Willkommen im Forum
Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Richtige Fütterung der Hühner im Hortus

12
Zitat von Dorothee am 10. Januar 2021, 20:56 Uhr

Wie sieht es eigentlich mit der Parasitenbelastung bei den Hühnern aus, wenn sie Regenwürmer und Schnecken fressen?

Ist es da wie bei den Igeln, dass sie generell immer eine gewisse Belastung haben und nur ernsthaft erkranken, wenn sie kein gutes Immunsystem haben?

Die Regenwürmer sind Zwischenwirte für die Lungenhaar- und Darmhaarwürmer, die Schnecken der Lungenwürmer.

Mein Onkel hatte früher auch Hühner, die haben gerne Reste von gekochten Nudeln gefressen.

Wir kaufen übrigens immer die Bio "Spitz&Bube" Eier ;-)

Auf jeden Fall Doro! Da ist irgendwie immer was, also rein von der Farbe und Form des Kotes, der unter umständen jeden Tag anders aussehen kann. Da hatte ich mir anfangs auch öfter sorgen gemacht. Man muss aber doch sagen das Hühner im allgemeinen sehr robust sind. Sie verzeihen dir den einen oder anderen Haltungs/Fütterungsfehler schon mal, aber nicht wenn grundsätzlich was falsch läuft. Grade wegen diesen Anfälligkeiten, auch für Krankheiten die nicht "Ohne"(Mareksche u.a.) sind besteht deshalb auch Impf und Meldepflicht!

 

Zitat von am 10. Januar 2021, 21:08 Uhr

@gsaelzbaer

Hühner stehen bei mir auch auf der wunschliste.

Wenn ich das je in die Tat umsetze werde ich vorher dich fragen wie das geht.

Ich bin schon seit einiger Zeit am überlegen, ob ich eine 'Huhngemeinschaft' ins Leben rufen soll. Wenn ich die Initiative ergreife könnte ich bestimmt einige Nachbarn dazu anwerben, dass wir uns gemeinsam um ein paar Hühner kümmern. Ich habe viel Platz für Hühner. Aber alleine drum kümmern... ich will ja mal UrLaub machen oder bin krank oder will lieber abends im Biergarten sitzen mit Freunden und nicht sagen müssen 'nee, keine Zeit, muss mich um die Hühner kümmern' oder einfach in der Eiersaison nicht viel zu viele Eier haben. Oder einfach weil 'zusammen' mehr spaß macht als alleine.

Aber ich bin der absolute Laie was Huhn angeht.

Schade, dass du nicht hier ums Eck wohnst. Dich als Lehrer wäre bestimmt super

Hui, das ehrt mich ja

Aber auch hier wirst du natürlich, wie bei allem, verschiedene Philosophien hören und lesen. Es ist sicher alles ein bißchen richtig, richtiger und falsch oder auch mal ganz falsch. Man pickt sich letztendlich schlüssiges und das was einem ein gutes Gefühl gibt, oder einfach nur logisch klingt heraus!

Grundsätzlich ists eine eher einfache Sache mit dem Hühnerpack(), finde ich jedenfalls. Extrem wenig Aufwand gegenüber dem Nutzen. Und egal ob du Bioeier und Biofleisch kaufst, so selbst gehalten , das passt einfach- alles ein wenig besser und natürlich gegenüber der industriellen Haltung aufwändiger. Es macht für mich absolut Sinn! Zudem ist es schön wenn jemand im Garten wohnt Du kannst jeden Tag Eier ernten, ich finds einfach schön!

Eine Hühnergemeinschaft ist eine tolle Idee. Es muss halt funktionieren und man muss sich wegen dem "wie" einig sein. Aber eins glaub mir, wenn die Leute spannen das es bei dir die besten Eier im Ort gibt, werden sie sie dir aus den Händen reissen! Absatzprobleme hatte ich noch nie! Eine Urlaubsvertretung findet sich auch immer, stell dir vor die Nachbarin bitte dich eine Woche ihre Hühner zu füttern, im Gegenzug darfst du alle in dieser Zeit anfallenden Eier ernten?!

So und nu los, trau dich!

Hier einlesen und los gehts

"Hühner halten" von Beate Peitz

Zitat von Simbienchen am 11. Januar 2021, 10:49 Uhr
Zitat von Gsaelzbaer am 10. Januar 2021, 19:02 Uhr
Zitat von Simbienchen am 10. Januar 2021, 15:32 Uhr

Damit die anderen verstehen, worüber wir beide gerade diskutieren, kopiere ich mal den Link aus dem anderen Thread auch hierher

und folgender

Neeee, ich geb gar nix zu...

Ja klar verstehe ich dich !! Ich verfolge nur eine etwas andere Fütterstrategie als du

Außer das mit den Zahlen, das verstehe ich nicht

Ich weiß, dass man nie auf eiweißhaltige Futterbestandteile verzichten soll, damit die Hühner Eier legen können. Deshalb kann man ja auch gut eiweißhaltige Hülsenfrüchte ( Acker-, Sojabohnen, Luzerne, Erbsen, Wicken, Rotklee, Süßlupinen) an Hühner verfüttern. Das sind dann pflanzliche Eiweiße.

Jetzt habe ich extra, weil du es gesagt hast, nochmal im "Grossen Buch der Hühnerhaltung im eigenen Garten" von Axel Gutjahr nachgelesen.

Da steht auch drin, dass unsere Hühner vom Ernährungstyp her Bankivahühner sind und somit Allesfresser. Ihre natürliche Nahrung besteht sowohl aus pflanzlichen als auch tierischen Bestandteilen. ( Siehe Bild 2)

Die tägliche Futtermenge eines ausgewachsenen Huhnes , dessen Gewicht 2,5 - 3,0 kg beträgt, kann man pauschal mit 120-180 g veranschlagen. Ich konnte noch keine genaue Mengenangabe finden , wieviel von jedem Bestandteil prozentual in einer Futtermischung enthalten sein muss. Hast du da eine Faustformel oder wie soll ich das ausrechnen?

Die tierischen Bestandteile und somit die eiweißhaltigen ( die du meinst) , setzen sich aus den Insekten zusammen, die sie im Garten finden. Jetzt bekommen sie von mir auch noch zusätzlich Legehennenfutter  (wo eigentlich alles drin ist, was Hühner brauchen) , was auch den Hauptanteil des Getreides abdeckt, den die Hühner benötigen. Dazu kommt dann das Grünfutter ( Gras, Blüten, Klee, Brennesseln, Luzerne, Spitzwegerich, Löwenzahn, Vogelmiere)  und Saftfutter  (Obst und Gemüse) .

Was meinen Speiseplan für die Hühner gut beschreibt , findet man gut wiedergegeben in einem Schema ( siehe Bild3) auf der Homepage von huehner-haltung.de

https://www.huehner-haltung.de/huehnerfutter/#Was_fressen_H_hner____3_Bestandteile_der_Ern_hrung

Ich wüsste nicht, warum Hühner mit solch einer ausgewogenen Ernährung und Bewegung, Leberschäden bekommen sollten ? Welche Bücher hast du denn, wo das drinsteht ?

Schön, so ein Austausch...

Vollkommen richtig! Hühner sind Allesfresser, so wie wir und Schweine und Dachse und Füchse usw. So, Keiner der genannten legt Eier, außer die Hühner natürlich. So, das Bankivahuhn-natürlich ein Allesfresser, frisst kunterbunt eben alles. Würmer, Schnecken, MÄUSE! und eben auch pflanzliches. Somit ist das ausgewogen und für die 16-20 Eier im Jahr passt das alles. Hättest du also Bankivahühner, so geht dein Plan auf!

Die hast du aber nicht! Du hast vom Mensch durch selektive Zucht generierte Hochleistungsmaschinen. Nicht einmal ansatzweise kannst du das eben drum vergleichen! Außer das deine Hühner natürlich immer noch Allesfresser sind Verglichen mit obengenannten Allesfressern, müssen diese Höchstleistungen erbringen. Sie legen ja diese gut 150!Eier im Jahr MEHR. Der größte Bestandteil neben Wasser im Ei ist das Eiweis.(ca.12-16%).

Jeeeeeetzt kommts! Es ist sch....piepschnurz egal wodurch der massiv ERHÖHTE Eiweisbedarf gedeckt wird-ob tierisch oder pflanzlich-Soja oder Regenwurm.

Ich bin ne Matheniete, ich versuchs aber trotzdem mal

 

Futterbedarf angenommen 180g Pro Tag - Darin MUSS ein Eiweisgehalt von 16% enthalten sein(indiskutabel) Damit deine Hühner ihre angezüchtetet Leistung bringen können(Eier legen, viiiiiele Eier)brauchen sie das.

Du hast 4 Hühner = 720g Fertigfutter, darin enthalten = 115,2 g Eiweis.

Jetzt fütterst du angenommen nicht die errechneten 720g Fertigfutter, sondern z.B. nur 500g. Der Rest ist dann dein Gemüse oder was auch immer zum Fertigfutter hinzukommt.

In diesem Rest(220g) sind dann wenns Gemüse oder Gras ist 1% Eiweis. Somit hast du an diesem Tag nicht die erforderlichen 115,2 g Eiweis gefüttert, sondern nur 82,2g!

Es fehlen 33g Eiweis - pro Tag! Ist das so ausreichend erklärt Herzelein?

 

Konsequenz aus dem Fehlen, es zapft den eigenen Körper an, der ja zu 22-25% auch aus Eiweis besteht. Zapft es zu viel und zu lange, können daraus früher oder später  Leberschäden entstehen. Das kann dauern, Hühner sind bockzäh

 

Danke, mein Großer, das hast du prima erklärt

Damit kann Frau schon mal arbeiten!

Perfekt wäre es gewesen, wenn du auch deine Quelle des Wissens preisgegeben hättest! ...

Die Fütterung ist ein sehr komplexes Thema, ich bin damit noch nicht fertig...

Es geht aber nicht nur um den Eiweißbedarf der legenden Hennen/ Glucken, ich habe ja auch Junghühner dabei, die einen anderen Futterbedarf haben und ebenso der Hahn.

Zumal ich mir die Frage stelle, wie ich den Bedarf überhaupt decken kann, wenn sowieso klar ist, dass die Hennen in der Lege- oder Brutzeit ihre Futtermenge und somit auch ihren Eiweißbedarf , die sie bräuchten, nicht aufnehmen können. Es entsteht sowieso immer irgendwo ein Mangel...

Wenn man sich diesen komplexen Vorgang der Eiproduktion anguckt, dann ist das schon eine raffinierte Einrichtung der Natur, sich aus den verschiedenen Organen und Knochen die jeweiligen" Zutaten" zur Bildung eines perfekten Ei's auszuleihen....

Somit bin ich schon mal mit der Auswahl meiner Hühnerrasse glücklich, denn es gibt ja Rassen, die weitaus mehr Eier im Jahr legen müssen, wie die Altsteirer.

Aber nochmal DANKE, dass du einer jungen Hühnerhalterin ( inklusive Fett- und Leichtbuchstaben) auf die Sprünge oder Hühnerstange hilfst...

 

 

Richtig, die Junghennen bekommen "Junghennenfutter", die Kücken "Kückenstarter". Deshalb ists mir immer recht wenn alle gleich alt sind. Getrennt füttern ist sehr schwierig. Man kann natürlich auch mal 2 Wochen die "Alten" mit Junghennenfutter füttern, solange das kein Dauerzustand ist, kein Thema.

Tja und zum Hahn, der ja nicht legt und trotzdem Legehennenfutter bekommt - Pech! Wie solls du ihm auch eine "Männerration" bereitstellen. Das ist eben ein fauler Kompromiss.....Da können andere vielleicht mehr dazu sagen....

Zu meinen Quellen. Das oben empfohlene Buch ist schon mal sehr, sehr gut. Zudem hatte ich mich vor über 10 Jahren beim "Landtreff" Forum angemeldet. Bin da schon ewig nicht mehr.... Da gabs eine hm..."Hühnerflüsterin". Etwas grob und forsch die Dame, aber ein unglaubliches Fachwissen! Sie ist dort unter dem Namen SHierling immer noch aktiv, hab grade mal geguckt. Von ihr habe ich das meiste gelernt und glaube mir, ich hatte am Anfang auch so ein paar grobe Schnitzer im Kopp-die hat ihn mir gewaschen, das war nicht schön-damals.....aber sie hatte recht, alles belegbar-auch wissenschaftlich! So zum Beispiel die Tatsache das Biofütterung nicht so gut(perfekt) ist als konventionell. Ich kann das nicht mehr anständig begründen, aber auch da hatte sie vollkommen recht!

Wers mal ganz genau wissen will, der melde sich dort an oder auch nicht und LESE

Ich spiele ja auch mit dem Gedanken, mir Hühner zuzulegen. Das wäre nichts neues, meine Familie hatte immer Hühner bis vor ca. 15 Jahren, als es meinen Eltern zuviel wurde. Ich bin quasi mit Hühnern aufgewachsen und hatte als Mitglied im Kleintierzuchtverein auch schon mal versucht, die Legehybriden meiner Eltern durch Rassehühner (New Hampshire)  zu ersetzen, was an deren Legeleistung dann scheiterte...

Wir hatten damals (vor Jahrzehnten) schon den Junghennen Junghennenmehl gefüttert und den erwachsenen Hennen Legemehl. Was da drin war, weiß ich natürlich nicht. Futterweizen gab es zusätzlich. Und last but not least waren die Hühner die Verwerter von Küchenabfällen jeder Art. Natürlich nichts stark Gewürztes oder Salat mit Essig, aber sonst haben die alle Reste begeistert verschlungen. Das waren für meine Eltern und Großeltern quasi die Schweine des kleinen Manns, die Resteverwerter.

Ein Hahn, der lange Jahre immer bei den Hühnern dabei war, bekam dasselbe Fressen, da gab es nichts extra. Und da würde ich auch heute nichts extra füttern. Aber sollte ich wieder Hühner halten, wäre ein Hahn ein Muss: Als Wappentier, weil mein Familienname Hahn ist...

Zitat von Martin am 11. Januar 2021, 21:38 Uhr

Ich spiele ja auch mit dem Gedanken, mir Hühner zuzulegen. Das wäre nichts neues, meine Familie hatte immer Hühner bis vor ca. 15 Jahren, als es meinen Eltern zuviel wurde. Ich bin quasi mit Hühnern aufgewachsen und hatte als Mitglied im Kleintierzuchtverein auch schon mal versucht, die Legehybriden meiner Eltern durch Rassehühner (New Hampshire)  zu ersetzen, was an deren Legeleistung dann scheiterte...

Wir hatten damals (vor Jahrzehnten) schon den Junghennen Junghennenmehl gefüttert und den erwachsenen Hennen Legemehl. Was da drin war, weiß ich natürlich nicht. Futterweizen gab es zusätzlich. Und last but not least waren die Hühner die Verwerter von Küchenabfällen jeder Art. Natürlich nichts stark Gewürztes oder Salat mit Essig, aber sonst haben die alle Reste begeistert verschlungen. Das waren für meine Eltern und Großeltern quasi die Schweine des kleinen Manns, die Resteverwerter.

Ein Hahn, der lange Jahre immer bei den Hühnern dabei war, bekam dasselbe Fressen, da gab es nichts extra. Und da würde ich auch heute nichts extra füttern. Aber sollte ich wieder Hühner halten, wäre ein Hahn ein Muss: Als Wappentier, weil mein Familienname Hahn ist...

Na da sind doch immer wieder Kandidaten die der Hühnerhaltung nicht abgemeigt ist, schön

Schwein des armen Mannes, ja, den Spruch kenne ich auch, da ist auch was dran. Übrigens, wenn Hühner von jedwelchem Futter auch immer "begeistert" sind, dann liegt das nicht daran das sie es tasächlich SOOO lecker finden. Der Geschmackssinn bei Hühnern ist nämlich kaum ausgeprägt. Es ist eher der tatsächliche Hunger und die Gier. Alles was schnabelgerecht ist, wird auch begeistert gefuttert, sogar dann wenn es das nicht ist. Sie fressen auch Mäuse, mitunter sogar recht grosse, die sie auf biegen und brechen runterschlucken-am Stück versteht sich

12
Menü schließen
Zur Werkzeugleiste springen