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Was wir für unsere Eichhörnchen tun können

Passt vielleicht nicht ganz zu der Kategorie. Aber doch zu den technischen Geräten. Meine Frau leitet inzwischen eine Bienen-AG in der Schule, an der sie arbeitet. Sie betreut dort auch drei Völker. In den letzten Wochen ist sie kaum noch an die Beuten gekommen, da diese mit Disteln und Gras zugewachsen waren. Die Mitarbeiter der Stadt sind mit ihren Mechanischen Benzin-Kantenschneidern keine 2 Meter an die Beuten gekommen. Dann wurden sie so von den aufgescheuchten Bienen belästigt, dass sie nicht mehr näher kamen und den Bereich frei machen konnten. Letztendlich war dann am Sonntag Sondereinsatzkommando Sense für mich angesagt. Zack, zack. Leise und schnell war alles weg. Ich brauchte nichtmal Imkerschutz. Das hätten die Mitarbeiter der Stadt nicht geglaubt, wenn sie es gesehen hätten.

Das war für mich echt nochmal der Beweis, dass wir Menschen die Auswirkungen des Lärms auf die Tierwelt unterschätzen.

 

 

Ich habe gestern direkt mal versucht deine Futtertipps umzusetzen und habe zwei Körbchen mit unterschiedlichem Futter bestückt.

Eins mit Nüssen und das andere mit Gemüsestückchen.

Wir haben schon seit letztem Jahr zwei Futterautomaten, die leider noch nicht genutzt werden. Mal sehen, ob die zwei Kôrbchen eher angenommen werden.

Habe sie in die Sträucher gehängt.

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Simbienchen, das sieht sehr lecker aus.... Reiche aber erstmal nur ganz kleine Mengen an Obst und Gemüse, es kann sein, daß es länger dauert, bis sie es annehmen. Bei mir gehen eindeutig am besten die Karotten, die reiche ich ganzjährig, und zwar so: Karotte in Stückchen schneiden, diese längs halbieren. Sie fressen nämlich nur das weiche Innere heraus, die Schale bleibt liegen. Nur an den ganz heißen Tagen blieb die Karotte unangetastet, da lief die Wassermelone dafür umso besser (diese zieht leider auch Wespen an, man muß also ältere Stücke schnell wegräumen).

Von Gurke und Zucchini wird oft nur an der Schale geknabbert, sie lieben wohl die Bitterstoffe.

Wenn die Futterautomaten nicht angenommen werden, leg am besten zunächst ein kleines Stock Holz oder ähnliches zwischen Klappe und Rahmen. Dann erkennen die Hörnchen schneller, daß sie über die Klappe an die Nüsse herankommen. Haben die Automaten vorne eine durchsichtige Scheibe, so daß die Nüsse sofort gesehen werden?

Ich freue mich jedenfalls, daß Du Dich so gut um Deine Hörnchen kümmerst.... :-)

Schwarze Sonnenblumenkerne gehen übrigens auch gut, Erdnüsse eher nicht, sie stehen mehr auf Einheimisches.

Super, danke für deine Tipps

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

@kais

Kai, mach doch dafür mal einen extra Beitrag auf

Ich habe auch schon oft beobachtet, dass sich Lärm und Unruhe auf unsere Insekten- und Tierwelt auswirkt...

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Habe zwei Eulenkästen hängen.Diese werden gerne zum,ich vermute,ausruhen oder schlafen genutzt.Im Frühjahr konnte ich beobachten wie diese mit z.B.Baumrinde u.Ästchen ausgepolstert wurden.Da die Kisten nur eine Öffnung haben denke ich nicht das sie als Kobel genutzt werden.Vielleicht als Ersatzkobel?

Auch ich sammel u.a.Wallnüsse.Diese trockne ich im Heizungsraum u.verfütter sie im Winter.Knacke die harten Schalen meist etwas an.

Derzeit ist das Hörnchen schwer mit der Ernte beschäftigt.

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Was für Bilder !!! Die sind alle klasse, aber das erste ist für mich nicht mehr zu toppen. Eulenkästen hab ich keine und werde mir auch keine anschaffen, da ich den Wald direkt vor der Tür habe. Nachts hört man die unterschiedlichsten Rufe von Eulen/Kauzen (?), es scheint, da sind andere Tiere erst mal "bedürftiger". Aber wer weiß ... irgendwann ... vielleicht ...

Mein Gott, ist das putzig...

Ja, das erste Bild ist absolut goldig !!!

@alex Axel, damit hättest du an unserem Fotowettbewerb teilnehmen sollen

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Hier ist noch mein Bericht, den ich am 31.07.19 geschrieben hatte nach der erfolgreichen Auswilderung unseres insgesamt dritten Hörnchenpaares (in Zusammenarbeit mit einer Wildtierstation). Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür. Ich hatte Berta und Henry vor ihrer Freilassung noch zehn Tage im Käfig, weil sie noch etwas jung waren und sie außerdem nicht bei extremer Hitze ausgewildert werden sollten:

 

Der große Tag verlief heute eher unspektakulär, kein Vergleich zum ersten Pärchen vor zwei Jahren. Es war damals blöd, den Feuerwehrschlauch nicht gleich direkt an den kleinen Ausgang vom Käfig zu spannen, sondern etwas oberhalb.

Ich ging also heute morgen raus, die Sonne schien leicht, die beiden Hörnchen waren gerade munter und aktiv und sprangen ihre Runden. Als erstes versuchte ich, die letzten Bilder von den beiden in Gefangenschaft zu machen. Es war schwierig, weil sie kaum eine Sekunde innehielten.

Währenddessen bekamen wir Besuch von einem anderen großen und kräftigen Hörnchenmann, von dem wir glauben, daß es das Männchen von vor zwei Jahren ist. Statur und Farbe passen und er hat immer wieder Momente, in denen er nicht so scheu ist wie andere Hörnchen. Er kam aus dem Kirschbaum, lief den Stamm hinunter zur Futterstation, sprang dann zu Boden. Ich verhielt mich ganz ruhig und er kam bis auf anderhalb Meter an mich heran.

Nachdem er beschäfigt war, eine Nuß irgendwohin zu tragen, fragte ich mich, wie er auf die beiden Neuen reagieren würde. Sie sprangen immer noch fleißig im Käfig herum und ich öffnete die Klappe und legte Apfel und Gurke auf den Feuerwehrschlauch.

Es war dann auch so, wie wir es uns vorgestellt hatten: Henry fand als erster den Weg in die Freiheit, schlüpfte durchs Loch, schnupperte und ließ sich das Stück Apfel schmecken. Vorsichtig lief er dann auf dem Schlauch entlang, war ein bißchen irritiert, als er merkte, daß der Schlauch sich um die eigene Achse drehen kann und er das ausgleichen mußte. Er begutachtete gleich den Futterspender und die Schlafboxen im Kirschbaum.

Danach ging es steil nach oben in die Krone vom Kirschbaum. Ein Jauchzen ließ er nicht vernehmen, er genoß stumm, aber nicht minder intensiv. Er tat dann das, was die Hörnchen tun, ließ es Blätter regnen, probierte an Zweigen, sprang von Ast und zu Ast und pflückte die erste Kirsche seines Lebens. Die Kirsche trug er noch eine ganze Weile wie eine Trophäe im Mäulchen, während er sprang und kletterte und den Stamm rauf und runter sauste.

Berta merkte gar nicht, daß er weg war, sie drehte weiter ihre Runde, eine ganze Viertelstunde lang. Von ihrer Wachsamkeit her ist sie kein Vergleich zu dem Weibchen vom ersten Paar. Dieses lebt immer noch, klar zu identifizieren am nicht mehr verheilten Zeh an der linken Vorderpfote.

Als ich noch versuchte, gute Aufnahmen von Henry im Baum zu machen, stand sie auf einmal doch nahe am Loch auf dem Schlauch und schnupperte. Aber sie hatte wohl keinen Bock, darauf entlangzulaufen, sondern sprang vom Schlauch rüber in den Holzunterstand. Da befindet sich auch gerade ein Karton mit Holzwolle, welche sie zielstrebig ansteuerte. Mein erster Gedanke war, ob Siebenschläfer-Berta sich vielleicht ein Bett herrichten wollte....

Sie verschob das Bettenmachen auf später und verschwand in die Ligusterhecke auf dem Nachbargrundstück. Ich hörte sie lange rascheln und springen ohne sie sehen zu können. Henry vergnügte sich damit, von der Kirsche in die Salweide zu springen und schließlich in die alte Zeder rüber zum Nachbarn. Und da waren sie plötzlich zu dritt - das adulte Männchen war auch wiedergekommen. In rasender Geschwindigkeit sausten sie alle drei um den dicken Stamm herum, rauf und runter, kreuz und quer. Es war aber alles ganz friedlich, wie ein Willkommensritual und eine lebhafte Begrüßung. Zwischendrin raste sogar ein weiteres Jungtier mit herum, ich tat mich schon schwer, alles auseinanderzuhalten.

Irgendwann kehrte Ruhe ein, sie waren mal zu zweit, mal jeder für sich unterwegs. Sie zeigten keine Ambitionen, den restlichen Garten zu erkunden, sondern begnügten sich mit den Bäumen und Sträuchern der wilden Ecke und am Rand vom Nachbargrundstück. Wo sie sich dann ausgeruht haben, weiß ich nicht, es war dann erst einmal still.

Später am Tag, als ich gerade vor dem Haus ein paar verwelkte Blüten der Topfpflanzen abknibbelte, raste plötzlich etwas hinter mir vorbei. Ich sah nur ein rotes Hörnchen, das in Richtung Garten lief und wohl von der anderen Straßenseite gekommen sein mußte. Wenn das wirklich Henry war, war er ganz schön mutig für den ersten Tag in Freiheit.

Gegen Abend war mein Mann unten am Kirschbaum und sagte nachher, er hätte drei Jungtiere gesehen, die geübt Nüsse geholt hätten. Ob unsere beiden dabei waren, konnte er nicht sagen.

Um 19.30 Uhr ging ich runter, um Nüsse nachzulegen, da guckte Berta mit einem Auge aus der unteren Schlafbox im Kirschbaum. Sehr schön, sie hat also den Platz gefunden. Es war aber wie schon im Käfig: sie pennt, er springt und klettert noch aktiv herum.

Jetzt hoffe ich, daß Henry doch noch den Weg zu ihr gefunden hat und sie aneinandergekuschelt ihre erste Nacht in Freiheit verbringen und daß der morgige Tag für sie auch so gut verläuft.

tree12,

danke für den schönen herzerwärmenden Bericht über die erfolgreiche Auswilderung deiner Pflegekinder. Sicherlich fällt es schwer von ihnen Abschied zu nehmen bzw.sie in eine oft unsichere Zukunft zu entlassen.Aber eine Freude sie dann durch den Hortus flitzen zu sehen.

Anfang Mai tauchten bei mir zwei Jungtiere mit Elternteil auf.Schnell hatten sie raus wo zufällig ein paar Snacks rum lagen.

Sind schon echte Akrobaten u.eine Freude den Sweetys beim Kletter zuzusehen.

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