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Beete auf den Winter vorbereiten

Zitat von Robert am 23. September 2019, 17:26 Uhr

Super Tipps danke. Mir fehlt einfach noch die Menge um alles abzudecken

Du kannst auch Kaffesatz und zermörserte Eierschalen drüber streuen...ebenso Kohlblätter und Blattsalatreste aus der Küche...

Vor zwei Jahren gab mein Hortus auch noch nicht genug her. Mittlerweile bedenke ich auch schon den Wintermulch und sammle die Monate vorher schon. Man kann es vorbereiten im Herbst.

Leg jetzt einfach drauf was du hast, dein Boden wird es dir danken....

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Werd ich machen und mal sammeln

Wer Pyramiden nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Horteln nicht unter zwei Jahren bestraft.

Win-Win

..da ich auch nicht genug Material habe für Wintermulch hole ich mir das Laub der riesigen Linde meiner Nachbarin. Unten liegt etwas groberes Material damit das Laub nicht zusammenmatschen kann. Das Ergebnis darunter im Frühjahr war bis jetzt top: ein lockerer, unkrautfreier Boden voll mit Regenwurmhaufen - fertig für die Aussaat.

- und meine Nachbarin ist natürlich auch glücklich, dass sie nicht das ganze Laub wegfahren muss wie bisher.

Zitat von am 30. November 2019, 20:14 Uhr

Win-Win

..da ich auch nicht genug Material habe für Wintermulch hole ich mir das Laub der riesigen Linde meiner Nachbarin. Unten liegt etwas groberes Material damit das Laub nicht zusammenmatschen kann. Das Ergebnis darunter im Frühjahr war bis jetzt top: ein lockerer, unkrautfreier Boden voll mit Regenwurmhaufen - fertig für die Aussaat.

- und meine Nachbarin ist natürlich auch glücklich, dass sie nicht das ganze Laub wegfahren muss wie bisher.

Ja, die Regenwurmhaufen... wir Naturgärtner freuen uns so darüber. In anderen Foren sind die Leute oft entsetzt, wenn ihr englischer Rasen so "verunstaltet" wird und fragen allen Ernstes, was man dagegen unternehmen sollte... Ich fasse das immer gar nicht, sondern sitze kopfschüttelnd und verwundert da. So viele Menschen haben den Bezug zur Natur komplett verloren.... :-(

Ich hab auch ein paar Frage zum Boden.

Bin im Sommer in eine Wohnung mit ca 8qm "Garten" gezogen, der mit Rindenmulch abgedeckt war. Ich hab an einige Stellen den Boden aufgelockert und etwas gepflanzt (Kräuter, Kürbis, Salat, Sonnenblumen usw). Ich würde nächstes Jahr gerne ähnliche Pflanzen setzen, die Kräuter und mehrjährigen Blumen blieben natürlich stehen.

Der Boden ist aktuell großflächig mit ca. 10cm Laubschicht über dem zunehmend zerfallenden Rindenmulch abgedeckt. Ab und zu gebe ich Kompostabfälle zu, wenn grade viel anfällt. An den Stellen, die ich bisher nicht genutzt habe ist der Boden fest und lehmig.

Wie würdet ihr hier mit der Bodenverbesserung vorgehen? Kann ich im Winter noch etwas tun, um die Qualität zu verbessern?

Würdet ihr komplett auf ausgraben verzichten?

Ich würde versuchen, die Fruchtfolge etwas zu rotieren, aber großen Spielraum hab ich dabei halt nicht.

Der Idealfall bei mir im Garten in sechs Worten ist: Nicht wenden, immer bedeckt, immer durchwurzelt. Ich lockere im Herbst (nicht umgraben sondern mit der Grabegabel), säe winterharte Gründüngung (Winterroggen oder anderes Getreide) damit die Lockerheit möglichst lange erhalten bleibt und mulche zwischen den Reihen. Beim Mulch bevorzuge ich den Winter über Laub und fasrigere Reste, weil die aber Stickstoff binden (was im Winter gut ist) muss im Frühjahr mit Rasenschnitt Stickstoff nachgedüngt werden. Einfach mal nach C/N-Verhältnis googeln.

Gut beschrieben ist mein Anbausystem hier: https://www.youtube.com/watch?v=Tw1UMoAJSos (er ist mir aber mehrere Jahre vorraus, so perfekt bin ich nicht)

 

Wenn ein Beet noch recht neu ist und der Boden arg verdichtet würde ich schon graben, aber nicht den Boden wenden und die lebendige Schicht vergraben.

@edina

Ich würde auf den Stellen des Bodens, die noch sehr fest und lehmig sind, den Rindenmulch herunternehmen und den Boden über den Winter mit Laub oder angerottenden Kompost abdecken und arbeiten lassen. Damit kannst du die Bodenqualität deutlich verbessern, denn wahrscheinlich ist es dort noch nicht lebendig genug. Gerade lehmiger Boden hat wenig Humusanteil. Mit mehr Pflanzenanteilen im Mulch kannst du den Humusaufbau dort verbessern.

Was meinst du mit aufs ausgraben verzichten? Das Umgraben ?

Ich würde den Boden im Frühjahr lockern, z. B. mit dem Sauzahn dort Rillen ziehen oder aufharken und immer wieder mulchen. Es wird eine Weile dauern, bis sich die Verdichtung im Boden auflöst. Wenn du dort etwas anpflanzen oder aussäen möchtest, muss die obere Schicht gelockert werden, sonst wächst dort im verdichteten Boden nur schlecht etwas...

Wie Christian vor mir schon schrieb...lockern, aber nicht umgraben.

Fruchtfolge und Mischkultur sind immer gut. Senf bietet sich zur Gründüngung dazwischen auch gut an.

 

 

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Hallo , das vom gmiasObstTierla erwähnte C, (Kohlenstoff)- N(Stickstoff) Verhöltnis ist wirklich wichtig für die Bodengesundheit. Ausserdem ist Kalken , zB. mit Kohlensaurem Kalk wichtig. Dadurch pufferst du zB. die Säure von Rindenmulch und brauchst den nicht zu entfernen. Auch eine Gabe von Stickstoff , N am Besten in organischer Form als Pferdemist , oder Hornspänen führt zu einem schnelleren Abbau des Laubes. Wenn dann noch Kompost auf den gelockerten Boden aufgebracht wird , freut sich das Bodenleben.

C/N Verhältnis : Zersetzende Bakterien brauchen Sticksoff um Kohlenstoff verarbeiten zu können. Ca. 1 Teil N wird gebraucht um 25 Teile Kohlenstoff zu zersetzen (Sehr vereinfacht dargestellt)  Rindenmulch hat zB. ein Verhältnis 1 : 150. Das heisst die Bakterien müssen sich 7 Teile N von irgendwo her besorgen um den Rindenmulch zu zersetzen. So entziehen die Bakterien dem Boden den für Pflanzen  wichtigen Sticksoff. Mit Blättern verhält sich das ähnlich. Erst wenn die zu Humus werden ist wieder N verfügbar , aber in ganz kleinen Mengen. Kompost hat idR. nur 2-3% Stickstoff. Im Vergleich Hornspäne 14%.

Kalk hebt den Ph wert , also vermindert den Säuregehalt. Das fürt zur besseren Verfügbarkeit von Stickstoff u8nd anderen Nährelementen. Ph. 6,5 ist eine idealer Wert

Hallo Frank,
Ich habs leider nicht ganz begriffen, was ich genau machen soll. Meine Hochbeete und Beete in der Ertragszone habe ich mit Schnittgut und Laub bedeckt. Soll ich jetzt noch Eierschalen und Kaffeesatz darüber streuen oder wandert das besser auf den Kompost? Kalk kommt natürlich bei uns so gut wie nicht vor.
Im Frühjahr hätte ich noch Kompost untergehoben - sollte ich das nicht ????

 

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Zermörserte oder gemahlene Eierschalen sind mit 90% Kalkanteil hervorragende Kalklieferanten und kosten nichts, weil sie als " Abfall" in der Küche entstehen.

Wichtig ist, dass sie zu einem ganz feinen Mehl gemahlen ( Mörser, Kaffeemühle etc...) werden, damit sich der Kalk in Verbindung mit Wasser lösen kann. Man kann die Eierschalen auch mit Wasser ansetzen , 10 - 12 h stehen lassen und dann die Beete damit gießen.

Das Eierschalenmehl über die Beete gestreut hat eine längere Wirkung. Der Regen und unsere Destruenten lösen nach und nach den Kalk aus den Schalen und geben sie an die Umgebung frei.

Eierschalen haben auch noch andere 27 Micronährstoffe, die unsere Beete bereichern.

Kaffeesatz enthält ebenfalls wichtige Inhaltstoffe und ist reich an Stickstoff.

Beides getrocknet im Winter über den Mulch oder auf die Beete gestreut, ist eine tolle Düngerzugabe für eure Beete und belebt die obere Humusschicht.

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