
Quelle: Mr. Stampfer
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wintergrüne Gehölze für Amseln
Zitat von Mü am 1. April 2022, 16:17 UhrDie Amsel als eher großer Vogel braucht mehr Schutz als die kleinen Vögel oder auch Meisen, die eh in Höhlen oder Nistkästen unterkommen.
Die Amseln sind schon rege am Nestbau und auch schon am Eier legen. Geschützt geht das in den noch kahlen Laubgehölzen nicht.
Tatsächlich sehe ich Amselnester nur in den ganzen immergrünen verdammten Koniferen und Photinien und Kirschlorbeeren. Und da aber zuverlässig in jedem Garten. Und ich bin jeden Tag (beruflich) in einem anderen Garten.
Das lässt mich schon nachdenken über mehr wintergrüne Sträucher oder das Verdammen von Koniferen.
Was meint ihr?
Die Amsel als eher großer Vogel braucht mehr Schutz als die kleinen Vögel oder auch Meisen, die eh in Höhlen oder Nistkästen unterkommen.
Die Amseln sind schon rege am Nestbau und auch schon am Eier legen. Geschützt geht das in den noch kahlen Laubgehölzen nicht.
Tatsächlich sehe ich Amselnester nur in den ganzen immergrünen verdammten Koniferen und Photinien und Kirschlorbeeren. Und da aber zuverlässig in jedem Garten. Und ich bin jeden Tag (beruflich) in einem anderen Garten.
Das lässt mich schon nachdenken über mehr wintergrüne Sträucher oder das Verdammen von Koniferen.
Was meint ihr?
Zitat von Dorfgärtner am 1. April 2022, 17:33 UhrNaja, Konifere ist nicht gleich Konifere – dazu gehören ja auch Kiefern, Eiben, Wacholder, oder Lärchen (die nun nicht wintergrün sind). Wir haben uns eine Eibe gepflanzt und ich spiele mit dem Gedanken, noch irgendwann eine Lärche oder Kiefer zu pflanzen. Gerade die Eibe ist ein guter Amselbrutstrauch – wenn sie dann dereinst groß genug ist
In (v.a. jüngere) Kiefern gehen sie auch gerne, und das sind ökologisch gesehen 1A-Bäume
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Also man muß ja nicht gleich zur Thuja greifen, um für wintergrüne Nistgelegenheiten zu sorgen
Naja, Konifere ist nicht gleich Konifere – dazu gehören ja auch Kiefern, Eiben, Wacholder, oder Lärchen (die nun nicht wintergrün sind). Wir haben uns eine Eibe gepflanzt und ich spiele mit dem Gedanken, noch irgendwann eine Lärche oder Kiefer zu pflanzen. Gerade die Eibe ist ein guter Amselbrutstrauch – wenn sie dann dereinst groß genug ist In (v.a. jüngere) Kiefern gehen sie auch gerne, und das sind ökologisch gesehen 1A-Bäume
Also man muß ja nicht gleich zur Thuja greifen, um für wintergrüne Nistgelegenheiten zu sorgen
Zitat von Gsaelzbaer am 1. April 2022, 17:51 UhrBei mir hocken sie im EFEU! In der Thuja natürlich auch, aber mehr als eine durfte bei mir nicht bleiben.
Bei mir hocken sie im EFEU! In der Thuja natürlich auch, aber mehr als eine durfte bei mir nicht bleiben.
Zitat von Mü am 1. April 2022, 17:52 UhrEibe ist natürlich 1A.
Ich wollte auch keinen Lobgesang auf Kirschlorbeer und Photinie anstimmen.
Nur einen Gedanken mehr bevor man ein immergrünes Gehölz entfernt im Garten. Oder ein Gedanke mehr ein solches zu pflanzen.
In altem Efeu brüten sie auch sehr gerne.Auch 1A.
Oder was habt ihr denn an Erfahrung wo die Amseln nisten??
Eibe ist natürlich 1A.
Ich wollte auch keinen Lobgesang auf Kirschlorbeer und Photinie anstimmen.
Nur einen Gedanken mehr bevor man ein immergrünes Gehölz entfernt im Garten. Oder ein Gedanke mehr ein solches zu pflanzen.
In altem Efeu brüten sie auch sehr gerne.Auch 1A.
Oder was habt ihr denn an Erfahrung wo die Amseln nisten??
Zitat von Primulaveris am 1. April 2022, 17:54 UhrHier auch: Efeu.
Vielleicht ist das ja eine alte Beziehung, wo die Amsel doch ursprünglich ein Waldvogel ist...
Hier auch: Efeu.
Vielleicht ist das ja eine alte Beziehung, wo die Amsel doch ursprünglich ein Waldvogel ist...
Zitat von Gsaelzbaer am 1. April 2022, 17:57 UhrZitat von Primulaveris am 1. April 2022, 17:54 UhrHier auch: Efeu.
Vielleicht ist das ja eine alte Beziehung, wo die Amsel doch ursprünglich ein Waldvogel ist...
....und das Fressen vor der Haustüre, bei fressen sie immer noch munter die Efeubeeren.
Zitat von Primulaveris am 1. April 2022, 17:54 UhrHier auch: Efeu.
Vielleicht ist das ja eine alte Beziehung, wo die Amsel doch ursprünglich ein Waldvogel ist...
....und das Fressen vor der Haustüre, bei fressen sie immer noch munter die Efeubeeren.
Zitat von Mü am 1. April 2022, 18:11 UhrIch lese hier einfach oft, dass die ungeliebten Koniferen ausgegraben werden.
Solang man noch nichts besseres zu bieten hat im Garten solls von mir aus die Thuja oder der Kirschlorbeer sein.
Aber besser als nix, oder??
Ich lese hier einfach oft, dass die ungeliebten Koniferen ausgegraben werden.
Solang man noch nichts besseres zu bieten hat im Garten solls von mir aus die Thuja oder der Kirschlorbeer sein.
Aber besser als nix, oder??
Zitat von Gsaelzbaer am 1. April 2022, 19:41 UhrBesser als nix Anja! Ist dann zwar kein Futter, aber zumindest ein Versteck. Von denen haben halt viele Nachbarn auch welche, aber eben kein Futter.....
Irgendwas ist doch immer....
Besser als nix Anja! Ist dann zwar kein Futter, aber zumindest ein Versteck. Von denen haben halt viele Nachbarn auch welche, aber eben kein Futter.....
Irgendwas ist doch immer....
Zitat von tree12 am 1. April 2022, 20:38 UhrZitat von Mü am 1. April 2022, 18:11 UhrIch lese hier einfach oft, dass die ungeliebten Koniferen ausgegraben werden.
Solang man noch nichts besseres zu bieten hat im Garten solls von mir aus die Thuja oder der Kirschlorbeer sein.
Aber besser als nix, oder??
Der Kirschlorbeer ist leider ganz und gar nicht in Ordnung, da sehr invasiv. Ich habe wieder mal einen Strauch davon am Rand eines kleinen Biotops entdecken müssen... Der NABU nennt ihn eine ökologische Katastrophe und genau das ist er auch. Man tut weder den Amseln noch dem Planeten etwas Gutes, wenn man Kirschlorbeer akzeptiert oder gar anpflanzt. Leider reagiere ich inzwischen höchst "allergisch" gegen die Sichtung des Strauches... hier dominiert er inzwischen die Gärten und zum Teil auch das öffentliche Grün. Und es wird immer mehr angepflanzt und er vermehrt sich munter weiter in der freien Natur.
Als Immergrüne im Garten haben wir unseren Gewürzlorbeer, inzwischen 6 m hoch und mit Tendenz nach oben, sowie die alte Mittelmeerzypresse. In dieser Zypresse geht die Post ab. Die runden Zapfen sind äußerst beliebt bei Spechten und Hörnchen, der Pollen lockt Meisen und sogar Hummeln an, Stare verstecken sich gerne tagsüber darin, Hornissen und Wespen gehen auf Jagd, was wiederum bedeutet, daß viele kleine Insekten darin leben.
Der Lorbeer wurde die letzten Sonnentage ausgiebig von Bläulingen genutzt, um Duftspuren darauf zu hinterlassen. Unser alter Efeu, in dem Amseln gebrütet haben, hat leider die Dürresommer nicht überlebt. Bei Nachbarn brüten die Amseln im ungeschnittenen Liguster, bei anderen Nachbarn haben sie bodennah im Rosmarin gebrütet.
Also, Kirschlorbeer raus, dafür Liguster und Efeu rein in die Gärten...
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Zitat von Mü am 1. April 2022, 18:11 UhrIch lese hier einfach oft, dass die ungeliebten Koniferen ausgegraben werden.
Solang man noch nichts besseres zu bieten hat im Garten solls von mir aus die Thuja oder der Kirschlorbeer sein.
Aber besser als nix, oder??
Der Kirschlorbeer ist leider ganz und gar nicht in Ordnung, da sehr invasiv. Ich habe wieder mal einen Strauch davon am Rand eines kleinen Biotops entdecken müssen... Der NABU nennt ihn eine ökologische Katastrophe und genau das ist er auch. Man tut weder den Amseln noch dem Planeten etwas Gutes, wenn man Kirschlorbeer akzeptiert oder gar anpflanzt. Leider reagiere ich inzwischen höchst "allergisch" gegen die Sichtung des Strauches... hier dominiert er inzwischen die Gärten und zum Teil auch das öffentliche Grün. Und es wird immer mehr angepflanzt und er vermehrt sich munter weiter in der freien Natur.
Als Immergrüne im Garten haben wir unseren Gewürzlorbeer, inzwischen 6 m hoch und mit Tendenz nach oben, sowie die alte Mittelmeerzypresse. In dieser Zypresse geht die Post ab. Die runden Zapfen sind äußerst beliebt bei Spechten und Hörnchen, der Pollen lockt Meisen und sogar Hummeln an, Stare verstecken sich gerne tagsüber darin, Hornissen und Wespen gehen auf Jagd, was wiederum bedeutet, daß viele kleine Insekten darin leben.
Der Lorbeer wurde die letzten Sonnentage ausgiebig von Bläulingen genutzt, um Duftspuren darauf zu hinterlassen. Unser alter Efeu, in dem Amseln gebrütet haben, hat leider die Dürresommer nicht überlebt. Bei Nachbarn brüten die Amseln im ungeschnittenen Liguster, bei anderen Nachbarn haben sie bodennah im Rosmarin gebrütet.
Also, Kirschlorbeer raus, dafür Liguster und Efeu rein in die Gärten...
Zitat von Simbienchen am 1. April 2022, 21:20 UhrIch kann das bestätigen...auch bei mir brüten die Amseln entweder in der Thujahecke oder im immergrünen, runzelblättrigen Schneeball ( beides Altlasten vom Vorbesitzer). Auch im Winter suchen sie Schutz darin. Es sind schon schöne Schutzgehölze für die Vögel, aber anpflanzen würde ich sie nicht, wenn sie nicht schon da wären.
Dann lieber Eibe, Liguster, Ilex und Strauchefeu.
Letztes Jahr hat eine Amsel zum ersten Mal in der Astgabel meiner Blutpflaume versucht zu brüten. Leider war das keine gute Idee, das Nest wurde geräubert. Ansonsten brüten die Amseln bei uns auch gerne auf den Balken unter dem Carport oder auf der Terrasse.
Ich habe auch zwei Kiefern im Garten, aber dort nisten gerne die Meisen in den Nistkästen, andere Vögel habe ich dort noch nicht nisten gesehen.
Kirschlorbeer ist für mich auch ein absolutes No-Go.
Ich kann das bestätigen...auch bei mir brüten die Amseln entweder in der Thujahecke oder im immergrünen, runzelblättrigen Schneeball ( beides Altlasten vom Vorbesitzer). Auch im Winter suchen sie Schutz darin. Es sind schon schöne Schutzgehölze für die Vögel, aber anpflanzen würde ich sie nicht, wenn sie nicht schon da wären.
Dann lieber Eibe, Liguster, Ilex und Strauchefeu.
Letztes Jahr hat eine Amsel zum ersten Mal in der Astgabel meiner Blutpflaume versucht zu brüten. Leider war das keine gute Idee, das Nest wurde geräubert. Ansonsten brüten die Amseln bei uns auch gerne auf den Balken unter dem Carport oder auf der Terrasse.
Ich habe auch zwei Kiefern im Garten, aber dort nisten gerne die Meisen in den Nistkästen, andere Vögel habe ich dort noch nicht nisten gesehen.
Kirschlorbeer ist für mich auch ein absolutes No-Go.