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Wildstaudenbeet - Tipps und Ideen

Ich hatte bei mir in meiner Vor-Hortus-Zeit ein Staudenbeet, das hatte ich mit wenig Standortkenntnissen von Pflanzen zusammengestellt. Die Echinops hat den fetten Lehm nicht gemocht (die Läuse haben die dann komplett bedeckt), der Salbei (normale Salvia officinalis) hat gewuchert und sind deshalb wieder rausgeflogen. Der Star ist der Kugellauch (Allium sphaerocephalon), falls du nach Oberschwaben kommst kannst du immer abhaben, weil er sich aussät und viele Brutzwiebeln bildet, aber auf seiner oberen Etage oberhalb der restlichen Bepflanzung blüht und unzählige Insekten anlockt. Ähnlich gesund und beflogen ist der Kaukasus-Gamander, auch wenn er nicht heimisch ist. Die Lücken im Beet haben sich versäende Bartnelken ausgefüllt, die Schmetterlinge kommen da immer in Massen. In der vorderen Reihe sind Fetthenne und Sumpfwolfsmilch, die gefallen mir auch sehr.

Wenn es sehr feucht ist, kann auch unsere heimische Entwässerungsgrabenflora zwischen den Feuchtwiesen ganz hübsch sein: Mädesüß, Blutweiderich und Wasserdost. Wird halt 1-5-2m hoch im späten Sommer und verschattet dann.

Alternativ kannst du mit Samenmischungen arbeiten, da übernimmt die Natur viele Entscheidungen. Ich habe bei mir z.B. https://www.syringa-pflanzen.de/blumenwiesen-saatgut/mischung-12-wildblumen-fur-wildbienen.html - wird halt bei fettem Boden sehr hoch. Die Pflege ist einfach: Einmal im Herbst komplett häckeln, die Sämlinge für das nächste Jahr kommen dann noch vor dem Winter. Und im Sommer notfalls zurückschneiden wenn zu hoch. Ich hab zusätzlich im Hochsommer ein zweites Mal gehäckelt weil zu hoch und das Ergebnis dieses Jahr ist sehr lückig. Die Nachbarin hat zum herbstlichen Häckeln nur zurückgeschnitten und das war besser. Ist halt eine Mischung mit nur einjährigen Pflanzen, die sich auch gut versäen um zu überleben. Im Rasen ist das aber kein Problem, der Nachbar erledigt das Problem mit dem Rasenmäher. Aber die Insektenmenge überzeugt selbst nicht-hortane Nachbarn, das Gebrumme kann man schon von weitem hören.

Aber auch das klingt gut und könnte günstig umgesetzt werden: https://www.syringa-pflanzen.de/blumenwiesen-saatgut/mischung-01-feuchtwiesenmischung.html

Und eine Pflanze im Staudenbeet habe ich vergessen: Grünspargel. Ich finde er sieht toll aus im Sommer, macht wenig Arbeit und ist lecker. Und wenn er blüht wird er toll beflogen, auch wenn die Blüte unscheinbar ist.

Guten Morgen,

Willkommen bei uns.
Der Standort ist sehr schwierig, meiner Meinung nach.
MIt wenigen Pflanzen kann alles dicht sein. Deshalb würde ich Dir eher zu größeren stauden raten.
Clematis macht alles dicht, weil sie breit wird.
Die Rose Veilchenblau lässt sich sicher in die Schranken weisen, der Boden ist aber  eher zu schmal, weil Wurzeln Platz brauchen.
Oder Du pflanzt größere Pflanzen oben ein und lässt sie dann runterhängen. Die meisten Rankpflanzen werden aber den Zaun erreichen wollen.

Nimm größere Wildstauden die dann über den Winter stehen bleiben können.
Wilde Möhre z.B.
Astern bieten sich an Küchenkräuter. Bei einigen von Dir aufgezählten Pflanzen, musst Du bedenken, das sie auch wieder einziehen nach der Blüte. Lungenkraut z.B. Diese dann enststehende Lücke müsste auch gefüllt werden. Storchschnabel bietet sich an.

LG Ulrike, die Gartenphilosophin

 

Jeder kann etwas tun!

Hallo zusammen,

Vielen Dank für eure Tips!

Ich hab jetzt Mal angefangen, die Pflanzen, die ich in der Gartenauflösung bekommen habe (ca. 20 Storchenschnäbel, Lungenkraut, Kugeldisteln), Vergissmeinnicht, einige Ringelblumen, Dost, ein Efeu, 2 Johannisbeerbüschen und die Rose zu pflanzen.

Außerdem hab ich ca. 1qm mit einer halbschattigen Wildblumenmischung eingesäht.

Es sieht eher kahler aus als vorher, weil die ganzenganzen Windr größtenteils untergemulcht sind. Ich bin nicht so sicher, ob ich den Pflanzabstand richtig getroffen habe, aber die brauchen ja auch noch Platz, um sich aus zu breiten, oder?

In einer Fugenritze wachsen hier zwei kleine Birken. Wäre das was als Kübel-Randbepflanzung? Da wo sie stehen, werden sie sicher nicht alt.

 

 

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Ich hab Mal eine Frage zum Thema Rindenmulch:

Mein Mini-Kerngarten (8qm) war Initial mit Rindenmulch bedeckt. Ich hab meine Pflanzen (Blumen, Kräuter, Kürbis usw.) dann einfach dazwischen gesetzt. Jetzt hab ich mehrfach am Tag Besuch von der Amselgang der Nachbarschaft, die es total toll finden, im Rindenmulch nach Futter zu suchen  - besser als Fernsehen!

 

Unten im Lichtschacht, wo ja blanke Erde ist, sind die Amseln bisher fast nie.

Würdet ihr empfehlen, zwischen den Pflanzen dort auch Ringenmulch zu verteilen? Das ist ja quasi auch Todholz, oder?

Übrigens gibt es jetzt einen Mini-Totholzhaufen und einen kleinen Ast, ich mach morgen Mal aktuelle Fotos. Außerdem hab ich noch Wald-Ziest und Rainfarn vom Nachbarn gesetzt.

Rindenmulch macht den Boden sauer, mögen nicht alle Pflanzen. Der meist angebotene Rindenmulch ist ja aus Tanne / Fichte, weil vorherrschende Bepflanzung im Wald.

Totholz kann auch von Obst- bzw. Laubbäumen sein, wird von Bienen mehr angenommen, den anderen Insekten ist es wohl ziemlich egal. Blanke Erde kann man mit flach wachsenden Pflanzen aufhübschen, wie Thymian oder Vinca minor, wobei diese sich gut verzweigt, dafür gibt es da wenigstens drei Farbschläge

 

Bei Rindenmulch hab ich oft Pilze und kleine Nadelbäumchen, die aufgehen. Ich habe vor Jahren damit aufgehört.

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

da das Zitieren bei mir nicht wirklich klappt

Zu den Rosen kann dich bestimmt Malefiz gut beraten

bei Rosen gibt es viele naturnahe Sorten, bestimmte Farbwünsche? mehr kletternde oder flach bleibende? Wenn das Budget klein ist, wird da Ebay helfen können oder "my Roses".

Kleinstrauchrosen:

Medeo, weiß, Juni bis November

Robe Fleurie, rosa gerändert mit weiß,Juni bis Oktober

Red Meidiland, rot, Juli bis November

Early Red, dunkel rot, 2-3 Wochen im Mai + Juni

alle erhältlich bei helpmefind.com

 

Totholz bekommt man mitunter bei Gärtnern, oder wenn im Umkreis wieder sämtliche Bäume gestutzt werden, ich nutze gern Kleinanzeigen dazu

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Vielen Dank für die Tips!
Bei den Rosen lese ich mich gleich mal ein. Helpmefind hat auch eine Abteilung für Clematis, das ist perfekt!

Die Farbe ist mir eigentlich egal. Eher Kletternd bzw. aufrecht wachsend, es soll eine ca. 1,6m hohe Wand verdecken.

Ich hatte bisher an eine Kartoffelrose (Rosa rugosa) gedacht, weil anspruchsarm, lange Blühdauer und Früchte für die Vögel. Hast du damit Erfahrung?

Kartoffelrosen gelten mittlerweile als invasiv und sollten nicht gepflanzt werden. Es gibt ja auch genug Alternativen für Rosenliebhaber.

Wikipedia sagt zur Kartoffelrose Rosa rugosa ( Wildform) :

Die Kartoffel-Rose (Rosa rugosa)[1], auch Apfel-Rose, Japan-Rose, Sylter Rose oder Kamtschatka-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist ursprünglich in Ostasien verbreitet und in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.

Rosa rugosa wächst als sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von etwa 1,50 Metern erreicht. Er breitet sich oft durch unterirdische Ausläufer rasenartig aus. Die Kartoffelrose besitzt kurze, starke Stacheln.

Auf Grund ihres Ausbreitungsverhaltens gilt die Kartoffel-Rose mittlerweile jedoch als invasiver Neophyt, dessen Anpflanzung aus Gründen des Arten- und Biotopschutzes zumindest in Landschaftstypen wie Dünen und Küstenheiden kritisch gewertet wird. Ihr hohes Regenerationspotenzial erschwert die maschinelle Bekämpfung der Kartoffel-Rose.

Lena, ich würde dir dazu abraten, sie dir in dein Staudenbeet anzusiedeln

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

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