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Lektion 20.1: Natürliche Gegenspieler, Nützlinge fördern

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Blattläuse sind bei uns kein Problem und wenn mal mehre auftauchen, dann werden sie schnell weniger.

Ich habe leider nicht immer das Smartphone bei mir, wenn ich meine Nützlinge sehe, aber ab und an zum Glück doch.

Ich habe auf jeden Fall verschiedene Arten Marienkäfer im Hortus.

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Sei selbst der Wandel, nicht das Rädchen

Im ersten Gartenjahr stand ich jeden Morgen und Abend in der Dämmerung und sammelte Schnecken ein. 50 am Tag. Ich hatte einen reinen Nutzgarten mit Obstbäumen, Gemüse und Kräutern angelegt. Nackter Boden und zwei Mal am Tag gießen. Mein Motto war: "Ich gärtnere nur noch für mich! Wenn ich schon viel Arbeit habe, dann muss auch etwas dabei für mich herauskommen!"

Es machte keinen Spaß. Es war wirklich sehr viel Arbeit. Ich suchte Alternativen und experimentierte drauf los. Ich erfand den Flächenkompost, die Mischkultur und die Permakultur - bis ich las, dass es das schon längst gibt und man sich guten Rat in Gruppen holen kann.

Über dem Einrichten von Naturmodulen und Unterkünften für alle möglichen Mitlebewesen vergaß ich ganz die Schnecken einzusammeln und die Läuse mit Milch und Tee zu besprühen. Später fiel mir erst auf, dass ich kein Schneckenproblem mehr habe. Es sind Schnecken da, aber ich habe kein Problem mehr mit ihnen. Da scheint sich jemand anders drum zu kümmern.

Läuse sind willkommen. Wir brauchen sie als Vogelfutter!

Und auch die Wühlmäuse werden wohl für irgend etwas gut sein, oder? Nachdem unser Garten 50 Jahre lang lebensfeindlich geführt wurde, freue ich mich sogar über die Rückkehr von Gegenspielern. Hauptsache Leben.

Und auch die Wühlmäuse werden wohl für irgend etwas gut sein, oder? Nachdem unser Garten 50 Jahre lang lebensfeindlich geführt wurde, freue ich mich sogar über die Rückkehr von Gegenspielern. Hauptsache Leben.

 

In der Tat haben die Wühlmäuse auch etwas Gutes und ihre Funktionen im Naturgarten und bieten mit ihren vielen Gängen auch anderen Tieren Lebensräume.

Sie lockern den Boden auf und man kann auf so manchem frischen Erdhügel/ Aufwurf Samen auslegen. Das sind auch die offenen Bodenstellen, die eine Wiese benötigt...

Maulwürfe z.B. nutzen die gleichen Gänge, ein wertvoller Nützling im Garten. Ebenso nutzen Eidechsen die Gänge und Hummeln nutzen die Wühlmausnester gerne als Niststelle. Es gibt sogar Berichte, dass Queckenwurzeln in Wühlmausnestern gefunden wurden. Ist doch super, so ein natürlicher Queckenvernichter!

Auch fressen bei mir die Wühlmäuse gerne im Winter die langen Pfahlwurzeln des Ackerampfers, der sich zu gerne in meiner Blumenwiese breit macht. Nicht zu vergessen, sind Wühlmäuse wichtige Beute für die Greifvögel.

 

 

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" Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann -tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde! "
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