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Schotterstreifen an der Straße

Hier bin ich mit der nächsten kniffligen Frage! :-D

In unserer Siedlung gibt es an den Privatstraßen einen ca. einen halben Meter breiten Schotterstreifen. Manche entfernen das Unkraut dort, manche lassen es wachsen... und bei uns ist es mittlerweile halt tatsächlich mannshoch!

Nun beginnt das manche Nachbarn zu stören. Ich wäre ja auch bereit es zu entfernen, optisch gibt es wirklich nicht so viel her - aber was mache ich dann mit der freien Fläche? Dahinter befindet sich eine Betonmauer und eine hässliche Sichtschutzwand, da schau ich derzeit halt ehrlich gesagt lieber ins "Begleitgrün"! ;-)

Was könnte ich denn stattdessen dort ansiedeln? Müsste halt extrem anspruchslos sein und nett genug aussehen, dass es auch den "gepflegteren" Gartenmenschen kein Dorn im Auge ist.

Also, ich habe auch angefangen den Randstreifen zur Straße hin gezielt anzusäen und zu begrünen. Allerdings setze ich da auf " buntes Allerlei und Vielfalt" und habe dort gesammelte Samen aus meiner Blumen- Wiese, Garten und aus unserem Tauschpaket zusammengewürfelt. Was kommt, das kommt und das, was sich dort wohlfühlt, wird dann bleiben.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Leute mir hier zu meiner wilden Blumenwiese und den Veränderungen im Garten, nur positiven Zuspruch zugesprochen haben. Auch dass ich hier " wilde Räume" geschaffen habe. Die Leute bleiben stehen und erfreuen sich über das Bunt und bemerken den reichen Insektenbesuch .

Man muss einfach mal mutig sein und die Menschen wieder erkennen lassen, dass ein gezieltes Wildes wunderschön sein kann.

An solchen Randstreifen wirken besonders die verschiedenen Königskerzen, davor Steppen- oder Wiesensalbei, Färberkamille, Astern, Aliumgewächse und Natternkopf. Schön sind auch ein paar Frühlingsblüherzwiebeln dazwischen.

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Super, dass das bei dir so positiv aufgenommen wird, Simbienchen! :-)

Ich habe noch Samen von meiner missglückten Wildblumenwiese übrig. Die könnte ich dort ausstreuen, wenn ich das Unkraut entferne... und dann halt etwas im Blick behalten, was da tatsächlich aufgeht (und notfalls etwas eingreifen). Ich hoffe nur, ich kann die Pflänzchen rechtzeitig unterscheiden, so gut kenne ich mich nämlich noch nicht aus...

Charakteristisch für solche Flächen sind sogenannte Ruderalpflanzen.

Am Bekanntesten dürfte wohl Mohn sein.

Tatsächlich gibt es diverse fertige Mischungen wie Trockener Saum oder Schotterrasen bei einigen guten Seiten online zu bestellen. Die kann man natürlich auch dünner ausbringen.

Das macht optisch einfach mehr her. Meine Empfehlung wäre allerdings, so etwas erst im Herbst zu machen. Also die Aussaat. Belohnung kommt dann im Folgejahr.

Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Mohnblumen haben wir hier ohne Ende, auch in den Gärten :-) - nur auf den Schotterstreifen halten sie sich bis auf ein paar Ausreißer interessanterweise zurück!

Gute Idee, bin zwar schon sehr ungeduldig, aber werde bis zu einer warmfeuchten Periode im Herbst warten.

So ein Randstreifen kann zu einem echten Hingucker und Insektenmagnet werden...

Vor allem werden vielleicht auch andere dann inspiriert zum Nachahmen...die Arbeit und Zeit darin zu investieren, lohnt sich so oder so....

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

Ja, ich wollte eigentlich am liebsten schon letztes Jahr etwas damit anstellen, direkt als wir eingezogen sind und noch alles "klinisch rein" war... aber da hab ich mich noch nicht getraut, war mir auch nicht sicher über die Besitzverhältnisse etc... aber mittlerweile würde ich es wagen. :-)

Zitat von Tillivilla am 3. Juli 2019, 9:31 Uhr

Hier bin ich mit der nächsten kniffligen Frage! :-D

In unserer Siedlung gibt es an den Privatstraßen einen ca. einen halben Meter breiten Schotterstreifen. Manche entfernen das Unkraut dort, manche lassen es wachsen... und bei uns ist es mittlerweile halt tatsächlich mannshoch!

Nun beginnt das manche Nachbarn zu stören. Ich wäre ja auch bereit es zu entfernen, optisch gibt es wirklich nicht so viel her - aber was mache ich dann mit der freien Fläche? Dahinter befindet sich eine Betonmauer und eine hässliche Sichtschutzwand, da schau ich derzeit halt ehrlich gesagt lieber ins "Begleitgrün"! ;-)

Was könnte ich denn stattdessen dort ansiedeln? Müsste halt extrem anspruchslos sein und nett genug aussehen, dass es auch den "gepflegteren" Gartenmenschen kein Dorn im Auge ist.

Ich würde die Fläche erst mal von Gras befreien, sehen, wie ist der Untergrund.
Wegwarte zum Sichtschutz pflanzen, sieht im ersten Jahr wie Löwenzahn aus, im zweiten blüht es. Vorderhalb würde ich Natternkopf nehmen, da dieser auch 2-jährig ist, sammel ich von wilden Ecken gern, Sämlinge aus dem letzten Jahr, weil diese dann ja im nachfolgenden blühen. Apart dazu Esparsette, Mageriten und Färberkamille.
Zum Strassenrand hin kleineres, wie zum Beispiel Thymian, Sandnelke und Mauerpfeffer. Polsterglockenblumen sind auch niedlich. Nachdem ja das Bienenthema immer mehr in den Köpfen ankommt, wird der Zuspruch auch da sein. Hab Mut

Zu hegen und zu pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Gras ist da so gut wie keines. Ich versuch nachher mal ein Foto zu machen.

Natternkopf wollte ich letztes Jahr auch von meinen Eltern zu uns umsiedeln, aber da hatten die Rosetten schon solche Pfahlwurzeln, dass ich sie nicht mehr ohne Beschädigung aus der Erde gebracht habe ... dachte mir, vielleicht muss man den ansäen!?

Generell wäre es mir lieber, wenn ich einfach ganz diskret ein paar Samen dorthin werfen könnte ... wobei man mit gezielten Anpflanzungen natürlich die Optik besser kontrollieren kann.

Wenn sich in unserem Garten schon alles so eingespielt hätte, wie ich mir das vorstelle, hätte ich vielleicht schon mehr Selbstbewusstsein in der Hinsicht. Aber momentan haben wir halt noch ein paar unansehnliche Stellen, für die ich erst eine Lösung finden muss, und ich will nicht, dass die Leute denken, jetzt hab ich meinen eigenen Garten noch nicht im Griff und eigne mir schon die Gemeinschaftsflächen an, wer weiß was da wieder schiefgeht!

 

Bei mir hat mein Garten mich " im Griff" ;-)

Und das ist gut so...!

Mach dir doch keine Gedanken darum, was die Nachbarn oder andere über dich denken

...in einem Hortus geht es nicht um die Meinung der anderen. Da geht es darum, Kreisläufe zu erschließen und Schutz und Lebensraum für unsere Insekten zu erschaffen. Optik steht nicht unbedingt immer an erster Stelle.  Ein Hortus ist etwas Besonderes in der heutigen Zeit und du darfst stolz sein auf deine "unansehnlichen" oder unaufgeräumten Stellen . Die sind gewollt!  Dort findet sich mehr Leben ein, als in den aufgeräumten....

Wenn die Nachbarn begreifen, dass du mit deinem Tun der Natur hilfst, dann wird keiner auf diese Art, wie du denkst, über dich denken...

Aufgeräumte Gärten sind Out ;-) .....Naturgarten ist In...

Ich finde diese Sprüche so nett:

Das ist kein Unkraut, das ist Futter für meine Schmetterlinge!"

Oder

"Dieser Garten ist nicht unordentlich, hier wachsen die Blumen nur kreuz und quer!"

Oder

" Ein ordentlicher Gärtner hält die Beete sauber, der kluge Gärtner legt die Beine hoch und beobachtet die Wunder!"

Den Natternkopf kann man sehr gut aussäen. Ist aber im ersten Jahr nur als Rosette da und blüht dann im zweiten Jahr...

 

 

 

" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "

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