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Alles zu unseren heimischen Igeln

Unser heimischer Braunbrust- Igel steht mittlerweile auf der Vorwarnstufe der roten Liste.

Dadurch dass die ursprünglichen Lebensräume der Igel immer mehr verschwinden, ist er zum Kulturfolger geworden. Man trifft ihn immer mehr in Menschennähe und deren Gärten an, weil dort oftmals mehr Verstecke und Nahrung zu finden sind.

Aber auch in Gärten lauern viele Gefahren für den Igel....

Freischneider, Mähroboter, Gift , Schneckenkorn sorgen dafür, dass viele verletzte Igel in die Igelstationen gebracht werden. Oftmals kommt für diese Igel jede Hilfe zu spät. Auf die verletzten Igel legen Fliegen hunderte von Eier, dessen Maden die Igel bei lebendigem Leibe auffressen.

Igelmütter werden bei der nächtlichen Suche in der Wiese von Mähroboter angefahren oder auf der Straße angefahren, so dass sie verenden und ihre Junge nicht mehr ernähren können.

Aufmerksame Menschen finden manchmal verwaiste Igelbabies oder Jungtiere und bringen sie in die Igelstationen. Es ist ein erheblicher ( zeitlicher und finanzieller)  Aufwand , diese vielen Igelkinder aufzupäppeln und wieder gesund auszuwildern.

Ich möchte darum hier einen Sammelthread starten, wo wir alles rund um unsere Igel, Igelhilfe, Links, Fütterung etc sammeln können.

Wer seinen Garten igelfreundlich gestaltet, kann seinen Garten mit diesem wunderbaren Schild auszeichnen lassen:

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Hier gibt es Infos zum Winterschlaf, auch in menschlicher Obhut.

https://www.pro-igel.de/winterschlaf-igelhilfe/

Simone, ich fürchte, der Keller bei dir könnte vielleicht zu warm sein.

Ich hatte 3 Igel draußen an einer geschützten Stelle im 3 geteilten Gehege. Um sie vor zu viel Nässe zu schützen, habe ich einen Holzrahmen gebaut und mit dichter Folie bespannt. Luft konnte durch den Maschendraht zirkulieren. Unter das Hausdach eine Zeitung legen, die saugt Feuchtigkeit vom Igel, bzw. Umgebungsfeuchtigkeit auf und man kann sie wechseln ohne den Igel zu stören. Meine 3 sind leider durch den milden Winter erst am 1.1. schlafen gegangen, aber auch Jungigel, die den 1. Winterschlaf machen, gehen später schlafen als die alten Hasen ;-)

Grundsätzlich muss aber nicht zwingend ein Dach drauf, wenn das Haus gut isoliert ist, auch Schnee wirkt ja isolierend.

Wir haben neulich einen kleinen Igel (ca. so groß wie eine Orange) von der Straße unweit des Hortus' aufgesammelt und bei uns in die Pufferzone gesetzt. Wir hätten ihn in der Dämmerung fast überfahren. Links und rechts der Straße war nur eine abgemähte Wiese und ein abgemähtes Maisfeld... Als Wandertiere haben es Igel echt schwer.

Zitat von Evy am 30. September 2020, 7:13 Uhr

Wir haben neulich einen kleinen Igel (ca. so groß wie eine Orange) von der Straße unweit des Hortus' aufgesammelt und bei uns in die Pufferzone gesetzt. Wir hätten ihn in der Dämmerung fast überfahren. Links und rechts der Straße war nur eine abgemähte Wiese und ein abgemähtes Maisfeld... Als Wandertiere haben es Igel echt schwer.

Evy,

das ist gut, dass ihr den kleinen Igel mitgenommen habt. Gut wäre es, wenn man Fundigeln mit noch nicht ausreichendem Gewicht, einen Unterschlupf und Futter bietet. Anfangs reicht auch zur Not ein Karton, in den man einen Ausgang schneidet und ihn mit Papierschnipseln oder zerknülltem Küchenpapier füllt, solange noch kein Herbstlaub da ist. Niemals Milch anbieten, das verträgt der Igeldarm nicht, nur Wasser hinstellen. Katzenfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Gelee/ Soße, hartgekochte Eier/ Rührei helfen, sich den noch fehlenden Winterspeck anzufuttern.

Ein paar Tropfen Vitamin- B - Komplex ins Futter fördert die Gesundheit der Igel, das fehlt den meisten. Erhältlich in der Apotheke. Ein bis zwei Tropfen unter das Futter mischen.

Wenn der Kleine bei euch genug Futter und einen warmen Unterschlupf findet, bleibt er vielleicht in eurem Garten...

Die Igel haben es in der Tat schwer, nicht nur wegen dem Verkehr...die meisten überleben den ersten Winter nicht, weil es zu wenig artgerechte Lebensräume für die Igel gibt...traurig, sehr traurig...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Simone, ich fürchte, der Keller bei dir könnte vielleicht zu warm sein.

Ja, Doro, ich habe mir in der Zwischenzeit sehr viele Gedanken um den Überwinterungsort gemacht. Wir werden einen großen Teil unseres Gartens am Haus als Auswilderungs- und Überwinterungsfläche vorbereiten. Wir werden die gesamte Fläche rechts vom Haus absichern und igelgerecht ausstatten. Am Sonntag haben wir angefangen, Igelhäuser zu bauen ( mein Mann hat mich damit überrascht und hatte am Samstag heimlich Materialien für 5 Igelhäuser besorgt ). Die kleinen Außengehege reichen jetzt nicht mehr aus, sie waren anfangs gut, um die Igel ans Draußen zu gewöhnen, aber nun reicht der Platz langsam nicht mehr aus, um die nächtlichen Erkundungsgänge auszuweiten. Ich habe den Igeln gegen die Langeweile immer etwas in die Gehege gestellt, wie z.B. eine Betonröhre, worin ein paar Leckerbissen versteckt waren. Oder einen Eimer mit Rindenstücke,cwo sich viele Ohrenkneifer versteckt hielten. Auch aufgeschichtetes Totholz zum anknabbern und Klettern. Etwas Laub zum Auspolstern des Schlafplatzes.

 

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Wenn ihr die Möglichkeit für ein großes Auswilderungsgehege / Winterquatier baut, pflanzt ihr bestimmt auch niedrige Sträucher ..., alternativ kann man um vorhandene Büsche das Gehege bauen. Denk nur dran, Igel können super klettern, also die "Inneneinrichtung" nicht zu dicht an den  Gehegezaun. Macht ihr auch nach unten eine Absicherung? Sie buddeln ja gerne. Und über die Schlafhäuser kommt bestimmt viel Laub und Astschnitt, allerdings isoliert bei euch bestimmt auch der Schnee die Häuser, der ist bei uns so gut wie nie vorhanden ;-)

Zitat von Simbienchen am 30. September 2020, 7:54 Uhr
Zitat von Evy am 30. September 2020, 7:13 Uhr

Wir haben neulich einen kleinen Igel (ca. so groß wie eine Orange) von der Straße unweit des Hortus' aufgesammelt und bei uns in die Pufferzone gesetzt. Wir hätten ihn in der Dämmerung fast überfahren. Links und rechts der Straße war nur eine abgemähte Wiese und ein abgemähtes Maisfeld... Als Wandertiere haben es Igel echt schwer.

Evy,

das ist gut, dass ihr den kleinen Igel mitgenommen habt. Gut wäre es, wenn man Fundigeln mit noch nicht ausreichendem Gewicht, einen Unterschlupf und Futter bietet. Anfangs reicht auch zur Not ein Karton, in den man einen Ausgang schneidet und ihn mit Papierschnipseln oder zerknülltem Küchenpapier füllt, solange noch kein Herbstlaub da ist. Niemals Milch anbieten, das verträgt der Igeldarm nicht, nur Wasser hinstellen. Katzenfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Gelee/ Soße, hartgekochte Eier/ Rührei helfen, sich den noch fehlenden Winterspeck anzufuttern.

Ein paar Tropfen Vitamin- B - Komplex ins Futter fördert die Gesundheit der Igel, das fehlt den meisten. Erhältlich in der Apotheke. Ein bis zwei Tropfen unter das Futter mischen.

Wenn der Kleine bei euch genug Futter und einen warmen Unterschlupf findet, bleibt er vielleicht in eurem Garten...

Die Igel haben es in der Tat schwer, nicht nur wegen dem Verkehr...die meisten überleben den ersten Winter nicht, weil es zu wenig artgerechte Lebensräume für die Igel gibt...traurig, sehr traurig...

Ist mir auch hinterher eingefallen, dass ich dem Igel Mehlwürmer aus meiner Zucht hätte anbieten können. Ich habe gelesen, dass Jungigel erst so im November anfangen Winterschlaf zu machen. Da ist mir die Idee nicht gekommen, den Igel nicht wieder freizulassen. Bei uns im Haus ist es auch zu warm.

Aber ich habe 3 Igelhäuser in der Pufferzone und viele wilde Ecken, Hecken und Totholzhaufen. Hab den Igel da abgesetzt, wo letztes Jahr schon einer überwintert hat, in den Bergenien.

Fütter seid gut 10 Tagen zu. Topic v.Aldi o.Gele u.jeden 2 Tag Rührei dazu.So um die 240Gr. Trockenfutter bleibt meist liegen.Da mein mobiles Futterhaus nur einen Ein/Ausgang hat muss ich mir heute was überlegen,da erstmalig 2 Igel auf Foto.

Frage,wenn man gekochte Hähnchenflügel gibt wie lange kocht man die? Kenne vom Hunde Barfen gekocht können die Knochen splittern oder werden die abgenagt?

L.G.Axel

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Axel,@alex  das ist eine gute Frage mit den Hähnchenflügeln! Ich hatte das auch gelesen und dachte da auch direkt an das Splittern der abgekochten Knochen. Darum habe ich das für mich verworfen, denn im natürlichen Lebensraum der Igel liegen auch keine abgekochten Hähnchenflügel herum. Nicht, dass ich Schuld daran bin, dass da eine Darmwand perforiert.

Ich habe als Futterstelle eine modifizierte halbe Holzpalette ( mit Plane bezogen) . Die kann man zum Saubermachen gut wegstellen und hat mehrere Eingänge. Zumindest steht das Futter darunter regengeschützt und die Igel haben mehr Platz.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
Zitat von Dorothee am 30. September 2020, 16:58 Uhr

Wenn ihr die Möglichkeit für ein großes Auswilderungsgehege / Winterquatier baut, pflanzt ihr bestimmt auch niedrige Sträucher ..., alternativ kann man um vorhandene Büsche das Gehege bauen. Denk nur dran, Igel können super klettern, also die "Inneneinrichtung" nicht zu dicht an den  Gehegezaun. Macht ihr auch nach unten eine Absicherung? Sie buddeln ja gerne. Und über die Schlafhäuser kommt bestimmt viel Laub und Astschnitt, allerdings isoliert bei euch bestimmt auch der Schnee die Häuser, der ist bei uns so gut wie nie vorhanden ;-)

Nein, wir bauen kein neues Außengehege, wir trennen für unsere Pflegeigel einen Teil des Gartens ab, der sowieso mit einer ausreichend hohen Gartenmauer eingefasst ist und mit Sträuchern aus dem " Altbestand" bepflanzt ist. Die Mäuerchen sind hoch genug, um nicht darüber zu klettern. Dort gibt es viele Möglichkeiten versteckt die neuen Igelhäuser auszustellen. Natürlich werden diese mit Laub und Astschnitt bedeckt. ( Ich weiß nicht, ob wir dieses Jahr Schnee bekommen, wir liegen zu tief, da bleibt nicht viel liegen. ) Ich werde auch darauf achten, dass sie nicht als Kletterhilfe zum Überwinden der Mauer dienen und sie weit genug entfernt aufstellen.

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
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