedenkt wie viele Samen ich davon gekauft hatte.
Bild 5: Flachblättriger Mannstreu - die schon wieder vergessene Initialpflanzung setzt sich hübsch lila in Szene.
Bild 6: Samenstände des Wiesenbocksbarts zwischen Färberkamille und Wegwarte eingeklemmt. Der war wohl im Begrüßungsgeschenk von Simbienchen enthalten, oder?

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Der war wohl im Begrüßungsgeschenk von Simbienchen enthalten, oder?

Kann ich dir leider nicht sagen, da es ja eine Überraschungsmischung von Markus war! Er hatte mir die Zusammensetzung auch nicht verraten...

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Marissa
" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

"Ordnung ist das halbe Leben!",

hörte ich als Kind häufig und wundere mich bis heute über diesen Spruch. Was ist das halbe Leben und wie sieht die andere Hälfte aus? Ergäbe der Umkehrschluss genauso viel Sinn, also "Unordung ist das halbe Leben!"?

Der Garten lehrt uns etwas anderes, nämlich "Unordnung ist das ganze Leben!" Und der Umkehrschluss stimmt dann leider auch.

 

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Simbienchen, tree12 und 4 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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Ich kenn nur den Spruch "wer Ordnung hält ist nur zu faul zum suchen"

Viele Gärtner haben eine Meise

Und ich kenne den Spruch: Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.

Hat übrigens kein Geringerer als Albert Einstein formuliert.   Nun ja.... dann heißt das vielleicht, wenn man unsere Gärten für unordentlich hält, dass sie schlicht und einfach nur genial sind. 

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Willst du wertvolle Dinge sehen, so brauchst du nur dorthin zu blicken, wohin die Menge nicht sieht. (Laotse)
Zitat von KataFux am 30. Juli 2021, 14:26 Uhr

Und ich kenne den Spruch: Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.

Hat übrigens kein Geringerer als Albert Einstein formuliert.   Nun ja.... dann heißt das vielleicht, wenn man unsere Gärten für unordentlich hält, dass sie schlicht und einfach nur genial sind. 

Also diese Sichtweise gefällt mir sehr!! Eigentlich wusste ich ja schon immer, dass in einem Hortus nur ein Genie am Werk sein kann...

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Das Distelmonster spielt Frau Holle.

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KataFuxFrauke

So ein schneiendes Distelmonster hatte ich vor 4 Jahren Garten. Das Monster ist weg, die Ableger durch die Samen gehen heute noch in allen Ecken auf. Das schlimme ist das die Stacheln fast wie die von einem Kaktus sind, ich bin mal unbeabsichtig barfuss in einen kleinen Sämling gelatscht und hatte danach richtig lange Probleme. Auch wenn die Insekten diese Distel mögen, ich mag sie nicht mehr in meinem kleinen Garten und entferne jede kleine Pflanze. Aber irgendwie sind die jahrelang keimfähig. Eigentlich eine geeignete Pflanze für besonders nette Nachbarn mit ihren Steinwüsten.

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tree12MarissaKataFux
Viele Gärtner haben eine Meise

@amarille, barfuß durch den Garten darf ich schon lange nicht mehr gehen. Das gehörte eigentlich nur in die Zeiten des englischen Rasens. Jetzt scheine ich dagegen die kratzbürstige, chaotische Seite meines Charakters voll im Hortus auszuleben. Das meiste hier hat Stacheln, Borsten, Gift und will die Welt erobern. Dazu kommen noch die ganzen beißenden und stechenden Insekten.

Gestern hatte ich mal wieder Zeit, passendes Wetter und Lust dazu, kleine Sträucher freizulegen. Manche finden es bei mir gar nicht sooo toll. Das Pfaffenhütchen erholt sich nicht vom Raupenbesuch; der Zierholunder, die Felsenbirne und die Aronia kommen (teilweise im zweiten Jahr) überhaupt nicht in Fahrt. Auch schön! Dann darf ich wieder shoppen! Wäre doch traurig, wenn es mal einen Herbst gegeben hätte, ohne Gehölze zu pflanzen.

Stacheliges klappt hier komischerweise immer. Wildrosen, Berberitze, Weißdorn... Gut für die Piepmätze.

Gerade waren 12 Distelfinken zu Besuch. Statt mich vor der Flut der Distelsämlinge zu bewahren, fraßen sie sich in den Wegwarten satt. Ich hatte natürlich gleich ein schlechtes Gewissen, weil ich gestern so viele davon rund um die Gehölze abgeschnitten habe.

Die Stare fallen heute schwarmweise über unsere große Eberesche her.

Fruchtschmuck löst Blütenpracht ab. Bilder: Apfelrose, Kornelkirsche, Zierquitte Zito, Bibernellrose

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