Hallo Pharou,
herzlich Willkommen bei uns im Forum
Es gibt so viele wertvolle Möglichkeiten....
Schnittgut, welches noch Samenstände trägt, kannst du ganz einfach fermentieren. Durch die Fermentation wird der Samen "unschädlich" gemacht, er ist nach der Fermentation nicht mehr aktiv. Ich mache das regelmäßig. Es braucht aber seine Zeit und Platz. Aber bei eurem großen Grundstück sollte das ja kein Thema sein...
Wenn du viel Schnittgut hast, kannst du es zu einem Haufen aufschichten. Einfach auf der Erde und dann mit einer dicken Teichfolie abdecken. Den Rand mit Steinen belegen und einfach arbeiten lassen ( ca. 3-4 Monate). Dieser Prozess läuft ohne Sauerstoff ab. Das fermentierte Schnittgut riecht , wenn es fertig ist, etwas säuerlich vergoren, das ist aber normal. Vielleicht kennst du sogar den Geruch von Silage? Bauern verfüttern sie auch an ihre Kühe.
Du kannst es dann einfach zum Mulchen für deine Ertragszonen - Beete nutzen. Diese ganzen Stoffwechselprodukte, Vitamine und Microorganismen, die durch den Fermentationsprozess entstehen, wirken sich positiv auf die Bodengesundheit und ähnlich wie Dünger auf das Pflanzenwachstum aus. Und macht eigentlich nicht viel Arbeit.
Ich lege auch gezielt Komposthaufen an, auf denen ich eigentlich alles ablege, was im Garten anfällt und lasse sie einfach 1-2 Jahre stehen. Sie bieten unseren Igeln, Blindschleichen etc tolle Winterschlafplätze. Wenn ich dann irgendwann den Humus daraus brauche , lege ich das Grobe zur Seite, darauf wächst dann der neue Haufen.
Ebenso kann man Schnittgut zum totmulchen von kleinen Flächen nutzen, um sie dann im nächsten Jahr einsäen oder bepflanzen zu können.
Du kannst dir aber auch ein Keyholebeet anlegen, in der Mitte wird alles an Gartenabfällen kompostiert, was deinen Pflanzen , die rundherum im Beet wachsen, zugute kommt.
https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/ ... stid-12052
Du kannst dir auch ein Hochbeet aus Dachpfannen bauen und darin alles an Schnittgut sammeln und für dich arbeiten lassen, immer wieder eine dünne Schicht Kompost oder Jauche mit drauf, so bekommst du nach einigen Jahren umsonst eine gute Hochbeetfüllung.
Astschnittgut kannst du super in Benjeshecken und Asthaufen inklusive Käferkeller verarbeiten, sie haben als Naturmodule in einem naturnahen Garten wichtige und wertvolle Funktionen.
https://hortus-netzwerk.de/forum/topic/ ... ufferzone/
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